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Was macht das Leben lebenswert und den Menschen menschlich?

Titel: Was macht das Leben lebenswert und den Menschen menschlich?

Hausarbeit , 2017 , 21 Seiten , Note: 1

Autor:in: Fabienne Vogel-Frerking (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was macht Menschen menschlich? Wie frei kann eine Frage nach dem Menschsein überhaupt beantwortet werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich diese Hausarbeit.

Hierfür werden zunächst die gesammelten Definitionen der Begriffe Leben und Wert aufgeführt, anschließend der Unterschied und die Entstehung von Moral und Ethik in diesem Zusammenhang erläutert und im Abschluss die Frage nach der Beurteilung eines Lebens umformuliert zu der Frage nach der eigenen Menschlichkeit. Dabei werden auch die biologische, physikalische und theologische Perspektive in den Überlegungen berücksichtigt.

Auf der Suche nach Antworten wurden zunächst einige Fachleute der unterschiedlichen Wissenschaften befragt und Definitionen erhofft, die die Suche nach Antworten weiterbringen würden. Dies stellte sich schwierig dar, dennoch waren die Definitionen aus Biologie, Physik und Theologie eine hilfreiche Anregung auf der Suche nach der Frage „Was ist Leben?“.

Doch die Frage danach, wie ein Leben zu beurteilen sei, führte zwangsläufig zu der Definition eines Wertes. „Was ist ein Wert?“ und „Wie entsteht ein Wert?“ waren weitere Fragen, die sich ergaben. Auch hierzu gestaltete sich die Suche schwierig.

Das Sammeln von Antworten, was Leben eigentlich ist und was ein Wert eigentlich repräsentiert, führte weiter zu den Vorstellungen von Moral und Ethik und dem Menschsein als Abgrenzung zu anderen Lebensformen wie die der Tiere und Pflanzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Was ist „Leben“ und was „lebt“?

2.1 Was ist „Leben“ und was „lebt“? - Die Sicht der Biologie

2.2 Was ist „Leben“ und was „lebt“? - Die Sicht der Physik

2.3 Was ist „Leben“ und was „lebt“? - Die Sicht der Theologie

3. Werte und ihre Wertigkeit

4. Moral und Ethik

5. Was ist menschliches Leben und was macht es „wertvoll“?

6. Was macht Menschen „menschlich?“

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethischen Implikationen der Definition von menschlichem Leben und dessen „Wertigkeit“ im Kontext von Biologie, Philosophie und Theologie. Ziel ist es, die Perspektive von einer externen Bewertung menschlichen Lebens hin zu einer Reflexion über die eigene Menschlichkeit und Verantwortung zu verschieben.

  • Interdisziplinäre Definitionen von Leben und Wert
  • Die Rolle von Existenzangst und Moral in Gesellschaften
  • Kritische Analyse von „Person“-Zuschreibungen bei Beeinträchtigungen
  • Menschlichkeit als moralische Aufgabe und Handlungsmaxime

Auszug aus dem Buch

Was macht Menschen „menschlich?“

Unter Menschsein kann zunächst subsummiert werden, was unter Indikatoren der Menschlichkeit verstanden wird, aber darüber hinaus stellt Menschlichkeit deutlich mehr dar als das reine Menschsein.

Den Begriff der Menschlichkeit verwende ich in dieser Arbeit im Sinne von Humanität nach Johann Gottfried Herder, der feststellte, dass die Menschlichkeit nur teilweise angeboren sei und ausgebildet werden müsse. Die Menschlichkeit sei der eigentliche Charakter des menschlichen Geschlechts.

Hier wird also der Wert eines menschlichen Lebens nicht bewertet nach dem, was uns allgegenwärtig als wertvoll erscheint oder vermittelt wird, sondern nach der Summe der Übungen, die uns menschlich, human machen. Menschlichkeit beschreibt Herder als Mitgefühl gegenüber den Mitmenschen, als Teilnahme an der Unvollkommenheit menschlicher Natur und als Bestreben zu helfen. Neben der Selbsterhaltung sei es Pflicht der Menschheit, den Schwächeren beizustehen und sie gegen das Übel der eigenen Natur oder die rohen Leidenschaften ihres eigenen Geschlechts, der Mitmenschen also, in Schutz zu nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation und die Entwicklung ihrer Fragestellung während des Seminars, ausgehend von ethischen Fragen zur Pränataldiagnostik und dem Wert des Lebens.

