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Die Bedeutung der Sprechkompetenz im Französischunterricht in deutschen Curricula

Título: Die Bedeutung der Sprechkompetenz im Französischunterricht in deutschen Curricula

Trabajo , 2010 , 19 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: René Dietzsch (Autor)

Didáctica de la asignatura Francés - Pedagogía, lingüística
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Die Arbeit untersucht, inwieweit in den Lehrplänen der DDR und des Freistaates Sachsen im Fach Französisch die Teilkompetenz Sprechen qualitativ als Lernziel beschrieben wird. Dabei wird der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (GeR) einbezogen.

Fremdsprachenerwerb im schulischen Kontext bedeutet gemeinhin die Ausbildung kommunikativer Kompetenzen in einer fremden Sprache. Dies vollzieht sich traditionell im Wesentlichen in zwei Handlungsbereichen: den rezeptiven Kompetenzen, zu denen (verstehendes) Hören und Lesen zählen, sowie den produktiven Kompetenzen, unter die Schreiben und Sprechen fallen. In der Diskussion der jüngeren Zeit spielt zudem die als Interaktionskompetenz bezeichnete Fähigkeit eine bedeutende Rolle.

Diese Arbeit macht es sich zur Aufgabe, die Betonung der Sprechkompetenz in den dem Französischunterricht zu Grunde liegenden Lehrplänen diachron zu verfolgen. Dabei werden zum einen die Lehrpläne der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik für das Fach Französisch aus den Jahren 1967, 1968 und 1970, zum anderen die Lehrpläne des Landes Sachsen aus den Jahren 1992 und 2009 herangezogen. Besonders interessant erscheinen dabei zwei bildungspolitische Zäsuren. Die erste wird durch das Ende der marxistisch-leninistisch geprägten Unterrichtsfokussierung, die zweite durch die Veröffentlichung des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) im Jahr 2001 und die Etablierung der nationalen Bildungsstandards durch die Kultusministerkonferenz 2003/04 markiert.

Da Kommentare zu den Lehrplänen, am wenigsten zu einzelnen Bundesländern und Fächern, kaum zu finden sind, wird sich ein Großteil der Arbeit auf lehrplanimmanente Interpretationen stützen müssen. Erst ab Kapitel 2.2, in dem der Einfluss des GeR behandelt wird, können Schriften, die Vor- und Nachteile dieses Werkes darstellen, berücksichtigt werden. Hier werden vor allen Dingen Aufsätze aus dem Sammelband Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen in der Diskussion. Arbeitspapiere der 22. Frühjahrskonferenz zur Erforschung des Fremdsprachenunterrichts von Karl-Richard Bausch und Mitarbeitern einbezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Französischunterricht im Spiegel der Lehrpläne

2 Die Bedeutung der Sprechkompetenz in verschiedenen Curricula

2.1 Lehrpläne der Deutschen Demokratischen Republik

2.1.1 Französisch Grundkurs (1967)

2.1.2 Französisch Aufbaukurs (1968)

2.1.3 Französisch Abiturkurs (1970)

2.2 Lehrpläne des Landes Sachsen im Spiegel des Gemeinsamen

2.2.1 Das Sprechen im GeR

2.2.2 Lehrplan Französisch Gymnasium Sachsen (1992)

2.2.3 Einfluss des GeR auf den Lehrplan Französisch

3 Zusammenfassung: Altes und Neues in den Lehrplänen

4 Bibliografie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht diachron die Bedeutung der Sprechkompetenz im Französischunterricht anhand ausgewählter Lehrpläne der ehemaligen DDR sowie des Landes Sachsen. Ziel ist es, die curricularen Veränderungen und die methodische Verankerung des Sprechens vor dem Hintergrund bildungspolitischer Zäsuren wie der Einführung des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR) zu analysieren und kritisch zu bewerten.

  • Diachrone Analyse der Lehrpläne der DDR (1967-1970)
  • Entwicklung des sächsischen Französischunterrichts nach der Wiedervereinigung (1992-2009)
  • Einfluss des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR) auf die Kompetenzentwicklung
  • Stellenwert der mündlichen Sprachproduktion im Vergleich der Epochen
  • Methodische Ansätze zur Förderung der Sprechkompetenz

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Französisch Grundkurs (1967)

Nach fast 20-jährigem Bestehen des Bildungssystems der DDR kann der Französischunterricht auf eine ebenso lange Existenz zurückblicken, wenn er auch – wie eben angedeutet – angesichts der weitgehenden Obligation, Russisch als erste Fremdsprache zu lernen, keinen so großen Anteil an Lernenden verbuchen kann. Der Lehrplan für den Grundkurs aus dem Jahr 1967 besteht aus einführenden Bemerkungen („Ziele und Aufgaben“), dem „Inhalt des Unterrichts“ mit Angabe der inhaltlichen Themen, Lexik und Phonetik sowie tabellarischer Skizzierung der grammatischen Komplexe. Am Ende befinden sich „Grundlinien zur methodischen Gestaltung des Unterrichts“.

Wirft man einen Blick in die Vorbemerkungen zum Lehrplan, findet man dort unter den Zielen und Aufgaben des Französischunterrichts Folgendes: „Im Vordergrund steht […] die Entwicklung des verstehenden Hörens und des Sprechens. Die Schüler werden befähigt, einfache Gespräche zu führen.“ (Ministerrat 1967: 5). Der Schwerpunkt liegt also auf den nichtschriftlichen Kompetenzen. Die Lernenden sollen mit Hilfe des zweijährigen Grundkurses für mündliche Kommunikationssituationen geschult, somit in die Lage versetzt werden, sich auf einfachem Niveau auf Französisch zu äußern und Äußerungen auf Französisch zu verstehen und zu beantworten.

Weiter unten im Lehrplan wird das Unterrichtsziel ‚Sprechen‘ in vier Teilziele unterteilt, die bis zum Abschluss des Grundkurses, also i.d.R. am Ende von Klasse 8, zu erreichen sind: Weitgehend normgerechte Artikulation, Bindung, Betonung und Stimmführung (Intonation). Ausdrucksvoller, phonetisch normgerechter Vortrag von Liedern, Gedichten und kurzen Prosatexten aus dem Gedächtnis. Stellen und Beantworten einfacher Fragen über bekannte Sachverhalte, Führen kürzerer Gespräche über Themen des Alltagslebens mit Hilfe des obligatorischen Sprachmaterials, Beschreiben bildlich dargestellter Situationen (Lehrbuchabbildungen, Dias), inhaltliche Wiedergabe kurzer Sinnzusammenhänge. (ebd.: 7)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Französischunterricht im Spiegel der Lehrpläne: Einleitung in die Thematik des Fremdsprachenerwerbs mit Fokus auf die Sprechkompetenz und Vorstellung der untersuchten Lehrpläne der DDR und Sachsens.

2 Die Bedeutung der Sprechkompetenz in verschiedenen Curricula: Detaillierte Analyse der curricularen Vorgaben zur Sprechkompetenz in historischen und modernen Lehrplänen unter Einbeziehung von Zäsuren wie der Wende und der Einführung des GeR.

2.1 Lehrpläne der Deutschen Demokratischen Republik: Untersuchung der spezifischen Lernziele für den Grund-, Aufbau- und Abiturkurs im DDR-Bildungssystem zwischen 1967 und 1970.

2.1.1 Französisch Grundkurs (1967): Darstellung der Ziele des Anfangsunterrichts, die vorwiegend auf korrektes Sprechen und einfache Dialoge in Alltagsbereichen ausgerichtet waren.

2.1.2 Französisch Aufbaukurs (1968): Analyse der Progression im Aufbaukurs, wobei der Fokus weiterhin auf Reproduktion und normgerechter Aussprache liegt, jedoch mit steigendem Anspruch an die Handlungsrelevanz.

2.1.3 Französisch Abiturkurs (1970): Untersuchung der Anforderungen an die Abiturstufe, die eine komplexere Differenzierung der Sprechkompetenz sowie erste Ansätze zur Mediation forderte.

2.2 Lehrpläne des Landes Sachsen im Spiegel des Gemeinsamen: Kontrastierung der Lehrpläne nach 1992 mit den Standards des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens.

2.2.1 Das Sprechen im GeR: Einführung in die Struktur des GeR und die Bedeutung der dort definierten Referenzniveaus für das Kompetenzfeld Sprechen.

2.2.2 Lehrplan Französisch Gymnasium Sachsen (1992): Analyse der Neuausrichtung des Französischunterrichts nach der Wiedervereinigung mit Fokus auf die Überwindung ideologischer Prägungen.

2.2.3 Einfluss des GeR auf den Lehrplan Französisch: Untersuchung der jüngsten Lehrplanauflage (2009) und die Implementierung der GeR-Referenzstufen in die sächsischen Unterrichtsziele.

3 Zusammenfassung: Altes und Neues in den Lehrplänen: Synthese der Ergebnisse über die Beständigkeit gewisser methodischer Anforderungen sowie die Kritik an der tatsächlichen Wirkung moderner Referenzrahmen.

4 Bibliografie: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten Quellen und Lehrpläne.

Schlüsselwörter

Französischunterricht, Sprechkompetenz, Lehrpläne, DDR, Sachsen, Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen, GeR, Fremdsprachenerwerb, Mündliche Kommunikation, Didaktik, Curricula, Sprachpraktische Orientierung, Kompetenzentwicklung, Interaktionskompetenz, Bildungsstandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der diachronen Entwicklung der Sprechkompetenz als Unterrichtsziel im Fach Französisch, ausgehend von DDR-Lehrplänen der 1960er/70er Jahre bis hin zu modernen sächsischen Lehrplänen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die curricularen Zielsetzungen, die methodische Vermittlung der Sprechfertigkeit und die Anpassung dieser Anforderungen an bildungspolitische Veränderungen wie die deutsche Wiedervereinigung und die Einführung des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist die Analyse, wie sich die Anforderungen an die Sprechkompetenz im Zeitverlauf verändert haben und welche Rolle die expliziten Vorgaben in den Lehrplänen dabei für die tatsächliche Unterrichtsgestaltung spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich primär um eine lehrplanimmanente Interpretation, bei der historische und aktuelle Lehrplanwerke deskriptiv und kontrastiv analysiert werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auswertung der DDR-Lehrpläne (Grund-, Aufbau-, Abiturkurs) sowie eine Gegenüberstellung mit sächsischen Lehrplänen von 1992 und 2009 unter Einbeziehung des GeR.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Französischunterricht, Sprechkompetenz, GeR (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen), Curricula und fremdsprachliche Handlungskompetenz geprägt.

Wie wird das Prinzip der Einsprachigkeit in den verschiedenen Lehrplänen bewertet?

Das Prinzip der Einsprachigkeit zieht sich als rote Faden durch die untersuchten Dokumente, wobei die Interpretation und Strenge der Umsetzung – vom obligatorischen Chorwiederholen in der DDR bis hin zur "funktionalen Einsprachigkeit" im modernen sächsischen Lehrplan – variiert.

Welche Rolle spielt die "Mediation" im Kontext der untersuchten Lehrpläne?

Die Arbeit identifiziert Ansätze der Mediation, wie das sinngemäße Übertragen von Inhalten, bereits in den DDR-Lehrplänen von 1970, ordnet sie jedoch im Lichte des heutigen Begriffsverständnisses des 21. Jahrhunderts neu ein.

Wie beurteilt der Autor den Einfluss des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens?

Der Autor zeigt sich skeptisch und zitiert kritische Stimmen, die hinterfragen, ob die Implementierung des GeR tatsächlich einen echten qualitativen Fortschritt darstellt oder lediglich "Alter Wein in neuen Schläuchen" ist.

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Detalles

Título
Die Bedeutung der Sprechkompetenz im Französischunterricht in deutschen Curricula
Universidad
University of Leipzig
Calificación
1,5
Autor
René Dietzsch (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
19
No. de catálogo
V456055
ISBN (Ebook)
9783668868090
ISBN (Libro)
9783668868106
Idioma
Alemán
Etiqueta
GER Curriculum Französischunterricht Sprechkompetenz Lehrplan
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
René Dietzsch (Autor), 2010, Die Bedeutung der Sprechkompetenz im Französischunterricht in deutschen Curricula, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456055
Leer eBook
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