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Der Griff nach dem Ganzern. Von Erfolg und Scheitern des Antigonos Monophtalmos und seiner Bedeutung für die ganze Epoche des Hellenismus

Title: Der Griff nach dem Ganzern. Von Erfolg und Scheitern des Antigonos Monophtalmos und seiner Bedeutung für die ganze Epoche des Hellenismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefan Dengel (Author)

World History - Early and Ancient History
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Antigonos Monophtalmos war beim Tod Alexander des Großen kein Mann der Stunde. Er nutzte seine Chancen jedoch so konsequent, daß er sich 20 Jahre später als erster Diadoche die Königskrone aufsetzen und sich sogar Hoffnungen auf die Macht über das gesamte Alexanderreich machen konnte. Allein hierbei scheiterte er und versank im Nebel der Geschichte. Durch sein Wirken wurde nicht nur die Politik und Kriegsgeschichte mit zunehmender Macht vorangetrieben; Er hat auch ein hellenistisches Großreich erschaffen und dabei in Wirtschaft, Verwaltung und Herrschaftsrepräsentation Maßstäbe gesetzt, von denen einige für das folgende Seleukidenreich, andere aber für die ganze Epoche prägend waren.
Die vorliegende Arbeit versucht, das von diesem Mann geprägte Geschehen so aus dem Konglomerat der Wirrnisse der frühen Diadochenzeit herauszuschälen, daß ein knappe Biographie, jedoch kein fragmentarischer Geschichtstorso greifbar wird. Die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen ihm und seinem politischen und kulturellen Umfeld soll herausarbeiten, auf welchen Feldern Antigonos ein Kind seiner Zeit war und welche Elemente von ihm in die hellenistische Kultur eingebracht wurden. Um dies zu erreichen, mußten bei beiden Polen dieses Abhängigkeitsverhältnisses erhebliche Abstriche gemacht werden: Einerseits wurde die Darstellung des politischen Geschehens auf die Ereignisse beschränkt, die für Antigonos Handlungen am bedeutsamsten waren. Andererseits hätte auch eine vollständige Darstellung aller bestimmenden Elemente der hellenistischen Herrscherkultur den Rahmen einer Seminararbeit bei weitem gesprengt. Um zu einer Symbiose zwischen diesen beiden Komponenten zu gelangen, wurde die chronologische Darstellung an den Zeitpunkten von Einschüben durchbrochen, an denen die Handhabung der jeweiligen ideellen oder substantiellen Herrschaftsgrundlagen zu einem wichtigen Faktor in der antigonidischen Politik werden. Diese Faktoren werden dann jedoch um der inhaltlichen Stringenz willen über die nachfolgenden Zeitabschnitte hinaus dargestellt. So können trotz aller Fokussierung auf eine Person die Grundzüge des politischen Geschehens und viele charakteristische Aspekte der frühen hellenistischen Epoche und die Leistungen des Antigonos vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens verdeutlicht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1. „The early Years“

2.2.1. Vom kleinasiatischen Satrapen zum unabhängigen Regenten

2.2.2. Macht und Legitimität

2.3.1. Der Kampf um Asien

2.3.2. Die Struktur der antigonidischen Herrschaft

2.4.1. Einer gegen Alle

2.4.2. Antigonos und die griechischen Städte

2.5.1. Blutiges Finale

2.5.2. Der Griff nach der Krone

3. Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des Antigonos Monophtalmos während der frühen Diadochenzeit, um aufzuzeigen, wie er durch sein politisches Handeln und den Aufbau eines Großreiches die Maßstäbe für die hellenistische Herrschaftskultur setzte. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Spannungsfeld zwischen seinen persönlichen Ambitionen, dem diplomatischen Umgang mit den griechischen Städten und seinem letztendlichen Scheitern als erstem Diadochen mit königlichem Anspruch.

  • Biographische Aufarbeitung der Karriere des Antigonos Monophtalmos
  • Wechselwirkungen zwischen politischem Umfeld und individuellem Machtanspruch
  • Strukturen der antigonidischen Herrschaftsausübung und Diplomatie
  • Bedeutung der Autonomieforderungen für die griechischen Städte
  • Legitimierung durch militärischen Erfolg und charismatische Herrschaft

Auszug aus dem Buch

2.4.2. Antigonos und die griechischen Städte

Die Griechischen Städte waren für die Diadochen von einem besonderen Wert. Neben ihrer herausragenden Wirtschaftskraft waren sie für die Hellenisierung der Herrschaftsgebiete von entscheidender Bedeutung: Einerseits waren sie selbst hellenistische Zentren mit einer gewaltigen Ausstrahlungskraft, andererseits auch ein Personenreservoir für die Hellenisierung der asiatischen Gebiete, da dazu auf die griechischen Bürger als Verwalter, Siedler und Soldaten zurückgriffen wurde. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, daß gerade Antigonos bestrebt war, durch Neugründungen und Bündnisverträge möglichst viele Städte in seinem Herrschaftsverband zu haben. Die alten Poleis an den Küsten der Ägäis gerieten bei den Auseinandersetzungen zwischen ihm und Kassandros in den Mittelpunkt, wobei beide Kontrahenten bei ihrer Städtepolitik beachten mußten, daß ihre Maßnahmen sowohl bei den Städten im eigenen Herrschaftsbereich als auch in dem des Kontrahenten aufgenommen wurden.

