Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Peter Singer über den Umgang mit Embryonen

Titel: Peter Singer über den Umgang mit Embryonen

Hausarbeit , 2015 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Schwangerschaftsabbruch zählt zu einem häufig und kontrovers diskutiertem Thema nicht nur in der Philosophie. Diese Kontroverse zeigt sich praktisch darin, wie unterschiedlich die Gesetze zur Abtreibung in verschiedenen Ländern gestaltet sind: In einigen Ländern der Welt darf eine Frau legal abtreiben, wenn sie das wünscht. Das ist auch in Deutschland der Fall. In anderen Ländern dagegen ist eine Abtreibung nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, zum Beispiel bei einer Vergewaltigung oder wenn die Gesundheit einer schwangeren Frau gefährdet ist. Es gibt sogar Ländern, in denen eine Abtreibung unter keinen Umständen erlaubt ist. Das Thema „Umgang mit Embryonen“ ist somit diskussionswürdig, da Praktiken wie der Schwangerschaftsabbruch höchst umstritten sind.

Im Folgenden wird zunächst die grundlegende Position des Utilitarismus vorgestellt, da dies die Theorie hinter Peter Singers Argumentation bildet. Um seine Thesen besser verstehen zu können, wird anschließend seine Auffassung von Ethik dargelegt. Danach werden zentrale Aspekte zum „Umgang mit Embryonen“ aus seinem Werk „Praktische Ethik“ herausgearbeitet, welche im nächsten Abschnitt schließlich einer Kritik unterzogen werden. Zuletzt wird ein Fazit im Thema „Umgang mit Embryonen“ gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Peter Singer über den Umgang mit Embryonen

2.1 Utilitarismus

2.2 Peter Singer über Ethik

2.3 Peter Singers Thesen zum Umgang mit Embryonen

2.4 Kritik

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophischen Positionen Peter Singers zum Umgang mit Embryonen und Neugeborenen. Ziel ist es, die utilitaristische Argumentation auf Basis seines Werkes „Praktische Ethik“ darzulegen, diese kritisch zu hinterfragen und alternative Perspektiven, wie etwa den Feminismus, in die ethische Bewertung einzubeziehen.

  • Grundlagen des Präferenz-Utilitarismus
  • Ethische Begründungen Peter Singers zur Lebensbewertung
  • Argumentationsketten zum Status des Fötus
  • Kritische Analyse von Singers Thesen zur Tötung von Neugeborenen
  • Alternative Ansätze zur moralischen Beurteilung von Schwangerschaftsabbrüchen

Auszug aus dem Buch

2.3 Peter Singers Thesen zum Umgang mit Embryonen

Im Kapitel „Leben nehmen: Der Embryo und der Fötus“ schildert Singer zunächst die Position der Abtreibungsgegner, welche er als konservative Position bezeichnet. Diese fasst er zu folgenden Prämissen zusammen:

„Erste Prämisse: Es ist unrecht, ein unschuldiges menschliches Wesen zu töten.

Zweite Prämisse: Ein menschlicher Fötus ist ein unschuldiges menschliches Wesen.

Schlußfolgerung [sic]: Daher ist es unrecht, einen menschlichen Fötus zu töten.“

(Singer 1994: S. 180)

Das Problem bei dieser Argumentation zeigt sich in der zweiten Prämisse, da unklar ist, ob der Fötus bereits ein menschliches Wesen ist oder nicht (Vgl. Singer 1994: S. 180). Es stellt sich die Frage, welchen Status das Ungeborene hat. Vertreter der konservativen Position argumentieren hier, dass es ein Kontinuum gibt zwischen dem befruchteten Ei und dem Kind. Es gibt somit keinen moralischen Unterschied zwischen beiden und man muss daher den Fötus schützen, wie man es bei einem Kind auch tun würde (Vgl. Singer 1994: S. 180/181). Stattdessen kann man aber auch versuchen, eine moralische Trennlinie bei der Entwicklung vom befruchteten Ei zum Fötus zu finden. Möglichkeiten sind hierbei Geburt, Lebensfähigkeit, Bewegung des Fötus und Einsetzen des Bewusstseins. Hier kommt man allerdings zu keinem Ergebnis (Vgl. Singer 1994: S. 186).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Kontroverse um den Schwangerschaftsabbruch ein und skizziert den Aufbau der Arbeit sowie die theoretische Grundlage des Utilitarismus.

