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Was ist Tapferkeit? Ein Sokratisches Streitgespäch in Platons "Laches"

Titel: Was ist Tapferkeit? Ein Sokratisches Streitgespäch in Platons "Laches"

Hausarbeit , 2018 , 5 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Karl Huesmann (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit den unterschiedlichen Argumentationsweisen und den entsprechenden philosophischen Profilen von Laches und Nikias im platonischen Dialog des Laches.

Die unterschiedlichen Argumentationsweisen der beiden Redner und die daraus hervorstechenden philosophischen Profile werden vor allem in den Reden zur Definition der Tapferkeit deutlich, welche deshalb näher analysiert wird.

Es wird deshalb zunächst die Argumentationsweise des Laches, darauffolgend die des Nikias dargestellt. Zudem soll zumindest in Teilen jeweils die Rolle des Sokrates während der jeweiligen Argumentation hinzugezogen werden.

Anschließend wird dann aufgrund der Unterschiede der Argumentationsweisen das philosophische Profil der beiden Redner herausgearbeitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Aufgabe 1

2. Aufgabe 2

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die philosophischen Argumentationsweisen von Laches und Nikias im gleichnamigen platonischen Dialog, um deren jeweilige Profile im Kontext der Definition der Tapferkeit sowie der Frage nach der Eignung des Sokrates als Lehrer herauszuarbeiten.

  • Vergleich der Argumentationsstrategien von Laches und Nikias
  • Analyse des Einflusses von Sokrates als Vermittler im Dialog
  • Untersuchung des philosophischen Profils beider Redner
  • Kritische Reflexion der paradoxen Ernennung von Sokrates zum Lehrer
  • Erörterung der Lehrbarkeit von Tugend und Wissen in der platonischen Philosophie

Auszug aus dem Buch

Aufgabe 1

Der Argumentationsgang zur Definition der Tapferkeit des Laches lässt sich zunächst in vier aufeinander folgende Definitionen gliedern. Als Sokrates die Frage nach der Bestimmung der Tapferkeit expliziert (190e4), beginnt Laches mit seiner ersten Definition. Diese beläuft sich darauf, dass das militärische Kämpfen in einer Schlachtformation und das Standhalten in dieser Tapferkeit sei (190e5-190e8). Sokrates stimmt Laches zunächst zu (190e9), zeigt dann aber weiterführend das Problem auf, dass dies allein nicht Tapferkeit sein kann. Hierzu bringt er das Beispiel der Skythen, welche trotz Rückzugsverhalten Tapferkeit bewiesen haben (191a5 ff.). Auf Sokrates Wunsch, die Definition der Tapferkeit allgemeiner zu fassen (191d-191e2) und „von der Tapferkeit zu sagen, was sie ihrem Wesen nach ist“ (191e12) beginnt Laches mit seiner zweiten Definition. Diese beschreibt die Tapferkeit als die Beharrlichkeit der Seele (192b9-192b11). Auch diese Definition lässt sich jedoch entkräften, da Sokrates den Aspekt der „Beharrlichkeit mit Unverstand“ (192d1) anmerkt. Korrigierend stellt Laches anschließend seine dritte Definition auf: Tapferkeit als kluge Beharrlichkeit der Seele (192d12-192d14). Auch dieser Definition bringt Sokrates zahlreiche Gegenbeispiele entgegen, in welchen Tapferkeit das Gegenteil der klugen Beharrlichkeit zu sein scheint (192e-193c9). Infolgedessen stimmt Laches der vierten und letzten Definition zu. Diese besagt, dass Tapferkeit die unbesonnene Beharrlichkeit ist (193c10-193d10).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufgabe 1: Untersucht die Definitionsversuche der Tapferkeit durch Laches und Nikias und vergleicht ihre philosophischen Profile sowie die methodische Rolle des Sokrates.

2. Aufgabe 2: Analysiert die Hintergründe der Entscheidung, Sokrates zum Lehrer zu ernennen, und begründet, warum er dieses Amt trotz der erbrachten Leistungen eigentlich ablehnen müsste.

Schlüsselwörter

Platon, Laches, Nikias, Sokrates, Tapferkeit, Tugendlehre, Definition, Argumentation, Aporie, Wissen, Pädagogik, Philosophie, Wesensbestimmung, Selbstlehre, Tugend

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem platonischen Dialog "Laches" und untersucht die darin geführten Diskussionen über das Wesen der Tapferkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die methodische Argumentation der Gesprächspartner, die Differenzierung von philosophischen Profilen und die Problematik der Tugendvermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede in den Argumentationswegen von Laches und Nikias aufzuzeigen und die paradoxe Situation zu ergründen, warum Sokrates am Ende als Lehrer gewählt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse unter Heranziehung von Sekundärliteratur und Zitaten aus dem Primärtext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Definitionsversuche zur Tapferkeit und die kritische Auseinandersetzung mit der Lehrerrolle des Sokrates.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Laches, Nikias, Tapferkeit, Aporie, Tugendlehre und Selbstlehre charakterisiert.

Warum wirkt Nikias philosophischer als Laches?

Nikias stützt seine Definitionen stärker auf geistige Aspekte und Wissen, während Laches sich primär an konkreten, militärischen Beispielen orientiert, was sein Vorgehen methodisch einengt.

Warum ist die Ernennung von Sokrates zum Lehrer laut der Arbeit paradox?

Obwohl Sokrates zu Beginn forderte, nur jemanden mit Sachkenntnis als Lehrer zu wählen, konnte am Ende keine zufriedenstellende Definition der Tapferkeit gefunden werden, wodurch Sokrates formal nicht über das nötige Wissen verfügt.

Welche Rolle spielt die "Selbstlehre" für das Fazit?

Die Arbeit schließt unter Verweis auf die "Apologie", dass Tugend ein lebenslanger, individueller Prozess ist, der nicht von außen "injiziert" werden kann, was Sokrates als Lehrer für Tugend de facto ausschließt.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist Tapferkeit? Ein Sokratisches Streitgespäch in Platons "Laches"
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Philosophisches Institut)
Veranstaltung
Platon: Laches
Note
2,0
Autor
Karl Huesmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
5
Katalognummer
V454657
ISBN (eBook)
9783668889699
ISBN (Buch)
9783668889705
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tugend Dialog Platon Antike Philosphie Laches Sokrates
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karl Huesmann (Autor:in), 2018, Was ist Tapferkeit? Ein Sokratisches Streitgespäch in Platons "Laches", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454657
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Leseprobe aus  5  Seiten
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