Bildung im Alter. Angebote, Organisation und professionelles Handeln

Bildungsangebote am Seniorenkolleg der Technischen Universität Chemnitz


Bachelorarbeit, 2016
101 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bildung und Alter
2.1 Altersdefinitionen
2.1.1 Chancen und Grenzen im Alterungsprozess
2.1.1.1 Kognitive Fahigkeiten
2.1.1.2 Relevanz von Bildungserfahrungen
2.1.1.3 Soziale Aspekte und Deutungsmuster
2.1.2 Geschichtlicher Exkurs: Altersbilder und Bildungsarbeit im Wandel der Zeit .
2.2 Die Bedeutung von Bildungsarbeit im Alter
2.2.1 ... für die Àlteren
2.2.2 ... für die Erwachsenenbildung und die Gesellschaft
2.3 Aufriss bisher geleisteter Inhalte

3 Planung und Organisation von Bildungsangeboten

3.1 Didaktische Aspekte und padagogische Kompetenzen unter Berücksichtigung der Ziele von Bildungsarbeit mit Àlteren

3.2 Zusammenfassende Argumente von Bildungsorganisation

4 Portrait des Seniorenkollegs der Technischen Universitat Chemnitz

5 Qualitative Erhebungsmethode: Leitfadeninterview
5.1 Forschungsdesign und methodisches Vorgehen
5.2 Aufbereitung der Daten
5.2.1 Vorabinformationen über die Probandinnen der Transkripte A und B
5.2.1.1 Exemplarische Analyse der Altersbilder, deren Eigenschaften und Deutungsmusterrelevanz
5.2.1.2 Organisatorische und Didaktische Elemente
5.2.1.3 Die Bedeutung von Bildung
5.2.2 Vorabinformationen über die Probandinnen B1 und B2 des Transkriptes C
5.2.2.1 Exemplarische Analyse der Altersbilder und deren Eigenschaften
5.2.2.2 Veranderungen der Altersbilder im Zeitverlauf
5.2.2.3 Organisatorische Aspekte des Seniorenkollegs unter Berücksichtigung der Bedeutung von Bildung

6 Analyse und Interpretation der Daten
6.1 Kernaussagen
6.1.1 Altersbildung
6.1.2 Planung und Bildungsorganisation
6.2 Kritische Auseinandersetzung mit der Erhebungsmethode

7 Schlussbemerkungen

8 Literaturverzeichnis

I. Anhang
1.1 Transkript A - Interview
1.2 Transkript B - Interview
1.3 Transkript C - Interview ;

1 Einleitung

Laut des Bundesamtes für politische Bildung erfahrt Deutschland gegenwartig als auch zukünftig tiefgreifende Modifikationen, Bezug nehmend auf die vorherrschende Bevölkerungsentwicklung. „Die anhaltend niedrige Geburtenziffer und die bestandig steigende Lebenserwartung führt zu einer drastischen Veranderung des Verhaltnisses zwischen jüngerer und alterer Generation. Der Anteil der unter 20-Jahrigen an der Bevölkerung reduzierte sich zwischen 1960 und 2013 von 28,4 auf 18,1 Prozent. Parallel stieg der Anteil der Personen, die 60 Jahre und alter waren, von 17,4 auf 27,1 Prozent.“ (Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur. In: Bundeszentrale für politische Bildung. [text/html]. http://www.bpb.de/nachs chlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61541/altersstruktur.2015 (abgerufen am 10.06.2016)).

Als Folge des Faktums des enormen gesellschaftlichen Wandels und des damit einhergehenden Anstiegs von 9,7 Prozent derjenigen, welche das 60. Lebensjahr und darüber hinaus erreichen, wird nicht nur an die Gesellschaft ein hohes MaB an Veranderungsbereitschaft gestellt. Vielmehr erfahrt der gesamte Bildungssektor im Kontext demografischer Veranderungen strukturelle Wandlungen. Insbesondere für die Erwachsenenbildung und Weiterbildung eröffnen sich damit neue Wege, indem der Fokus verstarkt auf die Zielgruppe der Àlteren zwischen circa 50 und 80 Jahren gesetzt wird. Es gilt demnach Herausforderungen anzunehmen und zu bestreiten, um der stetig langer werdenden „Lebensphase Alter“ unter erwachsenpadagogischen Gesichtspunkten gerecht zu werden und eine möglichst effektive Integration von Menschen in der nachberuflichen Lebensphase zu gewahrleisten (Tippelt et al. 2009, S. 12 ff.). Aufbauend auf dem eben genannten Gedanken, entwickelte sich in den 60iger Jahren des 20. Jahrhunderts die Geragogik1 als Teilbereich der Erwachsenenbildung beziehungsweise der Gerontologie2 mit dem Ziel, Àltere mit dem Voranschreiten des Lebensalters weiterzubilden. Sie betrachtet die Zielgruppe als ganzheitliche Menschen, unabhangig von physischem oder psychologischem Zustand des Einzelnen und versucht demnach Bildung auf ganzer Ebene zu ermöglichen und zu realisieren. Eine sich stetig verandernde Gesellschaft, in welcher Bildung und deren Prozesse im Zusammenhang mit dem Aspekt des Lebenslangen Lernens von gröBter Wichtigkeit sind, erfordert eine aktive Teilnahme aller Altersgruppen, um eine Sicherstellung der optimalen Entwicklung eben dieser zu gewahrleisten. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die Geragogik auf einer höchst individuellen Basis Alterungsvorgange betrachtet und sich den Àlteren im Ganzen widmet. Gleichwohl ist es in diesem Kontext wichtig, die Lebensphase Alter nicht als eine Art isoliertes Stadium zu betrachten. Insbesondere für die spatere didaktische Umsetzung von Lehr- und Lernprozessen steht das gesamte Leben der Teilnehmenden im Fokus und beeinflusst maBgeblich die Bildungsarbeit. Da sich zudem jeder Mensch unterschiedlich entwickelt und der Prozess des Alterns wohl wie kein anderer von standigen Veranderungen gepragt ist, ist es zugleich Chance und Herausforderung für die Padagogen und Padagoginnen ihre Bildungsarbeit bestmöglich und erfolgreich durchzuführen. Bedarfe und Bedürfnisse der Teilnehmenden sollten hierbei berücksichtigt werden (Bubolz-Lutz et al. 2010, S. 11 ff.).

Bildungsarbeit im Umgang mit Àlteren ist demnach vor allem auf den bereits angeschnittenen Anspruch des Aspektes des „Lebensbegleitenden Lernens“ unverzichtbar. Doch wer genau steht hinter der Zielgruppe der Àlteren? Wie lernen altere Menschen und was beziehungsweise worüber definieren sich sogenannte Altersbilder, sind nur einige Fragestellungen, die es in der hier vorliegenden Abschlussarbeit zu beantworten gilt. Im Rahmen des Bachelorstudienganges der Studentin Frau Jessica Uhlmann, welche in ihrem gewahlten Studienschwerpunkt Erwachsenenbildung und Weiterbildung ein Praktikum am Seniorenkolleg der Technischen Universitat Chemnitz absolvierte, konnte in ihrer viermonatigen Praktikumszeit ein tieferer Einblick in die Thematik von Bildungsarbeit mit Àlteren erfolgen. Ihr Einsatzgebiet erstreckte sich vorwiegend über den der Bereich Planung und Organisation von Bildungsangeboten. Zu ihren Tatigkeiten gehörten unter anderem die statistische Auswertung der wöchentlichen Dienstagsveranstaltungen, gestalterische Arbeiten in Form der Erstellung von Flyern und anderen Werbematerialien als auch direkte Beratung und Assistenz im Umgang mit teilnehmenden Senioren und Seniorinnen.

Das Seniorenkolleg der Technischen Universitat Chemnitz wurde 1993 gegründet. Seit nun über 20 Jahren erfreut es sich gröBter Beliebtheit und Zuspruch, was an den stetig wachsenden Teilnehmerzahlen seit der Gründung bis heute zu verzeichnen ist. Ein auBerst vielfaltiges Bildungsangebot in Form von wöchentlich stattfindenden Vorlesungen, Kursen zu diversen Themenkomplexen wie Computer oder Fremdsprache, sowie jahrliche Exkursionen stellen ein vorbildliches Paradebeispiel für Bildung im Alter und generationsübergreifendes Lernen über die gesamte Lebensspanne hinweg dar und verdeutlichen gleichzeitig die Effektivitat und die Bedeutung derartiger Institutionen (Weinrich, 2013, S. 1 ff. In: 20 Jahre Seniorenkolleg. [text/html]. https://www.tuchemnitz.de/seniorenkolleg/geschichte.html (abgerufen am 12.06.2016)).

Aufbauend auf den Erfahrungen und Eindrücken wahrend der Zeit des Praktikums am Seniorenkolleg und dem Aspekt des persönlichen Interesses der Studentin, widmet sich die hier vorliegende Abschlussarbeit des Bachelor Padagogik im Studienschwerpunkt Erwachsenenbildung und Weiterbildung dem Themenbereich „Alter und Bildung“. Die Arbeit tragt den Titel:

„Bildung im Alter - Angebote, Organisation undprofessionelles Handeln: eine explorative Untersuchung von Bildungsangeboten am Seniorenkolleg der Technischen Universitat Chemnitz“.

Die Prasenz einer „alter werdenden Gesellschaft“ und der damit verbundenen Notwendigkeit von Bildungsangeboten und Möglichkeiten, sich auch mit dem Voranschreiten des Lebensalters weiterzubilden, wurde bereits kurz erwahnt. Auf diesem fundamentalen Leitgedanken soll die hier vorliegende Arbeit aufbauen und einen tieferen und detaillierteren Einblick in die Thematik liefern. Hierfür erfolgt zunachst ein einleitendes Kapitel, in welchem die Verschiedenartigkeiten diverser Altersdefinitionen, als auch mit der Zielgruppe einhergehende Eigenschaften in Anbetracht der Relevanz des Themenkomplex Bildung herausgestellt werden, um angrenzend den Lesern und Leserinnen in einem kurzen geschichtlichen Exkurs zur Geschichte und Entwicklung der Altenbildung und der Altersbilder, Veranderungen eben dieser vor Augen zu führen. Gleichwohl soll in dessen Zusammenhang versucht werden, ein erstes Herausstellen der Bedeutung von Bildung für die Individuen einerseits, als auch für die Gesellschaft andererseits zu verdeutlichen. Nachdem ein Grundverstandnis zur Lebensphase Alter erfolgte, befasst sich nachfolgendes Kapitel mit der Thematik der Planung und Organisation von Bildungsangeboten mit der Zielgruppe Àltere. Padagogische Kompetenzen und organisatorische Aspekte bilden die Kernelemente dieses Abschnittes der Bachelorarbeit. Das Kapitel ist inhaltlich mit dem vorherigen verknüpft, indem es die zuvor geschilderten Altersdefinitionen in Verbindung mit Lernvorgangen im Alter aufgreift und diese auf die padagogisch-didaktische Planung und Organisation von Bildungsangeboten anwendet. Folglich wird das Seniorenkolleg der Technischen Universitat als Praxisbeispiel angeführt und kurz vorgestellt werden. An dieser Stelle endet der erste theoretische Teil der Bachelorarbeit, in welchem den Lesern und Leserinnen ein tieferes Grundverstandnis zum Thema Alter und Bildung dargelegt wurde. Der zweite Teilbereich der Abschlussarbeit beginnt einleitend mit der Vorstellung der qualitativen Erhebungsmethode des sogenannten Leitfadeninterviews beziehungsweise Experteninterviews. Diese erfolgen in Kooperation mit den Mitarbeiterinnen des Seniorenkollegs der Technischen Universitat Chemnitz. Im Hinblick auf den Titel der Arbeit, welcher sich neben Bildungsvorgangen im Alter ebenso explizit an die Padagogen und Padagoginnen und deren Tatigkeiten richtet, ist es der Studentin wichtig, durch eben diese Erhebungsmethode individuelle Blickwinkel der Lehrenden zu beleuchten und den Lesern und Leserinnen einen praxisbezogenen Einblick in die Bildungsarbeit mit Àlteren zu liefern. Gleichzeitig sollen jedoch auch die Àlteren als Zielgruppe nicht aus dem Blickwinkel entfernt werden. Im Anschluss erfolgt eine zusammenfassende Transkription der gesammelten Daten, um diese im weiteren Verlauf mit den bis dahin geleisteten theoretischen Grundlagen zu verknüpfen und zu analysieren, um letztendlich eine umfassende und abschlieBende Auswertung vorzunehmen, welche die Arbeit abschlieBt.

Auf Basis der eben vorgestellten Inhalte und Ablaufe der Bachelorarbeit ist es Ziel, den Lesern und Leserinnen einen fundamentalen Einblick in Alterungsprozesse und den damit verbundenen Aspekten von Lehr- und Lernvorgangen Bezug nehmend auf den Leitgedanken des Lebenslangen Lernens und einer sich stetig wandelnden Gesellschaft zu ermöglichen. Gleichwohl ist dabei nicht nur eine Betrachtung der Zielgruppe „Àltere“ wichtig. Vielmehr erfolgt ebenso durch die Durchführung der Interviews ein lebensnahes und reales Beispiel von Bildungsarbeit im höheren Alter. An diesem Punkt soll jedoch vermerkt werden, dass die hier geleisteten Inhalte und Aufzeichnungen keineswegs jeden Blickwinkel beleuchten können. Dennoch ist es möglich auf Grundlage der Daten und im Hinblick auf das hier vorliegende Praxisbeispiel des Seniorenkollegs folgende Frage zu beantworten, beziehungsweise sich mit eben dieser kritisch auseinanderzusetzen:

Wie gestalten sich Lehr- und Lernvorgange von Menschen in der nachberuflichen Lebensphase hinsichtlich ihrer padagogisch-didaktischen Planung und Umsetzung unter Berücksichtigung eines hohen Mafies an Diversitat der Altersbilder- undprozesse in Anbetracht einer stetig wachsenden Dynamik der Gesellschaft?“

Des Weiteren sollen zudem auf den persönlichen Eigenschaften der Individuen aufbauend die eben genannten Lernvorgange betrachtet und eventuelle Grenzen oder Barrieren besprochen werden. Eine weiterführende Betrachtung von InterventionsmaBnahmen seitens der Institutionen, deren Chancen und Herausforderungen kommen in dessen Kontext zur Sprache.

2 Bildung und Alter

Deutschland im Strudel der Symptome des demografischen Wandels. Eine stetig alter werdende Gesellschaft, hervorgerufen durch die bereits erwahnte Tatsache sinkender Geburtenzahlen, als Folge der Verschiebung von Prioritaten von Frauen im gebarfahigen Alter, sowie wachsende medizinische Qualitaten und die daraus steigende Lebensqualitat der Bürger und Bürgerinnen, führen zu einer enormen Umverteilung der Alterungsgruppen und bewirken letztendlich eine drastische Zunahme der Anteile Àlterer. In den kommenden Jahren ist ebenfalls ein Anstieg sogenannter „Junger Alter3 “ zu erwarten (Kade, 2007, S. 19 ff.). Eines lasst sich daher mit Sicherheit anmerken: „Die Zunahme Junger Alter vermehrt das Interesse an einer Neuverpflichtung der Alten; insbesondere mit Blick auf den Zuwachs der Hochaltrigen und den steigenden Pflegebedarf nimmt die Nachfrage nach einem Engagement Àlterer zu.“ (Kade, 2007, S. 21). Bildungsprozesse mit der Zielgruppe Àltere erweisen sich daher als substanzielle Bindeglieder und sind für die Entwicklung einer sich dermaBen wandelnden Gesellschaft unverzichtbar. Doch wer genau steht hinter den Begriffen „Alte“?; Was zeichnet sie aus?; Welchen Wandel erfuhr deren Geschichte im Kontext der hier vorliegenden Abschlussarbeit zum Thema Bildungsarbeit in der nachberuflichen Lebensphase und was kann und sollte sie für eben diese Zielgruppe leisten, stellen die wesentlichsten Kernelemente des nachfolgenden Kapitels „Bildung und Alter“ dar.

2.1 Altersdefinitionen

Auf Basis der zuvor angesprochen Thematik des demografischen Wandels und steigender Anteile Àlterer, erscheint es nur logisch für eben diese Gruppe eindeutige und vor allem treffende Definitionen darlegen zu können. Doch wer genau reprasentiert die Lebensphase Alter? Was bedeutet es alter zu werden und ab wann gilt man als alt? Zunachst ist das Alter hinsichtlich der Geburtenjahre der betreffenden Personen zu verorten. An dieser Stelle spricht man vom kalendarischen Alter. Des Weiteren spielen in diesem Zusammenhang individuelle und von Person zu Person extrem variable, physische Determinanten eine zentrale Rolle. Diese beiden Altersdefinitionen müssen jedoch keineswegs miteinander korrelieren (Schmidt-Hertha, 2014, S. 16). Das Zitat: „Man ist so alt, wie man sich fühlt.“ (Schmidt- Hertha, 2014, S. 16) verdeutlicht die eben genannte Aussage. Demnach muss sich eine Person mit 70 Jahren keineswegs gebrechlich und krank fühlen, wo hingegen eine 55 Jahrige durchaus bereits körperlich beeintrachtig sein könnte. Die dritte Erklarungsmöglichkeit das Alter betreffend, betrachtet eher die psychischen Aspekte des Alterns und beschreibt dabei ein sich veranderndes Verhalten der betreffenden Personen bezüglich Motivation oder geistigen Fahigkeiten. Zuletzt lasst sich das sogenannte „soziale Alter“ im Kontrast zu den klassischen Lebensphasen Kindheit, Jugend und des Erwachsenseins abgrenzen (Schmidt-Hertha, 2014, S. 16 f.). Wegführend von den zahlreichen Altersdefinitionen und unter Berücksichtigung möglicher persönlicher Erfahrungen und Eindrücke das Altern betreffend, wird der ein oder andere Leser oder die ein oder andere Leserin womöglich bereits festgestellt haben, dass auch deren individuelle Deutungen und Auffassungsgaben für die Bewertung, was als „alt“ zu konstatieren ist oder nicht beeinflussen. Demnach könnte sich die Annahme festigen, dass das Alter lediglich im Kontrast zu Andersaltrigen existiert und somit als reines Konstrukt zu betrachten ist. Für ein Kind waren dem gegenüber die Eltern bereits als „alt“ einzustufen. Auch innerhalb einer Altersgruppe sind ganz unterschiedliche Ansichten vertreten und Altersdefinitionen werden auch hier auf verschiedene Weisen gedeutet und interpretiert. Diese Definitionsvariante in Verbindung mit der Erklarungsidee des physiologischen beziehungsweise biologischen Alterungsbegriffes scheint wohl am ehesten Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Die eben genannten Aspekte verdeutlichen daher nur ansatzweise die Komplexitat des Alterns. Eines kann jedoch sicher gesagt werden: Altern beschreibt keinen statischen Zustand, sondern es ist vielmehr in seinem Verlauf zu betrachten, unterliegt hierbei einer gewissen Dynamik und ist von Person zu Person vollkommen unterschiedlich (Kade, 2007, S. 13 ff.).

