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Formen des Fetischismus im Film noir

Title: Formen des Fetischismus im Film noir

Term Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Cornelia Kauruff (Author)

Communications - Movies and Television
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Diese Arbeit wird sich mit den Formen des Fetischismus im film noir beschäftigen. Nach einer Definition und analytischen Untersuchungen anhand der Theorien von Sigmund Freud und Karl Marx, wird ein Überblick über die verschiedenen Arten aufgezeigt. So werden beispielsweise Sichtweisen auf die verschiedenen Geschlechterrollen im film noir gegeben. Des weiteren wird auf die Fixierung auf leblose Gegenstände wie Waffen oder andere Waren explizit eingegangen. Dazu soll die filmische Verwendung der Thematik dargestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Sexuelle Erregung durch Objekte

B. Formen des Fetischismus

1. Analyse des Fetischismusbegriffes

2. Formen des Fetischismus im film noir

2.1. Die Frau als teuflische Verführerin

2.2. Desillusionierter Einzelgänger als homme fatal

2.3. Waffe als Phallussymbol

2.4. Fetisch-Struktur der Handlung

2.5. Käuflichkeit im film noir

2.6. Emanzipation mit der Zigarette

3. Die Rolle des Fetischismus im film noir

C. Zensurumgang durch Anspielungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Erscheinungsformen und Funktionen des Fetischismus innerhalb des Filmgenres des Film Noir in den 1940er und 1950er Jahren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sexuelle und materielle Fetischisierung zur Charakterisierung von Geschlechterrollen, zur Darstellung von Machtverhältnissen und zur Umgehung zeitgenössischer Zensurvorschriften eingesetzt wurden.

  • Theoretische Grundlagen des Fetischismus nach Freud und Marx
  • Die Konstruktion der Femme fatale als verführerischer Fetisch
  • Waffen und Zigaretten als symbolische Phallusersatzobjekte
  • Ökonomischer Fetischismus und die Rolle des Geldes
  • Film noir als ästhetisches Mittel zur Zensurumgehung

Auszug aus dem Buch

2.3. Waffe als Phallussymbol

In den noir-Filmen wird immer wieder zur Waffe gegriffen. Die sexuelle Symbolik ist hierbei nicht zu übersehen. Meist ist es die femme fatale, die mit ihrer Waffe nicht nur eine tödliche Bedrohung darstellt, sondern zugleich sehr sexy und erotisch wirkt. Für die Frau ist die Waffe nicht nur eine triebhafte Befreiung, sondern zugleich ein Phallussymbol. Durch eine Art Körperverlängerung ist sie in der Lage, den von Freud thematisierten Penisneid zu kompensieren. So ist der Penisneid als Gefühl der weiblichen Unterlegenheit zu definieren. Mädchen fühlen sich, glaubt man Freud, oftmals benachteiligt, weil die Klitoris im Vergleich des männlichen Geschlechtsorgans minderwertig erscheint. Die Waffe gleich dieses Gefühl nun aus.

Beschäftigt man sich mit dem Waffenfetischismus ist ein Blick auf den Film „Gun Crazy“ unvermeidlich: Hier vollzieht ein Liebespaar mit Waffenfetisch, das sich gegenseitig sexuell hörig ist, in ihren bewaffneten Raubüberfällen eine „Travestie des Sexualaktes“. Die Waffenfixierung des amour fou-Paares zeigt sich in „They go together like guns and amunition“ deutlich. Die Protagonistin muss, wie so viele femmes fatales, im Kugelhagel ihr Leben lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Sexuelle Erregung durch Objekte: Einführung in das Thema des Fetischismus anhand historischer Literaturbeispiele und Darstellung des Fokus auf das Filmgenre des Film Noir.

B. Formen des Fetischismus: Umfassende Untersuchung verschiedener Fetisch-Arten im Film Noir, darunter die Frau als Femme fatale, männliche Protagonisten, Waffen, die Handlungsstruktur, ökonomische Aspekte und das Rauchen.

1. Analyse des Fetischismusbegriffes: Gegenüberstellung der psychoanalytischen Sichtweise von Sigmund Freud und der ökonomisch geprägten Theorie von Karl Marx.

