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Unterschiede in der Person Wielands in der Thidrekssaga und der Völundarkviða

Título: Unterschiede in der Person Wielands in der Thidrekssaga und der Völundarkviða

Trabajo Escrito , 2016 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Mario Polzin (Autor)

Literatura - Escandinavia e Islandia
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Wie gestaltete sich die Verbreitung von Geschichten in früheren Zeiten? Heutzutage gibt es unzählige Geschichten und literarische Figuren, welche in vielerlei Ländern und Kulturen bekannt sind. Wie selbstverständlich können wir uns mit Menschen auf der ganzen Welt über diese Geschichten und Figuren unterhalten, da sie in gedruckter Form weltweit verbreitet wurden. Die unterschiedlichen Ausgaben unterscheiden sich höchstens in ihrer Sprache, nicht aber in ihrem Inhalt. Aber wie gestaltete sich die Verbreitung von Geschichten in der Zeit vor dem Buchdruck?

Sicher ist, dass eine Verbreitung dennoch stattfand. Die Erzählungen wurden mündlich über Generationen tradiert und verbreiteten sich auch durch Völkerwanderungen, Handel und sonstigen kulturellen Kontakt. Ein Beispiel dafür stellt die Sage von Wieland dem Schmied dar. Sie war vermutlich bereits im frühen Mittelalter in vielen Regionen Europas bekannt, wie an verschiedenen schriftlichen und bildlichen Überlieferungen erkennbar ist. Schriftliche Quellen existieren vor allem in Form der Völundarkviða der Älteren Edda und des Welent-Abschnittes der Thidrekssaga. Beide wurden vermutlich im 13. Jahrhundert verfasst. Nun liegt, besonders in Anbetracht der beiden letztgenannten Quellen, die Frage nahe, inwiefern sich diese beiden Versionen voneinander unterscheiden. Handelt es sich bei dem Protagonisten, also Wieland dem Schmied, tatsächlich noch um die gleiche Person?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Völundr in der Völundarkviða

2.1. Völundrs Herkunft

2.2. Körperliche Eigenschaften

2.3. Charakterliche und geistige Eigenschaften

2.4. Fähigkeiten und Leistungen

3. Welent in der Thidrekssaga

3.1. Welents Herkunft

3.2. Körperliche Eigenschaften

3.3. Charakterliche und geistige Eigenschaften

3.4. Fähigkeiten und Leistungen

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Figur des Wieland (Völundr/Welent) in zwei zentralen mittelalterlichen Quellen, der Völundarkviða der Älteren Edda und der Thidrekssaga, mit dem Ziel, die Übereinstimmungen und Unterschiede in der Charakterzeichnung sowie in den Fähigkeiten der Protagonisten herauszuarbeiten und zu prüfen, ob ein homogenes Bild der Figur über die verschiedenen Überlieferungsformen hinweg existiert.

  • Mythologische und königliche Herkunftsmerkmale des Schmieds
  • Vergleichende Analyse der physischen Verstümmelung als zentrales Motiv
  • Untersuchung der psychologischen Merkmale wie Rachsucht, Grausamkeit und Bescheidenheit
  • Gegenüberstellung der handwerklichen und magischen Fähigkeiten
  • Die Rolle der mündlichen Überlieferung bei der Gestaltung der Wieland-Figur

Auszug aus dem Buch

2.3. Charakterliche und geistige Eigenschaften

Die wohl auffälligste Eigenschaft Völundrs ist die Grausamkeit, mit welcher er seine Rache vollstreckt. Als ihn die Königssöhne in seiner Schmiede besuchen, scheint er direkt den Entschluss zum Mord an ihnen zu fassen, denn er lockt sie mit dem Versprechen, ihnen seine Schätze zu übergeben, sobald sie allein zu ihm kämen; kaum tun sie es, enthauptet er die beiden über die Truhe gebeugten Jungen mit dem Truhendeckel. Der Mord an den Söhnen eines Mannes gilt in den Sagen oft als eine der schwerwiegendsten Formen der Rache, denn er beraubt die Person ihrer Zukunft bzw. der Zukunft ihrer Familie. Deutlich wird dies hier am König Niðuðr, welcher bereits vor der Rachebeichte Völundrs stark unter dem Verlust seiner Söhne leidet:

