Projektorganisation. Die Rolle von Projektleitern und Projektteams im Rahmen der Projektorganisation


Akademische Arbeit, 2018

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Aufgabenstellung
1.2. Ziel der Arbeit

2. Projektbegriff
2.1. Definition
2.2. Erscheinungsformen von Projekten
2.3. Projektphasen
2.4. Aufbau- und Ablauforganisation
2.5. Informationsfluss

3. Rollen der Projektteambeteiligten
3.1. Projektleiter
3.2. Projektteam
3.3. Steuergremium

4. Reflektion

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Aufgabenstellung

Projekte wurden ein fester Bestandteil der Arbeitswelt1. Ohne Projektarbeit wäre in einer hochtechnologisch entwickelten Welt kein anspruchsvolles Vorhaben mehr umsetzbar. Zu komplex ist oft das Aufgabengebiet in dem die Projektbeteiligten arbeiten dürfen und auch die Herausforderungen steigen immer höher an. Um einen Misserfolg zu vermeiden bedarf es unter anderem an einer klaren Struktur und einer abgestimmten Organisation im Projekt. Da gerade die technischen Fragestellungen in einem Projekt vermeintlich höhere Prioritäten genießen ist das Risiko gegeben, dass andere Fachbereiche weniger hohe Aufmerksamkeit bekommen. Doch ebenso diese dürfen nicht aus den Augen verloren werden. Das innovativste Produkt ist nicht wirtschaftlich, wenn zum Beispiel die Herstellungskosten aus dem Ruder laufen und sich ein negativer Deckungsbeitrag einstellt. Auch die Herstellbarkeit an sich muss gegeben sein. Wird das Werk zu hohe Investitionskosten anmelden, oder hat gar keine Produktionskapazitäten um ein Produkt zu fertigen, ist der Erfolg des Projektes ebenso gefährdet. Die Verantwortung über den Ausgang eines Projektes trägt der Projektleiter. Wenn am Anfang eines Vorhabens nicht die richtigen Grundvoraussetzungen geschaffen werden, so ist das Ziel oft nie zu erreichen, ohne entsprechende Sondermaßnahmen zu ergreifen. Sondermaßnahmen, welche das Projekt monetär und zeitlich belasten. Welche weiteren Aufgaben werden dem Projektleiter zugeschrieben? Wo liegen die Verantwortlichkeiten der anderen Teammitglieder? Antworten auf diese Fragen geben der generelle Aufbau- und Ablauf der Organisation von Projekten. Es bedarf einer genauen Aufstellung der Rollen in einem Projekt. Auch der Informationsfluss zwischen den Fachabteilungen und den Mitgliedern muss geregelt werden.

Welche Ziele diese Studienarbeit zum Thema Projektorganisation und die Rolle der Projektleiter und Projektteams verfolgt, soll im nachfolgenden Abschnitt erläutert werden.

1.2. Ziel der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Begriff der Projektorganisation, dessen Aufbau und Ablauf, sowie mit der Rolle von Projektleiter und Projektteams. Dazu wird zunächst im Kapitel 2 erklärt, was ein Projekt ist, welche Merkmale es aufweist, und welche Arten von Projekten es gibt. Die Projektphasen werden ebenfalls aufgezeigt. Der Informationsfluss im Projekt wird im Anschluss dargestellt. Das Kapitel 3 fokussiert sich auf die Aufgabengebiete der jeweiligen Projektbeteiligten. Dazu sollen diese zunächst vorgestellt werden und danach das Zusammenspiel genauer analysiert werden. Ziel ist es, dass der Leser nach dieser Studie Projekte erkennt und einen Einblick in die Projektlandschaft gewinnt. Die Studienarbeit endet mit einer kritischen Reflektion.

2. Projektbegriff

2.1. Definition

Zum Begriff Projekt finden sich in der Fachliteratur übereinstimmende Definitionen. Ein Projekt ist demnach:

„(…) ein zeitlich begrenztes Vorhaben, zur Schaffung eines neuartigen Produktes oder einer neuartigen Dienstleistung.“2.

Diese Definition lässt sich aufschlüsseln, sodass man genaue Merkmale differenzieren kann, welche Projekte aufweisen müssen um als solches zu gelten3:

- Zielklarheit
- Einmaligkeit
- Schwierigkeit
- Prozesscharakter: Zusammensetzung aus vielen Arbeitsschritten
- Terminierung: Begrenzung der zur Verfügung stehenden Zeit
- Teambildung: Beteiligung mehrerer Personen
- Ressourcenbegrenzung
- Beteiligte werden ganz oder teilweise aus bestehender Organisation herausgelöst4

2.2. Erscheinungsformen von Projekten

Projekte können je nach dem welchen Zweck sie verfolgen unterschiedliche Erscheinungsformen und Ausprägungen aufweisen. Erscheinungsform und Anwendung sind unmittelbar miteinander verbunden und können als gemeinsame Klassifizierungen herangezogen werden5.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 – Klassifizierung von Projekten Quelle: Hendricks, G., Grundlagen des Projektmanagements, 2011, S. 16.

Pionierprojekt:

Ein Projekt dieser Klassifizierung ist dafür vorgesehen Neues zu schaffen auf unbekannten Boden. Das Risiko eines Nicht-Erreichens des Projektziels ist hier hoch. Die Aufgabenstellung ist offenen Charakters und oft nicht sehr klar. Aus diesem Grund ist es notwendig den Fortschritt des Projektes häufig dem Auftraggeber zu berichten.

Entwicklungsprojekt:

Entwicklungsprojekte sind meist hoch komplex. Sie werden bei Produktentwicklungen und zur Entscheidungsfindung herangezogen und bieten die Möglichkeit zur Prüfung einer Markterschließung. Ein Misserfolg führt hier zu einer Verwerfung der grundsätzlichen Idee des Projektes. Die Aufgabenstellung muss dazu, anders als beim Pionierprojekt klar definiert sein. Das heißt die Aufgabenstellung darf keinen Raum zu Spekulationen bieten.

Akzeptanzprojekt

Projekte dieser Art bauen auf Vorhandenem auf. Aufgrund der meist eindeutigen Aufgabenstellung birgt diese Projektart wenige Risiken von Nichterfüllung der Zielsetzung. Beispiele hierfür wären Standard Vorhaben, wie die Einführung neuer Software in einem Unternehmen. Besonders hervorzuheben ist hier die Projektumwelt, da in Projekten dieser Art sozialer und kommunikativer Kompetenz gefordert wird.

Routineprojekt

Die wohl häufigste Form von Projekten ist das Routineprojekt. Sie finden Einsatz dort, wo bereits Projekte mehrfach durchgeführt worden sind. Hier ist entscheidend das Ziel oder das Ergebnis auf einen optimalen Weg zu erreichen und diesen weiter zu optimieren. Hier kann das Beispiel des Hausbaus von einem Bauträger herangezogen werden. Fachspezifische Kenntnisse und Methoden stehen aber auch hier im Vordergrund.

2.3. Projektphasen

Projekte werden in vier unterschiedliche Phasen unterteilt. Nachfolgend sollen diese Stichpunktartig in ihren Inhalten aufgezeigt werden:

1. Projekteinleitung:
- Ideenfindung; Werkzeug: Brainstorming;
- Situationsanalyse; Werkzeug: Marktforschung;
- Projektentscheidung; Werkzeug: Machbarkeitsstudie;
- Projektziele; Werkzeug: Magisches Dreieck;
- Projektauftrag; Werkzeug: Vertrag
- Projektorganisation; Werkzeug: Organigramm;
- Projektstart; Werkzeug: Kick-Off Meeting;

2. Projektplanung:
- Pflichtenheft; Grundlage Lastenheft (Grundanforderungen);
- Projektstrukturplan; Werkzeug: Mindmapping;
- Projektablaufplan; Werkzeug: Vorgansliste, Netzplantechnik;
- Kapazitätsplanung; Werkzeug: Kapazitätsdiagramm;
- Kostenplanung; Werkzeug: Wirtschaftlichkeitsrechnung;
- Qualitätsplanung; Werkzeug: Qualitätszirkel;
- Risikoanalyse; Werkzeug: ABC-Analyse, FMEA;

3. Projektdurchführung und Kontrolle:
- Projektcontrolling; Kosten-, Qualitäts- und Termincontrolling;
- Projektdokumentation; Werkzeug: Statusbericht, Lastenheft;
- Teamarbeit; Werkzeug: Kompetenz, Softskills etc.;

4. Projektabschluss:
- Erfahrungssicherung;
- Projektabschlussbericht;
- Produktabnahme;
- Projektauflösung;

2.4. Aufbau- und Ablauforganisation

„Projektorganisation ist die Schaffung von Regeln, durch die die Arbeit der Projektbeteiligten auf die Projektziele ausgerichtet wird.“6

Ein Projekt kann als System betrachtet werden,7 dass statische Struktur sowie dynamisches Verhalten zeigt. Dieses System muss organisiert werden. Grundsätzlich sind Unternehmen an sich oft in Linienprojektorganisation aufgebaut8. Die baumartige Struktur lässt sich in mehrere Hierarchieebenen untergliedern, und jeder Mitarbeiter hat einen unmittelbaren Vorgesetzten. Innerhalb der Linien sind die Mitarbeiter in Gruppen organisiert und mehrere Gruppen bilden eine Abteilung. Daneben gibt es noch Stabs-, Matrix-, reine Projektorganisation, Auftragsprojektorganisation, Einfluss-projektorganisation sowie die Projektgesellschaft. Nachfolgend werden die diversen Organisationsformen vorgestellt und Vor und Nachteile9 herausgearbeitet:

[...]


1 Vgl. Jakoby, W., Projektmanagement für Ingenieure, 2014, S. IX.

2 Vgl. Jakoby, W., Projektmanagement für Ingenieure, 2014, S. 10.

3 Vgl. Jakoby, W., Projektmanagement für Ingenieure, 2014, S. 10.

4 Vgl. Hendricks, G., Grundlagen des Projektmanagements, 2011, S. 12.

5 Vgl. Hendricks, G., Grundlagen des Projektmanagements, 2011, S. 15.

6 Vgl. Jakoby, W., Projektmanagement für Ingenieure, 2014, S. 111.

7 Vgl. Jakoby, W., Projektmanagement für Ingenieure, 2014, S. 111.

8 Vgl. Jakoby, W., Projektmanagement für Ingenieure, 2014, S. 111.

9 Vgl. Schlick, C., Qualitäts-, Projekt- und Personalmanagement, 2011, S. 8ff.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Projektorganisation. Die Rolle von Projektleitern und Projektteams im Rahmen der Projektorganisation
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Veranstaltung
Techn. Projekt- und Qualifikationsmanagement
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V456030
ISBN (eBook)
9783668884083
ISBN (Buch)
9783668884090
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Projektmanagement, Projektleiter, Projekt, Management
Arbeit zitieren
Andy Meiler (Autor), 2018, Projektorganisation. Die Rolle von Projektleitern und Projektteams im Rahmen der Projektorganisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456030

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