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Empowerment im sozialarbeiterischen Alltag. Beziehungswiderstände und Perspektiven

Titel: Empowerment im sozialarbeiterischen Alltag. Beziehungswiderstände und Perspektiven

Seminararbeit , 2018 , 17 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Michéle Wohlrab (Autor:in)

Ada Pädagogik / Erziehung / Beratung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit widmet sich den Beziehungswiderständen bei der Umsetzung der Methode des Empowerments im sozialarbeiterischen Alltag. Diesbezüglich soll vor allem die Frage geklärt werden, wie sich Beziehungswiderstände auf die Umsetzung von Empowerment-Perspektiven auswirken und welche Schwierigkeiten sich für Klient und Sozialarbeiterhinter diesem Konzept der Sozialarbeit verbergen.

Empowerment ist eine Strategie, die oftmals in der sozialen Arbeit angewandt wird. Sie legt ihren Fokus auf Selbstbefähigung, Selbstbemächtigung und Stärkung der Eigenmacht, sowie auf Autonomie und Selbstverfügung. Es ist der Versuch, den Blickwinkel auf die Schwächen der Individuen zu ersetzen durch eine Orientierung an den Stärken und Kompetenzen.

Wichtig für diese Methode ist, dass man als professioneller Sozialarbeiter die Enteignung von Macht auf ein Minimum beschränkt und so die Unabhängigkeit und Kompetenz des Klienten fördert. Dieser Vorgang kann einige Widerstände auf der Beziehungsebene hervorrufen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung verursachen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von „Empowerment“

3. Empowerment als Chance für den Beziehungsaufbau zwischen Sozialarbeiter und Klient

3.1 Allgemeine Definition von Beziehung

3.2 Die helfende und professionelle Beziehung in Bezug auf Empowerment

4. Die Empowerment-Beziehung als Partnerschaft („Sharing Power“)

5. Beziehungsstörungen der Empowerment-Perspektiven

5.1 Empowerment als Gefahr der Überforderung für den Klienten

5.2 Der Klient in der Position der Fügsamkeit und Abhängigkeit

5.3 Legitimität der Expertenmacht

6. Der Eigensinn des Klienten

6.1 Psychische Belastung des Sozialarbeiters

6.2 Beispiel

7. Die Grenzen der Empowerment-Arbeit

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Herausforderungen und Beziehungswiderstände, die bei der Anwendung von Empowerment-Perspektiven im sozialarbeiterischen Alltag auftreten, um die Dynamiken zwischen professionellem Helfer und Klient besser zu verstehen.

  • Konzeptualisierung von Empowerment in der Sozialen Arbeit
  • Analyse der helfenden professionellen Beziehung
  • Thematisierung von Machtverhältnissen und "Sharing Power"
  • Identifikation von Widerständen und Beziehungsstörungen
  • Betrachtung der psychischen Belastung von Sozialarbeitern

Auszug aus dem Buch

3. Empowerment als Chance für den Beziehungsaufbau zwischen Sozialarbeiter und Klient

Klienten werden bei der Umsetzung von Empowerment-Perspektiven nicht verurteilt, deswegen wird eine Vertrauensbasis ermöglicht und eine produktive Arbeitsbeziehung geschaffen. Um die Auswirkung von Empowerment auf die Sozialarbeiter-Klient-Beziehung tiefer verstehen zu können, werde ich im folgenden Abschnitt klären, was eine Beziehung im Allgemeinen ist und die helfende und professionelle Beziehung in Bezug auf Empowerment beleuchten.

3.1 allgemeine Definition von Beziehung

Eine Beziehung ist eine Verbindung bzw. ein Kontakt jeglicher Art zwischen Einzelnen oder Gruppen (vgl. Duden, https://www.duden.de/rechtschreibung/Beziehung). Sie verknüpft zwei oder mehrere abstrakte oder konkrete Dinge miteinander, in meinem Fall ist die Beziehung zwischen zwei Personen gemeint. Die Alltagspsychologie geht zum einen von der Beziehung als Rollenbeziehung mit funktionellem Hintergrund aus und zum anderen von der persönlichen Beziehung. Die erste beruht sich auf wechselseitige Rollenerwartungen, die zweite hingegen entwickelt sich zwischen Menschen durch ihre Persönlichkeit, ungeachtet der jeweiligen sozialen Rolle. Jede Beziehung besteht immer einer Dyade, das heißt - zwei Personen, die im Verhältnis zueinanderstehen und mindestens ein stabiles Interaktionsmuster aufweisen. Die Dyade beschreibt genau dieses Muster der Interaktion und keinesfalls die einzelnen involvierten Personen. Aus der Beobachtung einer Dyade kann durch die stabile Wechselwirkung das zukünftige Verhalten demnach auch die Beziehung ermittelt werden. Die oben erwähnten Rollenbeziehungen stellen soziale Verbindungen dar, welche durch die sozialen Rollen der Bezugspersonen bestimmt werden. Die Rolle ist ein Grundbegriff der Soziologie, der für alle Positionen eines Menschen steht und die damit verbundenen Rollenanforderungen einbezieht. Jede Person nimmt im Alltag verschiedene Rollen ein, zum Beispiel die Vater- oder Mutterrolle, die Freundschaftsrolle oder die berufliche Rolle. In manchen Fällen stellen Rollenbeziehungen sehr unpersönliche Verbindungen dar, die allein von den Eigenschaften und Anforderungen der Rolle ausgehen und keine persönlichen Inhalte mit sich tragen (vgl. Schreibner 2008, S. 17-18). Ein Beispiel ist das Vorzeigen der Fahrkarte beim Busfahrer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Empowerment als Methode der Selbstbefähigung und die Darlegung der zentralen Forschungsfragen zu Beziehungswiderständen.