2. Peter Singer über den Umgang mit Embryonen: Dieses Kapitel erläutert die Grundsätze des Utilitarismus, Singers Ethikverständnis und seine spezifischen Argumente hinsichtlich des moralischen Status von Embryonen und Neugeborenen.

2.1 Utilitarismus: Hier werden die Kernelemente des Utilitarismus dargelegt, insbesondere das Streben nach dem höchsten Glück und der Minimierung von Leid.

2.2 Peter Singer über Ethik: Dieses Kapitel analysiert Singers Verständnis von Ethik, das sich nicht auf religiöse oder subjektive Ansichten stützt, sondern auf einen unparteiischen, universalen Standpunkt.

2.3 Peter Singers Thesen zum Umgang mit Embryonen: Der Autor stellt Singers Argumentation gegenüber der konservativen Position dar und hinterfragt den biologischen versus den personalen Status eines Fötus.

2.4 Kritik: Dieser Abschnitt beleuchtet kritische Gegenargumente zu Singers Position, etwa aus Sicht der römisch-katholischen Kirche oder des Feminismus.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Singers utilitaristische Position aufgrund ihrer rationalen Distanz zu emotionalen Themen wie dem Schwangerschaftsabbruch oft als wenig überzeugend wahrgenommen wird.

Schlüsselwörter

Peter Singer, Utilitarismus, Embryonen, Schwangerschaftsabbruch, Ethik, Lebensrecht, Fötus, Präferenz-Utilitarismus, Moral, Personstatus, Rationalität, Neugeborene, Lebensfähigkeit, Feminismus, Bioethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den ethischen Thesen des Philosophen Peter Singer zum Umgang mit Embryonen und dem kontroversen Thema des Schwangerschaftsabbruchs.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der utilitaristische Ethikansatz, der moralische Status des Fötus, die Definition des Begriffs „Person“ sowie die moralische Bewertung der Tötung von Neugeborenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die nachvollziehbare Darstellung von Singers Argumentation, ihre kritische Beleuchtung aus verschiedenen philosophischen Perspektiven und eine abschließende Bewertung der utilitaristischen Position.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte, analytische Methode, um die philosophischen Positionen Singers kritisch zu hinterfragen und gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Utilitarismus, Singers Ethikkonzept, seine Thesen zum Embryo und die kritische Auseinandersetzung mit diesen Positionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Utilitarismus, Personstatus, Schwangerschaftsabbruch, Bioethik und Lebensrecht definiert.

Wie definiert Singer den Status einer „Person“ im Gegensatz zu einem Fötus?

Singer koppelt den Personenstatus nicht an die biologische Gattung „Homo sapiens“, sondern an spezifische kognitive Merkmale wie Rationalität und Selbstbewusstsein, die ein Fötus noch nicht besitzt.

Warum wird Singers utilitaristischer Ansatz im Fazit als problematisch bewertet?

Der Ansatz wird als zu stark auf die Quantifizierung von Interessen fokussiert kritisiert, wodurch er den emotionalen Dimensionen menschlicher Existenz, etwa bei einem Schwangerschaftsabbruch, nicht ausreichend gerecht wird.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Peter Singer über den Umgang mit Embryonen
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V456095
ISBN (eBook)
9783668868151
ISBN (Buch)
9783668868168
Sprache
Deutsch
Schlagworte
peter singer umgang embryonen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Peter Singer über den Umgang mit Embryonen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456095
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  15  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum