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"Arno Schmidt, der mit am Tisch saß". Uwe Timms "Freitisch" als Hommage an Arno Schmidt

Titel: "Arno Schmidt, der mit am Tisch saß". Uwe Timms "Freitisch" als Hommage an Arno Schmidt

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2014 , 6 Seiten , Note: o.N.

Autor:in: Tina Grahl (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Uwe Timms Novelle „Freitisch“, veröffentlicht im Februar 2011, behandelt das Wiedersehen zweier ehemaliger Studienfreunde in Anklam. Die Beiden, Euler und der Ich-Erzähler, erinnern sich im Gespräch an ihre gemeinsame Zeit als Stipendiaten eines Freitisches in der Kantine einer Münchner Versicherung. Ebenfalls am Freitisch saßen der Jungautor Falkner und der sogenannte Jurist. Die Zeit am Freitisch war geprägt von intensiven Gesprächen zu philosophischen und politischen Themen. Wichtigster Gegenstand der Unterhaltung aber war die Begeisterung des Studenten Eulers für den Autor Arno Schmidt und dessen Werk, insbesondere den frisch erschienenen Band „Kühe in Halbtrauer“. Höhepunkt der Novelle ist die Fahrt nach Bargfeld und die Begegnung mit Arno Schmidt im Sommer 1965. Der folgende Aufsatz widmet sich daher der Analyse der vielfältigen intertextuellen Bezüge der Novelle „Freitisch“ zu Arno Schmidt und dessen Werk.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Das Motto der Novelle formuliert über ein Zitat aus „Die Schule der Atheisten“ ein poetisches Modell zum Text, indem es die vielfachen intertextuellen Referenzen vorausdeutet

II. Zentrum der vielfältigen Referenzen ist das Frühwerk Arno Schmidts, der Erzählband „Kühe in Halbtrauer“ und die Prosatheorie der „Berechnungen“

III. Uwe Timms Novelle nutzt vielfältige intertextuelle Formen als Referenz auf Arno Schmidt

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert Uwe Timms Novelle „Freitisch“ im Hinblick auf ihre intertextuellen Bezüge zum Werk und zur Person des Autors Arno Schmidt. Es wird untersucht, wie Timm durch unterschiedliche literarische Verfahren eine poetologische und inhaltliche Beziehung zwischen seinem eigenen Text und dem Schaffen Schmidts konstruiert.

  • Intertextuelle Referenzsysteme in der Gegenwartsliteratur
  • Poetologische Verknüpfungen zwischen Uwe Timm und Arno Schmidt
  • Die Rolle von Arno Schmidts Frühwerk und Prosatheorie als Prätexte
  • Konzepte der Interfiguralität und Metatextualität
  • Die Darstellung des Schriftstellers Arno Schmidt in der Literatur

Auszug aus dem Buch

Zentrum der vielfältigen Referenzen ist das Frühwerk Arno Schmidts, der Erzählband „Kühe in Halbtrauer“ und die Prosatheorie der „Berechnungen“

Neben der im Motto zitierten Novellen=Comödie „Die Schule der Atheisten“ und einigen Ausblicken auf „Zettel's Traum“ stehen das Frühwerk Arno Schmidts, der Erzählband „Kühe in Halbtrauer“ und die Essays der „Berechnungen“ im Zentrum der intertextuellen Referenz. Das Frühwerk wird in erster Linie als bloßes Zitieren der Werktitel wie „Rosen & Porree“ (10, 16), „Kaff auch Mare Crisium“ (14, 33) und „Das steinerne Herz“ (33, 108) im Sinne eines Lektürenachweises eingeführt.

