Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Kinder in Trennung und Scheidung. Wie können Geschichten bzw. Märchen helfen?

Titel: Kinder in Trennung und Scheidung. Wie können Geschichten bzw. Märchen helfen?

Seminararbeit , 2016 , 25 Seiten , Note: 2,4

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Wer in seiner Kindheit in Zeiten der Not eine verständnisvolle Reaktion erlebt hat, wird in der aktuellen Krise auf Ähnliches hoffen, während diejenigen, die während der Kindheit Zurückweisung und Mißachtung erlebt haben, auch genau dies erwarten werden, wenn sie im Erwachsenenleben verzweifelt sind“ (Bowlby 1991).

Genau aufgrund der im Zitat formulierten Tatsache, dass die in der Kindheit erlebte Trennung Einfluss auf das spätere Leben des Betroffenen haben kann, entschied sich die Autorin für die Bearbeitung des Themas „Kinder in Trennung und Scheidung“. Scheidung bzw. Trennung ist heutzutage ein Alltagsthema, welches immer relevanter wird. Laut dem Statistischen Bundesamt nahm die jährliche Zahl der gerichtlichen Scheidungen von 1950 bis 2006 mit geringen Ausnahmen zu und bleibt seitdem konstant hoch bei ca. 170.000 Scheidungen pro Jahr.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Elterliche und kindliche Dimensionen der Trennung

2.1 Die Zeit vor der Trennung

2.1.1 Aus der Perspektive der Eltern

2.1.2 Aus der Perspektive der Kinder

2.2 Die Zeit der Trennung

2.2.1 Aus der Perspektive der Eltern

2.2.2 Aus der Perspektive der Kinder

2.3 (Weitere) altersspezifische Folgen der Trennung für Kinder

2.3.1 Altersspezifische Folgen bei Säuglingen

2.3.2 Altersspezifische Folgen bei Kleinkindern

2.3.3 Altersspezifische Folgen bei Vorschulkindern

3 Begleitung und Formen der Unterstützung von Scheidungskindern

3.1 Definition Soziale Arbeit

3.2 Ansatzpunkte und Aufgaben der SA im Umgang mit Scheidungskindern

3.3 Zusammenhang zwischen SA und Therapie

3.4 Narrativer Ansatz am Beispiel von Geschichten/ Märchen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie die Soziale Arbeit Kinder im Alter von null bis sechs Jahren während des Trennungsprozesses ihrer Eltern professionell begleiten kann, mit besonderem Fokus auf den Einsatz von Geschichten und Märchen als unterstützende Methode.

  • Psychologische Auswirkungen von Trennung auf Kinder verschiedener Altersstufen
  • Rechtliche und professionelle Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit
  • Die Bedeutung von Bindung und Stabilität in Trennungssituationen
  • Narrative Methoden und der Einsatz von Geschichten zur Krisenbewältigung
  • Zusammenarbeit zwischen Sozialer Arbeit und therapeutischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

3.4 Narrativer Ansatz am Beispiel von Geschichten/ Märchen

Um den Begriff „narrativer Ansatz“ einordnend darzustellen, bedient sich die Autorin dem sozialen Konstruktionismus, der zu der zentralen Grundlage des narrativen Ansatzes zählt, um anschließend auf die Arbeit mit Kindern und Geschichten bzw. Märchen einzugehen.

Der soziale Konstruktionismus besagt, dass die Realität nicht objektiv erfassbar ist und somit nicht nur strukturell durch unser Gehirn erzeugt wird, sondern auch ein sozialer Prozess ist. Dementsprechend sind die menschliche Wirklichkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation konform und durch die individuell spezifische Gesellschaft beeinflusst. Dabei ist die Sprache von zentraler Bedeutung, da diese in Form von Geschichten die Kommunikation zwischen den Menschen bestimmt. Sie ist demnach „sowohl Produkt als auch Produzent menschlicher Wirklichkeit“ (Luckmann 1990 zitiert in Von Schlippe; Schweitzer 2012, S. 122) und lässt Bilder, Ideen und Erinnerungen durch den sozialen Austausch entstehen. Der Dialog wird laut dem sozialen Konstruktionismus als Quelle der individuellen Realität gesehen, was der Therapie neue Methoden eröffnet wie zum Beispiel die Geschichten- bzw. Märchenerzählens. (Vgl. Von Schlippe; Schweitzer 2012, S. 122 f.)

