Der Intelligenztest "I-S-T 2000R" in Theorie und Praxis

Ist seine Anwendung in dem Unternehmen PwC möglich?


Hausarbeit, 2018

22 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Betrachtungsebene
2.1 Allgemeine Beschreibung und Entwicklungsziele des Verfahrens
2.2 Art des Testverfahrens
2.3 Aufbau des Verfahrens
2.4 Durchführung
2.5 Auswertung und Interpretation der Testergebnisse

3 Gütekriterien
3.1 Objektivität
3.2 Reliabilität
3.3 Validität
3.4 Normierung

4 Kritik und Würdigung

5 Praxisreflexion

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anwendungsmöglichkeiten des IST-2000-R 2

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Gesamtübersicht der Module und Laufzeiten 6

1 Einleitung

Intelligenz gewinnt in der heutigen Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Bedingt wird diese Zunahme durch die steigende Komplexität innerhalb sozialer, biologischer und psychologischer Felder sowie durch ein Defizit an Steuerungs- und Perzeptionsmöglichkeiten. Die Menschen sind immer mehr Reizen ausgesetzt, einem stetigem Wandel unterworfen und gleichzeitig steigt der Anspruch an die Leistung. Unternehmen stehen daher vor der Herausforderung geeignete Mitarbeiter für die gestiegenen Anforderungen zu rekrutieren. Ein potenzieller Lösungshebel stellt dabei der Intelligenztest dar, der durch die Messung verschiedener Fähigkeiten eines Menschen eine Möglichkeit darstellt, geeignete Mitarbeiter zu selektieren. Die differentiell psychologische Intelligenzforschung hat dabei die Entwicklung einer Vielzahl von Inventaren zur Messung der Intelligenz ermöglicht. Einer dieser Intelligenztests ist der IST-2000-R, der aus der Revision des vielfach verwendeten IST-70 entstanden ist. Grund für diese Revision war die immer häufigere Anwendung solcher Konstrukte und der damit einhergehenden Verantwortung, die Intelligenztests auf den jeweils gültigen Stand in der Gesellschaft zu aktualisieren.

Das Ziel dieser Seminararbeit ist es daher, auf Grundlage einer theoriegeleiteten Untersuchung, ein grundlegendes Verständnis des IST-2000-R zu ermöglichen und dessen Qualität zu beurteilen. Zudem ergibt sich aus der identifizierten Problemstellung folgende Fragstellung für die vorliegende Seminararbeit:

Inwiefern ist eine praktische Anwendung des IST-2000-R in der Wirtschafts- prüfungsgesellschaft PwC möglich?

Insgesamt kann die vorliegende Seminararbeit in 5 Kapitel unterteilt werden. Der einführende Teil umfasst in Kapitel 1 eine Einordung dieser Arbeit im Sinne einer Rahmenbildung. Dazu wurde bereits eine Explikation der vorliegenden Problemstellung vorgenommen und daraus die leitende Fragestellung abgeleitet. Auf Grundlage der beschriebenen Fragestellung wird in Kapitel 2 eine theoriebasierte Auseinandersetzung mit dem IST-2000-R vorgenommen. Basierend auf den bisher durchgeführten, detaillierten Beschreibungen des IST-2000-R in Kapitel 2 und der Güteprüfung in Kapitel 3, gilt es in Kapitel 4 den IST-2000-R kritisch zu würdigen. Das finale Kapitel 5 beschäftigt sich abschließend mit der praktischen Anwendbarkeit des IST-2000-R.

2 Theoretische Betrachtungsebene

Aufgrund der limitierten Größe dieser Seminararbeit hat die nachfolgende theoretische Ausführung über den IST-2000-R keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr soll eine Grundlage für die darauffolgende Untersuchung gebildet sowie dem Leser der Einstieg in die Thematik ermöglicht werden.

2.1 Allgemeine Beschreibung und Entwicklungsziele des Verfahrens

Der IST-2000-R ist ein von Liepmann, Beauducel, Brocke und Amthauer entwickelter Intelligenztest, welcher im Jahr 2007 durch eine zweite erweiterte und überarbeitete Auflage ersetzt worden ist. Der Ursprung dieses Tests befindet sich bei dem IST, IST-70 und dem IST- 2000 und erfasst wie seine Vorgänger verschiedene Intelligenzbereiche. Hierzu gehören fünf der sieben Primärfaktoren von Thurstone (1938) sowie die Generalfaktoren fluide und kristallisierte Intelligenz, welche aus dem Cattel-Horn-Modell abgeleitet wurden (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Dabei kann der IST-2000-R in seinem Entwicklungsziel nicht

nur als eine Revision seiner ursprünglichen Version betrachtet werden, sondern stellt hinsichtlich seiner Formation eine substanzielle Erweiterung dar. Dahingehend wurde zusätzlich zu den aktuellen Normdaten und Untersuchungen zu den Gütekriterien eine echte Parallelform C entwickelt. Durch den Einsatz einer Parallelform C können nun Lerneffekte durch eine Wiederholungsmessung vermieden und Intelligenzmessungen in kürzeren Zeitabständen durchgeführt werden (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Supplementär wurde ein separater Wissenstest implementiert, welcher in seiner Bestandsform als Erweiterungsmodul einsetzbar ist (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007). Summa summarum kann der IST-2000-R in seiner Form in unterschiedlichen Kombinationen für den jeweiligen Untersuchungszweck eingesetzt werden. Abbildung 1 stellt einen Überblick über die Kombinationsmöglichkeiten dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Anwendungsmöglichkeiten des IST-2000-R (Eigene Darstellung).

Die Grundmodul-Kurzform besteht im Ganzen aus neun differenten Aufgabengruppen. Dabei wurden sechs der ursprünglichen neun Aufgabengruppen (Satzergänzung, Analogien, Gemeinsamkeiten, Zahlenreihen, Figurenauswahl und Würfelaufgaben) in überarbeiteter Form aus dem IST-70 übernommen. Die drei weiteren Aufgabengruppen (Rechenaufgaben ohne verbalen Anteil, Vorzeichenaufgaben und Matrizenaufgaben) wurden gänzlich neu übernommen. In Summe erfassen diese neun Aufgabengruppen die verbale, numerische und figurale Intelligenz. Abschließend wird mit der Grundmodul-Kurzform die Fertigkeit des schlussfolgernden Denkens erfasst und zwar als „Summenwert aus den Skalen für verbale, numerische und figurale Intelligenz“ (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007, S. 17).

Überdies wurden zwei Aufgabengruppen zur Erfassung der verbalen und figuralen Merkfähigkeit eingeführt. Die Grundmodul-Kurzform entspricht dem Grundmodul, allerdings ohne die zwei Aufgaben zur Erfassung der Merkfähigkeit. Das Erweiterungsmodul besteht aus einem Test zur Prüfung der Leistungsfähigkeit im Wissenserwerb. An diesem Punkt kann verbal, numerisch und figural kodiertes Wissen zusammengefasst, sowie Wissen (Gesamt) und die fluide und kristallisierte Intelligenz erfasst werden (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007). In der Gesamtheit kann demnach mit dem IST-2000-R folgende 11 Fähigkeitsbereiche abgedeckt werden: verbale Intelligenz, figural-räumliche Intelligenz, rechnerische Intelligenz, figurale Merkfähigkeit, schlussfolgerndes Denken, verbales Wissen, figural-bildhaftes Wissen, numerisches Wissen und Wissen (Gesamt) sowie fluide und kristallisierte Intelligenz (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007). Die fluide Intelligenz kann hier maßgeblich mit dem schlussfolgernden Denken gleichgesetzt werden. Im Gegensatz dazu hängt die kristallisierte Intelligenz in starkem Maße mit dem Leistungsbereich Wissen zusammen (Horn, 1988). Schlussendlich führt die strikte Abgrenzung zwischen der in der Grundmodul-Kurzform erfassten Fähigkeit des schlussfolgernden Denkens sowie des im Erweiterungs-modul erfassten Gesamtwissens, zu einem optimalen Indikator für die fluide und kristallisierte Intelligenz (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

