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Controlling Instrumente in einem nicht gewinnorientierten Kulturbetrieb

Ein betriebswirtschaftlicher Blick auf den Non-Profit-Sektor

Titel: Controlling Instrumente in einem nicht gewinnorientierten Kulturbetrieb

Bachelorarbeit , 2018 , 44 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Bachelorarbeit geht es darum, wie ein Kulturbetrieb, der einer Non-Profit-Organisation (NPO) unterliegt, Gewinne erzielt. Fokus der Arbeit liegt hierbei auf den Instrumenten, die im NPO Bereich angewandt werden können und welches sich an dieser Stelle am besten eignet. Die Balanced Scorecard spielt in dieser Arbeit eine der Hauptrollen. Sie zeigt auf, welche Möglichkeiten es speziell im nicht gewinnorientierten Bereich gibt. Es geht zum einen darum, die betriebswirtschaftliche Funktion auf der monetären Seite des Controllings zu erklären und zum anderen die nicht geldliche Funktion an Hand des Controlling Instruments der Balanced Scorecard zu beleuchten. Es soll auch deutlich werden, wie das Controlling im Gesamtkontext eines Kulturbetriebes positioniert ist. Darüber hinaus soll die Theorie auf das Praxisbeispiel der Kunstausstellung "documenta" projiziert werden und verdeutlichen, welche Besonderheiten mit einem nicht gewinnorientierten Kulturbetrieb einhergehen.

Jeder Mensch wird regelmäßig mit Non-Profit-Organisationen konfrontiert, da sie besonders im sozialen, politischen, kulturellen, ökologischen, religiösen oder medizinischen Bereich Anwendung finden. Jedoch macht sich kaum jemand Gedanken darüber, was diese Art von Organisation überhaupt so besonders macht. Denn wie der Name schon sagt, geht es nicht primär darum Profit zu generieren, was im ersten Moment auch noch kein Problem darstellt. Das Problem kommt erst mit der Zieldefinierung dieser Art von Organisationen. Denn nicht gewinnorientierte Unternehmen müssen ihre Ziele so wählen, dass sie messbar sind. Die meisten Ziele sind aber nun einmal monetär getrieben und damit auch vergleichbar und messbar.

Dritte-Sektor- oder Non-Profit-Organisationen werden meist mit bestimmten gesellschaftlichen Tätigkeitsfeldern, wie etwa mit dem Sport oder der Kultur, in Verbindung gebracht. Im Unterschied zu gewinnorientierten Unternehmen besteht ihre Zielsetzung eben nicht in der Gewinnmaximierung, sondern im Fokus steht die organisationsspezifische Sachzielorientierung, da sie dem so genannten nonprofit constraint unterliegen. Diese Art von Organisationen haben das Verbot der Gewinnausschüttungen, was bedeutet, dass Gewinne zwar erwirtschaftet werden, aber nicht an Mitglieder oder Mitarbeiter ausgeschüttet werden. Stattdessen müssen sie wieder in die Organisationen re-investiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 PROBLEMSTELLUNG

1.2 ZIELE DER ARBEIT

1.3 AUFBAU DER ARBEIT

2 NON-PROFIT-ORGANISATIONEN

2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG

2.2 KONSTITUTIVE MERKMALE

3 DIE KULTUR UND IHR WIRTSCHAFTSFAKTOR

3.1 DER BEGRIFF KULTUR

3.2 DER KULTURBETRIEB UND SEIN OUTPUT

3.3 ZIELE UND FUNKTIONEN EINES KULTURBETRIEBS

4 DAS CONTROLLING

4.1 CONTROLLINGAUFGABEN UND -FUNKTIONEN

4.1.1 PLANUNG

4.1.2 STEUERUNG

4.1.3 KONTROLLE

4.2 CONTROLLING-INSTRUMENTE

4.2.1 OPERATIVE INSTRUMENTE

4.2.2 STRATEGISCHE INSTRUMENTE

4.2.3 DIE BALANCED SCORECARD

5 CONTROLLING IN NPOS

5.1 UNTERSCHIEDE UND PROBLEMATIKEN

5.2 CONTROLLING IM KULTURBETRIEB UNTER ANWENDUNG DER BSC

5.3 PRAXISBEISPIEL: DOCUMENTA IN KASSEL

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung und Eignung von Controlling-Instrumenten, insbesondere der Balanced Scorecard (BSC), in nicht gewinnorientierten Kulturbetrieben. Ziel ist es, eine Methodik aufzuzeigen, wie komplexe, nicht-monetäre Sachziele und Wirkungszusammenhänge in diesem Sektor transparent und steuerbar gemacht werden können.

  • Grundlagen von Non-Profit-Organisationen (NPOs) und deren Besonderheiten.
  • Die ökonomische Rolle und Struktur von Kulturbetrieben.
  • Aufgaben und Instrumente des Controllings, mit Fokus auf strategische Steuerung.
  • Die Balanced Scorecard als Instrument zur ganzheitlichen Zielsteuerung in NPOs.
  • Praktische Anwendung und Anpassung der BSC am Beispiel der documenta in Kassel.

Auszug aus dem Buch

3.3 Ziele und Funktionen eines Kulturbetriebs

Diese sind Entwerfen, Bewahren, Produzieren, Verteilen und Reproduzieren. Das klassische Museum und das Theater dienen hierbei als gutes Beispiel, um die einzelnen Funktionen eines nicht gewinnorientierten Kulturbetriebes nochmal zu erörtern. In der darstellenden Kunst entwerfen und produzieren viele Theater ihre eigenen Stücke, die sie anschließend auch aufführen und damit ein kulturelles Produkt verteilen. Allerdings können sie auch als Reproduzent agieren, indem sie Stücke lediglich aufführen und wiedergeben. In der bildenden Kunst hingegen haben Museen oft eher die Funktion, Kunst aufzubewahren und diese in Form der Wahrnehmung an die Besucher zu verteilen. Es wird deutlich, dass ein Kulturbetrieb mehrere Funktionen gleichzeitig wahrnehmen kann, allerdings nie alle parallel.

Hinter dem ganzen Handlungskonstrukt steckt das Kulturmanagement. Der Kulturmanager ist in seiner Funktion aber nicht derjenige, der die Kultur selbst managt, sondern er managt für sie. Er bringt die entscheidenden Menschen zusammen, den richtigen Regisseur mit dem richtigen Dirigenten, aus deren Kombination Kultur entsteht. Der moderne Kulturmanager verbindet somit strategisches Denken und kommunikative Kompetenzen, womit er zwischen unterschiedlichen Sprach- und Sinnwelten vermittelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Problemstellung und Zielsetzung der Bachelorarbeit bezüglich Controlling in NPOs werden dargelegt.

2 NON-PROFIT-ORGANISATIONEN: Definition und konstitutive Merkmale von NPOs sowie deren Abgrenzung zu Profit-Organisationen werden erläutert.

3 DIE KULTUR UND IHR WIRTSCHAFTSFAKTOR: Der Kulturbegriff und die spezifischen Funktionen sowie der Output von Kulturbetrieben werden beschrieben.

4 DAS CONTROLLING: Grundlagen, Aufgaben und Instrumente des Controllings, insbesondere der Balanced Scorecard, werden definiert.

5 CONTROLLING IN NPOS: Die spezifischen Problematiken in NPOs werden analysiert und ein Praxisbeispiel (documenta) mittels BSC-Anwendung untersucht.

6 FAZIT: Die Eignung der Balanced Scorecard für den Kulturbetrieb wird bewertet und Anwendungsempfehlungen werden gegeben.

Schlüsselwörter

Controlling, NPO, Non-Profit-Organisation, Kulturbetrieb, Balanced Scorecard, BSC, Strategische Steuerung, Sachzielorientierung, Wirkungscontrolling, Kulturmanagement, documenta, Erfolgsmessung, Unternehmenssteuerung, Ressourcenmanagement, Zieldefinition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Controlling-Instrumente in nicht gewinnorientierten Kulturbetrieben erfolgreich eingesetzt werden können, um neben finanziellen Zielen auch Sachziele messbar zu machen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die betriebswirtschaftliche Steuerung von NPOs, die Spezifika von Kulturbetrieben, die Grundlagen des Controllings und die Anwendung der Balanced Scorecard.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Erprobung der Balanced Scorecard als geeignetes Instrument, um die komplexen, oft nicht-monetären Ziele eines Kulturbetriebs zu steuern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer fundierten theoretischen Literaturanalyse wird die Anwendung der Balanced Scorecard anhand des Praxisbeispiels der Kunstausstellung "documenta" in Kassel methodisch aufgearbeitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu NPOs, Kultur und Controlling, sowie eine detaillierte Übertragung des BSC-Modells auf den Kulturbetrieb und die documenta.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Controlling, NPO, Kulturbetrieb, Balanced Scorecard, Strategie, Wirkungscontrolling und Kulturmanagement.

Warum ist die Balanced Scorecard besonders für Kulturbetriebe geeignet?

Da sie sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Messgrößen (Soft Facts) integriert, ermöglicht sie eine ganzheitliche Steuerung, die den künstlerischen und gesellschaftlichen Zielen gerecht wird.

Welche Rolle spielt das Praxisbeispiel der documenta für die Arbeit?

Die documenta dient als konkreter Anwendungsfall, um zu zeigen, wie eine individuelle BSC mit fünf Perspektiven aufgebaut, mit Messgrößen versehen und strategisch verknüpft werden kann.

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Details

Titel
Controlling Instrumente in einem nicht gewinnorientierten Kulturbetrieb
Untertitel
Ein betriebswirtschaftlicher Blick auf den Non-Profit-Sektor
Hochschule
Hochschule Fulda
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
44
Katalognummer
V456068
ISBN (eBook)
9783668886278
ISBN (Buch)
9783668886285
Sprache
Deutsch
Schlagworte
controlling instrumente kulturbetrieb blick non-profit-sektor
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Controlling Instrumente in einem nicht gewinnorientierten Kulturbetrieb, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456068
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  44  Seiten
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