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Processing fluency. Welche Auswirkungen hat sie auf Entscheidungsprozesse?

Titel: Processing fluency. Welche Auswirkungen hat sie auf Entscheidungsprozesse?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katharina Mentz (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, inwiefern sich "processing fluency" auf Entscheidungsprozesse auswirkt. Nach der Definition relevanter Begriffe wird, um das Konstrukt der Verarbeitungsflüssigkeit und dessen unterschiedliche Auswirkungen auf Entscheidungsprozesse verstehen zu können, ein Zwei-Prozess-Modell vorgestellt.

Alter und Oppenheimer definieren processing fluency, Verarbeitungsflüssigkeit, als das subjektive Erleben der Leichtigkeit, mit der Personen eingehende Informationen auswerten können. Sie stellt einen bedeutsamen metakognitiven Hinweisreiz in der Urteilsfindung dar.

Das Elaboration Likelihood Model geht von zwei Verarbeitungswegen aus. Die unterschiedlichen Wege der Informationsverarbeitung (zentrale oder periphere Route) führen letztendlich zu verschiedenen Urteilen. Anschließend werden zwei Studien vorgestellt, die sich mit der von mir gewählten Thematik auseinandersetzen. Es lässt sich aufzeigen, dass Verarbeitungsflüssigkeit nachweislich Auswirkungen auf die Verarbeitung von Informationen hat. Sie dient als Hinweisreiz für Bewertungsaufgaben und fungiert somit als Mechanismus, der Individuen bei Urteils- und Entscheidungsfindung unterstützt.

Neben ihr spielen jedoch noch weitere Faktoren zur richtigen Urteilsfindung eine Rolle. Die Verarbeitungsflüssigkeit ist nicht konstant, sondern ist als Prozess zu betrachten, der durch andere Faktoren beeinflussbar ist. So lässt sich erklären, dass Personen, auf die Dauer ihres Lebens betrachtet, einen Stimulus mit unterschiedlicher Verarbeitungsflüssigkeit verarbeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Elaboration

2.2 Soziale Kognition

2.3 Verarbeitungsflüssigkeit

3. Elaboration Likelihood Model

4. Studien

4.1 Studie 1 (Song & Schwarz)

4.2 Zwischenfazit

4.3 Studie 2 (Alter, Oppenheimer, Epley und Eyre)

4.4 Zwischenfazit

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die sogenannte Verarbeitungsflüssigkeit (processing fluency) Entscheidungsprozesse und die Urteilsfindung beeinflusst, indem sie als metakognitiver Hinweisreiz fungiert, der steuert, ob Informationen intuitiv oder systematisch verarbeitet werden.

  • Definition und theoretische Einordnung der Verarbeitungsflüssigkeit
  • Das Elaboration Likelihood Model als Zwei-Prozess-Modell
  • Empirische Untersuchung des Einflusses der Schriftart auf die Informationsverarbeitung
  • Disfluency als Signal zur Aktivierung systematischer Denkprozesse
  • Auswirkungen der Verarbeitungsstrategie auf die Qualität von Urteilen

Auszug aus dem Buch

4.1 Studie 1 (Song & Schwarz)

Die erste ausgewählte Studie stammt von Song und Schwarz (2008) und untersucht den Zusammenhang von Verarbeitungsflüssigkeit in Bezug zum Erkennen von Verzerrungen in Texten. Manipulationsgegenstand war hierbei die Schriftart. Song und Schwarz (2008) stellten die Hypothese auf, dass Texte mit schwer lesbarer Schrift dem Leser als weniger vertraut vorkommen. Schriftstücke, die in gut leserlicher Schriftart verfasst wurden, lassen sich demnach vertrauter verarbeiten. Sie stellten die Annahme auf, dass die Wahl der Schriftart Einfluss auf den Verarbeitungsweg hat. Je weniger vertraut dem Leser ein Text vorkommt, desto weniger verlässt er sich auf eine spontane Antwort durch das heuristische System. Stattdessen fällt die Wahl auf den systematischen Verarbeitungsweg. Dies hat einen Einfluss auf die Leistung zur Folge.