2.2 Art des Testverfahrens

Beim IST-2000-R handelt es sich um ein psychologisches Testverfahren, welches den Leistungstests zuzuordnen ist. Die Erwartung an einen Leistungstestes liegt in der Erfassung von Leistungsmerkmalen einer Person und deren anschließende quantifizierbare Auswertung (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007). Das Ergebnis bzw. fachgerecht die Testleistung genannt, kann „als Indikator für eine Fähigkeit (z.B. fluide Intelligenz), für eine Fertigkeit (z.B. das Beherrschen der Grundrechenarten) oder als Wissen verstanden werden“ (Schmitz-Atzert Amelang, 2012, S.183).

Im Vergleich zu Persönlichkeitsfragebögen, welche das typische Verhalten erfassen, sind Leistungstests an einem maximal möglichen Verhalten einer Testperson interessiert. Die Testpersonen werden daher nachdrücklich instruiert ihre Höchstleistung abzurufen. In der Gesamtheit existiert heute eine große Anzahl von Leistungstests mit teils divergierenden Kategorien. Hierauf Bezug nehmend sind allgemeine Leistungstests, Intelligenztests, spezielle funktions- und Eignungstests, Entwicklungstests und Schultests als Kategorien anzuführen (Schmitz-Atzert Amelang, 2012).

2.3 Aufbau des Verfahrens

Im Folgenden wird detailliert der Aufbau des Verfahrens beschrieben. Diesbezüglich werden schrittweise, die im Kapitel 2.1 Allgemeine Beschreibung und Entwicklungsziele des Verfahrens vorgestellten Module, in ihre Einzelteile zerlegt.