„Ich wache fortwährend / freudlos, ich schlaf überhaupt nicht / seit dem Tod meiner Söhne.“

Dass der Schmied es jedoch nicht dabei belässt, zeugt sowohl von Grausamkeit als auch von Rachsucht: aus den Hirnschalen der Söhne fertigt er silberne Trinkgefäße für Niðuðr, für die Königin formt er Edelsteine aus deren Augen und aus den Zähnen macht er Schmuck für die Königstochter. Und auch damit soll seine Rache noch nicht vollendet sein: bevor er sich in die Lüfte schwingt, vergewaltigt er noch die Königstochter – und schwängert diese.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung literarischer Figuren ein und stellt die Wielandsage in den Kontext ihrer Verbreitung sowie der schriftlichen Quellenlage.

2. Völundr in der Völundarkviða: Das Kapitel analysiert die Figur des Völundr hinsichtlich seiner mythologischen Herkunft, seiner körperlichen Beeinträchtigung sowie seiner Grausamkeit und übernatürlichen Fertigkeiten.

3. Welent in der Thidrekssaga: Hier wird die Figur des Welent untersucht, wobei insbesondere seine riesische Abstammung, seine Listigkeit und sein vielseitiges Talent als Handwerker und Erfinder hervorgehoben werden.

4. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass Wieland trotz unterschiedlicher Quellen eine nahezu unveränderte, homogene literarische Figur darstellt, deren Wesenszüge in beiden Werken weitgehend identisch bleiben.

Schlüsselwörter

Wieland der Schmied, Völundarkviða, Thidrekssaga, Ältere Edda, Germanische Mythologie, Heldenlied, Rachemotiv, Schmiedekunst, Körperliche Verstümmelung, Literaturvergleich, Völundr, Welent, Mittelalterliche Literatur, Sagenforschung, Alben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Figur des Wieland und vergleicht deren Ausprägung in zwei bedeutenden nordischen Quellen: der Völundarkviða und der Thidrekssaga.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Im Mittelpunkt stehen die Herkunft der Figur, ihre körperlichen Eigenschaften, ihre charakterliche Verfasstheit sowie ihre handwerklichen Fähigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ermitteln, ob sich ein konsistentes Bild der Figur Wielands erhalten hat oder ob die mündliche Überlieferung zu gravierenden inhaltlichen Veränderungen führte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine komparative Literaturanalyse, bei der die beiden Quellentexte systematisch hinsichtlich der genannten Aspekte gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung und Analyse von Völundr in der Edda und Welent in der Thidrekssaga unter Berücksichtigung spezifischer Textstellen.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wieland der Schmied, Heldenlied, Rachemotiv, Völundarkviða und Thidrekssaga charakterisiert.

Worin liegt der Hauptunterschied beim Grund für die Verstümmelung der Beinsehnen?

Während Völundr ohne vorheriges Fehlverhalten verstümmelt wird, dient die Verstümmelung bei Welent als explizite Strafe für einen missglückten Giftanschlag auf den König.

Wie unterscheidet sich die Flugfähigkeit von Völundr und Welent in den Quellen?

Die Flugfähigkeit bei Völundr erscheint eher magisch oder durch seine albische Natur begründet, während Welent sich in der Thidrekssaga durch eine technisch-konstruktive Lösung mittels Flügeln aus Federn in die Lüfte erhebt.

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Detalles

Título
Unterschiede in der Person Wielands in der Thidrekssaga und der Völundarkviða
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Fennistik und Skandinavistik)
Calificación
1,0
Autor
Mario Polzin (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
19
No. de catálogo
V456746
ISBN (Ebook)
9783668892309
ISBN (Libro)
9783668892316
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wieland Welent Völund Völundr Dietrichsage Wielandlied Edda Altnordische Literatur Altnordische Literaturwissenschaft Nordische Sage
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mario Polzin (Autor), 2016, Unterschiede in der Person Wielands in der Thidrekssaga und der Völundarkviða, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456746
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