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Communities of Practice als Rückgrat von Unternehmen?

Die Bedeutung informeller Gemeinschaften in ökonomischen Zusammenhängen

Titel: Communities of Practice als Rückgrat von Unternehmen?

Essay , 2015 , 9 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Sabine Stoll Oettrich (Autor:in)

VWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im vorliegenden Essay soll die These betrachtet werden, inwiefern informelle Gemeinschaften, sogenannte Communities of Practice, einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das Funktionieren von Unternehmen und anderen Organisationen darstellen.

Gemeinschaften sind überall. Sie finden sich nicht nur in Vereinen und anderen Freizeitbereichen, sondern sind ein wichtiger Bestandteil von Unternehmen. Dort sorgen sie nicht nur für den Zusammenhalt von Bürogemeinschaften und anderen Communities, sondern haben noch eine andere wichtige Funktion: Communities sind ein wichtiger Wissensspeicher. Die Mitglieder einer Gemeinschaft sammeln Know-how und geben dieses an andere Mitglieder werden; es gibt einen regen Wissensaustausch in solchen Gemeinschaften.

Dieser Austausch geschieht oft vorbei an offiziellen Prozessen, abteilungsübergreifend und informell. Dies macht solche Gemeinschaften, wie sie millionenfach in Unternehmen zu finden sind, zu einem höchst interessanten Mikrokosmos, den es sich zu betrachten lohnt. Für Unternehmen ist zudem interessant, wie solche Gemeinschaften sichtbar und besser nutzbar gemacht werden, ohne diese jedoch einzuschränken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Communities of Practice

2 Gemeinschaften als Wissensspeicher

3 Lernen in Gemeinschaften

4 Warum Unternehmen Communities of Practice ernst nehmen sollten

5 Informelle Gemeinschaften fördern

6 Communities of Practice als sensible Gemeinschaften

7 Communities of Practice als Teil des Wissensmanagements

8 Communities of Practice als Risiko

9 Communities of Practice als Rückgrat von Unternehmen

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieses Essays ist es, die Rolle und Bedeutung von informellen Gemeinschaften, sogenannten Communities of Practice, innerhalb von Unternehmen zu untersuchen und deren Potenzial als wesentlicher Erfolgsfaktor für organisationale Prozesse kritisch zu beleuchten.

  • Informelle Wissensspeicherung und kollektives Gedächtnis
  • Lernprozesse außerhalb offizieller Unternehmensstrukturen
  • Strategien zur Förderung von Communities of Practice
  • Integration in das formale Wissensmanagement
  • Risiken und kritische Erfolgsfaktoren bei der Implementierung

Auszug aus dem Buch

1 Communities of Practice

Die amerikanische Autorin Etienne Wenger beschäftigte sich intensiv mit Gemeinschaften in informellen Kontexten. In ihren Untersuchungen fand die Wissenschaftlerin heraus, dass unsere soziale Welt durchsetzt mit informellen Gemeinschaften ist, sogenannten Communities of Practice: «Communities of practice are everywhere. We all belong to communities of practice» (Wenger 1998: 6). Solche Gemeinschaften finden sich unter anderem auch in Unternehmen als informelle Organisationen, als «an integral part of our daily lives» (dies. 7). Unabhängig von offiziellen Stellenbeschreibungen oder vordefinierten Vorgängen finden in Communities of Practice Praktiken und Rituale statt, die bestimmte Prozesse umgehen und laut Wenger für die Vitalität und das Funktionieren organisationaler Vorgänge unabdingbar sind.

Communities of Practice leben durch kontinuierliche reziproke Beziehungen der Mitglieder untereinander, die ganz unterschiedlicher Qualität sein können. Diese Art von Gemeinschaften teilen Sichtweisen und in aller Regel auch ein gemeinsames Ziel: «Die Mitglieder teilen eine Leidenschaft für etwas, das sie tun und lernen möchten, weshalb sie regelmäßig miteinander interagieren» (Schacht- ner 2008: 24). Sie zeichnen sich durch einen schnellen Informations- und Innovationsfluss aus und vor allem durch die Prozesshaftigkeit der innerhalb dieser Gemeinschaften stattfindenden Kommunikationen, die, werden diese in ihrer Gesamtheit betrachtet, wie ein fortgehender Prozess wirken, da Kommunikationen immer wieder aufgenommen werden.

Gerade Probleme und deren Lösungen werden schnell und effizient diskutiert. Interessanterweise gibt es zwar keine fixe Zugehörigkeit – schon durch die Dynamik von Communities of Practice bedingt – allerdings können die Mitglieder dennoch durchaus eingrenzen, wer Teil dieser Wissensgemeinschaft ist und wer nicht. Wie jede Community verfügt auch eine Community of Practice über aneinander ausgerichtete, gemeinsam definierte Identitäten, gemeinschaftsinterne Kommunikationsmittel, Ausdrücke und gemeinsame Geschichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Communities of Practice: Dieses Kapitel führt in den Begriff der Communities of Practice nach Etienne Wenger ein und erläutert deren informellen Charakter sowie ihre Bedeutung als soziale Netzwerke in Organisationen.

2 Gemeinschaften als Wissensspeicher: Hier wird analysiert, wie diese informellen Gruppen Wissen speichern, das in offiziellen Unternehmensquellen nicht erfasst ist, und wie dies zur Problemlösung beiträgt.

3 Lernen in Gemeinschaften: Das Kapitel beschreibt den informellen Lernprozess innerhalb der Gemeinschaften, der über standardisierte Schulungen hinausgeht und durch kontinuierlichen Austausch geprägt ist.

4 Warum Unternehmen Communities of Practice ernst nehmen sollten: Es wird erörtert, wie Unternehmen das Potenzial dieser Gemeinschaften erkennen und von ihrer Effizienz sowie der Wissensvermehrung profitieren können.

5 Informelle Gemeinschaften fördern: Dieses Kapitel diskutiert Möglichkeiten, wie Unternehmen durch räumliche oder digitale Rahmenbedingungen Bedingungen schaffen können, die informellen Austausch begünstigen.

6 Communities of Practice als sensible Gemeinschaften: Hier wird auf die Risiken und die Sensibilität der informellen Strukturen eingegangen, da deren Sichtbarmachung den eigentlichen, ungeplanten Charakter gefährden könnte.

7 Communities of Practice als Teil des Wissensmanagements: Es wird dargelegt, wie große Unternehmen, am Beispiel von Daimler-Chrysler, solche Gemeinschaften strategisch in das Wissensmanagement integrieren.

8 Communities of Practice als Risiko: Dieses Kapitel behandelt die Gefahren bei einer forcierten Einführung und benennt vier kritische Erfolgsfaktoren für das Bestehen solcher Gruppen.

9 Communities of Practice als Rückgrat von Unternehmen: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, warum informelle Gemeinschaften trotz der Risiken bei der Initiierung eine essenzielle Basis für den Unternehmenserfolg darstellen.

Schlüsselwörter

Communities of Practice, Wissensmanagement, Informelle Gemeinschaften, Wissensaustausch, Organisationale Prozesse, Organisationales Lernen, Wissensspeicher, Unternehmenserfolg, Netzwerke, Arbeitspraxis, Innovation, Wissensvorsprung, Kollaboratives Lernen, Kompetenzentwicklung, Unternehmenskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle informeller Gemeinschaften, sogenannter Communities of Practice, als essenzieller, oft unsichtbarer Wissensspeicher innerhalb von Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen informelle Lernprozesse, Wissensmanagement-Strategien, die Förderung von Kommunikation sowie die Risiken bei der gezielten Institutionalisierung solcher Netzwerke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern diese informellen Gemeinschaften einen strategischen Erfolgsfaktor darstellen und wie Unternehmen damit umgehen sollten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen Ansatz, der auf theoretischen Grundlagen (insbesondere von Etienne Wenger) und Fallbeispielen aus der Wirtschaft basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung, die Wissensfunktion, die Lernprozesse, Fördermöglichkeiten und die Risiken sowie die strategische Integration von Communities of Practice.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Wissensmanagement, informelle Gemeinschaften, Communities of Practice, organisationales Lernen und Wissensaustausch.

Wie kann Daimler-Chrysler als Beispiel für dieses Thema dienen?

Das Unternehmen nutzt sogenannte Tech Clubs, um abteilungsübergreifend Experten zu vernetzen, Wissen auszutauschen und so Innovationsziele gezielt zu unterstützen.

Warum ist die Institutionalisierung von Communities of Practice ein zweischneidiges Schwert?

Da diese Gemeinschaften ihren Wert gerade aus ihrer Informalität und Selbstorganisation ziehen, kann eine zu starke bürokratische Steuerung durch die Führungsebene deren Vitalität und Effektivität ersticken.

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Details

Titel
Communities of Practice als Rückgrat von Unternehmen?
Untertitel
Die Bedeutung informeller Gemeinschaften in ökonomischen Zusammenhängen
Hochschule
Fachhochschule Oberösterreich Standort Hagenberg
Note
1.0
Autor
Sabine Stoll Oettrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
9
Katalognummer
V455683
ISBN (eBook)
9783668887398
ISBN (Buch)
9783668887404
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Organisationssoziologie Kommunikation Community Building Community of Practice
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Stoll Oettrich (Autor:in), 2015, Communities of Practice als Rückgrat von Unternehmen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455683
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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