Die Grundmodul-Kurzform besteht insgesamt aus neun Aufgabengruppen, die jeweils 20 nach ihrer Schwierigkeit geordneten Einzelaufgaben enthalten. Die Aufgabengruppen lassen sich in drei Skalen zusammenfassen. Die erste dieser Skalen erfasst die verbale Intelligenz und besteht aus folgenden Aufgabengruppen: Satzergänzungen (Aufgaben 1 bis 20), Analogien (Aufgaben 21 bis 40) und Gemeinsamkeiten (41 bis 60). Bei den Satzergänzungen werden der Testperson Sätze vorgelegt, in denen ein Wort fehlt. Anschließend werden fünf Wörter vorgegeben, wobei das Wort ausgewählt werden muss, welches den Satz sinnvoll vervollständigt. Die Aufgabengruppe Analogien gibt zunächst drei Begriffe vor. Zwischen den ersten beiden Begriffen besteht eine bestimmte Relation, welche von der Testperson erkannt werden muss. Aus insgesamt fünf Antwortmöglichkeiten muss der Begriff ausgewählt werden, welcher mit dem dritten Begriff in einer Beziehung steht. Bei der Aufgabengruppe Gemeinsamkeiten werden zunächst sechs Wörter aufgeführt. Das Ziel ist es, zwei Wörter herauszufiltern, für die es einen gemeinsamen Oberbegriff gibt (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Die zweite Skala erfasst die numerische Intelligenz und besteht aus den Aufgabengruppen: Rechenaufgaben (Aufgaben 61 bis 80), Zahlenreihen (Aufgaben 81 bis 100) und Rechenzeichen (Aufgaben 101 bis 120). Die Rechenaufgaben sind bewusst nicht verbal präsentiert, um den sprachlichen Anteil möglichst gering zu halten. Die Aufgabengruppe Zahlenreihe besteht aus dem Ziel der sinnvollen Ergänzung einer vorgegebenen Zahlenreihe. Abschließend werden bei der Aufgabengruppe Rechenzeichen ausschließlich Gleichungen im Bereich der rationalen Zahlen vorgegeben. Die hier fehlenden Verknüpfungen müssen durch Einsetzen von Rechenzeichen ergänzt werden (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Die dritte und letzte Skala der Grundmodul-Kurzform bildet die figurale Intelligenz. Die Aufgabengruppen bestehen aus Figurenauswahlaufgaben (Aufgaben 121 bis 140), Würfelaufgaben (141 bis 160) und Matrizenaufgaben (Aufgaben 161 bis 180). Bei der Aufgabengruppe Figurenauswahl werden fünf verschiedene Figuren dargeboten. Anschließend muss herausgefunden werden, welcher der fünf Figuren aus insgesamt zehn zerschnittenen Auswahlfiguren durch Zusammensetzten der Stücke hergestellt werden kann. Die Aufgabengruppe Würfelaufgaben gibt Würfel mit sechs verschiedenen Mustern vor, drei davon sichtbar. Anschließend werden die Würfel in veränderter Lage präsentiert. Das Ziel ist es herauszufinden, welcher Würfel in beiden Lagen gezeigt wird. Bei den Matrizenaufgaben werden zunächst Figuren in einer Reihe vorgelegt. Innerhalb dieser Reihe fehlt eine Figur. Aus insgesamt fünf Auswahlfiguren muss dann diejenige ersetzt werden, welche zur korrekten Ergänzung der Reihe führt. Abschließend lassen sich die drei Skalen zu einem gemeinsamen Wert zusammenfassen. Dieser Wert wird als „Reasoning“ bzw. schlussfolgerndes Denken bezeichnet und entsteht aus dem Summenwert der drei obengenannten Skalen (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Zusätzlich lassen sich die drei Skalen der Grundmodul-Kurzform um die Aufgaben zur Erfassung der Merkfähigkeit ergänzen. Die Merkaufgaben lassen sich in die verbale Merkfähigkeit (Aufgaben 181 bis 190) und die figurale Merkfähigkeit (Aufgaben 191 bis 203) aufteilen. Beim verbalen Aufgabenteil werden zehn Textaufgaben vorgegeben. Die Testperson hat eine Minute Zeit sich die Wörter und deren Zuordnung zu Oberbegriffen einzuprägen. In der anschließenden Reproduktionsphase müssen die Oberbegriffe ausgewählt werden, denen die eingeprägten Wörter zuzuordnen sind. Der figurale Aufgabenteil präsentiert insgesamt 13 Figurenpaare. In der darauf folgenden zweiten Reproduktionsphase wird jetzt nur noch ein Teil des Figurenpaares angezeigt. Das Ziel besteht aus der richtigen Auswahl des fehlenden Figurenteils, aus insgesamt fünf Antwortalternativen (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007). Abgeschlossen wird der IST-2000-R mit einem Wissenstest (Aufgaben 204 bis 287). Dieser besteht aus einem Multiple-Choice-System mit fünf Antwortalternativen. Der Wissenstest beinhaltet Fragen aus folgenden Themengebieten: Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Kunst/Kultur, Mathematik, Naturwissenschaft und Alltag. Vollends besteht der IST-2000-R, mit allen Modulen, aus 287 Aufgaben (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

2.4 Durchführung

Der IST-2000-R kann als Einzel- oder Gruppentest durchgeführt werden. Bei einem Gruppentest ist eine Verwendung der Testformen A und B, als auch der Parallelform C zu empfehlen. Form A und B enthalten das gleiche Aufgabenmaterial mit einer vertauschten Reihenfolge. Diese Differenzierung ermöglicht ein unabhängiges Arbeiten der Testpersonen. Im Vergleich dazu, ist die Parallelform C in ihrem Aufgabenmaterial grundverschieden, behält jedoch den identischen Schwierigkeitsgrad ihrer Vorgänger bei. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass die Form C in ihrer aktuellen Form nur in der Grundmodul-Kurzform enthalten ist (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Weiterhin weisen die Autoren bei der Durchführung des IST-2000-R explizit auf die Berücksichtigung des modularen Aufbaus hin. Bei einer Verwendung aller Module muss somit die Reihenfolge (1) Grundmodul-Kurzform, (2) Merkaufgaben und anschließend (3) das Erweiterungsmodul einbehalten werden (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Da sich die einzelnen Module hinsichtlich ihrer Aufgabenanzahl und damit auch der Bearbeitungszeit unterscheiden, wird in Tabelle 1 eine Gesamtübersicht der Module und deren Laufzeiten gegeben.

