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Zweit- und Fremdsprachenlernen in Einrichtungen des Elementarbereichs

Titel: Zweit- und Fremdsprachenlernen in Einrichtungen des Elementarbereichs

Bachelorarbeit , 2018 , 139 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Janay Grenner (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welchen Stellenwert messen Erzieherinnen den Sprachbildungsangeboten Sprachförderung in Deutsch als Zweitsprache und Frühe Fremdsprachenbegegnung zu? In welcher Hinsicht unterscheiden sich die Zielsetzungen und Rahmenbedingungen für die beiden Sprachbildungsangebote?

„In unserer zunehmend globalisierten Welt gehört die Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen zu einem der wichtigsten sozialen, politischen und wirtschaftlichen Aufgabenbereiche.“ (Roche 2013, 5)

Das Zitat verdeutlicht, dass die Kommunikation in der heutigen Gesellschaft eine bedeutsame Rolle eingenommen hat. Aufgrund der Globalisierung werden Menschen mit mehr als nur einer Sprache konfrontiert. Aus diesem Grund ist Einsprachigkeit nicht (mehr) ausreichend. Betrachtet man jedoch die heutige Gesellschaft, so wird man schnell feststellen, dass Zwei- oder Mehrsprachigkeit längst zur Normalität geworden sind. Die meisten Menschen auf der Welt sind im Zuge der wachsenden Globalisierung und der Zu- und Abwanderungen zwei- oder mehrsprachig. Zur Integration in ein deutsch-sprachiges Land oder zur Sensibilisierung mit fremden Kulturen werden schon Kinder im vorschulischen Alter in der deutschen Sprache als Zweitsprache gefördert oder an eine Fremdsprache herangeführt.

Um dieses Unterfangen zu ermöglichen, bietet der Elementarbereich Sprachbildungsangebote an, die sich entweder gezielt mit der Förderung von Deutsch als Zweitsprache für Kinder mit einer nicht-deutschen Herkunftssprache beschäftigen oder den Kindern das Kennenlernen einer frühen Fremdsprache ermöglichen. Für den Erfolg der Sprachbildungsangebote ist besonders die Einstellung des durchführenden Fachpersonals zur Mehrsprachigkeit ausschlaggebend. Einige Erzieher sehen entweder beiden, oder nur einem dieser Maßnahmen offen entgegen und sind bereit für deren Durchführung. Andere hingegen stehen den Angeboten skeptisch gegenüber. Entscheidend, welche Position die Erzieher einnehmen, sind diverse Faktoren, die die Bedeutsamkeit der Sprachbildungsangebote bestimmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Grundlagen

2.1 Einrichtungen des Elementarbereichs

2.2 Erst-, Zweit- und Fremdsprache

3. Heterogenität der Kindergruppen in Einrichtungen des Elementarbereichs

3.1 Alter

3.2 Sozio-kultureller Hintergrund

3.3 Sprachen

3.4 Sprachliche Kompetenzen

4. Mögliche Sprachbildungsangebote in Einrichtungen des Elementarbereichs

4.1 Maßnahmen zur Sprachförderung der deutschen Sprache als zweite Sprache

4.1.1 Zielgruppe und Ziele

4.1.2 Sprachförderkonzepte

4.1.3 Sprachvermittlungsmethoden

4.1.4 Anforderungen an das pädagogische Personal

4.2 Maßnahmen zur frühen Fremdsprachenbegegnung

4.2.1 Zielgruppe und Ziele

4.2.2 Sprachförderkonzepte

4.2.3 Sprachvermittlungsmethoden

4.2.4 Anforderungen an das pädagogische Personal

5. Zwischenfazit und Überleitung zum empirischen Teil

6. Stellungsnahmen von Erzieherinnen zu Sprachbildungsangeboten im Elementarbereich

6.1 Zielsetzung und Erkenntnisinteressen

6.2 Planung der Datenerhebungsmethode

6.2.1 Bestimmung der Interviewformen

6.2.2 Konstruktion des Datenerhebungsinstruments

6.2.3 Stichprobenbeschreibung

6.3 Durchführung der Interviews

6.3.1 Zugang zum Forschungsfeld

6.3.2 Interview I

6.3.3 Interview II

6.4 Analyse der Interviews

6.4.1 Kategoriensystem

6.4.2 Reduktion

6.5 Darstellung der Forschungsergebnisse

6.5.1 Sprache(n) der Erzieherinnen

6.5.2 Wichtigkeit der Sprachbildungsangebote

6.5.3 Verfügbarer Zeitraum und Räumlichkeiten für die Durchführung der Sprachbildungsangebote

6.5.4 Einbezug des Elternhauses

6.5.5 Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Sprachbildungsangebote