Darüber hinaus werden die Texte teils als Sprachspiel des Ich-Erzählers genutzt und somit als rhetorisch-stilistisches Element in seine Figurensprache eingebunden: „Lehrer, pensioniert, wohne zwischen Rosen und Porree, mit Kaufmanns-Und, versteht sich. [...] Ist so 'ne Art Frimmersen [...].“ (11). Das Zitieren der Titel (auch im Sinne des rhetorisch-stilistischen Elements) ist dabei als einfache Form der Intertextualität zu beschreiben, da an diesen Stellen zwischen der Novelle und den Prätexten nur selten ein umfassenderer Dialog entsteht. Der Verweis auf die oben genannten Texte des Frühwerkes bleibt bis auf wenige Ausnahmen der Rahmenhandlung, d.h. dem Gespräch zwischen Euler und dem Ich-Erzähler, vorbehalten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Das Motto der Novelle formuliert über ein Zitat aus „Die Schule der Atheisten“ ein poetisches Modell zum Text, indem es die vielfachen intertextuellen Referenzen vorausdeutet: Dieses Kapitel erläutert, wie das gewählte Zitat als poetologisches Modell fungiert und die Verbindung zwischen Timms Text und dem Werk Arno Schmidts legitimiert.

II. Zentrum der vielfältigen Referenzen ist das Frühwerk Arno Schmidts, der Erzählband „Kühe in Halbtrauer“ und die Prosatheorie der „Berechnungen“: Hier werden die spezifischen Verweise auf Schmidts Frühwerk und seine theoretischen Schriften analysiert, die als strukturgebende Elemente in die Novelle einfließen.

III. Uwe Timms Novelle nutzt vielfältige intertextuelle Formen als Referenz auf Arno Schmidt: Das Kapitel untersucht die methodische Vielfalt der Intertextualität, von einfachen Zitaten bis hin zu komplexen Modellen wie Interfiguralität und Metatextualität.

Schlüsselwörter

Uwe Timm, Arno Schmidt, Freitisch, Intertextualität, Kühe in Halbtrauer, Berechnungen, Poetologie, Interfiguralität, Metatextualität, Gegenwartsliteratur, Literaturanalyse, Erzähltheorie, Prosatheorie, literarische Referenz, Schreibweise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Novelle „Freitisch“ von Uwe Timm im Hinblick auf deren literarische und inhaltliche Anbindungen an das Werk des Autors Arno Schmidt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Formen der Intertextualität, der Einfluss von Schmidts Prosatheorie auf Timms Schreibstil und die erzählerische Konstruktion eines Schriftstellerbildes.

Welches primäre Ziel verfolgt die Analyse?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Timm durch komplexe intertextuelle Strategien eine poetologische Beziehung zwischen seinem Text und den Werken Arno Schmidts etabliert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die Konzepte wie Interfiguralität, Metatextualität und Stilimitation nach Gérard Genette einbezieht.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von Schmidts Frühwerk („Kühe in Halbtrauer“) und der Prosatheorie („Berechnungen“) als zentralen Referenzquellen.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Intertextualität, Poetologie, Interfiguralität und literarische Referenz sind die prägenden Begriffe dieser Arbeit.

Wie bewerten die Figuren in der Novelle das Werk Arno Schmidts?

Die Figuren, insbesondere Euler und der Ich-Erzähler, bewerten das Werk mit einer Mischung aus Verehrung, kritischer Distanz und der Suche nach dem „Kern“ des Schreibens.

Welche Rolle spielt die Begegnung mit Arno Schmidt im Sommer 1965?

Die Fahrt nach Bargfeld und die reale Begegnung mit dem Autor dienen als Ankerpunkt der Binnenhandlung und kontrastieren das idealisierte Leser-Bild mit der Realität.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Arno Schmidt, der mit am Tisch saß". Uwe Timms "Freitisch" als Hommage an Arno Schmidt
Note
o.N.
Autor
Tina Grahl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
6
Katalognummer
V455599
ISBN (eBook)
9783668866386
ISBN (Buch)
9783668866393
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arno Schmidt Uwe Timm Intertextualität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tina Grahl (Autor:in), 2014, "Arno Schmidt, der mit am Tisch saß". Uwe Timms "Freitisch" als Hommage an Arno Schmidt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455599
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Leseprobe aus  6  Seiten
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