Tabelle 1.

Gesamtübersicht der Module und Laufzeiten (Eigene Darstellung in Anlehnung an Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Grundmodul-Kurzform hat eine Bearbeitungszeit von insgesamt 77 Minuten und einer zusätzlichen Instruktionszeit von 15 Minuten. Im Anschluss daran erfolgt für die Testperson eine zehnminütige Pause. Die darauffolgenden Merkaufgaben sind auf eine Bearbeitungszeit von sieben Minuten und einer Instruktionszeit von vier Minuten ausgelegt. Bei der Bearbeitung der Merkaufgaben besteht für die Testperson sowohl bei den figuralen, als auch bei den verbalen Merkaufgaben eine Einprägungszeit von einer Minute und einer anschließenden

Reproduktionszeit von drei Minuten. In Summe erfasst das Grundmodul letztendlich 113 Minuten. Im Anschluss an das Erweiterungsmodul, erfolgt eine Pause von fünf Minuten. Das Erweiterungsmodul setzt sich aus einer Bearbeitungszeit von 40 Minuten und einer Instruktionszeit von zwei Minuten zusammen. Insgesamt erfasst der IST-2000-R mit sämtlichen Modulen zwei Stunden und 40 Minuten. Bei der Durchführung des Tests, ohne Merkaufgaben, erfolgt nach der ersten zehnminütigen Pause unmittelbar die Bearbeitung des Wissenstests. In diesem Fall kommen die Testpersonen auf eine Durchführungszeit von 144 Minuten (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Um eine erhöhte Durchführungsobjektivität zu gewährleisten haben die Autoren zudem eine Checkliste angefertigt, anhand derer jedes Detail der Untersuchung festgehalten wird. Den Testpersonen wird vor Beginn der Untersuchung empfohlen nicht von den üblichen Schlaf- oder Essgewohnheiten abzuweichen, um ein möglichst zuverlässiges Ergebnis zu erhalten. Weiterhin gilt es bei der Testdurchführung zu beachten, dass bei zwei eingesetzten Testleitern nicht mehr als 30 Testpersonen an der Untersuchung teilnehmen. Zudem existieren für jedes Modul des Verfahrens ein separates Aufgabenheft und ein dazu passendes Antwortblatt. Jede neue Aufgabe wird dabei vorab mit Beispielaufgaben eingeführt (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

Bei der Testdurchführung sind weiterhin die stetig immer schwerer werdenden Aufgaben zu beachten. Die richtige Beantwortung aller Fragen wird von den Autoren als sehr unwahrscheinlich angesehen. Die Teilnehmer sollen daher nochmals ausdrücklich drauf hingewiesen werden, sich nicht zu lange mit einer Aufgabe zu beschäftigen, sondern die Bearbeitung zügig fortzusetzen. Weiterhin haben die Testleiter darauf zu achten, dass die Testpersonen bei der Einprägungszeit ihre Stifte nicht in der Hand haben, um das Anlegen von Notizen im Rahmen der Testdurchführung zu vermeiden. Zuletzt ist anzumerken, dass während der Reproduktionszeit nicht zurückgeblättert werden darf (Liepmann, Beauducel, Brocke, 2007).

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Der Intelligenztest "I-S-T 2000R" in Theorie und Praxis
Untertitel
Ist seine Anwendung in dem Unternehmen PwC möglich?
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V455572
ISBN (eBook)
9783668878396
ISBN (Buch)
9783668878402
Sprache
Deutsch
Schlagworte
intelligenztest, i-s-t, theorie, praxis, anwendung, unternehmen
Arbeit zitieren
Can Kaplan (Autor:in), 2018, Der Intelligenztest "I-S-T 2000R" in Theorie und Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455572

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