Innerhalb dieser wissenschaftlichen Arbeit soll sich mit dem Konzil von Ferrara-Florenz beschäftigt werden und dabei die griechisch-orthodoxen sowie die syrisch-orthodoxen Christen näher betrachtet werden. Hierbei wird ein Vergleich zwischen den Syrern und Griechen in Bezug auf die Unionsbullen getätigt. Zuallererst wird jedoch das Konzil in Ferrara-Florenz erläutert und seine Intentionen und wichtigsten Inhalte dargestellt. Im Anschluss daran werden jeweils die syrisch-orthodoxen Christen und griechisch-orthodoxen Christen genauer beleuchtet, um verdeutlichen zu können, welche Unterschiede im Gegensatz zu dem katholischen Christentum auftreten, sodass die Inhalte des Konzils nachvollziehbarer und deutlicher werden. Darauf aufbauend werden die Unionsbullen beider orthodoxen Kirchen aus den Konzilsdekreten untersucht und gegenübergestellt, um letztlich Vergleiche zwischen beiden christlich-orthodoxen Glaubensgemeinschaften ziehen zu können und in einem Fazit darauf aufbauend beurteilt werden kann, welcher Glaubensgemeinschaft man im dem Konzil mehr entgegengekommen ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zum Konzil in Ferrara-Florenz
3. Die orthodoxen Christen
3.1 Die syrisch-orthodoxen Christen
3.2 Die griechisch-orthodoxen Christen
4. Die Unionsbullen der syrisch-orthodoxen Christen und griechisch-orthodoxen Christen im Vergleich
5. Fazit
7. Literatur
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzil von Ferrara-Florenz mit dem Fokus auf die ökumenischen Bemühungen zwischen der römisch-katholischen Kirche und den syrisch-orthodoxen sowie griechisch-orthodoxen Christen. Ziel ist es, durch eine Analyse und Gegenüberstellung der jeweiligen Unionsbullen zu beurteilen, inwiefern die unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften bei den Verhandlungen Kompromisse eingehen mussten oder unterworfen wurden.
- Historische Einordnung und Intentionen des Konzils von Ferrara-Florenz
- Charakterisierung der syrisch-orthodoxen und griechisch-orthodoxen Glaubenspraxis
- Analyse der kontroversen theologischen Kernpunkte (Filioque, Primat, Fegefeuer, Eucharistie)
- Vergleich der Konzilsdekrete und der Ausprägung römisch-katholischer Dominanz
- Bewertung des ökumenischen Erfolgs und der langfristigen Auswirkungen der Union
Auszug aus dem Buch
2. Zum Konzil in Ferrara-Florenz
Das Konzil von Ferrara-Florenz war ein ökumenisches Konzil und intendierte das Schisma zwischen Ost- und Westkirche aufzulösen und beide Kirchen durch Klärungen der Differenzen und Glaubensunterschiede wieder näher zueinander zu bringen. Es wurde in Ferrara am 8. Januar 1438 eröffnet und 1439 nach Florenz verlegt. Am 24. September erfolgte dann eine weitere Verlegung nach Rom. Es ist nicht eindeutig geklärt, wann genau das Konzil beendet wurde, da keinerlei Dokumente über die Auflösung des Konzils vorliegen. Die Einberufung des Konzils schien gerade das byzantinische Reich stark zu interessieren, da sie im Krieg mit den Osmanen standen und diese als eine Gefahr für den Kaiserhof in Konstantinopel ansahen. Die Byzantiner erhofften sich Hilfe und Unterstützung im Kampf gegen die Osmanen durch den Westen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der ökumenischen Annäherung zwischen der westlichen und östlichen Kirche auf dem Konzil von Ferrara-Florenz ein und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Zum Konzil in Ferrara-Florenz: Dieses Kapitel skizziert den historischen Kontext, die Einberufung sowie die politischen Hintergründe und Motive des Konzils von Ferrara-Florenz.
3. Die orthodoxen Christen: Es erfolgt eine allgemeine Definition der orthodoxen Kirche und ihrer Strukturen, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung spezifischer Glaubensströmungen.
3.1 Die syrisch-orthodoxen Christen: Dieser Abschnitt beleuchtet die Lehre, das Kirchenverständnis und die sakramentale Praxis der syrisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft.
3.2 Die griechisch-orthodoxen Christen: Hier werden die theologischen Schwerpunkte, die Liturgie und das Verständnis der Sakramente innerhalb der griechisch-orthodoxen Tradition analysiert.
4. Die Unionsbullen der syrisch-orthodoxen Christen und griechisch-orthodoxen Christen im Vergleich: In diesem zentralen Kapitel werden die Einigungsdekrete beider Kirchen analysiert und hinsichtlich der theologischen Streitfragen sowie der römisch-katholischen Vormachtstellung verglichen.
5. Fazit: Das Fazit bewertet die Ergebnisse der Untersuchung und stellt fest, dass das Konzil zwar einen kurzzeitigen ökumenischen Erfolg darstellte, jedoch von einer deutlichen Dominanz der römisch-katholischen Kirche geprägt war.
7. Literatur: Das Verzeichnis listet sämtliche für die wissenschaftliche Arbeit herangezogenen Quellen und Sekundärliteratur auf.
Schlüsselwörter
Konzil von Ferrara-Florenz, Ökumene, Unionsbullen, Syrisch-orthodoxe Kirche, Griechisch-orthodoxe Kirche, Filioque, Schisma, Rom-Florenz, Sakramentenlehre, Konzil von Chalkedon, Miaphysitismus, Primat des Papstes, Eucharistie, Kirchengeschichte, Ostkirche
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der ökumenischen Bedeutung des Konzils von Ferrara-Florenz und der Analyse, wie die römisch-katholische Kirche in den Verhandlungen mit der syrisch- und griechisch-orthodoxen Kirche agierte.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die vier kontroversen theologischen Punkte: das Filioque, das Fegefeuer, die Eucharistie und der Primat des Papstes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Konzilsdekrete (Unionsbullen) zu vergleichen, um aufzuzeigen, wie stark die jeweiligen orthodoxen Minderheiten den römischen Vorgaben nachgeben mussten.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und den systematischen Vergleich von historischen Konzilsdekreten.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Glaubensmerkmale der syrischen und griechischen Orthodoxie sowie die detaillierte Gegenüberstellung ihrer Unionsdekrete mit der römischen Lehre.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Begriffe wie Ökumene, Konziliarismus, Unionsbulle, Miaphysitismus und Ostkirchenkunde sind zentral für das Verständnis der Arbeit.
Warum war das byzantinische Reich besonders an dem Konzil interessiert?
Die Byzantiner hofften auf militärische Hilfe und Unterstützung des Westens im Kampf gegen die drohende Gefahr durch das Osmanische Reich.
Wie unterscheidet sich die syrisch-orthodoxe Einigung von der griechischen?
Während die Griechen in punktuellen Fragen wie der Eucharistie gewisse Toleranzen erfuhren, mussten sich die syrisch-orthodoxen Christen in allen Punkten den Lateinern unterwerfen und sogar ihre miaphysitische Lehre revidieren.
- Arbeit zitieren
- Luise Jelinek (Autor:in), 2018, Syrer und Griechen. Zur ökumenischen Bedeutung vom Konzil in Ferrara-Florenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456631