2 Was ist „Leben“ und was „lebt“?: Das Kapitel beleuchtet Definitionen von Leben aus biologischer, physikalischer und theologischer Perspektive, wobei insbesondere der biologische DNA-Fokus und die theologischen Konzepte hinterfragt werden.

3. Werte und ihre Wertigkeit: Hier wird analysiert, wie gesellschaftliche Werte durch den Bedarf, die Verfügbarkeit und existenzielle Ängste geprägt sind, was Machtstrukturen innerhalb einer Gesellschaft begünstigt.

4. Moral und Ethik: Die Autorin legt dar, wie Moral als praktische Umsetzung von Ethik fungiert und stark an das Bedürfnis nach Überleben und Selbsterhaltung der eigenen Gruppe gekoppelt ist.

5. Was ist menschliches Leben und was macht es „wertvoll“?: Eine kritische Auseinandersetzung mit Kriterien zur Personendefinition und der Gefahr, Menschen aufgrund von Beeinträchtigungen den Status als Person abzusprechen.

6. Was macht Menschen „menschlich?“: Basierend auf Herders Humanitätsbegriff wird Menschlichkeit als eine aktive, moralische Lernaufgabe definiert, die über die reine biologische Zugehörigkeit hinausgeht.

7. Fazit: Die Autorin schließt mit der Erkenntnis, dass die Frage nach dem Wert fremden Lebens eine Umkehr erfordert: Statt zu urteilen, sollte der Mensch die eigene Vergänglichkeit akzeptieren und durch Menschlichkeit und Mitgefühl wachsen.

Schlüsselwörter

Menschsein, Menschlichkeit, Ethik, Moral, Lebenswert, Existenzangst, Bioethik, Behinderung, Personstatus, Humanität, Überleben, Eigenreflexion, Werte, Gesellschaft, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ethische Bewertung von menschlichem Leben im Kontext von intellektuellen Beeinträchtigungen und der Frage, welche Kriterien bestimmen, was ein Leben als „wertvoll“ oder „menschlich“ definiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft wissenschaftliche Definitionen von Leben (Biologie, Physik, Theologie) mit philosophischen Überlegungen zu Werten, Moral und dem Konzept der Menschlichkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die eigene Sichtweise auf die Bewertung von Leben zu reflektieren und die Frage „Was macht Leben wertvoll?“ umzuwandeln in die Frage „Was macht mich als Menschen menschlich?“.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die durch Literaturrecherche und die Auseinandersetzung mit ethischen und soziobiologischen Theorien gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Definitionen von Leben, die Entstehung von moralischen Wertesystemen aus existenziellen Ängsten und eine kritische Auseinandersetzung mit Theorien, die Menschen in Personen und Nichtpersonen unterteilen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Menschlichkeit, Ethik, Moral, Wert eines Lebens und der Umgang mit gesellschaftlichen Normen bezüglich Behinderungen.

Warum hält die Autorin die Unterscheidung in Personen und Nichtpersonen für problematisch?

Sie argumentiert, dass dies eine riskante und arrogante Auslegung sei, die das grundlegende Streben alles Lebendigen nach Überleben ignoriert und Menschen mit Behinderungen diskriminiert.

Welche Rolle spielt die „Angst“ in dieser Argumentation?

Angst vor dem Tod und dem Verlust der eigenen Existenz fungiert laut Autorin als Fundament für viele moralische Urteile und gesellschaftliche Machtstrukturen.

Was bedeutet „Menschlichkeit“ im Sinne von Johann Gottfried Herder in diesem Kontext?

Für die Autorin bedeutet dies eine aktive Entwicklung hin zu Mitgefühl und Hilfe gegenüber Schwächeren, statt einer rein biologischen oder normativen Einordnung von Menschen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Bewertung fremden Lebens?

Sie kommt zu dem Schluss, dass niemand berechtigt ist, über den Wert eines anderen Lebens zu urteilen; stattdessen sollte der Einzelne die eigene Fehlbarkeit erkennen und danach streben, selbst menschlich zu handeln.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was macht das Leben lebenswert und den Menschen menschlich?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Pädagogische Psychologie)
Veranstaltung
Pädagogische Psychologie
Note
1
Autor
Fabienne Vogel-Frerking (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V454972
ISBN (eBook)
9783668914728
ISBN (Buch)
9783668914735
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wert des Menschen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabienne Vogel-Frerking (Autor:in), 2017, Was macht das Leben lebenswert und den Menschen menschlich?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454972
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Leseprobe aus  21  Seiten
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