Zusammenfassend lasst sich daher feststellen, dass das kalendarische Alter keineswegs etwas über den Zustand eines Individuums ausdrücken muss. In Anbetracht biologischer Aspekte des Alterns, welche haufig auf Basis defizitarer Personenbilder konstatiert wurden, ist man heute immer mehr der Meinung, dass auch im Alter neben Abbaumechansismen geistiger und körperlicher Art, ebenso Erfolge zu verzeichnen sind. Eng verbunden ist hierbei auch das subjektive Empfinden eines jeden Einzelnen. Dem gegenüber unterliegen Àltere als Teil einer bestehenden Gesellschaft deren Wahrnehmungen und Deutungen und werden seitens derer beeinflusst und gepragt, wobei an dieser Stelle festgehalten werden soll, dass es sich hierbei ebenfalls um einen sich gegenseitig beeinflussenden und wechselseitigen Prozess handelt (Bubolz-Lutz et al. 2010, S. 28). Ferner erfuhr die Verwendung beziehungsweise die zeitliche Festsetzung des Alterns ihre fundamentale Ànderung mit der Einführung staatlich-sozialer MaBnahmen wie eingeführte Rentenversicherungen und spater das Recht eines jeden Bürgers auf den Ruhestand. Doch eine Kategorisierung, obgleich das aktuelle Rentenalter in Deutschland auf 65 - 67 Jahre festgesetzt wurde, erscheint in Bezug auf eine Festlegung des Altersbegriffes in Zeiten von „Frührenten“ und anderen staatlichen Programmen als unzureichend. Alter und Rente müssen daher keinesfalls miteinander korrelieren (Backes et al. 2013, S. 11 f.). „Laut dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung wurde festgestellt, [dass aufgrund der sinkenden Geburtenrate und einer steigenden Lebenserwartung bis ins hohe Alter der Anteil an Àlteren zunehmend ansteigt. D.V.] Wahrend 2005 auf 1.000 Erwerbsfahige 316 Ruhestandler im Alter von über 65 Jahren kamen, wird sich deren Zahl bis 2050 auf 644 erhöhen.“ (Uhlmann o.A. zitiert nach Sütterlin, 2008, S. 5).

Somit zieht der steigende Anteil der alteren Bevölkerung nicht nur eine Transformation der Gesellschaft nach sich, ebenso befinden sich auch die Betreffenden in der Notwendigkeit sich aufgrund einer sich immer rascher werdenden Entwicklung der Umwelt anzupassen. Alter ist demnach mehr als eine bloBe Aneinanderreihung von Definitionen. Vielmehr ist es wie bereits erwahnt ein individuell voranschreitender, mit der Gesellschaft in Wechselwirkung stehender Prozess, in dem Bildung von enormer Bedeutung ist, um Menschen im fortschreitenden Alter auch weiterhin in das Leben zu integrieren. Ein einziges Wort für eine derartig vielgestaltige Personengruppe erscheint daher mehr als unzureichend.

2.1.1 Chancen und Grenzen im Alterungsprozess

Aufbauend auf dem Leitgedanken der Unterschiedlichkeit diverser Altersdefinitionen und deren Reprasentation der Menschen in der sogenannten dritten Lebensphase, ist es nur logisch, dass eine so mehrdimensionale Gruppe ebenso vielfaltige Eigenschaften aufweist. Daher wird der Aspekt der Möglichkeit sich auch im höheren Alter weiterzubilden und die damit einhergehenden individuellen körperlichen und geistigen Fahigkeiten, sowie gesellschaftliche Aspekte das Lernen betreffend und deren Auswirkungen naher beleuchtet werden. Der Alterungsprozess und dessen Verlauf eröffnen den betreffenden Personen sowohl Chancen als auch Grenzen hinsichtlich verschiedener Lernvorgange, welche natürlich in Anbetracht der jeweiligen Individuen ganz unterschiedlich ausfallen können. Diese sollen folglich kurz vorgestellt werden.

2.1.1.1 Kognitive Fahigkeiten

Die Diversitat unterschiedlichster Altersdefinitionen deduziert zwangslaufig, dass gegebene Lern- oder Aneignungsmöglichkeiten im Alterungsverlauf eine ebenso groBe Unterschiedlichkeit und Vielfalt aufweisen. Die Tatsache des Zerfalls der früher eher klassisch dominierenden Altersbilder, aufgrund bereits genannter Aspekte wie zum Beispiel ein verfrühtes Eintreten in die Nacherwerbsphase, ist neben der ohnehin sehr komplexen Fülle an Eigenschaften im Alter gepragt. Kognitive Fahigkeiten eines jeden Einzelnen umfassen diverse Denk- Erinnerungs- und Aneignungsmechanismen als auch sprachliches Vermögen und sind auf dem eben genannten Aspekt der Variabilitat nicht zwangslaufig zum Abbau mit voranschreitendem Alter ausgerichtet. Zu jedem Zeitpunkt im Verlauf eines Lebens lassen sich kognitive Gewinne, aber auch Reduktionen feststellen. Es ist bekannt, dass das Gedachtnis des Menschen in Verbindung mit dessen Informationsverarbeitungsmechanismen eine enorme Komplexitat aufweist. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von sogenannter fluider und kristalliner Intelligenz. Erstere übernimmt hierbei vor allem die Aufgabe der Informationsverarbeitung, indem neues Wissen unter Berücksichtigung eines gewissen MaBes an Schnelligkeit, Korrektheit, aber auch der Fahigkeit mehrere Dinge gleichzeitig zu bewaltigen im Gedachtnis gespeichert wird. Doch die Fahigkeit neue Informationen über langere Zeit zu behalten und bei Bedarf abzurufen, ist nicht allein von der fluiden Intelligenz abhangig. Die kristalline Intelligenz beeinflusst ebenso, wie eben genannte körperliche Beschaffenheiten die Informationsspeicherung, indem sie aufbauend auf bereits erworbenen Lebens- und Lernerfahrungen aus der unmittelbaren Umgebung und der Gesellschaft zurückgreift und somit eine Art Wegweiser darstellt, an welchem sich die Betreffenden orientieren. Es herrschte die Annahme, dass vor allem die fluide Intelligenz mit steigendem Lebensalter sinkt. Diverse Untersuchungen konnten zwar Unterschiedlichkeiten hinsichtlich kognitiver Fahigkeiten feststellen, welche über die gesamte Lebensspanne hinweg nie völlig auszugleichen sind, jedoch tragt eine aktive Forderung des Gedachtnisses zur Förderung der Merkfahigkeit und der Informationsverarbeitung insbesondere bei Àlteren bei. Dem gegenüber sind bei der kristallinen Intelligenz kaum derartige Unterschiede zu verzeichnen, da sie auf den bereits angesprochenen individuellen Eigenschaften Bezug nehmend auf diverse Bildungsinteressen und Möglichkeiten eines jeden Einzelnen beruhen. An dieser Stelle soll jedoch betont werden, dass die beiden genannten Intelligenzen nie völlig getrennt voneinander agieren (Schmidt-Hertha, 2014, S. 35 ff.). „Wichtig ist hier, dass die zur kristallinen Intelligenz gehörenden Lernstrategien und bestehenden Wissensstrukturen die Aufnahme neuer Informationen erleichtern können.“ (Schmidt-Hertha, 2014, S. 37). Aufgrund dieser Tatsache ist es möglich anfangliche oder bereits bestehende Reduzierungen wie der, der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit entgegenzuwirken, sodass Altersunterschiede nicht zwangslaufig Lehr- und Lernvorgange negativ beeinflussen müssen (Schmidt-Hertha, 2014, S. 37; zitiert nach Bellon 2004). Sich verandernde Altersbilder, früher gepragt durch überwiegend defizitare Personenmerkmale beziehungsweise Zuschreibungen, heute jedoch mit Blickwinkel auf Àltere, welche auch mit voranschreitenden Lebensjahren aktiv und produktiv am Leben und der Gesellschaft teilhaben, veranlassten den Gerontologen Paul Baltes zur Entwicklung des sogenannten „S-O-K- Modells“. „S-O-K steht für Selektion, Optimierung und Kompensation. [...] Auf Lernvorgange lasst sich das Modell wie folgt umreiBen: Durch die Konzentration auf weniger Wissensgebiete (Selektion), die dafür umso intensiver bearbeitet werden (Optimierung) und durch kognitive Strategien [welche sich positiv auf die Merkfahigkeiten der einzelnen Personen auswirken und gleichzeitig der Informationsverarbeitung dienlich sind] (Kompensation), gelingt es Personen bis ins hohe Alter, herausragende Leistungen zu erbringen.“ (Uhlmann o.A. zitiert nach Baltes/Baltes, 1989 in: Schmidt-Hertha, 2014, S. 37). Letztendlich geht mit Voranschreiten des Alters keineswegs ein Abbau von Intelligenz einher, denn eben diese und auch die damit verbundenen Lernbereitschaften der Personen unterliegen zahlreichen weiteren Kriterien. So sind neben soeben genannten individuellen Eigenschaften, auch weitere Faktoren, wie zum Beispiel diverse Lernerfahrungen im Kindes- und Jugendalter oder die soziale Herkunft entscheidend, für die Lernfahigkeit und deren Voraussetzungen mit steigendem Alter (Staiger, 1994, S. 75 ff.).

2.1.1.2 Relevanz von Bildungserfahrungen

Neben eben genannten kognitiven Aspekten und deren Wirkung auf diverse Lernprozesse ist an dieser Stelle ein weiterer bedeutender Faktor zu erwahnen, welcher Bildungsvorgange und das Lernen eines jeden Einzelnen beeinflusst. Die vorangegangenen Lernerfahrungen und Erlebnisse und daraus resultierende Deutungen und Ansichten der Individuen tragen ebenfalls zum Verlauf von Bildungsarbeit und dem Lernverhalten der Àlteren bei. Die schulische Laufbahn bildet hierbei die Grundlage und ist entscheidend, inwieweit Bildungsprozesse im Verlauf des Lebens bewertet werden. So können negative Erfahrungen wahrend der Schulzeit zu einer eventuell spateren Abneigung gegenüber Weiterbildungsprogrammen führen, insbesondere wenn diese eine gewisse Affinitat hinsichtlich ihres Aufbaus beziehungsweise ihrer Organisation aufweisen. Die Betreffenden assoziieren hierbei aktuelle Erlebnisse mit bereits erlebten Dingen, was sich wiederum in eben genannten Eigenschaften der Teilnehmenden und deren Verhalten widerspiegeln kann. Ebenso wirkt sich eine nicht ausreichende Bereitstellung von Bildung im Kindes- und Jugendalter negativ auf spateres Weiterbildungsverhalten aus. Derartige Beobachtungen setzen sich im Verlauf der darauffolgenden Erwerbsphase fort. Bildungserfahrungen und deren Auswirkungen im höheren Alter besitzen eine immense Wirkung. Vergleichbar ist eben genannter Aspekt mit einem Kind, welches Fahrrad fahren lernt. Erfahrt es in seiner Lernphase überwiegend positive Eindrücke und ist das Erlernen mit SpaB, Freude und einem gewissen Anreiz oder Unterstützung zum Beispiel in Form von Lob seitens der Eltern und Familie verbunden, so überwiegen die schönen Momente, obwohl es möglicherweise einmal hinfallt und es wird zeit seines Lebens wohl gern das Rad als Fortbewegungsmittel nutzen. Bleiben derartig positive Facetten an Erfahrungen jedoch aus oder ein tief greifendes negatives Ereignis, wie beispielsweise ein schwerer Sturz infolgedessen sich das Kind einen Arm bricht, dominiert möglicherweise die Angst und es baut sich eine gewisse Abneigung gegen das Radfahren auf. Ebenso verhalt es sich mit Bildungsvorgangen bei Àlteren. Positives Erfahrungslernen in Verbindung mit einer eben solchen Umgebung bilden das Gerüst eines stabilen und vor allem effektiven Lernumfeldes. Daher ist auch in der Erwerbsphase ein förderliches Klima am Arbeitsplatz mit Freiraumen und der Möglichkeit sich nach individuellen MaBstaben und Ambitionen weiterzubilden von gröBter Wichtigkeit (Schmidt-Hertha, 2014, S. 37 f.). „Auch informelles Lernen im Lebensverlauf ist für Lernaktivitaten im Alter bedeutsam, insbesondere weil durch selbstgesteuerte Lernprojekte Lernstrategien und Lernkompetenzen gestarkt werden.“ (Schmidt-Hertha, 2014, S. 38). Das Bestreben sich mit voranschreiten des Alters auch auBerhalb formell-organisierter Bildungsveranstaltungen weiterzubilden, scheint eng mit eben genannten Aspekten der Bildungserfahrungen im Lebenslauf zu korrelieren. Letztendlich lasst sich festhalten, das auf den bereits geschilderten Fakten bezüglich von Bildungserfahrungen, die Biografie und somit der Verlauf eines jeden Individuums entscheidend für dessen Ansichten und Interessen, was Bildung in der Nacherwerbsphase (und auch vorher) betrifft, ist (Schmidt- Hertha, 2014, S. 37). Erwachsene und Àltere und deren Lernmechanismen sind demnach stark an biografische Erfahrungen gekoppelt, welche wiederum spatere und aktuelle Lernambitionen und Vorlieben und Abneigungen pragen. Hierbei spielen erworbene Erfahrungswerte eine bedeutende Rolle, indem die bereits angesprochenen Verknüpfungen von früheren Erlebnissen und Deutungen, sich auf das Bildungsverhalten im Erwachsenenalter projizieren (Bubolz-Lutz et al. 2010, S. 16). Dieser Punkt wird im darauffolgenden Abschnitt noch einmal genauer betrachtet werden. Auch geschichtliche Ereignisse wie Kriege pragen die Biografien der Betreffenden und wirken sich auf deren Bildung aus. Letzten Endes kann eine genauere Betrachtung der eigenen Lebensbiografie dazu führen, sich selbst nicht nur in kritischer Art und Weise zu sehen, sondern vielmehr ebenso als Anreiz für weiterführende Bildungsvorgange verstanden werden (Schmidt-Hertha, 2014, S. 38 f.).

2.1.1.3 Soziale Aspekte und Deutungsmuster

Zum jetzigen Punkt sollte den Lesern und Leserinnen verdeutlicht werden, dass Lernvorgange im Alter und deren Chancen, aber auch Grenzen von vielfaltigen Faktoren abhangig sind. Als letzter und entscheidender Aspekt dieses Kapitels sollen hier die sozialen Rahmenbedingungen erwahnt werden, welche eng verknüpft sind mit soeben genannten biografischen Beschaffenheiten der Àlteren. Unterschieden werden die aktuellen sozialen Aspekte sowie die bereits vorangegangenen Erfahrungswerte in Form der erworbenen Deutungsmuster. Betrachtet man zunachst die aktuellen sozialen Bedingungen, wird schnell deutlich, dass die Lebenssituationen als auch diverse soziale Kontakte der Àlteren, Einfluss auf deren Bildungsverhalten besitzen. Zu erwahnen sind an dieser Stelle finanzielle Mittel der Betreffenden, die Erreichbarkeit zu gewünschten Bildungsveranstaltungen, welche sich aufgrund möglicher eingeschrankter Mobilitat im höheren Erwachsenenalter als besonders ausschlaggebender Faktor erweist, als auch der Erwerbsstatus. Zusatzlich kann die Familie als Motivator seitens der Àlteren fungieren, indem sie die Teilhabe an diversen Bildungsveranstaltungen befürwortet oder diese dazu anregt. Sie selbst ist jedoch ebenfalls mit einer Art BildungsmaBnahme vergleichbar. Generationsübergreifendes Wissen und die damit verbundenen Erfahrungen erzeugen einen wechselseitigen Prozess, von dem alle Mitglieder profitieren und sich weiterbilden können. Àltere berichten zum Beispiel über bedeutende geschichtliche Ereignisse, Jüngere unterstützen möglicherweise die Àlteren in technischen Neuerungen. Erzeugt wird ein sich gegenseitig lehrender Vorgang. Zuletzt spielt natürlich auch das soziale Umfeld eine bedeutende Rolle. Gemeinsamkeiten und der Austausch mit Gleichaltrigen fördern die Weiterbildungsbereitschaft der Àlteren immens (Schmidt-Hertha, 2014, S. 39 ff.).

Aufbauend auf den bisher geleisteten Daten und unter Berücksichtigung des Alterungsprozesses in seinem Ganzen sowie dem zuvor erwahnten Aspekt der Bedeutsamkeit der Biografien der hier vorliegenden Zielgruppe, welche Auswirkungen auf das Bildungsverhalten eben dieser besitzen, erweisen sich Deutungsmuster in sozialen Kontexten und unter Berücksichtigung des hier vorliegenden Themas der Abschlussarbeit ebenfalls als wichtig und sollen daher kurz erwahnt werden.

„Für die Lernfahigkeit eines Menschen im höheren Lebensalter sind seine Lebensgeschichte und die in ihr gemachten Erfahrungen, erworbenen Einstellungen und Verhaltensschemata von groBer Bedeutung. Dies fangt schon im Kindesalter an und pflanzt sich in seiner gesamten Biographie fort.“ (Staiger, 1994, S. 80).

Um den Lesern und Leserinnen ein besseres Verstandnis über die Thematik der Deutungsmuster und deren Verbindung zum vorliegenden Thema begreiflich zu machen, ist es hilfreich, sich zunachst den Menschen und dessen Eigenschaften vor Augen zu führen. Der Mensch ist in den ersten Zeiten seines Lebens unbeholfen und hilflos, jedoch hierauf aufbauend zunachst auch frei von gesellschaftlichen Einwirkungen. „Der Philosoph John Locke war der Auffassung, dass der Mensch [...] als „unbeschriebenes Blatt“ zur Welt kommt und erst durch seine Sozialisation in jede Richtung formbar und beeinfluBbar sei [...].“ (Uhlmann o. A. zitiert nach Lexikon der Biologie. Tabula rasa. [text/html]. http://www.spektrum.de/lexikon/biologie/ Tabula-rasa/65199 (abgerufen am 10.08.2016)). Aus diesem Grund, ist die Kindheit und das Jugendalter wohl so bedeutsam, denn hier werden die ersten Grundsteine der zuvor erwahnten Vorlieben und Abneigungen gegenüber Weiterbildungen im höheren Lebensalter gelegt. Sozialisation meint in diesem Sinne die Vermittlung von Norm- und Werthaltungen einer bestehenden Gesellschaft, infolgedessen eine Eingliederung des Individuums in diese vollzogen wird, indem es erwartete Eigenschaften annimmt und nach erlernten Moralvorstellungen und Werten agiert (Staiger, 1994, S. 115 zitiert nach Hartfiel, 1981, S. 29). Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Menschen die gleichen Werthaltungen teilen oder teilen müssen. Deutungsmuster stellen in Verbindung mit dem Sozialisationsprozess, aber auch über das gesamte Leben hinweg, einen wesentlichen Bestandteil dar, welcher sich ebenfalls auf das Weiterbildungsverhalten im höheren Alter einerseits, aber auch auf das Lehrverhalten der Padagogen und Padagoginnen gegenüber den Teilnehmenden andererseits auswirkt. Sie reprasentieren seitens der Individuen deren persönliche Ansichten, Meinungen und Auffassungen über lebensweltliche Dinge und können dabei stark variieren. Deutungsmuster entwickeln sich im Verlauf eines Lebens und ermöglichen den betreffenden Personen in diversen Situationen des Lebens zu agieren und zu interagieren. Vergleichbar sind sie daher mit einer Art Handbuch, welches es einem ermöglicht, auf Basis erworbener und verinnerlichter Norm- und Werthaltungen als auch persönlicher Eigenschaften, situationsspezifisch zu handeln und eben diese Handlung zu strukturieren (Ullrich, 1999, S. 429). Die Kultur und der damit verbundene Sozialisationsprozess einer Gesellschaft sind daher eng mit eben genannten Deutungsmustern verknüpft. Menschen in unmittelbarer Umgebung wie Familie und Freunde tragen maBgeblich zur Entstehung eben dieser bei. In diesem Kontext pragte vor allem Bourdieu die sogenannte Habitustheorie4, welche eng mit dem Deutungsmusteransatz verknüpft ist. Hierauf aufbauend und auf dem zuvor erwahnten Gedanken des Tabula-rasa, sind einmal erworbene Deutungsmuster zu Beginn der Sozialisation nur schwer veranderbar (Staiger, 1994, S. 88). Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass Àltere nicht in der Lage sind, ihr Repertoire an Ansichten und Einstellungen zu erweitern (Staiger, 1994, S. 89 zitiert nach Lehr, 1984, S. 36). Veranderungen der Umwelt und der aktuellen Lebenslage können unter anderem als Motivator fungieren, um bestehende Deutungsmuster zu modifizieren. Nimmt man als Beispiel den technischen Fortschritt und den damit verbundenen Wunsch, auch im Alter noch mit der jüngeren Generation mithalten zu können, kann dieser Zustand nicht nur zu einer neuen Teilnahme an Bildung und der Gesellschaft führen, sondern eröffnet auch den Betreffenden neue Denk- und Sichtweisen (Staiger, 1994, S. 90).

Das Kapitel tragt den Titel „Chancen und Grenzen im Alterungsprozess“. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Bildungschancen als auch Grenzen bei Àlteren von einer Vielzahl an Faktoren abhangig sind, welche oftmals ineinander verflochten, zu unterschiedlichsten Ergebnissen führen. Allein die zu Beginn erwahnte Pluralitat der Altersbilder und die damit einflieBenden Voraussetzungen, welche die Teilnehmenden mitbringen, sind in der Lage neue Wege zu öffnen, aber auch in Anbetracht körperlicher Eingeschranktheit und auftretender Erkrankungen den Betreffenden Grenzen hinsichtlich Weiterbildung aufzuzeigen. Die Vielfaltigkeit der Biografien der Senioren und Seniorinnen sind ebenfalls in der Lage, deren Weiterbildungsengagement zu beeinflussen und somit gleichwohl Chance als auch Hürde aufzufassen. Die zuletzt erwahnten sozialen Aspekte und der damit verbundene Deutungsmusteransatz sind ebenfalls beidseitig zu betrachten. Letzten Endes sind wohl alle soeben erwahnten Determinanten maBgeblich für eine erfolgreiche Bildung im höheren Lebensalter und damit auch einer erfolgreichen Integration derer verantwortlich. Sicherlich gibt es noch weitere Aspekte, welche auf individueller Ebene zu tragen kommen. Finanzielle Blickwinkel als auch die Wohnorte und deren infrastrukturelle Beschaffenheiten der Teilnehmenden spielen eine wichtige Rolle.

Dennoch steht fest, dass sich das Bildungsverhalten im Laufe der Zeit bei der hier relevanten Zielgruppe deutlich verandert hat, was allein durch die starke Diversitat der Altersbilder in ihrem Ganzen bestarkt wird. Daher wird nachfolgendes Kapitel einen kurzen Einblick in den Wandel der Altersbilder und den sich verandernden Verlauf der Bildungsarbeit mit Àlteren, im Hinblick auf deren geschichtliche Entwicklung liefern.

2.1.2 Geschichtlicher Exkurs: Altersbilder und Bildungsarbeit im Wandel der Zeit

Bildung besitzt wohl mehr denn je eine überaus groBe Bedeutung für die Gesellschaft. Bildungsangebote für Àltere sind heute in fast jeder Weiterbildungseinrichtung zu finden. Spezielle Angebote für Senioren und Seniorinnen in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Technik, in Form von Seminaren, Workshops oder Vorlesungen boomen und erfreuen sich bei den Teilnehmenden auBerordentlicher Beliebtheit und Zuspruch. Doch so war es nicht immer. Im Vorfeld der hier vorliegenden Abschlussarbeit wurde bereits auf das früher dominierende, eher negativ behaftete Altersbild eingegangen. Obgleich sich derartige Ansichten und Einstellungen im 21. Jahrhundert durchaus verandert beziehungsweise abgeschwacht haben, lassen sich stereotype Zuschreibungen wohl nie vollstandig eliminieren. Rückblickend ist dieser Aspekt ebenfalls mit bereits genanntem Deutungsmusteransatz gekoppelt. „“Alter“ wird auch heute noch allzu haufig [...] als ein Makel betrachtet, als ein Zustand des Abbaus physischer Leistungsfahigkeit u. Mobilitat, damit einhergehend die Reduktion geistiger Leistungs- und Lernfahigkeit, eine Demotivation, Interesselosigkeit und gelegentliche “Altershalsstarrigkeit“.“ (Uhlmann o. A. zitiert nach Staiger, 1994, S. 24). Dass diesem Zustand weitestgehend widersprochen werden kann, wurde bereits erörtert und dennoch spiegelt eben dieses Zitat Ansichten und Meinungen wieder, welche von AuBenstehenden dargelegt werden. Als eindeutig einschneidende Beispiele sind an dieser Stelle wohl Pflege- und Seniorenzentren anzuführen, welche oftmals mit eben beschriebenen defizitar dominierenden Altersbildern assoziiert werden. Menschen, die körperlich und geistig stark beeintrachtigt und auf eine umfassende Betreuung und Pflege seitens des Personals angewiesen sind, nahren in gewisser Weise veraltete Zuschreibungen und verfalschen das Alter in seinem Ganzen. Selbstverstandlich, und die Leser und Leserinnen dieser Arbeit, welche möglicherweise im Familien- und Verwandtenkreis ahnliche Erfahrungen durchlebt haben, werden dem sicherlich zustimmen, sind derartig schwere Verlaufe des Alterungsprozesses mit Krankheit und einem stetigen Abbau geistiger und körperlicher Fahigkeiten keine Einzelfalle. Und dennoch erscheint es falsch ausgehend auf den bisher geleisteten Inhalten der Arbeit, Menschen in der Nacherwerbsphase in eine Kategorie hineinzudrangen, welche allein schon durch die Vielfaltigkeit der individuellen, personengebundenen Eigenschaften eines jeden Einzelnen als nicht machbar und irrelevant erscheinen (Staiger, 1994, S. 24 f. zitiert nach Qunit, R. / Sprinkart, K.P., 1984, S. 10). Denn auch in Pflegeeinrichtungen werden dessen Bewohner und Bewohnerinnen geistig gefördert, immer in Anbetracht ihrer speziellen Voraussetzungen. Und geht es bei Bildung im Alter und in ihrem Ganzen nicht genau darum? Auf die subjektiven Wünsche und Gegebenheiten der Personen einzugehen und sie nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern? Fest steht jedoch, dass sich eben solche Auffassungen keineswegs pauschalisieren lassen und das im Verlauf der letzten Jahrzehnte wohl zahlreiche Menschen der Gesellschaft das Gegenteil bewiesen haben, indem sie sich zum Beispiel neuen technischen und gesellschaftlichen Standards anpassten und sich bis ins hohe Alter weiterbildeten. Hierauf stützend, entwickelte sich die Gerontologie als noch relativ junge Wissenschaftsdisziplin. In den 1970iger Jahren erfuhr Deutschland im Bereich Bildung umfassende Modifikationen, mit deren Hilfe der Anspruch auf Bildungsurlaub, frei von Familienstand, Geschlecht oder der Erwerbssituation bestand. „[Des Weiteren eröffnete die Zielgruppenarbeit im Weiterbildungssektor den Teilnehmenden neue Wege des Lebenslangen Lernens] unabhangig von Herkunft, sozialem Status und materiellen Möglichkeiten.“ (Uhlmann, o. A. zitiert nach Hoffmann-Gabel, 2003, S. 20). Mit Einführung des eben genannten „Bildungsurlaubes“5 eröffneten sich neue Chancen für die Gruppe der Àlteren. 1979 entwickelte Hanns Wiedmann ein Konzept für Senioren und Seniorinnen, welches ein erstes Umdenken der bestehenden Defizithypothese forderte und Àltere als eigenstandige Subjekte wahrnahm, indem auf deren bereits angesprochene Bedürfnisse sowie körperliche und geistige Beschaffenheiten eingegangen wurde. Der Zielgruppe sollte es demnach möglich sein, sich neues Wissen anzueignen, sich selbst auszuprobieren und den Horizont zu erweitern, als auch als fester Bestandteil in einer bestehenden Gesellschaft in Form gleichwertiger Subjekte, anerkannt und akzeptiert zu werden. Weiterhin sollten alltagliche Hürden und Barrieren, wie zum Beispiel das Ausfüllen von amtlichen Dokumenten, aber auch das Ausbrechen aus taglichen Mustern der Betreffenden ermöglicht werden (Hoffmann-Gabel, 2003, S. 19 ff.). Aufbauend auf den Gedanken und Arbeiten Wiedmanns, erschien 1980 das Werk „Un-Ruhestand“, in welchem sich verschiedene Generationen mit dem Alterungsprozess auseinandersetzten. Schwerpunkte wurden hierbei vor allem auf die Rolle des Alterns und den damit einhergehenden stereotypen Zuschreibungen gesetzt, als auch eine explizite Auseinandersetzung mit sozialen und humanen Aspekten, wie beispielsweise finanzielle und materielle Ressourcen, aber auch den Anschluss der Senioren und Seniorinnen an die Gesellschaft wurde diskutiert. Mitte bis Ende der 90iger Jahre ermöglichten Radiosendungen ein erweitertes Wissensportal. Mithilfe erster hochschuldidaktischer Weiterbildungsangebote in Form des sogenannten „Funkollegs“ wurde ebenfalls versucht, auf den Prozess des Alterns einzugehen. Die Gesellschaft als Ganzes sollte mobilisiert werden und sich im Zuge des demografischen Wandels und dessen Folgen mit einer steigenden Zahl Àlterer politisch wie auch sozial auseinandersetzen (Hoffmann-Gabel, 2003, S. 22 ff.). Die neu gewonnene Zeit sollte nun effektiv seitens der Senioren und Seniorinnen genutzt werden, wobei ebenso der ökonomische Aspekt eine zentrale Rolle in der „neuen Bildungsarbeit spielte (Bubolz-Lutz, 2000, [text/html]. http://www.bagso.de/publikationen/ bagsonachrichten/archiv/022000/bildung-im-alter-eine-chance-zu-persoenlicher-sozialer-und- gesellschaftlicher-entwicklung.html (abgerufen am 27.08.2016)). Die 90iger Jahre untermauerten noch einmal die Abwendung der Defizithypothese, indem Bildungsveranstaltungen zu Themenkomplexen wie Krankheit, Pflege oder generelle gesundheitliche Aspekte weniger dominierten, als in den Jahren zuvor (Bubolz-Lutz, 2000, [text/html]. http://www.bagso.de/publikationen/bagsonachrichten/archiv/022000/bildung-im- alter-eine-chance-zu-persoenlicher-sozialer-und-gesellschaftlicher-entwicklung.html (abgerufen am 27.09.2016)).

Rückblickend ist daher an dieser Stelle zu vermerken, dass der Prozess des Alterns und dessen Betrachtung wohl wie kaum ein anderer derartige Veranderungen durchlaufen hat. Geht man in der Geschichte noch weiter zurück als bisher erwahnt, so galten die Alten im 19. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und zur spateren Einführung der Rentenreform als auch des Ruhestandes als senil und invalide. Armut bestimmte zu damaligen Zeiten den sogenannten letzten Lebensabschnitt. Erst durch die Einführung sozialer Absicherungen konnte dieser Lebensabschnitt leichter und effektiver gestaltet werden. „Die Altersphase wird nicht mehr wie früher als ein kurzer Lebensabend im Sinne eines "Ausklingen-Lassen" und "Warten auf den Tod" interpretiert, sondern ist ein eigenstandiger Lebensabschnitt geworden, der durch die Übernahme sozialer Rollen mit Sinn gefüllt werden will und gefüllt werden muss.“ (Tesch-Römer, 2013, Altersbilder im Wandel. In: Bundeszentrale für politische Bildung. [text/html]. http://www.bpb.de/apuz/153117/altersbilde r-im-wandel?p=all (abgerufen am 27.08.2016)).

Obwohl das Altern bei jedem Menschen in unterschiedlichster Weise verlauft, sollte Bildung für jeden zur Verfügung stehen und auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtet sein. Wie sich die Gesellschaft hinsichtlich ihrer strukturellen Zusammensetzung verandert, so unterliegen auch die Altersbilder enormen Wandlungen. Die Bildungsbereitschaft ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, was nicht zuletzt mit sich verandernden Lebensbedingungen- und stilen einhergeht. Weiterhin konnten auf wissenschaftlicher Basis, sich positiv verandernde Sichtweisen seitens der Altersbilder innerhalb der Zielgruppe, als auch auBerhalb festgestellt werden, indem die Nacherwerbsphase weniger als letzter Lebensabschnitt, sondern vielmehr als Chance und Herausforderung für neue Erfahrungen und individuelle Entwicklung gesehen wird (Tesch-Römer, 2013, Altersbilder im Wandel. In: Bundeszentrale für politische Bildung. [text/html]. http://www.bpb.de/apuz/15311 7/altersbilder-im-wandel?p=all (abgerufen am 27.08.2016)).

Aufbauend auf den sich wandelnden Ansichten erfuhr selbstverstandlich auch die Bildungsarbeit Neuerungen und Anpassungen, welche den Àlteren und deren Wünschen und Erwartungen einerseits, aber auch den Ansprüchen der Gesellschaft andererseits gerecht werden sollten. Doch welche Bedeutung beziehungsweise Rolle besitzt Bildung bezüglich des Anspruches an das Lebenslange Lernen für die Àlteren und die Erwachsenenpadagogen und Erwachsenenpadagoginnen? Nachfolgendes Kapitel soll daher hierauf Aufschluss liefern.

2.2 Die Bedeutung von Bildungsarbeit im Alter

Aufbauend auf den bisher geleisteten Inhalten zu Altersbildern, deren Entwicklungen und Veranderungen, sowie einer kurzen Betrachtung zu den Anfangen der Bildungsarbeit im höheren Alter und in Anbetracht einer weiter steigenden Zahl eben derer, welche enorme Veranderungen bezüglich der gesamten Gesellschaft nach sich ziehen, erscheint es wichtiger denn je, Bildung in jeder Lebensphase zu gewahrleisten (Backes & Clemens, 2013, S. 31). Der Diskurs um das Lebenslange Lernen erfahrt auch in der Lebensphase Alter eine besondere Bedeutung. Obwohl das Lernen an sich ja ohnehin über die gesamte Lebensspanne automatisch vollzogen wird, ist es vor allem für altere Menschen schwieriger, auf Basis standiger Neuerungen in den Bereichen Wissenschaft, Technik und der Gesellschaft in ihrem Ganzen mit diesem raschen Wandel Schritt zu halten (Nacke & Dohmen, 1996, S. 23). Um eine optimale und möglichst reibungslose Gewahrleistung und Bereitstellung von Bildungsangeboten in der nachberuflichen Lebensphase sicherzustellen, obliegt es der Politik angemessene Bedingungen auf institutioneller Ebene, im sozialen Sektor als auch aus padagogischer Perspektive bezüglich didaktischer Ausgestaltungen zu treffen (Hof, 2009, S. 12). Welche Stellung oder besser ausgedrückt Rolle Bildung hierbei für die Àlteren einnimmt und was für Auswirkungen es letztendlich für das padagogische Personal und die Erwachsenenbildung besitzt, wird folglich angesprochen und erörtert werden.

2.2.1 ... für die Alteren

Àltere weisen wohl heute wie nie zuvor eine überaus groBe und vielfaltige Pluralitat hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Fahigkeiten und natürlich auch in ihrer Zusammensetzung als soziale Gruppe auf. In Anbetracht eben genannter Aspekte und der doch überaus breiten Spanne, wer als „alt“ zu kategorisieren ist, übernimmt Bildung in Zeiten von Neuorientierungen und standigen Veranderungen im sogenannten dritten Lebensalter eine entscheidende und wichtige Funktion (Staiger, 1994, S. 84). In Verbindung mit Lernprozessen fungiert sie insbesondere im höheren Alter als eine Art „Anker“, indem sie den Betreffenden ein Gefühl von Zugehörigkeit, Lebensfreude und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. Gemeinsam lernen, sich treffen, mit Anderen bestehendes Wissen und Erfahrungen austauschen, neue Eindrücke sammeln und erleben und sich selbst, als auch seine Umgebung kritisch zu betrachten, sind wesentliche Kriterien, was Bildungsarbeit leisten kann und sollte (Bubolz-Lutz et al. 2010, S. 21 f.). Dass Voranschreiten der Jahre bewirkt bei vielen ein Umdenken und so manch einer stellt sich die Frage: „Was fange ich mit meiner restlichen Lebenszeit am besten an?“ Bildungsarbeit in Form eines Austausches von erlebten Dingen und Erfahrungen kann hierbei ebenso bedeutsam für die Teilnehmenden und die Gesellschaft sein, wie beispielsweise ein organisiertes Seminar zu einem aktuellen wissenschaftlichen Themenkomplex, in dem zeitgenössische Aspekte beleuchtet werden. Die sogenannten „Jüngeren“ erhalten einen detailgetreuen Einblick aus erster Hand und die altere Generation erhalt die Chance sich gegenseitig auszutauschen, zu kommunizieren, Parallelen oder Unterschiede in ihren Lebenslaufen festzustellen. Es entsteht letzten Endes ein Prozess des Gebens und Nehmens und einer Reflexion, von welcher beide Seiten profitieren können (Hoffman-Gabel, 2003, S. 32). Des Weiteren eröffnet Bildung neue Wege und ist somit in der Lage, fehlende Tatigkeiten, welche zum Beispiel aufgrund körperlicher Eingeschranktheit nur schwer oder gar überhaupt nicht mehr ausführbar sind auszugleichen, indem sie den Senioren und Seniorinnen neue Betatigungsfelder und Alternativen sowie Sinnhaftigkeit für das Leben und dessen Gestaltung aufzeigt (Hoffman-Gabel, 2003, S. 34 f.). Ebenfalls wurde zu Beginn dieser Arbeit das vorhandene Potenzial der Teilnehmenden erörtert und hiermit einhergehend auf Basis ihrer individuellen Voraussetzungen geistiger und körperlicher Natur, welche einen ebenso bedeutenden Einfluss auf das Lernen besitzen wie vorhandene Deutungsmuster mit diversen Norm- und Werthaltungen. Tatsachlich konnten in verschiedenen Studien praventive Effekte von Bildung bezüglich des Gesundheitszustandes festgestellt werden, was nicht nur positive Auswirkungen auf die Zielgruppe der Àlteren besitzt, sondern sich dem gegenüber auch für die Gesellschaft auf ökonomischer Ebene eben solche Effekte erzielen lassen. Dem körperlichen Abbau kann damit weitestgehend entgegengewirkt werden (Schmidt-Hertha, 2014, S. 30). „Dieses Modell der komprimierten Morbiditat (vgl. Kruse 2006a) würde eine gewisse Entlastung der Gesundheitssysteme bedeuten, deren Überlastung in Gesellschaften mit einer wachsenden Zahl Àlterer befürchtet wird.“ (Schmidt-Hertha, 2014, S. 30 zitiert nach BMG 2014; -> Kap. 2). „Der Ausdruck „komprimierte Morbiditat“ beschreibt einen Zustand der Verkürzung einer von Krankheit und Abbauelementen gepragten Phase im Alter, welche jedoch letzten Endes zum Tod führt.“ (Uhlmann, o. A. zitiert nach Schmidt-Hertha, 2014, S. 30).

Zusammenfassend ist Bildung in der Lage, sowohl die geistige Fitness als auch die persönliche Aktivitat zu erhalten (Schmidt-Hertha, 2014, S. 31). Neben dem Erhalt und der Förderung individueller Eigenschaften im Alter kann Bildungsarbeit ebenfalls zu einer Transformation persönlicher Deutungsmuster einerseits, aber auch zu Veranderungen von Auffassungen der Menschen im unmittelbaren Umfeld führen. Generell lasst sich feststellen, dass der Status des Alterns in seinem Verlauf betrachtet heute eher positiv assoziiert wird als früher, wenn die Betreffenden ein gewisses MaB an Bildungserfahrungen beziehungsweise einen grundlegenden Bildungsstandard aufweisen (Tesch-Römer, 2013, Altersbilder im Wandel. In: Bundeszentrale für politische Bildung. [text/html]. http://www.bpb.de/apuz/15311 7/altersbilder-im-wandel?p=all (abgerufen am 29.08.2016)).

Bildung ist in der Lage in Zeiten drastischer Veranderungen und Neuorientierungen vieles zu geben und gleichzeitig ebenso viele Wandlungen hervorzurufen. Doch nicht nur für die Lernenden ergeben sich hieraus Neuerungen. Die Bereitschaft sich auch im Alter weiterzubilden wirkt sich ebenso auf die Erwachsenbildung und die Padagogen und Padagoginnen als auch auf die Gesellschaft in ihrem Ganzen aus.

2.2.2 ... für die Erwachsenenbildung und die Gesellschaft

Mit einer starker werdenden Prasenz der hier vorliegenden Zielgruppe, in welcher der altere Mensch nicht nur anhand festgesetzter Deutungen und Zuschreibungen bewertet und analysiert wird, sondern er vielmehr als ganzheitliches Wesen, welches mit individuellen Eigenschaften behaftet ist betrachtet wird, ergeben sich aufbauend auf den zahlreichen Weiterbildungsangeboten für Àltere auch spezielle Funktionen seitens der Erwachsenenbildung und der Gesellschaft. Gleichwohl befasst sich die hier vorliegende Arbeit am Fallbeispiel des Seniorenkollegs der Technischen Universitat Chemnitz zwar eher auf Bildung auBerhalb der Erwerbsphase, dennoch soll an dieser Stelle betont werden, das aufgrund des bereits mehrfach angesprochenen demografischen Wandels und einer damit einhergehenden Verschiebung der Altersgruppen, Veranderungen und Folgen auf ganzheitlicher Ebene im Bereich Bildung und Gesellschaft erfolgen und aus diesem Grund eine kurze Betrachtung der Erwerbsphase erfolgt.

Allein die Differenz des Austrittes aus dem Berufsleben vor knapp 20 Jahren mit 58, ist im Vergleich mit der heutigen schrittweisen Rentenanpassung von bis zu 67 im Jahr 2031 als enorm unterschiedlich zu bewerten. Dieser Zustand ist ebenfalls als Folge sich verandernder gesellschaftlicher Altersstrukturen zu verzeichnen, da aktuell das Verhaltnis von alteren Erwerbstatigen und der nachfolgend jüngeren Generation sich keineswegs in einem angemessenen Gleichgewicht befindet (Schmidt & Tippelt, 2009, S. 73). Aufbauend auf eben genannten Daten, erfordert es nicht nur auf bildungspolitischer Ebene spezifische Programme, um Àltere langer im Arbeitsleben zu halten und vor allem zu integrieren. Betrachtet man jedoch den Arbeitsmarkt genauer, sind die zu besetzenden Stellen haufig eher an jüngere Zielgruppen und Adressaten gerichtet, was Àltere nicht nur demotiviert, sondern ebenso das bereits mehrfach angesprochene Defizitbild bestarkt (Thiele, 2010, S. 22). „Im Beschaftigungssystem ist daher dringend ein Umdenken gegenüber den alteren Beschaftigten notwendig [...]“ (Schmidt & Tippelt, 2009, S. 73). Doch was genau haben eben erwahnte Aspekte mit der Rolle von Altersbildung für die Erwachsenbildung und die Gesellschaft zu tun? Vereinfacht ausgedrückt ermöglichen derartige Strukturen möglicherweise eine Transformation bisheriger Inhalte und eröffnen somit den Padagogen und Padagoginnen im Bereich der Weiterbildung mit Àlteren neue Wege, aus offensichtlichen Fehlern oder besser ausgedrückt veralteten Ansichten und auch aus der Notwendigkeit heraus, Dinge zu verandern. Ebenso erfahren verankerte Deutungen und Wertvorstellungen Neuerungen und wirken sich auf die Gesellschaft und deren Mitglieder und Mitgliederinnen aus und sind dadurch in der Lage neue Teilnehmende für sich zugewinnen um somit die Gesellschaft auf unterschiedlichsten Ebenen mitzugestalten und zu verandern (Staiger, 1994, S. 90). Mit einer vermehrten Nachfrage beruflicher und nachberuflicher Weiterbildungsangebote im Alter wachst nicht nur die Zielgruppe drastisch an, sondern es werden gleichzeitig auch Arbeitsplatze in Form der Lehrenden geschaffen (Schmidt & Tippelt, 2009, S. 74 zitiert nach Baltes 1993). Der Erwachsenenbildung und Weiterbildung obliegt hierin jedoch gleichzeitig (natürlich auch auf bildungspolitischer Ebene) eine Schaffung eines gewissen MaBes an Attraktivitat, um Àltere langer in der Erwerbsphase zu halten (Kruse, 2008, S. 95).

2.3 Aufriss bisher geleisteter Inhalte

Obgleich in einigen Kapiteln, bereits kurze Zusammenfassungen am Ende geschildert wurden sind, ist es für eine bessere Übersichtlichkeit der Bachelorarbeit und auf Basis der relativ dichten Fülle bisher geleisteter Informationen hilfreich, den Lesern und Leserinnen an dieser Stelle einen kurzen Aufriss des gesamten zweiten Kapitels zu liefern, bevor anschlieBend mit dem dritten Kapitel „Planung und Organisation von Bildungsangeboten“ fortgefahren werden wird.

Die Unterschiedlichkeit des Menschen spiegelt sich in jeder Lebenslage und Beziehung wieder. Ebenso konnte an den bisher geleisteten Inhalten eine überaus groBe Vielschichtigkeit der Altersbilder herausgestellt werden. Ein einziges Wort ist demnach mehr als unzureichend und keineswegs in der Lage auch nur ansatzweise die Farbvielfalt dieses Teils der Bevölkerung zu charakterisieren. Der Prozess des Alterns obliegt hierbei ebensolchen Veranderungen, wie die Begriffsentwicklungen oder besser ausgedrückt die Veranderungen der Rollenzuschreibungen und Bilder der Àlteren. Abhangig von exogenen Faktoren in der Geschichte und den sich damit verandernden Bedingungen und Ansichten seitens der Gesellschaft, unterliegen daher die Altersbilder einem eben solchen Wandel, wie die auBenstehenden Faktoren. Bildung und Weiterbildung und diverse Lernvorgange beeinflussen zudem Alterungsprozesse und sind in der Lage, die bereits angesprochenen Deutungselemente der Teilnehmenden entweder zu bestarken, aber auch sie zu verandern und neue Ansichten zuzulassen. Rückblickend spielen die biografischen Erlebnisse der Àlteren eine wesentliche Rolle und können Bildungsveranstaltungen maBgeblich beeinflussen. Die Funktionen von Bildung im dritten Lebensalter haben sich in den vergangenen Jahrzehnten ebenso verandert wie die Gruppe der Alten an sich. Die Funktionen wie Integration, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, der Erhalt und die Förderung körperlicher Beschaffenheiten als auch die damit verbundene Schaffung neuer Arbeitsplatze und eine Transformation des Denkens auf kultureller, politischer und gesellschaftlicher Ebene reprasentieren gleichzeitig die Ziele, welche an Bildungsarbeit mit Àlteren gestellt werden. In diesem Kontext besteht eine enge Verbindung zur Planung und Organisation eben dieser sowohl auf didaktischer Ebene, sowie innerhalb der Zielgruppe.

3 Planung und Organisation von Bildungsangeboten

Die Abschlussarbeit befasst sich schwerpunktmaBig neben bereits dargelegten Darstellungen in gleicherweise mit den organisatorischen und didaktischen Aspekten von Bildungsarbeit mit Àlteren. Aufgrund einer Differenzierung von Lernvorgangen im Kindes- und Jugendalter gegenüber den Teilnehmenden in der nachberuflichen Lebensphase erscheint es nur logisch, ebensolche Unterschiede bei der Planung, Organisation und der spateren Durchführung von Weiterbildung zu erwarten. Wie genau sich die didaktische Planung der hier vorliegenden Zielgruppe gestaltet und was auf Basis bereits genannter Eigenschaften eben dieser in Seminaren, Vorlesungen oder Àhnlichem von den Dozenten und Dozentinnen zu erwarten und zu beachten ist, stellen die Kernelemente der nachfolgenden Seiten dar. Unter Berücksichtigung der Betrachtung damit einhergehender padagogischer Kompetenzprofile sollen noch einmal kurz die Ziele von Bildungsarbeit im höheren Alter herausgestellt werden. AbschlieBend wird den Lesern und Leserinnen eine kurze Zusammenfassung der vorherigen Inhalte des dritten Kapitels dargelegt.

3.1 Didaktische Aspekte und padagogische Kompetenzen unter Berücksichtigung der Ziele von Bildungsarbeit mit Alteren

Um eine möglichst teilnehmerorientierte und auf die Bedürfnisse der Àlteren abgestimmte Bildungsveranstaltung zu organisieren und abzuhalten, bedarf es wie bei jeder Lehrsituation einer umfassenden Planung und Organisation seitens der Padagogen und Padagoginnen. Didaktische Aspekte sowie eine Betrachtung des Repertoires an fachlichen und sozialen Kompetenzen setzten zwar in jeglicher Bildungsarbeit Standards, jedoch erscheint es rückblickend ebenso auch im Umgang mit alteren Teilnehmenden von gröBter Wichtigkeit, diese optimal einzusetzen. Doch was genau ist nun unter dem Begriff „Didaktik“ zu verstehen? Er ist gleichzusetzen mit dem Wort „Lehre“ und wird wohl am ehesten mit formell- organisierten Bildungsprozessen assoziiert. Dabei begegnen uns didaktische Prozesse an jedem Tag auf unterschiedlichste Art und Weise. „[...] Die Mutter, die die warum-Fragen des fünfjahrigen Kindes beantwortet; der Arzt, der dem Patiënten eine Diagnose erlautert, [sind nur zwei von zahlreichen Beispielen des Alltags. D.V.]“ (Uhlmann o. A. zitiert nach Siebert, 2006, S. 1). Allen innewohnend, sowohl auf formeller Ebene in Form eines Seminars zum Thema Computer als auch anhand eben genannter Beispiele, ist die Gemeinsamkeit den Betreffenden etwas mitzuteilen, sie zu informieren und anzuregen, um eine Handlung in Gang zu setzen. Charakteristisch ist hierbei die Art und Weise, wie derartige Informationen an die betreffenden Personen weitergeben werden. Eine Anpassung seitens des Erklarenden (im aktuellen Fall übernehmen dies die Rollen der Dozenten und Dozentinnen), auf die Bedürfnisse oder vielmehr auf die vorhandenen Gegebenheiten und Eigenschaften des Gegenübers ermöglicht erst einen derartigen Prozess des Informationsaustausches und der Vermittlung. Es ist daher nur logisch einem fünfjahrigen Kind keine wissenschaftliche Abhandlung über die gestellten Fragen vorzulegen. Ebenso verwendet ein Arzt im Umgang mit seinen Patienten ein vereinfachtes Vokabular (Siebert, 2006, S. 1 f.). „Didaktische Aspekte, also was gelehrt wird und methodische Aspekte, wie gelehrt wird, sind daher unabdingbar miteinander verknüpft und somit verantwortlich für die Qualitat und den Erfolg jeder Bildungs- und Weiterbildungsveranstaltung.“ (Uhlmann o. A. zitiert nach Siebert, 2006, S. 2).

Mithilfe der Inhalte des zweiten Kapitels der Abschlussarbeit konnten bereits tiefere Einblicke in die Eigenschaften des Lernens und deren Prozesse betreffend erfolgen. Es wurde zudem ein hohes MaB an Variabilitat bezüglich der Teilnehmenden konstatiert. In Anbetracht dieser besonderen Unterschiedlichkeiten, welche die Senioren und Seniorinnen mitbringen, erscheint es dem ein oder anderen Leser oder der ein oder anderen Leserin an dieser Stelle auBerst schwierig, ein passendes didaktisches Konzept anzuwenden, welches für alle Teilnehmenden optimal ist. Wie alles im Leben, so gibt es auch hier leider nicht das Perfekte. Angehende Padagogen und Padagoginnen werden daher vergeblich nach dem einen „didaktischen Ass“ suchen. Und das ist auch gar nicht nötig. Der wichtigste und bedeutendste Aspekt liegt wohl darin, ein Gleichgewicht zwischen Methodik und Didaktik herzustellen. Anders ausgedrückt ermöglicht eine intensive Betrachtung der Teilnehmenden verbunden mit deren mitgebrachten Gegebenheiten und im Kontext der zu vermittelnden Inhalte, an dieser Stelle das effektivste und beste didaktische Konzept. Eine Grundregel, wie man jemanden etwas beibringt, gibt es nicht, da der Lernbegriff ohnehin mindestens ebenso undurchsichtig und mehrseitig zu beschreiben ist, wie der Altersbegriff. Auch er wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst, wie beispielsweise den Ambitionen, warum die Betreffenden die Veranstaltung besuchen, den Örtlichkeiten, Inhalten, milieuspezifischen Faktoren, aber auch Eigenschaften des Dozenten oder der Dozentin selbst, können und sind ausschlaggebend für den Verlauf und die Qualitat der Veranstaltungen (Siebert, 2006, S. 27 ff.).

[...]


1 griechisch-neulateinisch: Teilgebiet der Padagogik, das sich mit Bildungsfragen und -hilfen für altere Menschen befasst (URL http://www.duden.de/rechtschreibung/Geragogik, (abgerufen am 10.06.2016)).

2 griechisch gérön (Geront) und -logie: Fachgebiet, auf dem die Alterungsvorgange im Menschen unter biologischem, medizinischem, psychologischem und sozialem Aspekt erforscht werden; Alternsforschung (URL http://www.duden.de/suchen/dudenonline/Gerontologie, (abgerufen am 10.06.2016)).

3 Àltere zwischen 60 und 75 Jahren, welche aktiv am Leben teilhaben (Kade, 2007, S. 22).

4 „[...] „allgemeine Grundhaltung“ gegenüber der Welt. Genauer unterscheidet er „Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemata, also Muster, mit denen die Menschen die soziale Welt bewerten und die ihrem Handeln zugrunde liegen.“ (Bremer, 2007, S. 128 zitiert nach Bourdieu 1992a, S. 31 & Bourdieu 1987).

5 Fünf Tage im Jahr konnten zusatzlich für unterschiedlichste Weiterbildungsangebote genutzt werden, um sich auf die Nacherwerbsphase einzustellen (Hoffmann-Gabel, 2003, S. 20).

Ende der Leseprobe aus 101 Seiten

Details

Titel
Bildung im Alter. Angebote, Organisation und professionelles Handeln
Untertitel
Bildungsangebote am Seniorenkolleg der Technischen Universität Chemnitz
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Pädagogik)
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
101
Katalognummer
V456578
ISBN (eBook)
9783346071217
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geragogik, Bildung im Alter, Bildungsorganisation
Arbeit zitieren
Jessica Uhlmann (Autor), 2016, Bildung im Alter. Angebote, Organisation und professionelles Handeln, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456578

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