Im Rahmen dieser Arbeit wird ein Text von Frank Hillebrandt mit der Überschrift „Praxistheorie“ vorgestellt. Der Artikel wurde im Jahr 2009 im Handbuch Soziologische Theorie von Kneer, Georg/Schroer, Markus veröffentlicht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung: Praxis und Theorie
- Reflexive Sozialforschung: Objektivierungen objektivieren
- Praxis als Gegenstand der Soziologie - Denken in Relationen
- Grundbegriffe der Praxistheorie: reflexive Begriffsbildung
- Habitus
- Sozialer Raum
- Feld
- Kapital
- Praktischer Sinn
- Kultur
- Symbole
- Kritik und Perspektiven
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Artikel von Frank Hillebrandt befasst sich mit der Praxistheorie Pierre Bourdieus und untersucht, wie Bourdieu den "Praktischen Sinn" als Grundlage seiner Theorie versteht. Hillebrandt analysiert Bourdieu's Ansatz in fünf Schritten, beginnend mit der Differenz zwischen Theorie und Praxis und der Darstellung reflexiver Sozialforschung, um die Theorie der Praxis zu entwickeln.
- Die Beziehung zwischen Theorie und Praxis in der Soziologie
- Reflexive Sozialforschung und die Objektivierung von Objektivierungen
- Praxis als Gegenstand der Soziologie und die Analyse von Relationen
- Zentrale Begriffe der Praxistheorie: Habitus, sozialer Raum, Feld und Kapital
- Kritik und Perspektiven für eine Weiterentwicklung der praxistheoretischen Soziologie
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Praxis und Theorie
Hillebrandt diskutiert die traditionelle Gegenüberstellung von Theorie und Praxis und stellt die Frage, wie sich diese in der soziologischen Forschung manifestiert. Er bezieht sich dabei auf Marx' Verständnis von Praxis und Weber's Handlungsbegriff.
Reflexive Sozialforschung: Objektivierungen objektivieren
Dieser Abschnitt beleuchtet Bourdieu's Versuch, eine neue soziologische Erkenntnistheorie zu entwickeln, die die Bedingungen für die soziologische Praxis reflektiert. Bourdieu argumentiert, dass auch wissenschaftliche Objektivierungen wie Begriffe und Theorien Formen der Praxis sind, die im akademischen Feld entstehen.
Praxis als Gegenstand der Soziologie - Denken in Relationen
Hillebrandt analysiert die Beziehung zwischen objektiven Strukturen und habitualisierten Strukturen, die aus einer praktischen Logik resultieren. Der Fokus liegt auf der Relation zwischen Habitus und Feld als Grundlage für die Theorie der Praxis.
Grundbegriffe der Praxistheorie: reflexive Begriffsbildung
Dieser Abschnitt stellt die wichtigsten Begriffe der Bourdieu'schen Praxistheorie vor, darunter Habitus, sozialer Raum, Feld, Kapital, praktischer Sinn, Kultur und Symbole. Hillebrandt erläutert, wie diese Begriffe miteinander verknüpft sind und zur Analyse der sozialen Welt beitragen.
Schlüsselwörter
Praxistheorie, Pierre Bourdieu, Praktischer Sinn, Reflexive Sozialforschung, Habitus, Sozialer Raum, Feld, Kapital, Kultur, Symbole, Objektivierungen, Soziologische Praxis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der "praktische Sinn" bei Pierre Bourdieu?
Der praktische Sinn bezeichnet eine vorreflexive Logik des Handelns, die es Akteuren ermöglicht, sich in sozialen Feldern angemessen zu bewegen, ohne ständig bewusst über Regeln nachzudenken.
Wie definiert Frank Hillebrandt den Habitus?
Der Habitus wird als System dauerhafter Dispositionen verstanden, das durch die soziale Herkunft geprägt wird und das Denken sowie Handeln der Individuen strukturiert.
Was versteht man unter reflexiver Sozialforschung?
Reflexive Sozialforschung bedeutet, dass Soziologen die Bedingungen ihrer eigenen wissenschaftlichen Praxis und ihre Position im akademischen Feld kritisch hinterfragen müssen.
Was ist ein soziales Feld laut Praxistheorie?
Ein Feld ist ein eigenständiger gesellschaftlicher Bereich (z.B. Kunst, Politik, Wirtschaft) mit eigenen Regeln und Machtkämpfen um spezifisches Kapital.
Welche Rolle spielt Kapital in der Theorie von Bourdieu?
Kapital existiert in verschiedenen Formen (ökonomisch, kulturell, sozial, symbolisch) und bestimmt die Position und die Machtchancen eines Akteurs innerhalb eines sozialen Raums.
- Quote paper
- Lana Luna (Author), 2015, Frank Hillebrandts Praxistheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455544