6.5.6 Nötige Qualifikationen des pädagogischen Personals

6.5.7 Prestige-Aussagen zu Englisch und Französisch

6.6 Vergleich der Forschungsergebnisse

6.6.1 Sprache(n) der Erzieherinnen

6.6.2 Wichtigkeit der Sprachbildungsangebote

6.6.3 Verfügbarer Zeitraum und Räumlichkeiten für die Durchführung der Sprachbildungsangebote

6.6.4 Einbezug des Elternhauses

6.6.5 Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Sprachbildungsangebote

6.6.6 Nötige Qualifikationen des pädagogischen Personals

6.6.7 Prestige-Aussagen zu Englisch und Französisch

6.7 Zusammenfassung und Beantwortung der Forschungsfrage

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert von Sprachbildungsangeboten im Elementarbereich aus Sicht von Erzieherinnen. Dabei stehen insbesondere die Sprachförderung in Deutsch als Zweitsprache und die frühe Fremdsprachenbegegnung im Fokus, um Unterschiede in den Zielsetzungen und Rahmenbedingungen aufzuzeigen.

  • Heterogenität in Kindergruppen und deren Einfluss auf sprachliche Bildung
  • Maßnahmen zur Sprachförderung: Konzepte, Methoden und Anforderungen
  • Frühe Begegnung mit Fremdsprachen in Kindertageseinrichtungen
  • Qualitative Befragung zur Bewertung und Umsetzung in der Praxis
  • Vergleich zwischen Deutsch als Zweitsprache und früher Fremdsprachenbegegnung

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Sprachvermittlungsmethoden

Neben den vorgestellten Sprachförderkonzepten, die zur Förderung der deutschen Sprache als Zweitsprache eingesetzt werden, sollen an dieser Stelle auch Methoden zur Sprachvermittlung benannt werden. Diese verhelfen dazu, die Sprechfreude der Kinder zu wecken, „[…] die Neugier des Kindes an[zu]sprechen und konkrete und sehr anschauliche Sprechanlässe [zu] schaffen, die alle Sinne des Kindes ansprechen und an seinen persönlichen Erfahrungen und Interessen anknüpfen“ (Wendlandt 2006, S.118). Die Sprachvermittlungsmethoden, die im Rahmen dieser Arbeit vorgestellt werden, umfassen das Betrachten von Bilderbüchern, das Erzählen und Vorlesen von Geschichten, das Spiel sowie das Einsetzen von Liedern, Reimen und Fingerspielen.

Vogl (2006, S.19) nach zu urteilen, ist die gemeinsame Bilderbuchbetrachtung mit Kindern mit Deutsch als Zweitsprache als eine der wirkungsvollsten Methoden anzusehen, um den Erwerb der deutschen Sprache effektiv voranzutreiben (ebd.). Den Kindern ist es möglich, auf die im Buch abgebildeten Bilder zu zeigen, die darauf dargestellten Gegenstände selbstständig zu benennen oder deren Wortbedeutung zu erfragen. Dadurch, dass viele Abbildungen von Alltagsgegenständen benutzt werden, ist es den Kindern in der Folge möglich, diese auch in ihrer direkten Umgebung zu bestimmen. Auch, wenn das Kind noch nicht in der Lage ist, jedes Wort zu verstehen oder jeden Gegenstand richtig zu betiteln, erwächst aus dem Kontext heraus ein Sprachverstehen (ebd.).

Kinder, die viele Geschichten hören, sind in der Lage, diese irgendwann selbstständig wiederzugeben (vgl. Vogl 2006, S.19). Besonders für Kinder nichtdeutscher Abstammung und damit einhergehenden geringen Deutschkenntnissen ist diese Form der Sprachvermittlung gewinnbringend, da durch das Vorlesen und Erzählen von Geschichten eine Art Dialog entsteht, der ihren Wortschatz bereichert. Die Kinder können sich sowohl verbal, als auch nonverbal an den Geschichten beteiligen. Durch das intensive Zuhören, das bei dieser Methode im Mittelpunkt steht, lernen sie zusätzlich, sich auf rein sprachlich vermittelte Botschaften zu konzentrieren (ebd.). Darüber hinaus beeinflusst das Erzählen und Vorlesen von Geschichten die späteren Schulleistungen der Kinder (vgl. Ulich et al. 2007, S.27). Denn dadurch werden nicht nur der Spracherwerb und die Sprachentwicklung gefördert, sondern ebenso auch die Entwicklung der Lesekompetenz vorangetrieben (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Kommunikation und Mehrsprachigkeit in der heutigen globalisierten Gesellschaft dar und leitet zur Forschungsfrage nach dem Stellenwert von Sprachbildungsangeboten im Elementarbereich über.

2. Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe wie Elementarbereich, Erst-, Zweit- und Fremdsprache, um eine einheitliche theoretische Basis für die Arbeit zu schaffen.

3. Heterogenität der Kindergruppen in Einrichtungen des Elementarbereichs: Hier wird verdeutlicht, wie Faktoren wie Alter, sozio-kultureller Hintergrund und unterschiedliche Sprachkenntnisse die Zusammensetzung der Kindergruppen und somit auch die pädagogische Arbeit prägen.

4. Mögliche Sprachbildungsangebote in Einrichtungen des Elementarbereichs: Dieses Kapitel beschreibt systematisch Maßnahmen und Konzepte zur Förderung von Deutsch als Zweitsprache sowie zur frühen Fremdsprachenbegegnung und benennt Anforderungen an das pädagogische Personal.

5. Zwischenfazit und Überleitung zum empirischen Teil: Das Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und bereitet den Übergang zur eigenen empirischen Untersuchung vor.

6. Stellungsnahmen von Erzieherinnen zu Sprachbildungsangeboten im Elementarbereich: Hier wird der Prozess der Datenerhebung durch Experteninterviews, deren Analyse sowie die daraus resultierenden Ergebnisse detailliert dargestellt und verglichen.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage durch die Zusammenführung der Ergebnisse und gibt Empfehlungen für weiterführende Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Elementarbereich, Zweitspracherwerb, Fremdsprachenbegegnung, Sprachförderung, Mehrsprachigkeit, Heterogenität, Erzieherinnen, qualitative Inhaltsanalyse, Sprachbildung, Sprachvorbild, Elternarbeit, Schulerfolg, Sprachvermittlung, KIKUS, Immersionsprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und Umsetzung von Sprachbildungsangeboten in Kindertageseinrichtungen. Der Fokus liegt dabei auf der Förderung von Deutsch als Zweitsprache sowie der frühen Begegnung mit Fremdsprachen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Heterogenität von Kindergruppen, die theoretischen Konzepte der Sprachförderung, die Anforderungen an Erzieherinnen sowie die empirische Auswertung von Experteninterviews zur Praxis dieser Angebote.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Hauptziel ist es, herauszufinden, welchen Stellenwert Erzieherinnen den Angeboten zur Sprachförderung in Deutsch als Zweitsprache und der frühen Fremdsprachenbegegnung beimessen und wie sich deren Zielsetzungen und Rahmenbedingungen unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin verwendet eine qualitative Forschungsmethode in Form von Experteninterviews mit pädagogischen Fachkräften, deren Ergebnisse anschließend mittels strukturierender Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Konzepte wie KIKUS oder das Immersionsprinzip erläutert, und einen empirischen Teil, in dem die Stellungnahmen von Erzieherinnen analysiert und interpretiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Elementarbereich, Sprachförderung, Zweitsprache, Fremdsprachenbegegnung, Mehrsprachigkeit, Erzieherinnen-Einstellung, qualitative Forschung.

Welche Unterschiede werden in Bezug auf die Wichtigkeit der Angebote deutlich?

Die befragten Erzieherinnen stufen die Förderung von Deutsch als Zweitsprache als hochrelevant für Schulerfolg und Alltagsbewältigung ein, während die Fremdsprachenbegegnung primär als spielerische Vorbereitung für die Schule gesehen wird.

Warum ist die Einbeziehung des Elternhauses laut der Studie herausfordernd?

Die Erzieherinnen berichten, dass Sprachbarrieren und fehlende Deutschkenntnisse bei den Eltern die Kommunikation und eine effektive Partizipation an den Sprachbildungsangeboten häufig erschweren.

Ende der Leseprobe aus 139 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zweit- und Fremdsprachenlernen in Einrichtungen des Elementarbereichs
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
2,3
Autor
Janay Grenner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
139
Katalognummer
V454987
ISBN (eBook)
9783668878013
ISBN (Buch)
9783668878020
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik Interkulturelle Bildung Interkulturell Zweitspracherwerb Fremdsprache Fremdsprachenmernen Elementarbereich Kindertagesstätte Zweitsprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janay Grenner (Autor:in), 2018, Zweit- und Fremdsprachenlernen in Einrichtungen des Elementarbereichs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/454987
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  139  Seiten
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