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Autorität als Vorbild

Zusammenhänge und Gefahren

Title: Autorität als Vorbild

Term Paper , 2018 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Oliver Gabbert (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Es wird im Folgenden der Frage nachgegangen, was es bedeutet eine Autorität als Vorbild zu haben. Schließlich sollte man, wenn man eine Autorität als Vorbild hat, wissen, was es bedeutet eine Autorität als Vorbild zu haben.

Auch wenn Autorität in unserem Alltag eine nicht unmittelbar offensichtliche Rolle spielt, ist sie in unserer Gesellschaft fest verankert. So sind der Staatsapparat, Unternehmen oder Bereiche der Künste Plätze, an denen autoritative Strukturen vorherrschen. Diese Strukturen bauen auf einer hierarchischen Ordnung auf, bei dem Statusgefälle zwischen einzelnen Personen oder Personengruppen die Beziehung kennzeichnen. Es gibt in diesen Strukturen Personen, die in der Rangordnung eine höhere Position aufweisen und mindestens eine Person, die sich zwangsläufig darunter bewegt. Zeichnet sich die Ranghöhere durch einen Erfahrungs- oder Wissensvorsprung aus, der von den Rangniederen anerkannt wird, ist die Grundlage für eine Autoritätsbeziehung gegeben. Wenn die Autoritätsgebenden sich in einem gewissen Grad mit der Autorität identifizieren und die Anerkennung gesteigerte Gefühlsdynamiken verursacht, ist der Nährboden geschaffen, die Autorität als Vorbild wahrzunehmen.

Da sich die Konnotation von dem Begriff Autorität im Laufe der Geschichte stark verändert hat, ergeben sich aus einem Autorität-Vorbild-Verhältnis einige Unklarheiten, die im Nachahmungsprozess einige Widrigkeiten beinhalten können. Autorität entwickelte sich von einer durch Überzeugung und Durchsetzung geprägten Bedeutung hin zu einer positiv behafteten Form, die das Führen eher im Sinne von Anleiten versteht und frei von negativ behafteten Begleiterscheinungen ist, die man der traditionellen Form von Autorität zuschreibt. Diese etwas verwaschene Doppeldeutigkeit zwischen einer alten Bedeutung und der modernen Entwicklung macht die Grenze auch im Alltagsleben schwer differenzierbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Autorität

2.1 Wandel

2.2 Traditionelle und postmoderne Autorität

3. Vorbild

4. Zusammenhänge Autorität & Vorbild

5. Autorität als Vorbild

6. Gefahren von Autorität als Vorbild

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Beziehungsverhältnis zwischen Autorität und Vorbild im gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Kontext. Ziel ist es, den Bedeutungswandel von Autorität zu ergründen, eine klare Abgrenzung zwischen traditionellen und postmodernen Autoritätsformen vorzunehmen und die Bedingungen sowie Gefahren zu analysieren, die entstehen, wenn eine Autoritätsperson gleichzeitig als Vorbild wahrgenommen wird.

  • Historischer Bedeutungswandel des Begriffs Autorität
  • Differenzierung zwischen traditioneller und postmoderner Autorität
  • Semantische und psychologische Analyse des Vorbildbegriffs
  • Wechselwirkungen und Spannungsfelder zwischen Autorität und Vorbild
  • Analyse potenzieller Risiken bei der Idealisierung von Autoritäten

Auszug aus dem Buch

3. Vorbild

Als Vorbild versteht man im Allgemeinen ein Art Modell für das eigene Lebenskonzept. Etymologisch betrachtet besteht Vorbild aus den Wortstamm Bild und einem temporalen Präfix, dass eine zeitliche Einordnung zwischen einer Imagination und einem tatsächlichen Handlungsausdruck verdeutlicht. Dieser Begriff grenzt sich von vorbildlich dadurch ab, dass sich das Vorbild nicht nur auf einzelne Komponenten bezieht, sondern in seiner Gesamtheit betrachtet wird. Ein Vorbild verkörpert ein Konglomerat aus verschiedenen Eigenschaften und Fähigkeiten und findet in einem Nachahmen seinen Ausdruck. Diese Nachahmung muss aber nicht „Original und Kopie“ bedeuten, sondern beschreibt durch ein großes Maß an Identifikation einen Prozess, der dem Trieb nach Selbstverwirklichung zuzuordnen ist. Es beschreibt mehr ein „Nachstreben“ als „Nachahmen“ und macht deutlich, dass es sich auf den Bereich des Wollens und des Handelns bezieht. Somit ist ein Vorbildverhältnis immer durch eine gewisse Distanz charakterisiert: Es gibt etwas, dass noch nicht ist, aber sein kann. Durch das Nachstreben wird versucht diese Distanz zu verkleinern bis die Identifikation mit dem Vorbild oder den Eigenschaften in der persönlichen Vorstellung ihr Maximum erreicht. Nur wenn man glaubt, die Fähigkeiten im gleichen Maße entwickeln zu können, kann sich das als Modell für das eigene Lebenskonzept entwickeln. Dieser Glaube bezieht sich lediglich auf die Selbstwahrnehmung und, damit einhergehend, die eigene persönliche Einschätzung, ob diese Fähigkeiten im gleichen Maße ausgebaut werden können oder nicht. Mit einer differenzierten Einschätzung gegenüber dem eigenen Stand hat das nichts zu tun.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, beschreibt die Relevanz von autoritativen Strukturen in der Gesellschaft und skizziert die Fragestellung nach der Bedeutung einer Autorität als Vorbild.

