PISA und Co. haben zum Nachdenken angeregt. Nach Jahren der Planung nimmt die Ganztagsschule nun endlich Einzug in Deutschland. Bei diesem Prozess diente das Ausland als Vorbild, denn die Ganztagsschule ist „ein weltweit sehr verbreitetes Modell“ (Allemann-Chionda, 2005). In den letzten Jahren ist auch in Deutschland die Zahl der Ganztagsschulen deutlich gestiegen. Diese neue Art der Schule muss immer mehr Aufgaben erfüllen.
Diese Arbeit befasst sich mit dem der Ganztagsschule, erörtert Vor- und Nachteile dieser und schafft einen Einblick in die Umsetzung der Schulform in den verschiedenen Bundesländern Deutschlands.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitungsgedanke
2 Die Ganztagsschule
2.1 Theoretische Aufarbeitung
2.1.1 Definition
2.1.2 Formen
2.1.2.1. Offene Form
2.1.2.2. Teilweise gebundene Form
2.1.2.3. Voll gebundene Form
2.1.3 Modelle
2.1.3.1 Additives Modell
2.1.3.2 Integriertes Modell
2.1.4 Merkmale
2.1.5 Ziele
2.2 Vor- und Nachteile der Ganztagsschule
2.2.1 Vorteile der Ganztagsschule
2.2.1.1 Vorteile für die Schüler
2.2.1.2 Vorteile für die Schule
2.2.1.3 Vorteile für die Familie
2.2.2 Nachteile der Ganztagsschule
2.2.2.1 Nachteile für die Schüler
2.2.2.2 Nachteile für die Schule
2.3 Praktische Umsetzung in Deutschland
2.3.1 Baden-Württemberg
2.3.2 Bayern
2.3.3. Berlin
2.3.4 Brandenburg
2.3.5 Bremen
2.3.6 Hamburg
2.3.7. Hessen
2.3.8 Mecklenburg-Vorpommern
2.3.9 Niedersachsen
2.3.10 Nordrhein-Westfalen
2.3.11 Rheinland-Pfalz
2.3.12 Saarland
2.3.13 Sachsen
2.3.14 Sachsen-Anhalt
2.3.15 Schleswig-Holstein
2.3.16 Thüringen
3 Schlussgedanke
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dem Konzept der Ganztagsschule in Deutschland auseinander, erörtert deren Vor- und Nachteile aus pädagogischer Sicht und bietet einen detaillierten Einblick in die spezifischen Umsetzungsmodelle in den verschiedenen Bundesländern.
- Theoretische Begriffsbestimmung und Abgrenzung der Ganztagsschulformen
- Analyse der pädagogischen Ziele und qualitätssichernder Merkmale
- Diskussion der Chancen und Herausforderungen für Schüler, Schule und Familie
- Vergleichende Übersicht der Umsetzungspraxis in deutschen Bundesländern
Auszug aus dem Buch
2.1.2.1 Offene Form
Die offene Ganztagsschule zeichnet sich durch eine feste Schulzeit und zusätzliche freiwillig nutzbare Angebote wie ein warmes Mittagessen, Spiel, Sport, Freizeit und Hausaufgabenhilfe aus. Der Pflichtunterricht findet vormittags statt, während der Nachmittag für freiwillige Angebote genutzt wird. Die Nutzung dieser Schule ist sowohl als Halbtags- wie auch als Ganztagsschule möglich, da die Teilnahme am Ganztagsprogramm freiwillig ist. Die offene Form hat meist von 8.00 Uhr bis 16.15 Uhr geöffnet. Um eine abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeit zu garantieren kooperiert die Schule mit außerschulischen Einrichtungen und Ehrenamtlichen. Diese Variante schafft kaum Veränderung bezüglich der Organisation und der Unterrichtsgestaltung. Viele Schulen nutzen die offene Form lediglich als Möglichkeit zum Einstieg in die Ganztagsschularbeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitungsgedanke: Die Einleitung beleuchtet den wachsenden Stellenwert der Ganztagsschule in Deutschland als Reaktion auf internationale Entwicklungen und PISA-Ergebnisse.
2 Die Ganztagsschule: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung, definiert Formen und Modelle (offen, teilgebunden, vollgebunden) und erörtert deren Vor- und Nachteile sowie die länderübergreifende Umsetzung.
3 Schlussgedanke: Das Fazit stellt fest, dass der Prozess des Ganztagsschulausbaus noch nicht abgeschlossen ist und zukünftige Herausforderungen wie Inklusion und die Qualität außerschulischer Kontakte angegangen werden müssen.
Schlüsselwörter
Ganztagsschule, Halbtagsschule, Bildungskonzept, Schulentwicklung, Offene Form, Gebundene Form, Rhythmisierung, Förderangebote, Hausaufgabenbetreuung, Sozialklima, Schulpädagogik, Kultusministerkonferenz, Ganztagsangebot.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die konzeptionelle Ausgestaltung, die verschiedenen Formen und die praktische Umsetzung der Ganztagsschule in Deutschland unter Berücksichtigung der individuellen Länderregelungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die pädagogische Theorie der Ganztagsbildung, die Vor- und Nachteile für die beteiligten Akteure sowie die länderspezifischen Statistiken zur Umsetzung an Hauptschulen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über das Spektrum der Ganztagsschularbeit zu geben und die Unterschiede zwischen den Bundesländern transparent zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf einschlägigen Studien zur Entwicklung von Ganztagsschulen und pädagogischer Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Modelle, eine Analyse von Chancen und Risiken sowie eine detaillierte Darstellung der Umsetzungspraxis in allen 16 Bundesländern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Ganztagsschule, Bildungskonzept, Schulentwicklung, Förderangebote und Rhythmisierung beschreiben.
Welchen Unterschied gibt es zwischen dem additiven und dem integrierten Modell?
Das additive Modell trennt Unterricht und Betreuung zeitlich, während das integrierte Modell diese Bereiche miteinander verzahnt und den gesamten Schultag rhythmisiert.
Welchen Einfluss hat die Ganztagsschule auf die Klassenwiederholungsquote?
Studien deuten darauf hin, dass die regelmäßige Teilnahme am Ganztagsbetrieb die Quote der Klassenwiederholungen deutlich senken kann.
- Arbeit zitieren
- Linda Mitterweger (Autor:in), 2012, Die Ganztagsschule in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457303