Die Geschichte des Spendens ist beinahe so alt wie die Menschheit selbst. ,,Dass Hilfebedürftigen, die sich selbst nicht helfen können durch materielle Gaben geholfen werden soll, steht bereits im Alten Testament, und wurde vom Neuen Testament, dem
Kora und der Thora übernommen“ (http://reset.to/knowledge/die-geschichte-desspendens: Zugriff:16.12.12).
Eine Spende ist per Definition ohne Gegenleistung verbunden. Man kann auf keinem Fall behaupten, dass ein egoistischer Gedanke hinter jeder Spende steckt,weil das wohl bei jedem Menschen anders ist.
Die Aufgabe des vorliegenden Essays ist es mithilfe von einer Darstellung ausgewählter Kernaussagen von bestimmten Autoren die Spenden als eine Art soziales Handeln in einer bestimmten Situation zu betrachten und festzustellen, ob diese Aktionen nur als eine Möglichkeit gesehen werden, durch die einen Austausch von Hilfe und soziale Anerkennung stattfindet. Die Gegenthese, die mit größerer Wahrscheinlichkeit am Ende des Essays bewiesen wird, präsentiert die Spendenaktionen als eine Form sozialer Ordnung, die auf Tradition und Normen basiert. Da man von keinen klar definierten Motive des Spendens ausgehen könnte, wird die Analyse auf eine bestimmte Situation beschränkt, bei der die Interaktionspartner als eine Firma, die materielle Ressourcen einer Spendenorganisation spendet, präsentiert werden.
Im ersten Teil wird einen Überblick auf das Weberianische soziales Handeln geschaffen, wobei es auf einen der Typen von sozialem Handeln betont wird. Danach wird die Argumentation mit der Idee des ‚, homo economicus‘‘ (der Mensch als ein
Nutzenmaximierer) erweitert und zum Schluss folgt eine kurze Betrachtung auf die Konsequenzen, die sich nach der Analyse ergeben.
Inhaltsverzeichnis
- Soziales Handeln
- Wertrationales Handeln und die Gesinnungsethik
- Religion als Erklärungsansatz
- Die Theorie der rationalen Wahl
- Sozialer Austausch nach Homans und Blau
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Essay zielt darauf ab, Spendenaktionen als eine Form sozialen Handelns in einer bestimmten Situation zu betrachten und zu untersuchen, ob sie lediglich einen Austausch von Hilfe und sozialer Anerkennung darstellen. Die Gegenthese, die am Ende des Essays bewiesen werden soll, präsentiert Spendenaktionen als eine Form sozialer Ordnung, die auf Tradition und Normen basiert.
- Das Wesen des sozialen Handelns
- Wertrationales Handeln und Gesinnungsethik
- Die Rolle der Religion in Spendenaktionen
- Die Theorie der rationalen Wahl und ihre Anwendung auf Spenden
- Sozialer Austausch als Erklärung für Spenden
Zusammenfassung der Kapitel
- Im ersten Teil des Essays wird ein Überblick über das Weberianische soziale Handeln gegeben, wobei der Fokus auf einen bestimmten Typ von sozialem Handeln liegt.
- Anschließend wird die Argumentation mit der Idee des homo economicus erweitert, die Spendenaktionen als eine Form des Nutzenmaximierens betrachtet.
- Im dritten Teil des Essays wird die Religion als ein möglicher Erklärungsansatz für das Themenfeld Spenden untersucht.
- Der vierte Teil des Essays widmet sich der Theorie der rationalen Wahl und ihrer Anwendung auf Spendenaktionen.
- Der fünfte Teil untersucht den sozialen Austausch nach Homans und Blau und seine Relevanz für Spenden.
Schlüsselwörter
Soziales Handeln, Wertrationales Handeln, Gesinnungsethik, Religion, Rationale Wahl, Sozialer Austausch, Spenden, Anerkennung, Tradition, Normen, Homo economicus.
Häufig gestellte Fragen
Sind Spendenaktionen immer egoistisch motiviert?
Der Essay untersucht, ob Spenden ein bloßer Austausch von Hilfe gegen soziale Anerkennung sind oder ob sie auf tief verwurzelten Traditionen und Normen basieren.
Was besagt die Theorie des "Homo Economicus" in Bezug auf Spenden?
Diese Theorie betrachtet den Menschen als Nutzenmaximierer, was bedeuten würde, dass Spenden getätigt werden, um einen persönlichen Vorteil (z. B. Ansehen oder steuerliche Vorteile) zu erlangen.
Welche Rolle spielt die Religion beim Spendenverhalten?
Religion dient als Erklärungsansatz für Spenden, da viele Glaubensrichtungen materielle Gaben an Hilfebedürftige als moralische Pflicht oder wertrationales Handeln vorschreiben.
Was versteht Max Weber unter wertrationalem Handeln?
Wertrationales Handeln erfolgt aus der Überzeugung an einen Eigenwert (ethisch, religiös), unabhängig vom Erfolg. Spenden werden hierbei als Erfüllung einer Pflicht gesehen.
Wie erklären Homans und Blau das Spendenwesen?
Sie nutzen die Theorie des sozialen Austauschs, wonach Handeln als Austauschprozess verstanden wird, bei dem Hilfe gegen soziale Anerkennung oder Status getauscht wird.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2012, Sind die Spendenaktionen nur ein Tausch von Hilfe und Anerkennung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455461