2. Formen des Fetischismus im film noir: Überblick über die spezifischen Varianten des Fetischismus, die zur Charakterisierung und Differenzierung im Film Noir beitragen.

2.1. Die Frau als teuflische Verführerin: Analyse der Femme fatale und deren erotischer Inszenierung durch Kleidung und Verhalten in ausgewählten Filmbeispielen.

2.2. Desillusionierter Einzelgänger als homme fatal: Erörterung der Rolle des männlichen Protagonisten und dessen oftmals schwacher oder psychopathischer Charakterzüge im Kontrast zur Femme fatale.

2.3. Waffe als Phallussymbol: Untersuchung der Waffe als Instrument der Macht, erotisches Symbol und Mittel zur Kompensation von weiblicher Unterlegenheit.

2.4. Fetisch-Struktur der Handlung: Darstellung der psychologischen Bedeutung von Amnesie und Suche im Film Noir als Reflexion des Freudschen Kastrationsschrecks.

2.5. Käuflichkeit im film noir: Analyse von Geld als Fetisch und Symbol für Gier, die im Film Noir oft tödliche Konsequenzen nach sich zieht.

2.6. Emanzipation mit der Zigarette: Betrachtung des Rauchens als Raucherfetisch, Phallussymbol und Zeichen weiblicher Emanzipation in einer männlich dominierten Welt.

3. Die Rolle des Fetischismus im film noir: Zusammenfassende Betrachtung der Funktionen des Fetischismus als Mittel zur Darstellung pessimistischer Weltansichten und psychologischer Abgründe.

C. Zensurumgang durch Anspielungen: Analyse des Fetischismus als künstlerisches Stilmittel, um erotische Inhalte trotz strikter Zensurvorschriften für das Publikum erfahrbar zu machen.

Schlüsselwörter

Film Noir, Fetischismus, Femme fatale, Psychoanalyse, Sigmund Freud, Karl Marx, Phallussymbol, Emanzipation, Zensur, Filmkunst, Raucherfetisch, Sexualität, Macht, Identität, Geschlechterrollen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Fetischismus als zentrales ästhetisches und inhaltliches Element des Film Noir der 1940er und 1950er Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der psychoanalytischen Interpretation von Objekten, der Darstellung von Geschlechterrollen, der Bedeutung von Geld und Waren sowie dem Einsatz von Symbolen zur Umgehung von Zensur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die vielfältigen Funktionen des Fetischismus im Film Noir aufzuzeigen und zu analysieren, wie Regisseure durch diese Symbolik gesellschaftliche Probleme und erotische Spannungen thematisiert haben.

Welche wissenschaftlichen Theorien dienen als Basis?

Die Untersuchung stützt sich primär auf die psychoanalytischen Theorien Sigmund Freuds und die warenkritischen Analysen von Karl Marx.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kategorien des Fetischismus, wie den Waffenfetisch, den Raucherfetisch, den Handlungsfetisch und die Käuflichkeit, illustriert durch zahlreiche Filmbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Kernbegriffe sind Film Noir, Fetischismus, Femme fatale, Psychoanalyse, Symbolik, Zensur und Geschlechterrollen.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Frau von der des Mannes im Hinblick auf Fetische?

Während die Frau oft als Verführerin (Femme fatale) durch Kleidung und Requisiten fetishisiert wird, zeigt sich beim Mann oft ein schizophrener oder gewalttätiger Umgang, bei dem Fetische wie Waffen zur Kompensation der eigenen Schwäche dienen.

Warum spielt der Zensurumgang eine so wichtige Rolle?

Da der Hays Code explizite Darstellungen von Sexualität verbot, diente der Fetischismus als wichtiges künstlerisches Mittel, um Erotik und sexuelle Handlungen auf einer metaphorischen Ebene unterschwellig zu transportieren.

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Details

Title
Formen des Fetischismus im Film noir
College
University of Regensburg
Grade
1,7
Author
Cornelia Kauruff (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V456854
ISBN (eBook)
9783668870215
ISBN (Book)
9783668870222
Language
German
Tags
film noir Fetischismus Filmgeschichte Kunst Film
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cornelia Kauruff (Author), 2011, Formen des Fetischismus im Film noir, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456854
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