Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Germany - 1848, Empire, Imperialism

Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann. Zwei Frauen und das Konfliktpotenzial zwischen den Frauen- und Friedensbewegungen

Title: Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann. Zwei Frauen und das Konfliktpotenzial zwischen den Frauen- und Friedensbewegungen

Seminar Paper , 2018 , 31 Pages , Grade: 2

Autor:in: Nadja Michlmayer (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann waren zwei bemerkenswerte Persönlichkeiten der ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie forderten gleiche Rechte für Frauen, nicht nur im Bett, sondern auch im Parlament. Die Hauptprioritäten ihres gesamten Schaffens lagen beim Frauenwahlrecht, dem freien Zugang zu Ausbildungsstätten und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Ihre Ziele versuchten sie immer auf friedliche Weise zu erreichen, deswegen waren Augspurg und Heymann auch schon in ihren Anfängen als Aktivistinnen des radikalen Flügels den pazifistischen Grundsätzen nicht abgeneigt. Aufgrund dieser Überlegungen ergaben sich die folgenden Fragen: Wie kamen Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann zusammen? Welche Ereignisse stärkten die Motivation den Pazifismus voranzutreiben? Welche Ereignisse führten für Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann zu einem Konflikt innerhalb der Frauen- und Friedensbewegungen?

Der Fokus meiner Arbeit liegt einerseits darauf zu erläutern, wie die beiden Frauen zu ihren Einstellungen gelangten und warum es ihnen ein Anliegen war die Rechte der Frauen zu vertreten. Andererseits möchte ich herausarbeiten, warum es ihnen so wichtig war ihre Forderungen in einem pazifistischen Rahmen umzusetzen.

Durch die Betrachtung verschiedener Ereignisse, Entscheidungen und Tätigkeiten in ihren Biographien will ich verdeutlichen, welchen Stellenwert die Rechte der Frauen und der Pazifismus, für diese beiden Frauen hatten. Außerdem ist es von Relevanz, ob Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann sich vielen Konflikten aussetzten mussten, da sie für die Gleichberechtigung der Frauen kämpften und diesen Kampf dann später mit dem Pazifismus verbanden. Im Hauptteil dieser Arbeit soll geklärt werden, inwiefern die Rechte der Frauen und die Frauenbewegungen per se ihr Leben beeinflusst haben und ob der Einsatz für den Pazifismus eine Veränderung ihrer Arbeit und persönlichen Einstellungen bewirkte. Des Weiteren soll erläutert werden, welche Diskrepanzen sich für diese beiden Frauen in Bezug auf ihre Prinzipien aufgetan haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Biographien

3.1 Biographie Anita Augspurg

3.2 Biographie Lida Gustava Heymann

3.3 Begegnung und Zusammentreffen von Anita Augspurg und Lida G. Heymann

4. Stellenwert, Einstellungen und Ziele

4.1 Frauenbewegungen und die Rechte der Frauen

4.2 Friedensbewegungen und der Pazifismus

5. Konfliktpotenzial zwischen den Friedensbewegungen und den Frauenbewegungen

6. Fazit / Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, um zu beleuchten, wie diese beiden Frauen ihre feministischen Überzeugungen mit pazifistischen Idealen verknüpften. Zentrale Fragestellung ist dabei, inwieweit die sich anbahnende Eskalation des Ersten Weltkriegs zu Konflikten innerhalb der Frauen- und Friedensbewegungen führte und wie die beiden Aktivistinnen auf diese Spannungsfelder reagierten.

  • Biographische Analyse von Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann
  • Entwicklung und Ziele der bürgerlichen Frauenbewegung
  • Verhältnis zwischen Feminismus und Pazifismus im Deutschen Kaiserreich
  • Herausforderungen der Friedensarbeit in Zeiten wachsenden Nationalismus
  • Konfliktpotenziale durch die Verknüpfung von Frauenrechten und Antikriegspropaganda

Auszug aus dem Buch

2.2 Biographie Lida Gustava Heymann

Lida Gustava Heymann wurde am 15. März 1868 in Hamburg geboren. Heymann war das mittlere Kind von fünf Töchtern. Im Gegensatz zu Anita Augspurg, hatte Lida Gustava Heymann viel weniger Freiheiten und stand unter ständiger Beobachtung.

„Hätte ich als junger Mensch doch auch nur einmal einen Schritt alleine machen dürfen!“14 Wenn ihre Eltern außer Haus waren und sie nicht kontrollierten, hielten sich französische „Bonnen“ oder auch Gouvernanten im Haus auf, um auf die fünf Kinder zu achten. Die Kinder hatten keine Möglichkeit aus ihren eigenen Erfahrungen zu lernen, sie durften nicht Toben und auch nicht zur Schule gehen. Lida wurde zu Hause von Privatlehrern unterrichtet, nicht weil ihr Vater der Meinung war, dass sie nicht für die Schule geeignet gewesen wäre, sondern weil er ein Gegner von Impfungen war und in der Grundschule waren die Kinder verpflichtet, geimpft zu werden. Der Vater von Lida war sehr reich, dadurch fehlte es den Kindern an nichts - außer an Freundinnen und Freunden in ihrem Alter.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Friedensbewegungen und Militarismus ein und stellt Anita Augspurg sowie Lida Gustava Heymann als zentrale Persönlichkeiten der Untersuchung vor.

3. Biographien: Dieses Kapitel zeichnet die Lebenswege von Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann nach und beschreibt, wie sie sich trafen und zu politischen Weggefährtinnen wurden.

4. Stellenwert, Einstellungen und Ziele: Hier werden die Ziele der bürgerlichen Frauenbewegung und die pazifistische Position der beiden Protagonistinnen analysiert und in den Kontext des beginnenden Ersten Weltkriegs gesetzt.

5. Konfliktpotenzial zwischen den Friedensbewegungen und den Frauenbewegungen: Dieses Kapitel thematisiert die Diskrepanzen, die entstanden, als Augspurg und Heymann Feminismus und Pazifismus verbanden und dadurch innerhalb der Frauenbewegungen in die Isolation gerieten.

6. Fazit / Schlussfolgerung: Das Fazit beantwortet die eingangs gestellten Fragen zur Zusammenarbeit der Frauen sowie zur Entwicklung ihrer pazifistischen Motivation und ihrer politischen Haltung.

Schlüsselwörter

Anita Augspurg, Lida Gustava Heymann, Frauenbewegung, Pazifismus, Erster Weltkrieg, Frauenwahlrecht, feministischer Pazifismus, Männerstaat, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, Gleichberechtigung, Frauenrechte, Antikriegspropaganda, soziale Arbeit, Politischer Aktivismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Leben und politische Wirken der Frauenrechtlerinnen und Pazifistinnen Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der bürgerlichen Frauenbewegung, die Entstehung des feministischen Pazifismus und die politischen Spannungsfelder während des Ersten Weltkriegs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu erläutern, warum die beiden Frauen zu ihren Positionen gelangten und welche Konflikte durch ihre pazifistische Haltung innerhalb der Frauenbewegung entstanden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die biographische Analyse sowie die Untersuchung zeitgenössischer Dokumente und Literatur zur historischen Einordnung der Akteurinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Biographien der Frauen, die Analyse ihrer Ziele bezüglich der Frauenrechte sowie ihre zunehmende Fokussierung auf den Pazifismus vor und während des Ersten Weltkriegs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Feminismus, Pazifismus, Frauenwahlrecht, politische Isolation und der Kampf gegen den sogenannten Männerstaat.

Welche Rolle spielte das "Atelier Elvira" für Anita Augspurg?

Das Atelier ermöglichte Augspurg finanzielle Unabhängigkeit und etablierte sie in der Münchner Künstlerszene, was ihr die notwendige Basis für ihr weiteres politisches Engagement bot.

Wie unterschied sich die Einstellung von Bertha von Suttner von derjenigen Augspurgs und Heymanns?

Während Suttner den Frieden als absoluten Fokus sah und sich von der Frauenrechtsarbeit teilweise distanzierte, sahen Augspurg und Heymann Frauenrechte und Frieden als untrennbar miteinander verbunden an.

Excerpt out of 31 pages  - scroll top

Details

Title
Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann. Zwei Frauen und das Konfliktpotenzial zwischen den Frauen- und Friedensbewegungen
College
University of Vienna
Grade
2
Author
Nadja Michlmayer (Author)
Publication Year
2018
Pages
31
Catalog Number
V455367
ISBN (eBook)
9783668884458
ISBN (Book)
9783668884465
Language
German
Tags
anita augspurg lida gustava heymann zwei frauen konfliktpotenzial frauen- friedensbewegungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadja Michlmayer (Author), 2018, Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann. Zwei Frauen und das Konfliktpotenzial zwischen den Frauen- und Friedensbewegungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455367
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  31  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint