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Förderung des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögens, dargestellt an einer Unterrichtseinheit "Achsensymmetrie" (2. Schuljahr)

Unter besonderer Berücksichtigung des entdeckenden Lernens

Titel: Förderung des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögens, dargestellt an einer Unterrichtseinheit "Achsensymmetrie" (2. Schuljahr)

Examensarbeit , 2005 , 86 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Benjamin Gill (Autor:in)

Mathematik - Geometrie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Wie kann man es denn verantworten, Fähigkeiten des Kindes vier Jahre lang brach liegen zu lassen, die sich im Vorschulalter schon entwickelten? Das Kind hat gebaut, gelegt, experimentiert und auf diese Weise im Raum Erfahrungen gesammelt, die fortgesetzt werden müssen“
Genau diese Aussage von H.Besuden beschreibt in eindrücklicher Art und Weise meine Motivation, die Schüler mit geometrischen Inhalten zu konfrontieren. So konnte ich die Schüler meiner Lerngruppe beobachten, wie sie sich stets voller Begeisterung und Konzentration mit geometrischen Inhalten beschäftigten. Diese Begeisterung zeigte sich u.a. im Rahmen der zu Beginn des 2. Schuljahres durchgeführten Unterrichtseinheit zum Thema „Tangram“. Ferner beschäftigten sich viele Schüler in den letzten Wochen mit dem Erstellen von Papierflugzeugen, wobei sie sehr viel wert darauf legten, ihre Arbeiten zunehmend exakter und präziser durchzuführen. An dieser Stelle konnten sie bereits die Bedeutung und Notwendigkeit der Symmetrie für die Erschließung ihrer unmittelbaren Lebensumwelt unbewusst erfahren. Diese gegebene Lernmotivation möchte ich nutzen um die Schüler für den geometrischen Inhaltsbereich der Achsensymmetrie zu sensibilisieren und ihnen eine fachliche geometrische Kompetenz zu ermöglichen. Dadurch erhalten sie die Chance, ihre natürliche Umgebung bewusst wahrzunehmen, indem sie Strukturen und Phänomene entdecken, diese analysieren und zueinander in Beziehung setzen.
Die Symmetrie gehört zu den fundamentalen geometrischen Ideen, die uns in unzähligen Stellen in der Natur, der Technik und der Kunst begegnen. Wie alle wichtigen mathematischen Ideen liegt ihre Wurzel nicht dort, wo mathematische Sätze formal hergeleitet werden, sondern in den konkreten Handlungserfahrungen. Den Schülern diese konkreten Handlungserfahrungen zu ermöglichen ist meine übergeordnete Intention.
Untersuchungen haben gezeigt, dass das Erkennen symmetrischer Eigenschaften ein Grundstein des räumlichen Vorstellungsvermögens ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.EINLEITUNG

