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Die soziale Einbettung wirtschaftlichen Handelns

Title: Die soziale Einbettung wirtschaftlichen Handelns

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: A

Autor:in: Roman Jan Surowiecki (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Die klassische und neoklassische Wirtschaftstheorie setzt einen idealisierten Zustand voraus, in dem rationales und von Eigennutz geprägtes Verhalten nur geringfügig von sozialen Beziehungen beeinflusst wird. Als realitätsfern kritisiert wird diese Sichtweise aus der Perspektive der ‚social embeddedness', welche davon ausgeht, dass das soziale Gefüge, in das Akteure eingebettet sind, einen starken Einfluss auf deren ökonomisches Handeln und damit auch deren wirtschaftlichen Erfolg ausübt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Begriffliche Grundlagen

2.1 Neoklassik und Transaktionskostentheorie

2.2 Soziale Einbettung und soziale Netzwerke

3 Rolle und Relevanz sozialer Beziehungen in der Wirtschaft

3.1 Soziale Einbettung auf individueller Ebene

3.2 Soziale Einbettung auf Firmenebene

3.2.1 Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg

3.2.2 Preisbildung in sozialen Netzwerken

4 Chancen und Risiken von sozialen Netzwerken

4.1 Grenzen der sozialen Einbettung

4.2 Optimale Netzwerkstruktur

5 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Strukturen und Beziehungen auf ökonomisches Handeln, um die Signifikanz sozialer Einbettung für den Unternehmenserfolg gegenüber klassischen ökonomischen Theorien wie der Neoklassik oder der Transaktionskostentheorie kritisch aufzuzeigen.

  • Analyse der sozialen Einbettung im wirtschaftlichen Kontext
  • Vergleich zwischen Neoklassik, Transaktionskostentheorie und dem Konzept der sozialen Netzwerke
  • Einfluss sozialer Beziehungen auf individueller Ebene und Unternehmensebene
  • Untersuchung von Chancen und Risiken durch soziale Einbettung
  • Diskussion der optimalen Netzwerkstruktur zur Steigerung der Konkurrenzfähigkeit

Auszug aus dem Buch

2.2 Soziale Einbettung und soziale Netzwerke

Sowohl die Neoklassik als auch die Transaktionskostentheorie schließen aus, dass soziale Beziehungen einen Einfluss auf wirtschaftliches Handeln ausüben. Demgegenüber steht das Konzept der sozialen Einbettung, welches darauf beruht, dass idealisierte Märkte wie in der Neoklassik in der Realität nicht vorkommen und Transaktionen zwischen Firmen durchaus von sozialen Kontakten beeinflusst werden. Dabei existieren soziale Beziehungen sowohl auf persönlicher Ebene als auch auf Firmenebene. So steht es außer Frage, dass zum Beispiel viele Geschäftsbeziehungen in der Wirtschaftselite als persönliche Beziehungen angesehen werden können. Aufgrund dessen stellt das Konzept der sozialen Einbettung die Annahme von opportunistischem Verhalten aus der Transaktionskostentheorie in Frage.

Auch nichtvertragliche, risikoreiche Vereinbarungen spielen eine wesentliche Rolle in der Wirtschaft. Geschäftsleute verlassen sich oft der Einfachheit halber auf das Wort oder den Handschlag des Geschäftspartners, auch wenn das Geschäft signifikante Risiken beinhaltet. Dass in solchen Situation niemand ausgenutzt wird, lässt sich dadurch erklären, dass Firmen ihre Geschäfte in eine längerfristige Beziehung einbetten und insofern auf der Grundlage von Vertrauen zwischen den Geschäftspartnern opportunistisches Verhalten ausgeschlossen wird. Durch persönliche Beziehungen wird Vertrauen gebildet und betrügerisches Verhalten verhindert. Vertrauen und demzufolge auch Reputation sind ein wichtiger Bestandteil im Wirtschaftsleben. Wer gute Erfahrungen mit seinem Geschäftspartner macht, verschafft sich Zugang zu günstigen, umfassenden und verlässlichen Informationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Konzepts der sozialen Einbettung als Ergänzung zur Wirtschaftssoziologie und Darlegung der Zielsetzung, den Einfluss sozialer Strukturen auf das Wirtschaftsleben kritisch zu untersuchen.