2. Definition von „Empowerment“: Herleitung des Begriffs aus historischer Sicht sowie Erläuterung der Bedeutung für die Ressourcenstärkung von Klienten.

3. Empowerment als Chance für den Beziehungsaufbau zwischen Sozialarbeiter und Klient: Diskussion der beziehungsfördernden Aspekte und Definition professioneller Beziehungsgestaltung.

4. Die Empowerment-Beziehung als Partnerschaft („Sharing Power“): Untersuchung der Machtasymmetrien und des Ziels, ein partnerschaftliches „Sharing Power“-Verhältnis zu etablieren.

5. Beziehungsstörungen der Empowerment-Perspektiven: Analyse von Machtkonflikten, „Macht-Fallen“ und der Gefahr von Überforderung oder Abhängigkeit.

6. Der Eigensinn des Klienten: Erörterung der Grenzen der Beeinflussbarkeit und der daraus resultierenden psychischen Belastung für Sozialarbeiter.

7. Die Grenzen der Empowerment-Arbeit: Zusammenfassung der systemischen und persönlichen Barrieren, die das Gelingen von Empowerment begrenzen.

8. Fazit: Rückblick auf die Fragestellung und Bewertung der Chancen und Grenzen des Empowerment-Konzepts im Alltag.

Schlüsselwörter

Empowerment, Soziale Arbeit, Beziehungswiderstände, Sharing Power, Machtverhältnisse, professionelle Helferrolle, Klientenorientierung, Selbstbefähigung, Beziehungsaufbau, psychische Belastung, Ressourcenorientierung, Interaktion, Beratung, Rollenbeziehung, Arbeitsbündnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Empowerment-Perspektiven in der Sozialen Arbeit und den dabei auftretenden Widerständen in der Beziehung zwischen Sozialarbeitern und Klienten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Beziehungsgestaltung, Machtasymmetrien zwischen Helfer und Klient, die Gefahr der Überforderung sowie die psychische Belastung, die aus der professionellen Interaktion resultiert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuklären, wie sich Beziehungswiderstände auf die Umsetzung von Empowerment-Konzepten auswirken und welche Schwierigkeiten dabei sowohl für den Klienten als auch für den Sozialarbeiter entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung professioneller Konzepte der Sozialen Arbeit im Kontext von Empowerment.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Beziehungsgestaltung, das Konzept „Sharing Power“, die Ursachen von Beziehungsstörungen sowie der Eigensinn des Klienten und dessen Grenzen beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Empowerment, Soziale Arbeit, Beziehungswiderstände, Machtverhältnisse, Sharing Power und die professionelle Helferrolle.

Was genau ist mit der „Macht-Falle“ gemeint?

Die „Macht-Falle“ beschreibt Situationen, in denen Sozialarbeiter durch ihr Expertenwissen oder berufliche Distanz unbeabsichtigt wieder in dominante Rollen zurückfallen und den Klienten entmündigen, statt ihn zu empowern.

Warum wird der „Eigensinn des Klienten“ als Herausforderung beschrieben?

Der Eigensinn des Klienten kann zu Widerständen führen, wenn dessen Ziele oder Entscheidungen den Vorstellungen des Sozialarbeiters widersprechen, was wiederum den professionellen Helfer psychisch belasten kann.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Empowerment im sozialarbeiterischen Alltag. Beziehungswiderstände und Perspektiven
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thüringen in Eisenach)
Note
2,5
Autor
Michéle Wohlrab (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V455576
ISBN (eBook)
9783668872394
ISBN (Buch)
9783668872400
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Empowerment Beziehungswiderstände Konzepte der Sozialarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michéle Wohlrab (Autor:in), 2018, Empowerment im sozialarbeiterischen Alltag. Beziehungswiderstände und Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455576
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Leseprobe aus  17  Seiten
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