Gewalt in der Pflege. Ein Erfahrungsbericht


Facharbeit (Schule), 2018
13 Seiten, Note: 1,2
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Erläuterung der Fragestellung
1.1.1 Definition von Gewalt
1.2 Einordnung des Themas
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Vorstellung der Arbeit im Inhalt
1.5 Begründung der Themafindung

2. Ablauf des Praktikums in der Altenpflege
2.1 Tätigkeiten des Praktikums laut Vorschrift
2.2 Ablauf des Praktikums im analysierenden Fall
2.3 Resultat

3. Bisheriger Wissensstand
3.1 Augenzeugenberichte
3.2 Darstellung der Konsequenzen für die Arbeit

4. Gewalt in der Pflege definierter
4.1 Definition von Gewalt in der Pflege
4.2 Arten der Gewalt
4.3 Rechte der Pflegebedürftigen

5. Andere Fälle auf Grundlage des Themas basierend
5.1 „Whistleblower im Altersheim“
5.2 „Machtmissbrauch im Altersheim“
5.3 Beschreibung der Pflegeeinrichtung laut Heimleitung

6. Diskussionen

7. Fazit und Ausblick

8. Anlagen

9. Selbstständigkeitserklärung

1. Einleitung

1.1. Erläuterung der Fragestellung

Das Thema dieser wissenschaftlichen Arbeit ist „Gewalt in der Pflege“. Diese Problematik wurde gewählt, da ein 2-wöchiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung für Senioren absolviert wurde. Die Erwartungen im Vorfeld an das Praktikum waren: ein guter Umgang mit den zu pflegenden Bewohnern, ein angenehmes aber professionelles Arbeitsklima und eine, für die Praktikumsdauer entsprechende, gute Integration in das Team, zudem eine gute Zusammenarbeit.

Die Erwartungen an das Praktikum wurden schon am ersten Tag der ersten Woche nicht bestätigt, da es bereits innerhalb weniger Stunden negative Überraschungen der dort vorherrschenden Zustände gab.

1.1.1. Definition von Gewalt

Laut Duden lautet die Definition von Gewalt: „ unrechtm äß iges Vorgehen, wodurch jemand zu etwas gezwungen wird. “ 1

1.2. Einordnung des Themas

Das Thema „Gewalt in der Pflege“ fällt allgemein in die Rubrik der Altenpflege bzw. des Pflegewesens. In dieser Belegarbeit soll sich der Schwerpunkt jedoch hauptsächlich auf die Pflege und deren Probleme in Altersheimen richten, da zu diesem Thema Augenzeugenberichte dargelegt und analysiert werden können.

1.3. Zielsetzung der Arbeit

Mit dieser Belegarbeit soll die Problematik von Gewalt in Senioren- und Pflegeeinrichtungen dargestellt und Klarheit über die Realität geschaffen werden. Das Ziel ist es, über dieses Thema aufzuklären und eventuell durch diese Aufklärung die Problematik zu verringern bzw. zu verhindern. Diese wissenschaftliche Arbeit soll anregen, darüber nachzudenken, welches Pflegeheim möglicherweise einmal gewählt werden wird.

1.4 Vorstellung der Arbeit im Inhalt

Ganz allgemein bezieht sich die Belegarbeit im Hauptteil auf die Bedeutung von Gewalt in der Pflege im rechtlichen Sinne und auf die Augenzeugenberichte, die aufgrund des Praktikums geliefert werde können. Außerdem wird Bezug auf andere Vorfälle dieses Themenbereiches genommen. Die Vorstellungen einer optimalen Pflegeeinrichtung werden dargelegt und am Ende wird ein Fazit aus den erforschten Ergebnissen gezogen.

1.5 Begründung der Themafindung

Das Thema wurde aufgrund eines zweiwöchigen Praktikums gewählt und soll nun weiter erforscht werden. Im Laufe des Praktikums lief nicht alles nach den Vorschriften, die sowohl die Pfleger als auch die Praktikanten einzuhalten hatten. Es wurden Regeln, Praktikanten und vor allem Patienten stark vernachlässigt. Die Hauptaufgabe war, so schnell und so unkompliziert wie möglich viel Geld zu verdienen und die Gesundheit der Patienten in den Hintergrund zu stellen. Nicht nur die Patient, sondern auch die dort arbeitenden Praktikanten wurden unterwürfig behandelt. Die Leitung dieser Pflegeeinrichtung bekam von den dort herrschenden Zuständen allerdings nichts mit. Auf Grund dessen wurde dies schnell als Problematik erkannt und soll nun weiter analysiert werden.

2. Ablauf des Praktikums in der Altenpflege

2.1 Tätigkeiten eines Praktikums laut Vorschrift

Laut Gesetz dürfen minderjährige Praktikanten leichte Arbeiten ohne gesundheitliche Risiken verrichten. Dies währen im Fall der Altenpflege die Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, kellnerähnliche Tätigkeiten, wie z.B. das Austragen und Verteilen des Mittagessens und die Betreuung bei sozialen Aktivitäten, wie z.B kreative Nachmittage mit Bastelangeboten oder Erzählstunden. Aufgaben, die Jugendliche körperlich und seelisch überfordern könnten, sind verboten, genau so wie Nacht- und Wochenendarbeit und Alleinarbeit.2 Erst ab dem 18.

