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Transformation Corporate Start-up. Der Einsatz agiler Innovationsmethoden in etablierten Großunternehmen

Titel: Transformation Corporate Start-up. Der Einsatz agiler Innovationsmethoden in etablierten Großunternehmen

Masterarbeit , 2019 , 167 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Viktor Andrin (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der Arbeit ist es, für Klarheit und Transparenz zu sorgen und neue Ansätze aufzuzeigen, die die derzeitigen Bemühungen im Innovationsmanagement tatsächlich voranbringen. In der qualitativ-empirischen Fallstudie wird eine erste agile Initiative eines führenden FMCG-Herstellers durch explorative Interviews mit Führungskräften und Mitarbeitern untersucht. Aus den theoretischen Grundlagen und den Ergebnissen der Untersuchung werden praktische Implikationen abgeleitet.

Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass als erster Schritt ein einheitliches Verständnis von Agilität innerhalb des Unternehmens vorhanden sein sollte. Im zweiten Schritt benötigen effiziente Innovationen genügend Traktion und Kundenfit. Dies können Unternehmen durch disruptive Ideen, die möglichst nah an ihrer Kernkompetenz angesiedelt sind, erreichen. Letztendlich sind das agile Mindset und eine konsequente Methodenkompetenz der Schlüssel, um ein agiles Innovations-Ökosystem erfolgreich zu etablieren. Diese Arbeit richtet sich in erster Linie an Führungskräfte und Mitarbeiter, die Interesse an effizienten Innovationen haben.

Die Lebenserwartung etablierter Großunternehmen nimmt langsam, aber stetig weiter ab. Mit agilen Methoden und durch disruptive Innovationen mischen Start-ups mittlerweile auch traditionelle Branchen auf und verschärfen den Wettbewerb. Durch die Implementierung von agilen Corporate Start-up-Konzepten versuchen Konzerne, die Stärken der Start-ups für sich zu nutzen und sie dadurch möglichst einzuholen, wenn nicht sogar zu überholen. Wie die nachhaltige Einführung agiler Methoden gelingen kann und wie die Erfolgschancen stehen, wird in dieser Master-Thesis behandelt. Zugleich wird ein allgemeiner Überblick zur Agilität gegeben und die Entwicklung eines InnovationsÖkosystems in einer Start-up-Welt diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung etablierter Großunternehmen

1.1.1 Das „Innovator’s Dilemma“

1.1.2 Die „VUCA-Welt“

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Transformation Corporate Start-up