2. Autorität: Dieses Kapitel erläutert den historischen Bedeutungswandel der Autorität von der römischen Antike bis zum Zeitalter des Absolutismus und differenziert zwischen traditionellen und postmodernen Formen.

3. Vorbild: Hier wird der Begriff des Vorbilds etymologisch und philosophisch beleuchtet, wobei das „Nachstreben“ als zentraler Prozess der Identifikation und Selbstverwirklichung herausgearbeitet wird.

4. Zusammenhänge Autorität & Vorbild: Dieses Kapitel untersucht die Schnittmengen und Unterschiede, insbesondere im Hinblick auf freiwilligen Gehorsam, emotionale Bindung und die notwendige Distanz in diesen Beziehungsverhältnissen.

5. Autorität als Vorbild: Es wird analysiert, unter welchen Bedingungen Autoritäten als Vorbilder wahrgenommen werden und welche Rolle Charakter, Integrität und der Wunsch nach Selbstbestimmung dabei spielen.

6. Gefahren von Autorität als Vorbild: Dieses Kapitel thematisiert die Risiken wie Manipulierbarkeit, die Kopie unwürdiger Verhaltensweisen und die Problematik einer idealisierten Wahrnehmung medialer Vorbilder.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass wahre Autorität als Vorbild nur durch den Glauben an eine fachliche Expertise und ein konstruktives Anleiten gedeihen kann.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Autorität, Vorbild, Nachstreben, Identifikation, Beziehungsverhältnis, Gehorsam, Selbstverwirklichung, Integrität, Postmoderne, Wissensvorsprung, Ethos, Manipulation, Charakter, Führung, Leistungsgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das zwischenmenschliche Verhältnis zwischen Autorität und Vorbild sowie die Bedingungen, unter denen eine Autoritätsperson als Vorbild fungiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der historische Wandel des Autoritätsbegriffs, die philosophische Einordnung des Vorbildbegriffs sowie die Analyse der Dynamiken in Autoritäts- und Vorbildbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, was es bedeutet, eine Autorität als Vorbild zu haben, und zu untersuchen, ob dieser Nachahmungseffekt Teil der menschlichen Entwicklung ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Analyse und einen historischen Abriss, um Begriffe zu definieren und Verhältnisse zwischen den Rollen zu differenzieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, die Abgrenzung von Autoritätsstilen, die psychologischen Mechanismen der Vorbildwahl sowie die daraus resultierenden Gefahren in der modernen Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Autorität, Vorbild, Nachstreben, Identifikation, Integrität, Selbstverwirklichung und Manipulierbarkeit.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „echter“ und traditioneller Autorität so wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da traditionelle Autorität oft auf Zwang und Hierarchie beruht, während echte, postmoderne Autorität auf Expertise, freiwilliger Anerkennung und Ratgebung basiert.

Warum kann ein Vorbildverhältnis auch gefährlich sein?

Gefahren entstehen durch eine unreflektierte Idealisierung, bei der unwürdige Verhaltensweisen kopiert werden oder eine emotionale Abhängigkeit zur Manipulierbarkeit führt.

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Details

Title
Autorität als Vorbild
Subtitle
Zusammenhänge und Gefahren
College
Free University of Berlin  (Philosophie)
Course
AM theoretische Philosophie
Grade
1,7
Author
Oliver Gabbert (Author)
Publication Year
2018
Pages
15
Catalog Number
V456303
ISBN (eBook)
9783668897663
ISBN (Book)
9783668897670
Language
German
Tags
autorität vorbild zusammenhänge gefahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Gabbert (Author), 2018, Autorität als Vorbild, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456303
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