Lebensjahres ist die Mithilfe bei dem An- und Auskleiden und der Körperpflege, der Patienten gestattet.3

2.2. Ablauf des Praktikums im analysierenden Fall

Jeder Tag des Praktikums in der Altenpflege lief hauptsächlich immer nach dem gleichen Schema ab. Der Arbeitstag begann täglich 07.30 und startete mit der Vorbereitung und dem Verteilen des Frühstücks an die Patienten, die ihren Tag im Bett bzw. auf dem Zimmer verbrachten. Innerhalb von 3 Tagen mussten sich die Praktikanten die einzelnen Bestellungen der Bewohner einprägen und durften sich keinen Fehler erlauben. 08:30 begann das Einsammeln der Essensreste und das Austeilen der Medikamente und Wasserflaschen. Kurz darauf wurde das dreckige Geschirr in den Geschirrspüler geräumt und die Pfleger und Praktikanten begaben sich in die Frühstückspause, in der die Reste des Frühstücks der Patienten gegessen wurde. Direkt nach dem Frühstück ging es weiter mit Bettwäsche wechseln, Zimmer putzen und das Desinfizieren der Handläufer. Um 11.30 teilten Pfleger und Praktikanten das Mittagessen aus und bei manchen Patienten wurde anschließend das Essen gereicht. Kurz darauf wurde auch dies wieder eingesammelt und die Pfleger aßen ihr Mittagessen. Danach durften auch die Praktikanten in die 1-stündige Pause gehen. Ab 14 Uhr geschah das selbe Prozedere der Ausgabe des Essens mit dem Kuchen und gegen 14:30 Uhr war die 7-stündige Schritt beendet.

2.3 Resultat

Anhand dieser beiden Beschreibungen der Tätigkeiten in der Altenpflege lässt sich schlussfolgern, dass viel zu viel von den Praktikanten erwartet und gefordert wird und sie laut des Gesetztes Aufgaben erledigen, die für ihr Alter entsprechend verboten sind. Außerdem werden Praktikanten unterwürfig behandelt und müssen die Arbeit erledigen, auf die die Pfleger und Ärzte eher abstoßend reagieren oder sich zu gut dafür fühlen.

3. Bisheriger Wissensstand

3.1 Augenzeugenberichte

Aufgrund des Praktikums können aktuelle Augenzeugenberichte geliefert und analysiert werden. Der Umgang mit den dort lebenden Bewohnern auf der Station war erschreckend und unerwartet. Währenddessen die älteren Leute im Aufenthaltsraum saßen, wurde grundlos über diese hergezogen. Und dies bekamen die Patienten auch deutlich mit, denn nicht alle dort haben Beschwerden mit ihrem Gehör. Wenn einige der Pfleger schlecht gelaunt waren, dann ließen sie das an den Bewohnern des Heimes aus. Aufgrund dessen war die Stimmung oft angespannt und die zu Pflegenden hatten Respekt und Angst vor Ärzten und Pflegern. Wenn ein Bewohner auf der Station die Notrufklingel betätigte, wurde dies, aufgrund von Zeitmangel, ignoriert oder es wurde erst Stunden später nach dem Patienten geschaut. Oftmals waren zu wenig Pfleger in den verschiedenen Schichten auf der Station eingeteilt und da diese sich nicht zu sehr stressen lassen wollten, ließen sie das tägliche Wechseln der Windeln bei manchen Patienten strikt ausfallen. Dies bedeutete, das ein Patient für ungefähr einen Tag keine Körperpflege betreiben konnte. Auch erschreckend ist es, wenn es um das Thema Mittagessen geht. Die Pfleger sind diejenigen, die für die Bestellung der verlangten Gerichte verantwortlich sind. Jedoch bestellen sie immer mehr, als dass die Patienten überhaupt benötigen. Dies machen sie aus dem Grund, dass sie in ihrer Mittagspause kostenloses Mittagessen haben. Das hat, aufgrund der Menge des Essens, die Folge, dass die Preise für das Mittagessen steigen und die Bewohner somit die Verpflegung für die Angestellten mitfinanzieren. Einer der schlimmsten Fälle, der sich während der Praktikumszeit ereignete war folgender: Eine ältere Dame, die an Rücken- und Gelenkschmerzen leidet, fiel aus ihrem Bett und aufgrund ihrer Beschwerden schaffte sie es nicht alleine in ihren Rollstuhl oder auf ihr Bett zurück. Sie rief um Hilfe, da sie die Notrufklingel nicht betätigen konnte. Pfleger und Ärzte ignorierten im ersten Moment die Situation und die Azubis und Praktikanten durften auch nicht eingreifen bzw. helfen. Nach einiger Zeit holte ein Pfleger die alte Dame aus ihrem Zimmer, setzte sie in den Rollstuhl und brachte sie in den Aufenthaltsraum.

[...]


1 Definition von Duden: https://www.duden.de/rechtschreibung/Gewalt letzter Zugriff 10.05.2018

2 Aufgaben eines Praktikums: https://www.bgw-online.de/DE/Arbeitssicherheit-Gesundheitsschutz/Unterweisung- Pflegepraktikum/Arbeitgeber-Schülerpraktikum.html letzter Zugriff 16.05.2018

3 Verbote für Minderjährige :https://www.unimedizin-mainz.de/fileadmin/kliniken/betriebsarzt/Dokumente/Katalog-Praktikanten_ueber_18_Jahren__2_.pdf letzter Zugriff 16.05.2018

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Gewalt in der Pflege. Ein Erfahrungsbericht
Note
1,2
Jahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V455795
ISBN (eBook)
9783668867918
ISBN (Buch)
9783668867925
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pflege, Gewalt, Altersheim
Arbeit zitieren
Anonym, 2018, Gewalt in der Pflege. Ein Erfahrungsbericht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/455795

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