Das erste Experiment bestand aus 32 Teilnehmern, die alle einen Studentenstatus hatten. Sie wurden randomisiert zwei Gruppen zugeordnet: „einfach lesbar“- oder „schwierig lesbar“. Ihre Aufgabe bestand aus der schriftlichen Beantwortung zweier Fragen, wobei diese, gruppenabhängig, entweder in einer einfach lesbaren oder in einer schwierig lesbaren Schriftart abgedruckt wurden. Die Einschätzung der Schriftart in leicht oder schwer lesbar wurde im Vorhinein mithilfe eines Pretests gesichert (Song & Schwarz, 2008). Hatten die Studienteilnehmer auf eine Frage keine Antwort, sollten sie dies durch die Antwort „don´t know“ kenntlich machen.

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Die Arbeit führt in das Thema der Verarbeitungsflüssigkeit und deren Einfluss auf Entscheidungsprozesse ein.

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz alltäglicher Entscheidungsprozesse und legt die Fragestellung der Arbeit dar.

2. Begriffsbestimmungen: Hier werden die zentralen Termini Elaboration, Soziale Kognition und Verarbeitungsflüssigkeit definiert.

3. Elaboration Likelihood Model: Das Kapitel stellt das Modell als theoretischen Rahmen für zwei unterschiedliche Arten der Informationsverarbeitung vor.

4. Studien: In diesem Kapitel werden empirische Untersuchungen von Song & Schwarz sowie Alter et al. analysiert, um die Effekte der Verarbeitungsflüssigkeit zu belegen.

5. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und diskutiert die positive sowie negative Bedeutung niedriger Verarbeitungsflüssigkeit für die Urteilsfindung.

6. Literatur: Dieses Kapitel listet alle in der Arbeit verwendeten Quellen auf.

Schlüsselwörter

Processing Fluency, Verarbeitungsflüssigkeit, Entscheidungsprozesse, Urteilsfindung, Elaboration Likelihood Model, Soziale Kognition, Systematische Verarbeitung, Heuristische Verarbeitung, Disfluency, Moses-Illusion, Cognitive Reflection Test, Kognitive Ressourcen, Metakognition, Informationsverarbeitung, Persuasion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Verarbeitungsflüssigkeit (processing fluency) auf menschliche Entscheidungsprozesse und die Art der Informationsverarbeitung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die kognitive Psychologie, insbesondere Zwei-Prozess-Modelle, metakognitive Signalgebung, Urteilsheuristiken und die Auswirkungen von Textgestaltung auf das Denkverhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, wie Verarbeitungsflüssigkeit als Hinweisreiz fungiert, der bestimmt, ob Menschen bei einer Entscheidung intuitiv oder systematisch vorgehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch das Elaboration Likelihood Model und einer anschließenden Analyse und Diskussion ausgewählter empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil definiert relevante Fachbegriffe, stellt das Elaboration Likelihood Model vor und analysiert zwei spezifische Studienreihen zu den Auswirkungen von Disfluency auf die Urteilsqualität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Verarbeitungsflüssigkeit, systematische vs. heuristische Verarbeitung, Disfluency, Urteilsbildung und metakognitive Signale.

Wie wirkt sich die Schriftart konkret auf die Versuchsergebnisse aus?

Eine schwer lesbare Schriftart (Disfluency) führt dazu, dass Probanden weniger intuitiv handeln und stärker dazu neigen, Aufgaben systematisch zu bearbeiten, wodurch sie Verzerrungen in Fragen eher erkennen.

Was bedeutet das "Zwischenfazit" in Bezug auf die Ergebnisse von Alter et al.?

Das Zwischenfazit hält fest, dass Disfluency als Mechanismus dient, der bei erlebter Schwierigkeit eine analytischere Verarbeitungsweise auslöst und so vor vorschnellen, fehlerhaften Urteilen schützt.

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Details

Titel
Processing fluency. Welche Auswirkungen hat sie auf Entscheidungsprozesse?
Hochschule
Universität zu Köln  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Basismodul
Note
1,0
Autor
Katharina Mentz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V456652
ISBN (eBook)
9783668882270
ISBN (Buch)
9783668882287
Sprache
Deutsch
Schlagworte
processing fluency Entscheidungen Verarbeitungsflüssigkeit Allgemeine Psychologie Informationen Gedächtnis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Mentz (Autor:in), 2017, Processing fluency. Welche Auswirkungen hat sie auf Entscheidungsprozesse?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456652
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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