2. ZUM KONZEPT DES GEOMETRISCHEN DENK- UND VORSTELLUNGSVERMÖGENS

2.1. Räumliches Vorstellungsvermögen

2.1.1. Definition

2.1.2. Räumliches Vorstellungsvermögen und Intelligenz

2.1.3. Teilkomponenten des räumlichen Vorstellungsvermögens

2.2. Visuelle Wahrnehmungsfähigkeit

3. ENTWICKLUNG DES GEOMETRISCHEN DENK- UND VORSTELLUNGSVERMÖGENS

3.1. Erkenntnistheorie nach Piaget

3.1.1. Entwicklungsstufen nach Piaget

3.1.2. Kritik an Piaget

3.1.3. Folgerungen für die Unterrichtsplanung

3.2. Repräsentionsformen nach Bruner

3.2.1. Folgerungen für die Unterrichtsplanung

3.3. Stufenmodell nach van Hiele

3.3.1. Folgerungen für die Unterrichtsplanung

4. KONSEQUENZEN FÜR DIE UNTERRICHTSPRAXIS

4.1. Prinzipien zur Gestaltung des Geometrieunterrichts

4.2. Prinzip des aktiv-entdeckenden Lernens

5. PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT ZUM THEMA ACHSENSYMMETRIE

5.1. Planung und Aufbau der Einheit

5.2. Intentionen und Lernziele der Einheit

5.3. Situation der Lerngruppe

5.4. Inhaltliche Lernvoraussetzungen

5.5. Sachinformationen

5.6. Didaktische Begründungen

5.7. Methodische Begründungen

5.7.1. Arbeits- und Sozialform

5.7.2. Medien

5.7.3. Differenzierung

6. DOKUMENTATION DER UNTERRICHTSEINHEIT

6.1. Die 1. Unterrichtsstunde

6.1.1. Thema der Stunde

6.1.2. Lernziel der Stunde

6.1.3. Inhaltliche Lernvoraussetzungen

6.1.4. Sachinformationen

6.1.5. Didaktische Begründungen

6.1.6. Methodische Begründungen

6.1.7. Verlaufsplanung

6.1.8. Reflexion der Stunde

6.2. Die 2. Unterrichtsstunde

6.2.1. Thema der Stunde

6.2.2. Lernziel der Stunde

6.2.3. Verlaufsplanung

6.2.4. Reflexion der Stunde

6.3. Die 3. Unterrichtsstunde

6.3.1. Thema der Stunde

6.3.2. Lernziel der Stunde

6.3.3. Inhaltliche Lernvoraussetzungen

6.3.4. Sachinformationen

6.3.5. Didaktische Begründungen

6.3.6. Methodische Begründungen

6.3.7. Verlaufsplanung

6.3.8. Reflexion

6.4. Die 4. Unterrichtsstunde

6.4.1. Thema der Stunde

6.4.2. Lernziel der Stunde

6.4.3. Verlaufsplanung

6.4.4. Reflexion der Stunde

6.5. Die 5. Unterrichtsstunde

6.5.1. Thema der Stunde

6.5.2. Lernziel der Stunde

6.5.3. Inhaltliche Lernvoraussetzungen

6.5.4. Sachinformationen

6.5.5. Didaktische Begründungen

6.5.6. Methodische Begründungen

6.5.7. Verlaufsplanung

6.5.8. Reflexion der Stunde

6.6. Die 6. Unterrichtsstunde

6.6.1. Thema der Stunde

6.6.2. Lernziel der Stunde

6.6.3. Verlaufsplanung

6.6.4. Reflexion der Stunde

6.7. Die 7. Unterrichtsstunde

6.7.1. Thema der Stunde

6.7.2. Lernziel der Stunde

6.7.3. Verlaufsplanung

6.7.4. Reflexion der Stunde

7. SCHLUSSREFLEXION

8. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das geometrische Denk- und Vorstellungsvermögen von Grundschülern der zweiten Jahrgangsstufe durch eine Unterrichtseinheit zum Thema Achsensymmetrie zu fördern, wobei das entdeckende Lernen als didaktisches Leitprinzip im Zentrum steht.

  • Förderung des geometrischen Vorstellungsvermögens durch handlungsorientierte Methoden.
  • Einsatz des aktiv-entdeckenden Lernens zur Wissenskonstruktion durch die Schüler.
  • Einführung und Anwendung verschiedener Überprüfungsmethoden für Achsensymmetrie (Falten, Spiegeln).
  • Integration von enaktiven, ikonischen und symbolischen Repräsentationsformen nach Bruner.
  • Binnendifferenzierung und individuelle Förderung in einer heterogenen Lerngruppe.

Auszug aus dem Buch

3.1. Erkenntnistheorie nach Piaget

Jean Piaget stellte eine umfassende Erkenntnistheorie zur Entwicklung des räumlichen Denkens auf. Für das Verständnis geometrischen Lernens bilden seine Untersuchungsergebnisse bis heute die bedeutendsten Erkenntnisgrundlagen. "Für Piaget kann die Entwicklung geometrischer Begriffe nicht durch ein Ablesen von Eigenschaften erfolgen, sondern nur über Handlungserfahrungen an Materialien oder im realen Raum."

Piaget hatte eine aktivistische Grundvorstellung vom Lernen. Darauf basierend entwickelte er die Äquilibrationstheorie. Sie geht davon aus, dass das Individuum in einer Umwelt lebt, die Zwänge und Kräfte ausübt und sich ständig verändert. Dadurch ist das Individuum zur Auseinandersetzung mit der Umwelt gezwungen. Für diese Auseinandersetzung baut das Individuum so genannte Schemata auf. Nach Wittmann (1987) ist ein Schema ein "Operations-, Denk- oder Erklärungsmuster, das in die kognitive Gesamtorganisation des Individuums integriert ist und die Aktivitäten des Individuums steuert."

Das Individuum ist nach Meinung Piagets immer bestrebt, dass zwischen Umwelt und den eigenen Erklärungsmustern ein Gleichgewicht herrscht. Ist dieser Zustand erreicht, so lebt das Individuum im Einklang mit seiner Umwelt. Sind Umwelt und Schema jedoch nicht in Einklang, so besteht das Bestreben, diesen Einklang herzustellen (Adaption). Dies kann auf zwei Arten geschehen:

1. Assimilation: Das Individuum versucht, sein Schema beizubehalten und möglichst viele Erscheinungen diesem Schema unterzuordnen.

2. Akkomodation: Das Individuum verändert die ihm zur Verfügung stehenden Schemata oder baut neue Schemata auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1.EINLEITUNG: Darstellung der persönlichen Motivation und der Relevanz der Förderung geometrischer Kompetenzen in der Grundschule durch Achsensymmetrie.

2. ZUM KONZEPT DES GEOMETRISCHEN DENK- UND VORSTELLUNGSVERMÖGENS: Theoretische Eingrenzung der zentralen Begriffe, insbesondere des räumlichen Vorstellungsvermögens und der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit.

3. ENTWICKLUNG DES GEOMETRISCHEN DENK- UND VORSTELLUNGSVERMÖGENS: Analyse psychologischer Theorien von Piaget, Bruner und van Hiele zur kognitiven Entwicklung geometrischen Lernens.

4. KONSEQUENZEN FÜR DIE UNTERRICHTSPRAXIS: Ableitung didaktischer Gestaltungsprinzipien und Erläuterung des Prinzips des aktiv-entdeckenden Lernens.

5. PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT ZUM THEMA ACHSENSYMMETRIE: Konkrete Planung des methodischen Aufbaus, der Lernziele sowie Analyse der Situation der Lerngruppe.

6. DOKUMENTATION DER UNTERRICHTSEINHEIT: Ausführliche Dokumentation und Reflexion der sieben Unterrichtsstunden zur Achsensymmetrie.

7. SCHLUSSREFLEXION: Kritische Evaluation der Unterrichtseinheit und Ausblick auf zukünftige Konsequenzen für die pädagogische Arbeit.

8. LITERATURVERZEICHNIS: Aufstellung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Achsensymmetrie, Geometrie, Grundschule, Raumvorstellung, entdeckendes Lernen, Piaget, Bruner, van Hiele, visuelle Wahrnehmung, Unterrichtsplanung, Faltmethode, Spiegeln, operative Didaktik, Lernstationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Wesentlichen?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Umsetzung einer Unterrichtseinheit zum Thema Achsensymmetrie in einer zweiten Grundschulklasse, mit dem Ziel, das räumliche Vorstellungsvermögen der Kinder zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung geometrischen Denkens, der Anwendung lernpsychologischer Theorien (Piaget, Bruner, van Hiele) und der praktischen Gestaltung eines aktiv-entdeckenden Geometrieunterrichts.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Ausbildung fachlicher geometrischer Kompetenzen und die nachhaltige Förderung des räumlichen Denk- und Vorstellungsvermögens durch konkrete Handlungserfahrungen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine handlungsorientierte Unterrichtsplanung, die auf dem Prinzip des aktiv-entdeckenden Lernens basiert, wobei die Lernprozesse der Schüler durch systematische Beobachtung und Reflexion dokumentiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Geometriedidaktik und eine detaillierte Dokumentation sowie Reflexion von sieben Unterrichtsstunden, in denen Schüler mit Faltschnitten und Spiegeln experimentieren.

Welche zentralen Schlüsselwörter charakterisieren das Projekt?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Achsensymmetrie, räumliches Vorstellungsvermögen, entdeckendes Lernen und visuelle Wahrnehmungsfähigkeit geprägt.

Welche Rolle spielt die visuelle Wahrnehmung bei der Achsensymmetrie?

Sie ist die Grundlage für das geometrische Verständnis; Störungen in Teilbereichen wie der Figur-Grund-Diskrimination können das Verständnis von Symmetrien erschweren, weshalb sie durch gezielte Aufgaben im Unterricht trainiert wird.

Warum ist der Einsatz des Spiegels (MIRA-Spiegel) in der Unterrichtseinheit so wichtig?

Der MIRA-Spiegel dient als "Vermittler" zwischen konkreter Handlungsebene und abstrakter Vorstellungsebene und ermöglicht es Schülern, ihre Vermutungen über Symmetrien eigenständig zu verifizieren.

Wie geht der Autor mit der Heterogenität der Lerngruppe um?

Er nutzt qualitative Differenzierung, indem er Arbeitsblätter mit gestuften Schwierigkeitsgraden anbietet und den Schülern durch Stationenarbeit ermöglicht, in ihrem eigenen Tempo zu arbeiten.

Ende der Leseprobe aus 86 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögens, dargestellt an einer Unterrichtseinheit "Achsensymmetrie" (2. Schuljahr)
Untertitel
Unter besonderer Berücksichtigung des entdeckenden Lernens
Hochschule
Studienseminar Hameln für die Lehrämter an Grund-, Haupt- u. Realschulen
Veranstaltung
Examensarbeit für das 2.Staatsexamen für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen
Note
1,0
Autor
Benjamin Gill (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
86
Katalognummer
V45608
ISBN (eBook)
9783638429801
ISBN (Buch)
9783638690799
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Förderung Denk- Vorstellungsvermögens Beispiel Unterrichtseinheit Thema Achsensymmetrie Schuljahr Examensarbeit Staatsexamen Lehramt Grund- Haupt- Realschulen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Gill (Autor:in), 2005, Förderung des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögens, dargestellt an einer Unterrichtseinheit "Achsensymmetrie" (2. Schuljahr), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45608
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Leseprobe aus  86  Seiten
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