2.1.1 Begriffsbestimmung von „Corporate Start-up“

2.1.2 Relevanz und Aufstieg der Start-up-Ökonomie

2.1.3 Formen separater Innovationseinheiten

2.1.3.1 Interne neue Ideen: Innovation Lab/Hub und Company Builder

2.1.3.2 Externe bestehende Ideen: Inkubator und Accelerator

2.1.4 Heute: Illusion der separaten Innovationseinheiten

2.1.4.1 Das gegenwärtige Vorgehen etablierter Unternehmen

2.1.4.2 Das Problem der geringen wirtschaftlichen Erfolgschancen

2.1.4.3 Das Problem der mangelhaften Umsetzung

2.1.4.4 Eine provokante These: Die Ideen sind das Problem

2.1.5 In Zukunft: effiziente Innovationen durch Kundenzentrierung und Traktion

2.1.5.1 Herausforderungen für den langfristigen Innovationserfolg

2.1.5.2 Effiziente Innovationen durch Traktionserfolg

2.1.5.3 Erfolg durch effiziente Innovationen

2.1.5.4 Dualismus und Ambidextrie: das Gleichgewicht finden

2.2 Agilität: ein aktueller Überblick

2.2.1 Historische Entwicklung des Konzepts Agilität

2.2.2 Werte und Prinzipien nach dem Agilen Manifest

2.2.3 Adaption an den agilen betrieblichen Kontext

2.2.4 Definition der heutigen Agilität

2.2.5 Das Mindset: mehr als nur eine Grundhaltung

2.2.6 Bedeutung für Teams und Unternehmen

2.2.7 Holakratie und Agilität

2.2.8 Vorteile der agilen Arbeitsweise

2.2.9 Typische Fehler bei der agilen Transformation

2.2.10 Kompetenzen und Voraussetzungen für die erfolgreiche Transformation

2.2.11 Die Rolle der agilen Führungskraft

2.3 Ein agiles Innovations-Ökosystem in einer Start-up-Welt

2.3.1 Begriffsbestimmung von Innovation

2.3.2 Das Innovations-Ökosystem

2.3.3 Startpunkt: Innovationsportfolio

2.3.4 Agile Methoden und Techniken

2.3.4.1 Der Sprint im Mittelpunkt

2.3.4.2 Scrum

2.3.4.3 Design Thinking

2.3.4.4 Lean Start-up

2.3.4.5 Kanban

2.3.5 Fehler und Hürden in Innovationsprozessen

2.4 Resümee

3 Empirisch-qualitative Untersuchung

3.1 Fallstudie eines führenden FMCG-Herstellers

3.1.1 Relevanz von disruptiven Innovationen für FMCG-Hersteller

3.1.2 Bedrohung durch die Marktmacht des Handels

3.1.3 Bedrohung durch Start-ups

3.1.4 Ein Sprint als erste agile Initiative

3.2 Beschreibung der qualitativen Forschungsmethode

3.2.1 Das problemzentrierte Experteninterview als Erhebungsinstrument

3.2.2 Funktion des Interviewleitfadens

3.2.3 Funktion der Datenaufzeichnung

3.2.4 Vorgehensweise der Datenauswertung

3.3 Methodische Vorgehensweise der Untersuchung

3.3.1 Operationalisierung

3.3.2 Befragungsort, -dauer und -aufzeichnung

3.3.3 Aufbau und Struktur der Interviewleitfäden

3.3.4 Auswahl und Beschreibung der Stichprobe

3.3.5 Durchführung der Interviews

3.3.6 Durchführung der Auswertung

4 Ergebnisse

4.1 Auswertung der Ergebnisse aus der Perspektive der Führungskräfte

4.1.1 Dimension: Agilität

4.1.2 Dimension: Corporate Start-up

4.1.3 Dimension: FMCG

4.1.4 Dimension: Sonstige Themen

4.2 Auswertung der Ergebnisse aus der Perspektive der Sprint-Teilnehmer

4.2.1 Dimension: Sprint

4.2.2 Dimension: Agilität

4.2.3 Dimension: Corporate Start-up

4.2.4 Dimension: Sonstige Themen

5 Diskussion der Ergebnisse

5.1 Zusammenfassung und Zusammenführung der Ergebnisse

5.2 Interpretation der Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund

5.3 Kritische Reflexion der Vorgehensweise und Methodik

6 Praktische Implikationen

6.1 Aufbau eines einheitlichen Verständnisses

6.2 Optimierung der Rahmenbedingungen

6.3 Integration von Mindset, Methoden und Techniken in den Arbeitsalltag

6.4 Ganzheitliche interne Sensibilisierung

6.5 Berücksichtigung von Kernkompetenzen und Restriktionen

6.6 Ein neues Innovations-Ökosystem: das stärkenorientierte 3i-Modell

6.7 Effiziente Innovationen durch ambidextres Denken

7 Fazit und Ausblick

7.1 Fazit

7.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie etablierte Großunternehmen durch die Transformation in Corporate Start-ups und den Einsatz agiler Methoden ihre Innovationskraft nachhaltig stärken können, um sich gegen den Wettbewerbsdruck durch disruptive Start-ups und veränderte Marktbedingungen zu behaupten.

  • Transformation etablierter Großunternehmen in Corporate Start-ups
  • Einsatz agiler Methoden und deren Integration in bestehende Unternehmensstrukturen
  • Herausforderungen in der FMCG-Branche (Fast Moving Consumer Goods)
  • Vergleich zwischen theoretischen Innovationsansätzen und empirischer Praxis
  • Entwicklung effizienter Innovations-Ökosysteme

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Begriffsbestimmung von „Corporate Start-up“

Der Ausdruck „Start-up“ ist wirtschaftsgeschichtlich noch relativ neu und hat in den letzten Jahren im deutschen Sprachgebrauch stark an Popularität gewonnen. Jedoch ist seine Auslegung und Anwendung nicht immer ganz verständlich. Häufig wird die Frage gestellt, ab wann ein Unternehmen als „Start-up“ bezeichnet werden darf und ab wann nicht bzw. nicht mehr. Noch neuer ist der Begriff „Corporate Start-up“, für den zum aktuellen Zeitpunkt noch kein Eintrag im Gabler-Springer Wirtschaftslexikon vorliegt.

