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Bildung in der mediengesteuerten Erlebnisgesellschaft

Titel: Bildung in der mediengesteuerten Erlebnisgesellschaft

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: David Ronneburg (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im folgenden soll kurz die Bedeutung der Medien in der Erlebnisgesellschaft (Schulze, 1997) umrissen und Implikationen für die Bildung an Schulen und die Lehrerbildung dargestellt werden.

Aus der Fülle der Konzepte, die versuchen Zustand, Veränderungen und Entwicklungstendenzen der - vornehmlich der Ersten und Zweiten Welt zuzurechnenden - Gesellschaft zu erklären, soll hier die soziokulturelle Perspektive Gerhard Schulzes (1997) im Mittelpunkt stehen. Schulze argumentiert, Erlebnisorientierung sei die kollektive Basisorientierung der modernen Gesellschaft, d.h. das Streben nach der Seins-Form des Erlebens hätte gegenüber der außenorientierten, materialistischen Zweckrationalität des „auf der säkularisierten Form der protestantischen Ethik beruhende[n] alte[n] kulturelle[n] Modell[s]“ (Rausch 1999: 34) an Bedeutung gewonnen. Die Modelle schließen einander jedoch gegenwärtig nicht aus (Schulze 1997: 419).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Leben in der mediengesteuerten Erlebnisgesellschaft

1.1. Schulzes Modell der Erlebnisgesellschaft

1.2. Bedeutung der Medien

2. Erforderliche Kompetenzen

3. Konsequenzen für die Bildung

3.1. An Schulen

3.2. Lehreraus- und Weiterbildung

3.3. Schlussbemerkung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der modernen Erlebnisgesellschaft auf das Bildungssystem und den Lehrerberuf. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, wie Bildungsinstitutionen auf die durch Massenmedien geprägten Anforderungen der "Generation @" reagieren können und welche Medienkompetenzen für eine mündige Teilhabe in einer zunehmend durch Informationsflut und Medieneinflüsse bestimmten Gesellschaft notwendig sind.

  • Analyse des Modells der Erlebnisgesellschaft nach Gerhard Schulze
  • Einfluss der Massenmedien auf Wahrnehmung und Bewusstsein
  • Notwendigkeit und Elemente von Medienkompetenz
  • Herausforderungen für die schulische Bildung und Lehrerausbildung
  • Bedeutung von Wissensmanagement in komplexen Lernumgebungen

Auszug aus dem Buch

1.2. Bedeutung der Medien

Zum Wesen der vorgenannten Erlebnisrationalität gehört auch, dass der Einzelne aus dem Erlebnisangebot das auswählt, was den höchsten Erlebnis-wert verspricht. Die Medien, die sowohl Transporteure des Erlebnisangebots als auch Erlebnisangebot selbst sind, haben hier also eine gesellschaftliche Schlüsselposition. Postman (1988: 1) formuliert die These, dass „die Medien zunehmend nicht nur bestimmen, was wir kennenlernen und erleben, welche Erfahrungen wir sammeln, wie wir Wissen ausbilden, sondern auch, was und wie wir denken, was und wie wir empfinden, ja, was wir von uns selbst und voneinander halten sollen“. Postman kritisiert die Unterhaltungsgesellschaft im Sinne Huxleys, der in seinem dystopischen Roman Brave New World (1932) eine Welt entwirft, in der unkritischer Medienkonsum zur Ausbildung eines Sklavenbewusstseins führt, welches die Machthaber in Politik und Wirtschaft zu ge-/missbrauchen wissen (Huxley, 1996: 18):

In conjunction with the freedom to day-dream under the influence of dope and movies and the radio, it [sexual freedom] will help to reconcile his [the dictator’s] subjects to the servitude which is their fate.

Auch Schulze sieht „das Publikum von Verdummung, Manipulation, Passivität und Vereinsamung bedroht“, weil es unfähig ist, „den Fernseher abzuschalten, Konsumreizen zu widerstehen, gedankliche Komplexität auszuhalten“ (Schulze, 1997: 549). Ähnlich formuliert C.W. Heine (1992) in seinen ketzerischen Thesen zum Zeitalter des Stadtzeitmenschen die Problematik. So hätten die Massenmedien das höchste Ideal der Aufklärung, den wachen Verstand, verraten. Noch nie wäre „der Verstand so ferngesteuert“ gewesen „wie durch die Massenmedien“ (Heine, 1992: 45).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Leben in der mediengesteuerten Erlebnisgesellschaft: Das Kapitel führt in Gerhard Schulzes Konzept der Erlebnisrationalität ein und erläutert, wie Medien das soziale Verhalten und die Lebenswelt moderner Individuen maßgeblich mitformen.

2. Erforderliche Kompetenzen: Hier wird die Notwendigkeit von Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation diskutiert, um in einer durch Informationsüberflutung geprägten Welt eigenverantwortlich und autonom handeln zu können.

3. Konsequenzen für die Bildung: Das Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf das schulische Umfeld und die Lehrerausbildung, wobei eine stärkere Integration von Medien als kognitive Werkzeuge gefordert wird.

4. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen, die der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Erlebnisgesellschaft, Medienkompetenz, Wissensgesellschaft, Bildungsauftrag, Medienkonsum, Erlebnisrationalität, Generation @, Mediendidaktik, Lebenswelt, Informationszeitalter, soziale Milieus, Lehrerbildung, Schulpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die sich durch den Wandel zur mediengesteuerten Erlebnisgesellschaft für den Bildungssektor, insbesondere für Schulen und die Lehrerausbildung, ergeben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen das Modell der Erlebnisgesellschaft nach Schulze, der Einfluss von Massenmedien, die Definition von Medienkompetenz sowie die notwendige Anpassung von Lehrkonzepten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Bedarf an Medienkompetenz theoretisch zu begründen und aufzuzeigen, wie Lehrer und Schulen Schüler in der modernen Informationsgesellschaft zur Mündigkeit befähigen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer und medienpädagogischer Konzepte, um den aktuellen Bildungsbedarf im Kontext der Erlebnisgesellschaft zu bestimmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen durch Medieneinflüsse beleuchtet, anschließend wird der Kompetenzbegriff definiert und abschließend auf konkrete Konsequenzen für den Schulunterricht und die Lehrerbildung eingegangen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Medienkompetenz, Erlebnisrationalität, Bildungsauftrag, Generation @ und Schulentwicklung.

Wie unterscheidet sich die "Generation @" laut dem Text von vorherigen Generationen?

Die "Generation @" zeichnet sich durch einen hohen Zeitdruck und einen simultanen Medienkonsum aus, wobei sie versucht, durch Zeitmanagement eine Vielzahl an Medienangeboten gleichzeitig zu nutzen.

Warum wird die Rolle des Lehrers als kritisch erachtet?

Der Autor argumentiert, dass Lehrer von gesellschaftlichen Folgeschäden der Modernisierung entlastet werden müssen, um sich auf ihren Kernbereich – die Organisation von Lehren und Lernen – konzentrieren zu können.

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Details

Titel
Bildung in der mediengesteuerten Erlebnisgesellschaft
Hochschule
Universität Leipzig  (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Das Tätigkeitsfeld des Lehrers in der 2. Moderne
Note
2,0
Autor
David Ronneburg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
13
Katalognummer
V45513
ISBN (eBook)
9783638429054
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Erlebnisgesellschaft Tätigkeitsfeld Lehrers Moderne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Ronneburg (Autor:in), 2001, Bildung in der mediengesteuerten Erlebnisgesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45513
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Leseprobe aus  13  Seiten
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