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Hat die pädagogische Fachkraft in der Kita einen Bildungsauftrag?

Eine Annäherung über die Festrede "Wie wäre es, gebildet zu sein?" von Prof. Dr. Peter Bieri

Titel: Hat die pädagogische Fachkraft in der Kita einen Bildungsauftrag?

Essay , 2018 , 7 Seiten , Note: 1,9

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Ethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bildung ist laut Bieri ein Prozess, für den der Mensch, im Gegensatz zur Ausbildung, niemanden außer sich selbst braucht. Bilden tut sich der Mensch ausschließlich alleine, während er, um ausgebildet zu werden, eine/n Ausbilder/in braucht, der/die ihm das „Knowhow“ vermittelt.

Dementsprechend wird in der Fragestellung kein Bildungs-, sondern ein Ausbildungsverhältnis formuliert: Ich, als pädagogische Fachkraft beziehungsweise Ausbilderin, frage mich, ob ich den Kindern als Auszubildenden etwas beibringen kann.

An dieser Stelle kann somit bereits ausgeschlossen werden, die Fragestellung mit einem „Ja“ zu beantworten. – Eine pädagogische Fachkraft kann kein Kind bilden. Lediglich das Kind selbst ist in der Lage, sich zu bilden.

Trotz alledem soll im Verlauf dieses Textes anhand eines Fallbeispieles in Bezug auf die Festrede von Bieri beleuchtet werden, ob weitere Argumente, die gegen eine positive Beantwortung der Fragstellung sprechen, zu finden sind, sowie, ob sich Platz zwischen dieser „Schwarz-Weiß-Beantwortungssystematik“ für Grauzonen finden lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2a) Darstellung des Bezugstextes

2b) Diskussion und Übertragung

3) Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kritische Frage, ob pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen Kinder tatsächlich bilden können oder ob ihr Wirken eher als Ausbildungsverhältnis zu verstehen ist. Dabei wird der Bildungsbegriff nach Peter Bieri auf die eigene pädagogische Praxis angewendet, um das Spannungsfeld zwischen gesetzlichem Bildungsauftrag, kindlicher Partizipation und intrinsisch motivierten Bildungsprozessen zu analysieren.

  • Differenzierung zwischen Bildung und Ausbildung nach Peter Bieri
  • Reflexion der pädagogischen Rolle in der Kindertageseinrichtung
  • Kritische Analyse von vorgegebenen Lerninhalten versus freier Bildung
  • Die Bedeutung von Neugierde und Zeit als Faktoren für Bildungsprozesse
  • Entwicklung von Perspektiven für eine kindzentrierte Bildungsarbeit

Auszug aus dem Buch

2b) Diskussion und Übertragung

Zu Beginn dieses Abschnittes wird die Fragestellung „Kann ich, als pädagogische Fachkraft, davon sprechen, dass ich die Kinder in der Kita, in der ich arbeite, bilde?“ in Bezug auf die Festrede von Bieri in Betracht genommen.

Bildung ist laut Bieri ein Prozess, für den der Mensch, im Gegensatz zur Ausbildung, niemanden außer sich selbst braucht. Bilden tut sich der Mensch ausschließlich alleine, während er, um ausgebildet zu werden, eine/n Ausbilder/in braucht, der/die ihm das „Knowhow“ vermittelt. (vgl. S. 1)

Dementsprechend wird in der Fragestellung kein Bildungs- sondern ein Ausbildungsverhältnis formuliert: Ich, als pädagogische Fachkraft beziehungsweise Ausbilderin, frage mich, ob ich den Kindern als Auszubildenden etwas beibringen kann.

An dieser Stelle kann somit bereits ausgeschlossen werden, die Fragestellung mit einem „Ja“ zu beantworten. – Eine pädagogische Fachkraft kann kein Kind bilden. Lediglich das Kind selbst ist in der Lage, sich zu bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Praxisphasen im dualen Studium und reflektiert anhand eines Raupen-Schmetterlingsprojekts die Herausforderung, dem gesetzlichen Bildungsauftrag gerecht zu werden.

2a) Darstellung des Bezugstextes: Dieser Abschnitt erläutert Peter Bieris Verständnis von Bildung und Ausbildung, wobei er Bildung als intrinsischen, selbstgesteuerten Prozess definiert.

2b) Diskussion und Übertragung: Das eigene Fallbeispiel wird kritisch hinterfragt und die Frage aufgeworfen, ob eine pädagogische Fachkraft eher ausbildet, statt den Kindern den Raum für eigenständige Bildung zu ermöglichen.

3) Schluss: Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Fachkräfte nicht bilden können, aber Rahmenbedingungen schaffen sollten, in denen sich Kinder durch Neugierde und eigenständiges Handeln selbst bilden können.

Schlüsselwörter

Bildung, Ausbildung, pädagogische Fachkraft, Kindertageseinrichtung, Bildungsauftrag, Partizipation, intrinsische Motivation, Peter Bieri, Selbstbildung, Neugierde, Bildungsbereiche, Kindheitspädagogik, Reflexion, Lernprozess, pädagogische Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung über die Rolle von pädagogischen Fachkräften bei Bildungsprozessen von Kindern in Kindertageseinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die begriffliche Abgrenzung von Bildung und Ausbildung, die Bedeutung von Partizipation im Kita-Alltag und die Reflexion der eigenen pädagogischen Haltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob pädagogische Fachkräfte Kinder „bilden“ können oder ob sie lediglich Wissen vermitteln, was nach der Definition von Peter Bieri eher einem Ausbildungsverhältnis entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird für diese Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der theoretischen Reflexion, indem ein konkretes Praxisbeispiel aus dem Kita-Alltag mit den theoretischen Ausführungen von Peter Bieri verknüpft und diskutiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine Darstellung des Bildungsbegriffs nach Bieri sowie eine anschließende Diskussion des eigenen Raupen-Schmetterlingsprojekts, inklusive der Analyse von „Grauzonen“ der pädagogischen Einflussnahme.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?

Bildung, Ausbildung, pädagogische Fachkraft, Partizipation, Selbstbildung, intrinsische Motivation und kindzentrierte Bildungsarbeit.

Wie ist die Schlussfolgerung bezüglich des Raupenprojekts der Autorin?

Die Autorin erkennt, dass sie in ihrem Projekt die Kinder eher „ausgebildet“ hat, da sie das Thema und die Inhalte vorgegeben hat, statt den Kindern freie Räume zur selbstständigen Erkundung zu lassen.

Welche Rolle spielt „Zeit“ laut der Autorin für Bildungsprozesse?

Die Autorin betont, dass Bildung kein schnell abzuhakender Programmpunkt ist, sondern einen langwierigen Prozess darstellt, der Kindern genügend Zeit zur freien Entfaltung und Entdeckung geben muss.

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Details

Titel
Hat die pädagogische Fachkraft in der Kita einen Bildungsauftrag?
Untertitel
Eine Annäherung über die Festrede "Wie wäre es, gebildet zu sein?" von Prof. Dr. Peter Bieri
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
1,9
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
7
Katalognummer
V454665
ISBN (eBook)
9783668867550
ISBN (Buch)
9783668867567
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kann fachkraft kinder kita eine annäherung festrede prof peter bieri
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Hat die pädagogische Fachkraft in der Kita einen Bildungsauftrag?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454665
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  7  Seiten
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