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Die Leipziger Teilung 1485. Was bewegte Ernst und Albrecht dazu, die wettinischen Länder zu teilen, obwohl sie an der Spitze der Macht waren?

Title: Die Leipziger Teilung 1485. Was bewegte Ernst und Albrecht dazu, die wettinischen Länder zu teilen, obwohl sie an der Spitze der Macht waren?

Seminar Paper , 2016 , 33 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Daniela Di Pinto (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Wettiner gehörten zu den wichtigsten Fürstenfamilien im deutschen Reich während des späten Mittelalters, nebst der kaiserlichen Hausmacht der Habsburger. Jedoch war die Geschichte der Wettiner von „Herrschaftsteilungen“ geprägt. Besonders die Leipziger Teilung im Jahre 1485 war für die Wettiner eine Zäsur. Kurfürst Ernst und sein Bruder Albrecht weisen eine zwanzigjährige, gemeinschaftliche Regierung auf, welche durchaus erfolgreich war. Das wirft verständlicherweise die Frage auf: Was bewegte die Brüder dazu, die wettinischen Länder zu teilen, obwohl sie an der Spitze der Macht waren?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kommentierte Bibliographie

2. Äußere Quellenkritik:

3. Einleitung

4. Die Vorgeschichte

4.1. Die Teilung zu Chemnitz im Jahre 1382

4.2. Die Altenburger Teilung, der Bruderkrieg und der Prinzenraub

4.3. Egerer Hauptvergleich von 1459

5. Ernst und Albrecht: Die gemeinsame Regierungszeit

5.1. Das Testament von Friedrich II.

5.2. Ernst und Albrecht: Auf dem Gipfel der Macht

5.3. Der Streit der Brüder bahnt sich an

6. 1485: Die Leipziger Teilung

6.1. Die Bestimmungen der Teilung

6.2. Die Gründe der Teilung

6.2.1 Hugold von Schleinitz: Seine Rolle

6.2.2. Die Gleichberechtigung zwischen Ernst und Albrecht

6.2.3. Sicherheiten für die nachfolgenden Generationen

6.2.4. Die Simplifizierung der Regierung

6.3. Die Konsequenzen aus der Leipziger Teilung

7. Fazit

8. Anhang

8.1. Abbildungen

8.2. Karte C III 1

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Beweggründe der Brüder Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht für die Leipziger Teilung der wettinischen Länder im Jahr 1485, obwohl sie sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt ihrer Macht befanden und eine erfolgreiche gemeinsame Regierungszeit aufweisen konnten.

  • Historische Analyse der wettinischen Landesteilungen im Mittelalter.
  • Gemeinsame Regierungszeit von Ernst und Albrecht und deren Erfolg.
  • Einfluss von Beratern wie Hugold von Schleinitz auf politische Entscheidungen.
  • Langfristige Folgen der Teilung und Entstehung der ernestinischen sowie albertinischen Linie.

Auszug aus dem Buch

6.2.1 Hugold von Schleinitz: Seine Rolle

Es ist bekannt, dass Herzog Albrecht eine tiefe Feindschaft gegenüber Hugold von Schleinitz hegte, ebenso bekannt ist auch, dass der Obermarschall „an der Spitze dieser Ratgeber“ Ernsts gewesen ist. Albrechts Feindschaft ging soweit, dass er gar eine Schrift gegen ihn verfasste und Schleinitz darin anklagte: „Denn gottlob wissentlich ist, in welcher Macht er bei meinem Bruder gewesen ist!“.

Nun keimen bei diesem Namen zwei Fragen auf. Zum einem, wer Hugold von Schleinitz war. Und zum anderen die fundamentalere Frage: Welche Rolle hatte er als Obermarschall und Ratgeber Ernsts inne?

„Die Schleinitze sind seit der Mitte des 13. Jahrhunderts in der Mark Meißen nach-weisbar“. Johannes von Schleinitz war der erste Vertreter, welcher „1255, 1280, 1283 und 1286“ in der Mark Meißen genannt worden ist und „seit der Mitte des 14. Jahrhunderts vollzieht sich der unaufhaltsame Aufstieg des Geschlechts.“ Als Hugold von Schleinitz, der „vor 1435 geboren worden sein [musste]“, den Schauplatz der Politik betrat, war sein Weg dahin bereits geebnet, denn er war Sohn von Hugold III.. Bereits sein Vater hatte am Hof Friedrichs, den Streitbaren, und später auch am Hof Friedrichs II., den Sanftmütigen, gedient. Hugold von Schleinitz selbst, über 20 Jahre Berater des Kurfürsten Ernst, wurde „[erstmals] als Obermarschall im Oktober 1464“ genannt, nur einen Monat später; nachdem „am 07. September 1464 Kurfürst Friedrich II. (der Sanftmütige)“ starb.

Da Hugold von Schleinitz als Obermarschall das Amt des secundus a principe inne hatte, hatte er einen weitreichenden Einblick in allen Bereichen des wettinischen Hofes. Konkret bedeutete dies, dass sich Schleinitz‘ „Einfluß [sic!] auf die Hofverwaltung sowie auf die Finanz- politik [erstreckte]“. Unter seiner Kontrolle befanden sich auch die Schneeberger Silberberg- werke, jene, die nach den Silberfunden als »zweites Berggeschrei« bekannt sind. Des Weiteren war Schleinitz Schwiegersohn, Heinrich Starrschädel, Hauptmann dort, „das heißt, er verwaltete die wichtigsten sächsischen Silberbergwerke“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kommentierte Bibliographie: Ein Überblick über die verwendete Forschungsliteratur, die zur Rekonstruktion der Ereignisse und Hintergründe der Leipziger Teilung herangezogen wurde.

2. Äußere Quellenkritik:: Eine Untersuchung der materiellen Überlieferung der Urkunden zur Leipziger Teilung, insbesondere der erhaltenen Ausfertigungen und Siegel.

3. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und der Motivation der Arbeit, die Teilung trotz einer erfolgreichen gemeinsamen Regierungszeit zu hinterfragen.

4. Die Vorgeschichte: Skizzierung der früheren wettinischen Landesteilungen und der politischen Ereignisse, die den Kontext für die spätere Leipziger Teilung bildeten.

5. Ernst und Albrecht: Die gemeinsame Regierungszeit: Darstellung der Regierungsjahre der Brüder, ihrer Erfolge, der wachsenden Machtstellung und des beginnenden Zerwürfnisses.

6. 1485: Die Leipziger Teilung: Analyse der konkreten Bestimmungen, der Beweggründe und der Folgen dieser folgenschweren Entscheidung für das Haus Wettin.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage, warum trotz Macht und Erfolg die Teilung erfolgte und welche Rolle dynastische Interessen dabei spielten.

8. Anhang: Bereitstellung von unterstützendem Material, darunter Abbildungen der Originalurkunden und kartografische Darstellungen der Gebietsentwicklung.

Schlüsselwörter

Leipziger Teilung, Wettiner, Kurfürst Ernst, Herzog Albrecht, Landesteilung, Spätmittelalter, Regierungszeit, Hugold von Schleinitz, Erbfolge, Dynastie,Ernestiner, Albertiner, Machtpolitik, Geschichte Sachsens, Reichsfürstentümer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Leipziger Teilung der wettinischen Länder im Jahr 1485 und analysiert, warum die Brüder Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht diese Aufteilung trotz ihrer Machtstellung vollzogen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die wettinische Geschichte, die politische Rolle von Beratern am Hof, die Bedeutung der Erbfolge sowie die Auswirkungen der Landesteilung auf die Entstehung der ernestinischen und albertinischen Linien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Beweggründe für die Teilung zu identifizieren und zu klären, warum zwei erfolgreich regierende Fürsten sich für eine Zersplitterung ihres Herrschaftsbereiches entschieden haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, Dissertationen und der äußeren Quellenkritik vorhandener Urkunden und Abbildungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Vorgeschichte, die gemeinsame Regierungszeit der Brüder, die Analyse der Teilungsbedingungen sowie die Untersuchung der Gründe, insbesondere der Rolle von Hugold von Schleinitz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die Leipziger Teilung, die Wettiner, der sächsische Bruderkrieg, die dynastische Konkurrenz zwischen Ernestinern und Albertinern sowie die Herrschaftsorganisation im Spätmittelalter.

Welche Rolle spielte Hugold von Schleinitz bei der Teilung?

Schleinitz, ein mächtiger Ratgeber von Kurfürst Ernst, wird oft als einflussreicher Akteur hinter der Teilung diskutiert, wobei seine Rolle als "Sündenbock" in der Forschung ambivalent bewertet wird.

Warum konnte die Teilung trotz der Warnungen von Albrecht vollzogen werden?

Trotz anfänglicher Vorbehalte stimmte Albrecht 1485 der Teilung zu, da diese auch eine Chance zur Etablierung seiner eigenen Linie bot und zur Sicherung der Zukunft seiner Söhne beitrug.

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Details

Title
Die Leipziger Teilung 1485. Was bewegte Ernst und Albrecht dazu, die wettinischen Länder zu teilen, obwohl sie an der Spitze der Macht waren?
College
Dresden Technical University
Grade
1,5
Author
Daniela Di Pinto (Author)
Publication Year
2016
Pages
33
Catalog Number
V456904
ISBN (eBook)
9783668874084
ISBN (Book)
9783668874091
Language
German
Tags
Wettiner Haus Wettin Leipziger Teilung 1485 Ernst und Albrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Di Pinto (Author), 2016, Die Leipziger Teilung 1485. Was bewegte Ernst und Albrecht dazu, die wettinischen Länder zu teilen, obwohl sie an der Spitze der Macht waren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456904
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