Antigonos mußte somit gleichzeitig auf seinen guten Ruf und auf die Herrschaftssicherung in den Städten achten. Prinzipiell gab es dafür nur zwei Wege: Zum einen den Restriktiven über Besatzungen wie ihn Kassandros verfolgte. Er brachte diesem zwar sowohl einen hohen Bedarf an Besatzungstruppen als auch ein denkbar schlechtes Image, aber die sichere Kontrolle über die Städte ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage von Antigonos Monophtalmos nach dem Tode Alexanders und Erläuterung der methodischen Herangehensweise der Arbeit.

2.1. „The early Years“: Untersuchung der Jugend, Ausbildung und frühen militärischen Laufbahn des Antigonos im Kontext des makedonischen Adels und des Alexanderzuges.

2.2.1. Vom kleinasiatischen Satrapen zum unabhängigen Regenten: Analyse des Aufstiegs von Antigonos nach dem Tod Alexanders und seiner Konflikte mit Perdikkas.

2.2.2. Macht und Legitimität: Untersuchung der Herrschaftsgrundlagen der Diadochen, wobei der Fokus auf militärischem Erfolg, Charisma und der Anerkennung durch Untertanen liegt.

2.3.1. Der Kampf um Asien: Beschreibung der militärischen Auseinandersetzungen mit Eumenes und der Konsolidierung seiner Macht in Asien.

2.3.2. Die Struktur der antigonidischen Herrschaft: Betrachtung der Verwaltungsstruktur, der Rolle seiner Freunde und des komplexen Gefüges seines Herrschaftsverbandes.

2.4.1. Einer gegen Alle: Darstellung des Konflikts mit einer Koalition konkurrierender Diadochen und der Bedeutung der Proklamation von Tyrus.

2.4.2. Antigonos und die griechischen Städte: Analyse der städtepolitischen Strategie des Antigonos und der Bedeutung der Autonomie-Versprechen für seine Machtbasis.

2.5.1. Blutiges Finale: Schilderung der letzten Konflikte und der entscheidenden Niederlage in der Schlacht bei Ipsos.

2.5.2. Der Griff nach der Krone: Analyse der königlichen Krönung im Jahr 306 v. Chr. als Symbol für die Etablierung eines neuen Herrschaftsparadigmas.

3. Schluß: Zusammenfassende Bewertung der historischen Leistung des Antigonos und seines Einflusses auf die Epoche des Hellenismus.

Schlüsselwörter

Antigonos Monophtalmos, Diadochenzeit, Hellenismus, Alexanderreich, Herrschaftslegitimation, griechische Städte, Autonomie, Poleis, Makedonien, Königtum, Machtstruktur, Militärgeschichte, Diadem, Antigoneia, Reichsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das politische und militärische Wirken des Antigonos Monophtalmos und dessen zentrale Rolle in der frühen Diadochenzeit nach dem Tod Alexander des Großen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Herrschaftsstrukturen, der diplomatischen Interaktion mit griechischen Städten und der Art und Weise, wie Antigonos seine Macht gegenüber anderen Diadochen zu legitimieren versuchte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Antigonos aus den Wirren seiner Zeit herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie seine Taten, insbesondere im Hinblick auf die Städtepolitik und die Einführung des Königtums, für die gesamte Epoche des Hellenismus prägend wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine biographische Untersuchung, die auf der Analyse antiker Quellen (insbesondere Diodor) und moderner Forschungsliteratur, wie den Arbeiten von Richard Billows, basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische und thematische Abschnitte, die seinen Aufstieg, seine Kampfstrategien, das Verhältnis zu den griechischen Städten und die Inszenierung seines Königtums beleuchten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Diadochen, Hellenismus, Autonomie der griechischen Städte, charismatische Herrschaft und das Erbe Alexander des Großen.

Warum spielt die Stadt Rhodos eine so spezifische Rolle in der Argumentation?

Rhodos dient als Fallbeispiel für die komplexe Balance zwischen politischer Neutralität, wirtschaftlichen Interessen und der diplomatischen Abhängigkeit von Diadochen in der Ägäis.

Welche Rolle spielte der „Griff nach der Krone“ im Jahr 306 v. Chr.?

Dieser Schritt markierte den Übergang zur charismatischen Herrschaft, in der Antigonos als Erster den Königstitel annahm, ohne dabei auf eine direkte Anknüpfung an die Argeadendynastie angewiesen zu sein.

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Details

Title
Der Griff nach dem Ganzern. Von Erfolg und Scheitern des Antigonos Monophtalmos und seiner Bedeutung für die ganze Epoche des Hellenismus
College
University of Freiburg  (Seminar für Alte Geschichte)
Course
Geschichte der Diadochen 323-272 v.Chr.
Grade
1,7
Author
Stefan Dengel (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V45548
ISBN (eBook)
9783638429344
Language
German
Tags
Griff Ganzern Erfolg Scheitern Antigonos Monophtalmos Bedeutung Epoche Hellenismus Geschichte Diadochen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Dengel (Author), 2002, Der Griff nach dem Ganzern. Von Erfolg und Scheitern des Antigonos Monophtalmos und seiner Bedeutung für die ganze Epoche des Hellenismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45548
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