Wirtschaftsethik - Negativ-Beispiel. Definitionen von Moral, Ethik, Wirtschaft und Wirtschaftsethik


Hausarbeit, 2005

11 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Gliederung

1) Einleitung

2) Definitionen
2.1) Moral
2.2) Ethik
2.3) Wirtschaft
2.4) Wirtschaftsethik

3) Negativ Beispiel

4) Fazit

1) Einleitung

Immer häufiger kommt es heutzutage vor, dass Unternehmensvorstände aufgrund ihres Handelns in die Schlagzeilen geraten.

Sei es zum Beispiel, weil sie Arbeitsplätze abbauen, obwohl das Unternehmen hoch profitabel arbeitet oder wie beim Beispiel Mannesmann ein gesundes Unternehmen verkaufen und zerschlagen lassen ohne die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu beachten, nur des eigenen Profites willen.

Um diesen Fall nach wirtschaftsethischen Aspekten genauer analysieren zu können, werde ich zunächst die Begriffe Ethik und Moral, sowie Wirtschaft definieren. Anschließend erkläre ich den Begriff Wirtschaftsethik aus den drei vorhergehenden Definitionen, unter Einbeziehung eines Zitates von Adam Smith.

Zum Schluss werde ich die Probleme der Wirtschaftsethik am Beispiel der Mannesmannübernahme beleuchten und sie mit den verschiedenen Definitionen in Verbindung stellen.

Zunächst zur Definition der Begriffe Moral und Ethik.

2) Definitionen

2.1 Moral

Der Begriff Moral beschreibt

1. die Gesamtheit der sittlichen Normen[1], Werte[2], Grundsätze, die das zwischenmenschliche Verhalten einer menschlichen Gesellschaft regulieren und von ihrem überwiegenden Teil als verbindlich akzeptiert oder zumindest hingenommen werden.
2. (herrschende Moral; bürgerliche Moral)
3. das sittliche Empfinden / Verhalten eines Einzelnen, bzw. einer Gruppe.
4. (hohe Moral; niedere Moral)
5. in der Philosophie die Lehre vom sittlichen Verhalten des Menschen (Ethik)
6. in der Literatur die Nutzanwendung z.B. einer Erzählung
7. ("Moral von der Geschichte")[3]

2.2) Ethik

Die Ethik bezeichnet man auch als "praktische Philosophie", da sie sich mit dem menschlichen Handeln befasst. Sie beschäftigt sich damit, was gutes oder schlechtes Handeln ausmacht.

Ethik sagt also, wie der Mensch handeln soll und wie nicht, bzw. wie er sich beim täglichen Handeln zu entscheiden hat. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit dem Ausmaß individueller menschlicher Freiheit, sowie eine Bestimmung von Gut und Böse.

Sie befasst sich hierzu mit den Grundlagen menschlicher Werte und Normen, des Sittlichen und der allgemeinen Moral. Außerdem fragt sie danach ob und wie solche Normen mit dem Anspruch auf Allgemeingültigkeit ausgestattet werden können.

Zentrale Probleme der Ethik betreffen die Motive, die Methoden und die Folgen menschlichen Handelns. Es ergeben sich sehr unterschiedliche Ethiken, je nachdem, wie die Gewichte zwischen diesen drei Themen gelegt werden, und was die Quelle der ethischen Normen ist.

Der Unterschied zwischen Moral und Ethik besteht darin, dass die Moral teilweise emotionale Ursprünge hat (Wut, Gier, Angst) sowie kultur- und gesellschaftsabhängig ist, die Ethik hingegen mit Logik auf "absoluten" Maßstäben aufzubauen versucht.

Ethik kann also auch als das Nachdenken über Moral verstanden werden.[4]

2.3) Wirtschaft

Der Begriff Wirtschaft umschreibt alle Handlungen von Menschen mit dem Ziel die in der Umwelt vorhandenen Ressourcen zu nutzen, um die Erhaltung und Sicherheit des Lebens der Menschen zu garantieren und zu fördern, sowie ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Grundsätzlich werden die Bedürfnisse der Menschen in drei Bereiche aufgeteilt, die in ihrer Reihenfolge eine Priorisierung bei der Zuteilung von Gütern ermöglichen:

- Existenzbedürfnisse

(umfassen unter anderem das Bedürfnis nach ausreichender Nahrung, Wohnraum und Sicherheit)

- Grundbedürfnisse
- Luxusbedürfnisse

(können nicht generalisiert beschrieben werden und hängen vom Stand der jeweiligen Gesellschaft ab; So kann in einer modernen westlichen Wirtschaft die internationale Mobilität bereits als Grundbedürfnis angesehen werden, in anderen Gesellschaften dagegen noch als Luxusbedürfnis)

[...]


[1] eine als verbindlich anerkannte Regel oder Richtschnur
(http://de.wikipedia.org/wiki/Normen)

[2] Eigenschaften oder Qualitäten, die Dingen, Ideen, Beziehungen von Einzelnen, Gruppen oder einer Gesellschaft beigelegt werden, und die den Wertenden sehr wichtig und wünschenswert sind (http://de.wikipedia.org/wiki/Werte)

[3] (http://de.wikipedia.org/wiki/Moral)

[4] vgl. Steinmann, H., Schreyögg, G., in Management 5. Auflage, S. 107 f.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Wirtschaftsethik - Negativ-Beispiel. Definitionen von Moral, Ethik, Wirtschaft und Wirtschaftsethik
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
11
Katalognummer
V45451
ISBN (eBook)
9783638428538
ISBN (Buch)
9783638763622
Dateigröße
412 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit enthält Definitionen von Moral, Ehthik, Wirtschaft und Wirtschaftsethik. Außerdem beleuchtet sie diese Themen genauer am Beispiel der Mannensmann-Übernahme durch Vodafone.
Schlagworte
Wirtschaftsethik, Negativ-Beispiel, Definitionen, Moral, Ethik, Wirtschaft
Arbeit zitieren
Michael Wicke (Autor), 2005, Wirtschaftsethik - Negativ-Beispiel. Definitionen von Moral, Ethik, Wirtschaft und Wirtschaftsethik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45451

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