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Stell dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin. Eine fsQCA der Bedingungen für die Höhe der Wahlbeteiligung

Title: Stell dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin. Eine fsQCA der Bedingungen für die Höhe der Wahlbeteiligung

Master's Thesis , 2017 , 120 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nikolas Groß (Author)

Politics - Basics and General
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Summary Excerpt Details

Bei der Betrachtung der Wahlbeteiligung zum Europäischen Parlament 2014 werden drastische Unterschiede bei der Partizipation der einzelnen Mitgliedsstaaten sichtbar: während Belgien und Luxemburg mit weit über 80 Prozent eine sehr hohe Beteiligungsrate aufwiesen, nutzten in der Slowakei und der Tschechischen Republik weniger als 20 Prozent der potentiellen Wähler die Möglichkeit zur Stimmabgabe. Anhand dieser Wahl wird in der folgenden Arbeit untersucht, was die notwendigen und hinreichenden (Kombinationen von) Bedingungen für die Höhe der Wahlbeteiligung sind.

Um diese Frage beantworten und eine Erklärung für die zwischen den Mitgliedstaaten variierende Wahlbeteiligung leisten zu können, werden sowohl die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für eine hohe als auch eine niedrige Beteiligung an den Wahlen zum EU-Parlament 2014 in zwei getrennten empirischen Analysen untersucht.

Zur Beantwortung der Fragestellung bezieht sich diese Arbeit insbesondere auf die theoretischen Grundlagen des rationalistischen sowie sozialpsychologischen Ansatzes der Wahlverhaltensforschung. Aus diesen etablierten Ansätzen werden fünf (Makro-)Bedingungen abgeleitet, von denen ein Einfluss auf die Höhe der Wahlbeteiligung 2014 angenommen wird.

Das Ziel dieser Arbeit stellt auch besondere Ansprüche an die Methode. Dafür wurde die Qualitative Comparative Analysis (QCA) nach Ragin, genauer die Fuzzy-Set Qualitative Comparative Analysis (fsQCA) gewählt. Der eher fall- als variablenorientierte Forschungsansatz bietet beste Voraussetzungen zur Beantwortung der Fragestellung, da sich diese mengentheoretische Methode in besonderem Maße zur Analyse kausaler Komplexität, wie auch der relevanten mittleren Fallzahl von 28 Mitgliedstaaten eignet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Rahmen, aktueller Forschungsstand und Hypothesen

2.1 Allgemeine Theorien zur Erklärung von Wahlbeteiligung

2.2 Das Second-Order Election-Modell

2.3 Aktueller Forschungsstand und Hypothesen

3 Methodischer Rahmen

3.1 Die Fuzzy-Set Qualitative Comparative Analysis

3.2 Auswahl der Fälle und des Untersuchungszeitraums

3.3 Auswahl, Operationalisierung und Kalibrierung der Bedingungen

3.4 Auswahl, Operationalisierung und Kalibrierung des Outcomes

3.5 Daten der empirischen Analyse

4 Empirische Analyse

4.1 Analyse hoher Wahlbeteiligung – Outcome TURNOUT

4.1.1 Analyse notwendiger Bedingungen

4.1.2 Analyse hinreichender Bedingungen

4.1.3 Diskussion der Ergebnisse

4.2 Analyse niedriger Wahlbeteiligung – Outcome ~TURNOUT

4.2.1 Analyse notwendiger Bedingungen

4.2.2 Analyse hinreichender Bedingungen

4.2.3 Diskussion der Ergebnisse

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kausalen Zusammenhänge und Bedingungskonfigurationen, die zu einer variierenden Wahlbeteiligung in den 28 Mitgliedstaaten bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 führen, wobei insbesondere die Rolle politisch-institutioneller und europaspezifischer Faktoren analysiert wird.

  • Anwendung der Fuzzy-Set Qualitative Comparative Analysis (fsQCA) auf aggregierte Daten.
  • Analyse sowohl positiver (hohe Beteiligung) als auch negativer (niedrige Beteiligung) Outcomes.
  • Einbezug des politisch-institutionellen Kontextes und des Einflusses der Euro-Krise.
  • Untersuchung der Wahrnehmung der Spitzenkandidat_innen als Mobilisierungsfaktor.
  • Testung von fünf Hypothesen basierend auf rationalistischen und sozialpsychologischen Ansätzen.

Auszug aus dem Buch

Die Fuzzy-Set Qualitative Comparative Analysis

Wie im vorherigen Kapitel aufgeführt, gibt es eine große Bandbreite an Ansätzen, die mehr oder minder für sich beanspruchen, die Beteiligung an Europawahlen erklären zu können. Das Ziel dieser Arbeit ist es, notwendige und hinreichende Bedingungen für die niedrige, respektive hohe Beteiligung an den Wahlen zum Europäischen Parlament zu analysieren. Die Qualitative Comparative Analysis (QCA) bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Warum sich diese Methode in besonderem Maße für die Beantwortung der Fragestellung eignet, wird im Folgenden genauer begründet. Bevor auf verwendete fsQCA eingegangen wird, sollte zunächst methodischen Grundlagen der QCA im Allgemeinen skizziert werden.

Die Methode geht zurück auf die Arbeiten von Charles C. Ragin (insbesondere 1987; 2000; 2008) und basiert als mengentheoretischer Ansatz auf den Prinzipien der Booleschen Algebra sowie Mills Methoden der Differenz und der Übereinstimmung. Die in dieser Arbeit verwendete fsQCA greift zudem speziell auf die mathematische Logik der Fuzzy-Algebra zurück. Um die mengentheoretische Logik und den Bezug zu hinreichenden und notwendigen Bedingungen hervorzuheben sowie die nötige Distanz zu den existierenden quantitativen Methoden zu schaffen, verwendet die QCA eine spezifische Terminologie: Unabhängige Variablen werden ‚Bedingungen‘ genannt, während abhängige Variablen als ‚Outcome‘ bezeichnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung der variierenden Wahlbeteiligung bei den Europawahlen 2014 vor und begründet die Forschungsfrage sowie das gewählte methodische Vorgehen.

2 Theoretischer Rahmen, aktueller Forschungsstand und Hypothesen: Dieses Kapitel arbeitet die relevanten rationalistischen und sozialpsychologischen Theorien zur Wahlbeteiligung auf und leitet daraus fünf prüfbare Hypothesen ab.

3 Methodischer Rahmen: Hier wird der methodische Ansatz der fsQCA vorgestellt, die Auswahl der 28 untersuchten Fälle begründet und das Vorgehen bei der Operationalisierung sowie Kalibrierung der Bedingungen erläutert.

4 Empirische Analyse: Dieser Hauptteil führt die fsQCA durch, getrennt nach den Outcomes hoher und niedriger Wahlbeteiligung, und interpretiert die gefundenen hinreichenden und notwendigen Bedingungskonfigurationen.

5 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert ihre wissenschaftliche Bedeutung und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Wahlbeteiligung, Europäisches Parlament, Europawahlen 2014, fsQCA, Qualitative Comparative Analysis, Second-Order Election, Euro-Krise, Rational Choice, Sozialpsychologischer Ansatz, Bedingungskonfiguration, Politik, Institutionen, Wahlverhalten, Spitzenkandidat_innen, politische Involvierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die unterschiedliche Höhe der Wahlbeteiligung in den 28 EU-Mitgliedstaaten bei der Wahl zum Europäischen Parlament 2014.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der politisch-institutionelle Kontext, die Auswirkungen der Euro-Krise, die Identifikation mit der EU sowie die Rolle der Spitzenkandidaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Was sind die notwendigen und hinreichenden Bedingungen oder Kombinationen von Bedingungen für die Höhe der Beteiligung an den Wahlen zum Europäischen Parlament 2014?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Fuzzy-Set Qualitative Comparative Analysis (fsQCA) verwendet, um komplexe kausale Zusammenhänge zwischen verschiedenen Bedingungen und dem Outcome der Wahlbeteiligung zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil präsentiert die empirische fsQCA-Analyse, unterteilt in die Untersuchung von Konfigurationen, die eine hohe Wahlbeteiligung fördern, und solche, die eine niedrige Wahlbeteiligung begünstigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Wahlbeteiligung, fsQCA, Second-Order Election, institutioneller Kontext, Euro-Krise und politische Involvierung.

Welche Rolle spielt der politisch-institutionelle Kontext laut der Arbeit?

Der politisch-institutionelle Kontext, insbesondere die Variable POLINST, erweist sich als eine der zentralen Bedingungen, die maßgeblich zur Erklärung hoher Partizipationsraten beiträgt.

Welchen Einfluss hatte die Euro-Krise auf die Wahlbeteiligung?

Die Analyse zeigt, dass die Euro-Krise in den besonders betroffenen Ländern nicht durchweg zu einer höheren Mobilisierung führte, sondern in einigen Fällen eher zu einer negativen Beeinflussung der Partizipationsrate beigetragen hat.

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Details

Title
Stell dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin. Eine fsQCA der Bedingungen für die Höhe der Wahlbeteiligung
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Nikolas Groß (Author)
Publication Year
2017
Pages
120
Catalog Number
V456386
ISBN (eBook)
9783668931534
ISBN (Book)
9783668931541
Language
German
Tags
Wahlen fuzzy-set Qualitative Comparative Analysis Politikwissenschaften Europäisches Parlament Europäische Union
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nikolas Groß (Author), 2017, Stell dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin. Eine fsQCA der Bedingungen für die Höhe der Wahlbeteiligung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456386
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