2 Begriffliche Grundlagen: Erläuterung der theoretischen Basis der Neoklassik und Transaktionskostentheorie sowie Einführung in das Konzept der sozialen Einbettung und die Entstehung sozialer Netzwerke.

3 Rolle und Relevanz sozialer Beziehungen in der Wirtschaft: Analyse der Auswirkungen sozialer Beziehungen auf sowohl individueller Ebene, wie bei Karriereschritten, als auch auf Firmenebene in Bezug auf Unternehmenserfolg und Preisbildung.

4 Chancen und Risiken von sozialen Netzwerken: Kritische Betrachtung der Grenzen zu starker sozialer Einbettung sowie Entwicklung einer Strategie für eine optimale, gemischte Netzwerkstruktur zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über die Bedeutung sozialer Einbettung für wirtschaftliches Handeln und Einordnung des Konzepts in aktuelle wissenschaftliche Debatten.

Schlüsselwörter

Soziale Einbettung, Wirtschaftssoziologie, Transaktionskostentheorie, Soziale Netzwerke, Opportunismus, Vertrauen, Reputation, Embedded ties, Arm's length ties, Wirtschaftliches Handeln, Unternehmensnetzwerke, Markt-Hierarchie-Paradigma, Informationsasymmetrie, Wettbewerbsfähigkeit, Preisbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Konzept der sozialen Einbettung und analysiert, wie soziale Beziehungen und Strukturen das wirtschaftliche Handeln beeinflussen, wobei sie klassische ökonomische Theorien kritisch hinterfragt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die theoretischen Grundlagen der Neoklassik und Transaktionskostentheorie, die Rolle sozialer Netzwerke auf individueller und Unternehmensebene sowie das Spannungsfeld zwischen Vertrauen und Opportunismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Signifikanz sozialer Beziehungen für den Unternehmenserfolg aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit diese Beziehungen ökonomische Prozesse besser erklären können als rein rationale Marktmodelle.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse verschiedener soziologischer und ökonomischer Studien basiert, um das Konzept der sozialen Einbettung fundiert zu erläutern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die praktische Rolle sozialer Beziehungen auf verschiedenen Ebenen, eine Analyse der Auswirkungen auf Preisbildung und Erfolg sowie die Untersuchung von Chancen und Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Einbettung, Vertrauen, Opportunismus, Embedded ties, Arm's length ties, Transaktionskosten und Netzwerkstrukturen.

Was genau sind "embedded ties" im Vergleich zu "arm's length ties"?

Embedded ties sind langfristige, auf Vertrauen basierende Beziehungen, während arm's length ties kurzfristige, rein geschäftsmäßige Interaktionen beschreiben, die stärker auf eigenem Nutzen und geringeren Bindungen beruhen.

Wie entsteht das "Paradoxon der Einbettung"?

Dieses Paradoxon beschreibt die Gefahr, dass eine zu starke soziale Einbettung zu einer Abschottung vom Markt führt, wodurch Unternehmen wichtige externe Impulse und innovative Informationen verlieren.

Warum ist eine gemischte Netzwerkstruktur optimal für Unternehmen?

Eine Mischung aus vertrauensvollen, engen Beziehungen und lockeren Marktkontakten ermöglicht es Unternehmen, sowohl von den Vorteilen intensiver Kooperationen als auch von der Informationsvielfalt offener Netzwerke zu profitieren.

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Details

Title
Die soziale Einbettung wirtschaftlichen Handelns
College
European Business School - International University Schloß Reichartshausen Oestrich-Winkel
Grade
A
Author
Roman Jan Surowiecki (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V45726
ISBN (eBook)
9783638430791
ISBN (Book)
9783638763738
Language
German
Tags
Einbettung Handelns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roman Jan Surowiecki (Author), 2005, Die soziale Einbettung wirtschaftlichen Handelns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45726
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