In die Arbeit mit Kindern lassen sich Geschichten hervorragend einbinden. Sie können sowohl den Kindern vorgelesen, als auch von den Kindern erfunden und erzählt werden. „[Das] Geschichtenzählen und das gemeinsame Zuhören sind eine sehr intime Erfahrung – man lässt die anderen an seinen Fantasien, Träumen und vielen anderen menschlichen Gefühlen teilhaben und lernt miteinander etwas über das Leben“ (Steiner; Berg 2013, S. 107). Geschichten lassen sich nicht nur in Form von Sprache präsentieren, sondern auch kreativ durch gemalte Bilder oder Rollenspiele, wobei Figuren und Spielräume unterstützend zum Einsatz kommen können. Außerdem können Geschichten mit Kassettenrekorder oder einer Videokamera aufgenommen und vorgeführt werden. (Vgl. Löcher 2012, S. 141)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Trennung und Scheidung angesichts steigender Scheidungsraten und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2 Elterliche und kindliche Dimensionen der Trennung: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Trennungsphasen aus Sicht der Eltern und Kinder sowie die spezifischen Folgen für Säuglinge, Kleinkinder und Vorschulkinder.

3 Begleitung und Formen der Unterstützung von Scheidungskindern: Hier werden die Rolle der Sozialen Arbeit, rechtliche Grundlagen sowie therapeutische Ansätze und die spezifische Methode des narrativen Arbeitens mit Geschichten vorgestellt.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer altersgerechten, professionellen Begleitung zur Förderung der kindlichen Resilienz.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Trennung, Scheidung, Scheidungskinder, Bindung, Krisenbewältigung, Narrativer Ansatz, Märchen, Psychologische Folgen, Kindeswohl, Frühpädagogik, Lebensweltorientierung, Resilienz, Unterstützung, Familienhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von Kindern zwischen null und sechs Jahren während der Trennung oder Scheidung ihrer Eltern im Kontext der Sozialen Arbeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den kindlichen Reaktionen in verschiedenen Altersstufen, den professionellen Aufgaben der Sozialen Arbeit sowie narrativen Methoden wie dem Vorlesen von Märchen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, in welchem Rahmen die Soziale Arbeit Kinder in der Trennungssituation begleiten kann und inwiefern Geschichten und Märchen dabei als Unterstützung dienen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Anwendung sozialwissenschaftlicher sowie pädagogischer Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der elterlichen und kindlichen Perspektiven, die Darstellung der rechtlichen und methodischen Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit und die Erläuterung des narrativen Ansatzes.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Soziale Arbeit, Scheidungskinder, narrative Methode, altersgerechte Begleitung und Krisenprävention.

Warum ist das Alter der Kinder bei einer Trennung so entscheidend?

Jede Altersstufe hat spezifische Entwicklungsaufgaben und kognitive Fähigkeiten, wodurch die Kinder unterschiedlich auf die Trennung reagieren und andere Bedürfnisse nach Sicherheit und Verständnis haben.

Wie helfen Märchen konkret bei der Bewältigung einer Trennung?

Märchen dienen als Projektionsfläche für Ängste und Wünsche. Sie bieten Kindern durch die Identifikation mit dem Helden und den Ausgang der Geschichte neue Lösungsansätze und Zuversicht.

Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit dabei?

Die Soziale Arbeit agiert als unterstützende Instanz, die Ressourcen stärkt, das Kindeswohl sichert und durch den Einsatz geeigneter Methoden, wie eben Geschichten, den Verarbeitungsprozess fördert.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kinder in Trennung und Scheidung. Wie können Geschichten bzw. Märchen helfen?
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
2,4
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
25
Katalognummer
V454638
ISBN (eBook)
9783668866881
ISBN (Buch)
9783668866898
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kinder trennung scheidung geschichten märchen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Kinder in Trennung und Scheidung. Wie können Geschichten bzw. Märchen helfen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454638
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum