Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Work, Education, Organisation

Arbeitsschutz. Umsetzbar in kleineren und mittleren Betrieben?

Title: Arbeitsschutz. Umsetzbar in kleineren und mittleren Betrieben?

Seminar Paper , 2016 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marian Schneider (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ziel dieser Seminararbeit ist es den Arbeitsschutz anhand der Pflichten und Rechte des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers aus der normativen, humanen und wirtschaftlichen Perspektive zu beleuchten. Hierzu werden die staatlichen Festsetzungen anhand des Arbeitsschutzgesetzes vom 7.8.1996 (BGBl. I 1246) aufgezeigt und erläutert. Zudem wird die Umsetzbarkeit der gesetzlichen Arbeitsschutzregelungen für kleinere und mittlere Betriebe geprüft und diskutiert.

Die neue EU-Arbeitsschutz-Rahmenrichtlinie im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Forderung zur Vereinfachung von Marktregulierung durch staatliche Normen und dem Bürokratieabbau haben im Bereich des Arbeitsschutzes oftmals Schutzziele oder unbestimmte Rechtsbegriffe zur Folge. Ziel dieser normativen Festsetzungen ist eine Vereinfachung für Betriebe, die in der Praxis häufig ausbleibt und im Gegenzug neue Schwierigkeiten verursacht. Insbesondere kleinere und mittlere Betriebe sind häufig aufgrund fehlender Ressourcen nicht in der Lage bestimmte staatliche Normen umzusetzen. Zudem ist im zunehmenden Prozess der Standardisierung und Rationalisierung im tertiären Sektor der Büro-, Dienstleistungs- und Wissensarbeit eine erhebliche Zunahme der psychischen Belastungen festzustellen, da der Erwerb durch einen hohen Druck seitens des Arbeitgebers auf den Arbeitnehmer bestimmt ist. Grund hierfür ist die Maxime des Wettbewerbs, die einen alltäglichen Druck auf die Beschäftigten im Dienstleistungssektor ausübt. Jahrzehntelang Bedienstete können schnell durch effizientere und jüngere Mitarbeiter ersetzt werden – Altern wird als ein Prozess der Schwächung im tagtäglichen Dienstgeschäft verstanden. Diese Stressfaktoren werden oftmals durch eine ungünstige Arbeitsorganisation im Kontext von Standardisierung und Rationalisierung von Arbeitsprozessen verstärkt. Innerhalb dieses zunehmenden Vereinheitlichungsprozesses aufgrund betriebswirtschaftlicher Rentabilitätsinteressen wird die Dimension des Arbeitsschutzes oftmals vernachlässigt. Der Mitarbeiter wird in standardisierte Arbeitsprozesse eingegliedert, die hinsichtlich interdisziplinärer Arbeitsschutzkenntnisse verantwortlicher Kräfte nicht ausreichend arbeits- und gesundheitsschützend angepasst wurden. Oftmals werden belastungsungünstige Abhängigkeiten in neuen Prozessen nicht erkannt oder aus Unwissenheit nicht erschlossen. Somit steht der Arbeitsschutz im Kontext von Prozessoptimierungen in einem Zielkonflikt mit Qualitätsmanagementprozessen und dem Wettbewerbsdruck.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Arbeitsschutz

2.2 Arbeitssicherheit

2.3 Arbeitsbedingte Beschwernisse

3. Legitimation von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

4. Das Arbeitsschutzgesetz vom 7.8.1996 (BGBI. I 1246)

4.1 Pflichten des Arbeitgebers

4.2 Pflichten und Rechte des Arbeitnehmers

4.3 Kontrolle der Einhaltung des Arbeitsschutzgesetzes

5. Schlussbetrachtungen

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse der Arbeitsschutzregelungen aus normativer Perspektive sowie der praktischen Umsetzbarkeit dieser gesetzlichen Vorgaben in kleineren und mittleren Betrieben.

  • Analyse der gesetzlichen Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern nach dem Arbeitsschutzgesetz.
  • Untersuchung der Legitimation von Arbeitsschutzmaßnahmen.
  • Bewertung der praktischen Herausforderungen für kleinere Unternehmen bei der Umsetzung von Sicherheitsnormen.
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen Arbeitsschutz und Wettbewerbsdruck.
  • Betrachtung der staatlichen Kontrollmechanismen zur Einhaltung der Vorschriften.

Auszug aus dem Buch

4.1 Pflichten des Arbeitgebers

Die Pflichten des Arbeitgebers regelt das Arbeitsschutzgesetz in den Paragraphen drei bis vierzehn. Diese zeigen dem Arbeitgeber den Rahmen auf, welchen er schaffen muss, um seinen Mitarbeitern einen möglichst sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Hier gelten die allgemeinen Grundsätze, der körperlichen und psychischen Unversehrtheit sowie unvermeidbare Gefährdungen möglichst gering zu halten. Die Wichtigkeit dieser Arbeitsschutzregelung zeigen aktuelle Statistiken zu den Unfallzahlen in kleineren und mittleren Betrieben.

Kosten für getroffene Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit dürfen nicht auf die Mitarbeiter abgewälzt werden. Hierbei besteht allerdings die Problematik für Kleinbetriebe, dass sie eine dünne Personal- und Finanzdecke aufweisen, die oftmals mit einem hohen Preisdruck verbunden ist. Daraus resultieren finanzielle Schwierigkeiten in der Umsetzung adäquater Arbeitsschutzmaßnahmen (BAuA 2011, S. 8).

Der Arbeitgeber hat grundlegend folgende Faktoren zu berücksichtigen: Gefährdungen, die durch die räumliche Einrichtung des Arbeitsplatzes entstehen, Gefährdungen, die aus physikalischen, chemischen und biologischen Gegebenheiten hervorgerufen werden, die Wahl der Arbeitsmittel, Ablauf von Fertigungsverfahren, unzureichende Qualifikation der Arbeiter oder der mangelnde Unterweisung sowie die psychische Belastung müssen nach Möglichkeit vermieden oder minimiert werden (BMJV 1996, §4, §3, Abs. 3 u. §5).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Arbeitsschutzes im Kontext von Standardisierung und Wettbewerbsdruck ein und definiert die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Begriffsbestimmungen: In diesem Kapitel werden die zentralen Termini Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und arbeitsbedingte Beschwernisse definiert und voneinander abgegrenzt.

3. Legitimation von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit: Das Kapitel beleuchtet die rechtliche und ethische Legitimation des Arbeitsschutzes auf Basis des Grundgesetzes sowie ökonomischer Aspekte.

4. Das Arbeitsschutzgesetz vom 7.8.1996 (BGBI. I 1246): Hier werden die konkreten Pflichten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie die staatlichen Kontrollmöglichkeiten detailliert dargelegt.

5. Schlussbetrachtungen: Das Fazit fasst die Problematik der Umsetzbarkeit des Arbeitsschutzes für kleinere Betriebe zusammen und zeigt den bestehenden Handlungsbedarf auf.

6. Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Quellen und Gesetze auf, die der wissenschaftlichen Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit, Arbeitsschutzgesetz, Arbeitgeberpflichten, Arbeitnehmerrechte, Kleinbetriebe, Gefährdungsbeurteilung, Betriebssicherheit, Arbeitshygiene, psychische Belastung, Prävention, staatliche Kontrolle, Normen, Arbeitsorganisation, Unterweisung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen des Arbeitsschutzes und deren Umsetzung in der betrieblichen Praxis, insbesondere in kleineren und mittleren Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Pflichten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die Bedeutung der Arbeitssicherheit für das Unternehmen sowie die staatliche Überwachung dieser Bestimmungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Umsetzbarkeit der gesetzlichen Arbeitsschutzregelungen aus dem Arbeitsschutzgesetz von 1996 unter Berücksichtigung der Ressourcen kleinerer Betriebe kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse basierend auf der Auswertung von Gesetzen, Verordnungen und aktueller Fachliteratur sowie statistischer Daten zur Arbeitssicherheit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die rechtliche Legitimation, die detaillierte Darstellung der Pflichten gemäß Arbeitsschutzgesetz sowie die Erläuterung der Kontrollmechanismen durch den Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheit, Arbeitgeberpflichten, Kleinbetriebe und Gefährdungsbeurteilung beschreiben.

Warum fällt es kleinen Betrieben oft schwer, Arbeitsschutzrichtlinien umzusetzen?

Kleine Betriebe verfügen häufig über eine dünne Personal- und Finanzdecke und stehen unter hohem Wettbewerbsdruck, was die Investition in adäquate Sicherheitsmaßnahmen erschwert.

Welche Rolle spielt der Arbeitgeber bei der Prävention von Unfällen?

Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung für die Gefährdungsbeurteilung, die Unterweisung des Personals sowie die Bereitstellung sicherer Arbeitsmittel, um physische und psychische Belastungen zu minimieren.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Arbeitsschutz. Umsetzbar in kleineren und mittleren Betrieben?
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Personal und Arbeit)
Course
Grundlagen des Management
Grade
1,0
Author
Marian Schneider (Author)
Publication Year
2016
Pages
14
Catalog Number
V456040
ISBN (eBook)
9783668864887
ISBN (Book)
9783668864894
Language
German
Tags
Management Arbeitsschutz Arbeitsschutzgesetz mittlerer Betrieb Personal Arbeit Arbeitssicherheit Arbeitsbedingungen Arbeitgeberpflicht Arbeitnehmerpflicht Pflichten Rechte Arbeitsschutzregelung Arbeitsvorschrift Arbeitsschutzbestimmung Arbeitgeber Arbeitnehmer Schutz Personalschutz BWL Betriebswirtschaftslehre Volkswirtschaftslehre VWL
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marian Schneider (Author), 2016, Arbeitsschutz. Umsetzbar in kleineren und mittleren Betrieben?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456040
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint