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Bedeutung und Möglichkeiten der Spielförderung bei Kindern mit geistiger Behinderung

Titel: Bedeutung und Möglichkeiten der Spielförderung bei Kindern mit geistiger Behinderung

Bachelorarbeit , 2010 , 76 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Anja Apitzsch (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Spiele nehmen eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Kindern ein. Seit Anfang der 1970er Jahre hat sich die Spielpädagogik sogar als selbstständiges Spezialgebiet der Pädagogik etabliert. Muss bei der Förderung durch Spiele jedoch differenziert werden für Kinder mit Behinderung? Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Möglichkeiten der Spielförderung bei Kindern mit geistigen Behinderungen.

Dazu wird zunächst das Phänomen Spiel beleuchtet. Der Begriff des Spiels wird erklärt und seine Merkmale erläutert. Danach geht die Arbeit auf die verschiedenen Spielformen in der Entwicklung des Kindes ein, sowie auf die unterschiedlichen Spieltheorien und deren Vertreter. Im Zentrum dieser Arbeit stehen Menschen mit geistiger Behinderung, weshalb die geistige Behinderung aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansätzen betrachtet wird. Danach wird auf die Erziehung und Bildung, sowie auf das Spielverhalten von Menschen mit geistiger Behinderung eingegangen.

Schließlich wird das Konzept der Spielförderung definiert und erläutert. Anschließend werden konkrete Sachverhalte präsentiert, die bei einer Spielförderung beachtet werden müssen. Dazu werden die einzelnen Schritte der Diagnose, der Intervention und der Evaluation eingehender erläutert. Schließlich wird die Spielförderung in der Praxis anhand eines konkreten Fallbeispiels aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theorieteil

1. Grundlagen zum Spiel

1.1 Begriffsklärung und Merkmale des Spiels

1.2 Spielformen in der Entwicklung des Kindes

1.2.1 Das Explorationsspiel

1.2.2 Das Phantasiespiel

1.2.3 Das Rollenspiel

1.2.4 Das Konstruktionsspiel

1.2.5 Das Regelspiel

1.3 Spieltheorien

1.4 Aspekte des kindlichen Spiels

1.5 Zusammenfassung

2. Menschen mit geistiger Behinderung

2.1 Begriffsklärung und Definition

2.2 Geistige Behinderung in verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen

2.2.1 Medizinisch-genetischer Aspekt

2.2.2 Psychologischer Aspekt

2.2.3 Soziologischer Aspekt

2.2.4 Epidemiologischer Aspekt

2.2.5 Pädagogischer Aspekt

2.3 Erziehung und Bildung

2.4 Spiel

2.5 Zusammenfassung

3. Spielförderung

3.1 Definition und einleitende Informationen

3.2 Konkrete Aspekte der Spielförderung, die es zu beachten gilt

3.2.1 Spieldauer

3.2.2 Spielmittel

3.2.3 Spielregeln

3.2.4 Spielraum

3.2.5 Aufgaben des Spielleiters

3.3 Prozess der Spielförderung

3.4 Spielbeobachtung und Diagnostik

3.5 Spielplanung und Intervention

3.6 Evaluation

3.7 Zusammenfassung

II. Praxisteil - Fallbeispiel „L.“

4. Vorbereitende Schritte innerhalb der Einrichtung

5. Das Mädchen „L.“ und seine Behinderung

5.1 Hintergrundwissen

5.2 Diagnostik

5.3 Meine Beobachtungen im Praktikum

5.3.1 Allgemeine Beobachtungen

5.3.2 Beobachtetes Spielverhalten

6. Die Spielförderung

6.1 Ziele

6.2 Methode

6.2.1 Allgemein

6.2.2 Mein Vorgehen

6.3 Planung und Ergebnisse der Spielförderungseinheiten

6.3.1 Erste Einheit

6.3.2 Zweite Einheit

6.3.3 Dritte Einheit

7. Pädagogische Reflexion

8. Persönliches Fazit der Spielförderung

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung und leitet daraus Möglichkeiten für eine gezielte Spielförderung bei Kindern mit geistiger Behinderung ab, wobei die Forschungsfrage darauf fokussiert, wie eine solche Förderung in der heilpädagogischen Praxis konkret gestaltet und reflektiert werden kann.

  • Grundlagen und Definitionen des kindlichen Spiels und relevanter Spieltheorien.
  • Wissenschaftliche Perspektiven auf Menschen mit geistiger Behinderung.
  • Methoden und Prozessmodelle der heilpädagogischen Spielförderung.
  • Praktische Umsetzung und Evaluation von Spielförderungseinheiten am Fallbeispiel eines Kindes.
  • Reflexion der pädagogischen Rolle und der Wirksamkeit von Förderansätzen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition und einleitende Informationen

Auch zu dem Thema Spielförderung einleitend zunächst eine Definition von HEIMLICH (1993, 150):

„spielpädagogische Handlungsform, bei der Spielpädagogen die Entscheidungen bezüglich der zur Verfügung stehenden Materialien, wie auch bezüglich des Ortes, der sozialen Beziehungen und der zeitlichen Ausdehnung des Spiel teilweise und vorübergehend für die Kinder treffen.“

Da die Definition in der zweiten Auflage des Werks von HEIMLICH (2001, 238) andere Aspekte hervorhebt, soll auch sie an dieser Stelle noch genannt werden:

„Von Spielförderung sollte dann gesprochen werden, wenn Umweltbedingungen zielgerichtet so organisiert werden, dass auch Kinder und Jugendliche mit besonderen Erziehungsbedürfnissen (seien sie vorübergehender oder langfristiger Natur) das Entwicklungspotenzial von selbstbestimmten, selbst kontrollierten und phantasievollen Tätigkeiten erschließen können.

Es geht hier also pauschal um die Förderung des Spiels und nicht nur, wie oftmals angenommen, um Förderung durch Spiel (wie es z.B. bei sogenannten Lernspielen versprochen wird). KÖHN (vgl. 2002, 172) geht auf diese Begrifflichkeit ein. Für ihn fallen unter den Begriff der Spielförderung drei Arten: Erstens die Förderung zum Spiel, d.h. grundlegende Fertigkeiten zur Spielfähigkeit beibringen; zweitens die Förderung im Spiel, d.h. Spielgeschehen gestalten und Spieltätigkeit aktivieren, um vorhandene Kompetenzen zu optimieren und drittens Förderung durch Spiel, d.h. die Spielfähigkeit für die Anregung von Lern- und Entwicklungsprozessen in anderen Lebensbereichen nutzen. „Spiel ist im heilpädagogischen Feld Ziel … und zugleich Mittel der Erziehung“ (Bunk 2008, 70).

Zusammenfassung der Kapitel

Grundlagen zum Spiel: Dieses Kapitel erläutert die Wortbedeutung, Merkmale und wissenschaftliche Theorien des Spiels, die als theoretische Basis für die Spielpädagogik dienen.

Menschen mit geistiger Behinderung: Hier wird der Begriff der geistigen Behinderung definiert, aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen betrachtet und die Bedeutung von Erziehung und Bildung für diese Personengruppe dargelegt.

Spielförderung: Dieser zentrale Teil definiert Spielförderung als Handlungsform und Prozessmodell, wobei Diagnose, Intervention und Evaluation als wesentliche Phasen hervorgehoben werden.

Vorbereitende Schritte innerhalb der Einrichtung: Dieser Abschnitt beschreibt den Kontakt zur Kindertageseinrichtung und die methodischen Überlegungen bei der Auswahl eines Kindes für den Praxisteil.

Das Mädchen „L.“ und seine Behinderung: Dieses Kapitel liefert Hintergrundinformationen zur Entwicklung und Diagnostik des beobachteten Mädchens „L.“.

Die Spielförderung: Hier werden die Ziele, die gewählte Methode und die Planung der konkreten Fördereinheiten detailliert dargestellt.

Pädagogische Reflexion: In diesem Kapitel werden die theoretischen Erkenntnisse mit den praktischen Beobachtungen aus den Spielfördereinheiten verknüpft und reflektiert.

Persönliches Fazit der Spielförderung: Die Autorin zieht eine persönliche Bilanz über die Herausforderungen, den Lernerfolg und die Wirksamkeit ihrer durchgeführten Förderung.

Schlüsselwörter

Spielförderung, Geistige Behinderung, Spielpädagogik, Heilpädagogik, Entwicklungsverzögerung, Spieltherapie, Inklusion, Spielformen, Spielbeobachtung, Diagnostik, Intervention, Evaluation, Sozialkompetenz, Normalisierungsprinzip, Lernverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und den praktischen Möglichkeiten der Spielförderung speziell für Kinder mit geistiger Behinderung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Spieltheorie, den Aspekten geistiger Behinderung im pädagogischen Kontext sowie der methodischen Planung und Umsetzung von Spielförderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie spielpädagogische Maßnahmen die Entwicklung von Kindern mit geistiger Behinderung positiv beeinflussen und durch gezielte Förderung gestärkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturanalyse mit einem qualitativen Praxisteil in Form einer Fallstudie, inklusive Verlaufsbeobachtung und Evaluation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil über Spiel und Behinderung sowie einen Praxisteil, der die Beobachtung, Planung und Ergebnisse von drei Fördereinheiten mit einem Mädchen beschreibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Spielförderung, Spielpädagogik, geistige Behinderung, Inklusion, Spielentwicklung und heilpädagogische Diagnostik.

Warum wurde die direkte Spielförderung als Methode gewählt?

Die Autorin wählte diesen Ansatz, da das beobachtete Kind eine sehr geringe Eigenaktivität zeigte und gezielte Impulse durch die Spielleitung für die Entwicklung notwendig waren.

Welche Rolle spielt das Normalisierungsprinzip?

Es dient als pädagogische Leitlinie, um Menschen mit geistiger Behinderung ein Leben zu ermöglichen, das dem von Menschen ohne Behinderung so nahe wie möglich kommt.

Welche Bedeutung hat das Fallbeispiel des Mädchens „L.“?

Es veranschaulicht theoretische Konzepte in der Praxis und zeigt, wie individuell geplante Interventionen (z. B. Arbeit mit der Puppe) die Konzentrationsfähigkeit und Ausdrucksweise eines Kindes fördern können.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bedeutung und Möglichkeiten der Spielförderung bei Kindern mit geistiger Behinderung
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,8
Autor
Anja Apitzsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
76
Katalognummer
V456316
ISBN (eBook)
9783668931497
ISBN (Buch)
9783668931503
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geistigbehindertenpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Apitzsch (Autor:in), 2010, Bedeutung und Möglichkeiten der Spielförderung bei Kindern mit geistiger Behinderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456316
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Leseprobe aus  76  Seiten
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