Den Begriff „Start-up“ beschreibt das Wirtschaftslexikon von Gabler-Springer als eine Unternehmensgründung, deren Geschäftsidee innovativ ist und hohes Wachstumspotenzial aufweist. Bei einer Erweiterung des Suchbegriffs auf „Start-up-Unternehmen“ wird die Definition durch den Zusatz „noch nicht etablierte junge Unternehmen mit geringem Startkapital“ ergänzt. (Achleitner, 2017). Schramm und Carstens vertreten eine sehr ähnliche Ansicht: „Ein Start-up ist ein junges, innovatives und noch nicht etabliertes Unternehmen auf der Suche nach einem nachhaltigen, skalierbaren Geschäftsmodell“ (Schramm & Carstens, 2014, S. 11). Ries, der Begründer von Lean Start-up, beschreibt ein Start-up als eine menschliche Institution, die in einem Umfeld extremer Ungewissheit agiert und neue Produkte oder neue Dienstleistungen entwickelt (Ries, 2015, S. 33). Die Definition der Universität Siegen vervollständigt schließlich das Gesamtbild: „Das Ziel des Start-up Prozesses besteht nicht nur darin, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, wie man ein tragfähiges Geschäftsmodell aufbaut. Mit geringem Kapitaleinsatz und hoher Effizienz sollen die Ideen in kurzen iterativen Schritten in eine ständig verbessernde Lösung überführt werden“ (Universität Siegen, 2018).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den sinkenden Lebenszyklus großer Unternehmen und die existenzielle Notwendigkeit für etablierte Firmen, auf disruptive Marktveränderungen zu reagieren.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet die Konzepte der agilen Transformation, der Corporate Start-ups sowie moderne Innovations-Ökosysteme und stellt deren theoretische Fundierung dar.

3 Empirisch-qualitative Untersuchung: Hier wird das Untersuchungsdesign der Fallstudie bei einem FMCG-Hersteller dargelegt, einschließlich der methodischen Vorgehensweise bei den Experteninterviews.

4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Interviews mit Führungskräften und Mitarbeitern werden ausgewertet, um ein detailliertes Stimmungs- und Sachbild über die agile Transformation im Unternehmen zu gewinnen.

5 Diskussion der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse aus der empirischen Studie werden kritisch mit den theoretischen Grundlagen verknüpft und diskutiert.

6 Praktische Implikationen: Basierend auf der Analyse werden konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie die Transformation effizienter gestaltet und in den Arbeitsalltag integriert werden kann.

7 Fazit und Ausblick: Diese Kapitel fassen die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und geben einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung agiler Organisationen sowie mögliche Ansätze für weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Agilität, Corporate Start-up, Innovation, FMCG, Disruption, Innovations-Ökosystem, Sprint, Lean Start-up, Scrum, Design Thinking, Kanban, Transformation, Innovationsmanagement, Traktion, Ambidextrie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie etablierte Großunternehmen, insbesondere in der FMCG-Branche, agile Methoden und Konzepte aus der Start-up-Welt erfolgreich adaptieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind agile Transformation, Innovationsmanagement, Corporate Start-ups, die Anwendung spezifischer Methoden wie Scrum oder Design Thinking und die Überwindung kultureller Hürden in Großunternehmen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Master-Thesis?

Das Ziel ist es, für Klarheit über die agile Transformation zu sorgen und ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, wie agile Arbeitsweisen in einem „Brownfield“-Umfeld effizient angewendet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativ-empirischen Fallstudie, in der explorative Experteninterviews mit Führungskräften und Mitarbeitern eines führenden Konsumgüterherstellers geführt wurden.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Agilität und Innovation sowie eine umfassende empirische Untersuchung, die den aktuellen Status der Transformation im Zielunternehmen analysiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kerninhalt beschreiben?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Agilität, Corporate Start-up, Innovation, Disruption, Traktion und Ambidextrie charakterisiert.

Was unterscheidet das 5C-Modell von herkömmlichen Prozessen?

Der 5C-Prozess berücksichtigt von Beginn an die spezifischen Restriktionen und Kernkompetenzen etablierter Unternehmen, um die Disruption effizienter und marktnaher umzusetzen, anstatt nur isolierte Start-up-Methoden zu kopieren.

Warum wird der Begriff "Sprint" in der Arbeit kritisch hinterfragt?

Die Untersuchung zeigt, dass der Sprint in der Praxis oft als belastende "Job-on-Top"-Aufgabe wahrgenommen wurde. Die Arbeit betont daher, dass Sprints in einen gesunden, nachhaltigen Rhythmus überführt werden müssen.

Ende der Leseprobe aus 167 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Transformation Corporate Start-up. Der Einsatz agiler Innovationsmethoden in etablierten Großunternehmen
Hochschule
Hochschule Reutlingen  (ESB Business School Reutlingen)
Veranstaltung
Entrepreneurship & Start-up
Note
1,4
Autor
Viktor Andrin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
167
Katalognummer
V457363
ISBN (eBook)
9783668936133
ISBN (Buch)
9783668936140
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Start-up Corporate Start-up Innovation Innovationmanagement Agilität Transformation Change Disruption FMCG Konsumgüter Scrum Design Thinking Kanban Lean Start-up Lean Großunternehmen Innovationsmethoden Produktentwicklung Intrapreneurship Entrepreneurship Unternehmertum Agility Business Development Produktmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Viktor Andrin (Autor:in), 2019, Transformation Corporate Start-up. Der Einsatz agiler Innovationsmethoden in etablierten Großunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457363
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Leseprobe aus  167  Seiten
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