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Analyse der theoretischen und empirischen Modellerklärungen über die Arten und Ursachen von Finanzmarktkrisen

Titel: Analyse der theoretischen und empirischen Modellerklärungen über die Arten und Ursachen von Finanzmarktkrisen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 54 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Evaristo Lopez Perez (Autor:in), Gonca Parlak (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es theoretische und empirische Ursachenerklärungen wiederzugeben, die sich im akademischen Diskurs besonders hervorgehoben haben, die Weiterentwicklung der entsprechenden Modelle im Kontext der Veränderung von Finanzkrisen aufzuzeigen und die theoretischen und empirischen Modelle kritisch zu hinterfragen. Obwohl diese Arbeit nicht näher auf die Krisenprävention von Finanzkrisen eingehen wird, soll sie dennoch als Basis dienen, um die Argumentationen zu verstehen, die mit krisenpräventiven Maßnahmen einhergehen. Bevor näher auf die theoretischen und empirischen Modelle eingegangen werden kann, sind vorab einige terminologische Definitionen von Nöten, um die entsprechenden Modelle nachvollziehen zu können. Aus diesem Grund werden im ersten Kapitel relevante Termini definiert, die sich unter dem Terminus Finanzkrise subsumieren. Durch diese Vorgehensweise entstehen keine Missverständnisse, wenn im weiteren Verlauf der Arbeit der Terminus Finanzkrise synonym für Währungs- und Bankenkrisen verwendet wird.

Im zweiten Kapitel werden zwei Wechselkursysteme präsentiert. Als Begründung sei erwähnt, dass die präsentierten theoretischen Modelle von einem festen Wechselkurs ausgehen. Die Erläuterung des Wechselkurses im Kontext eines festen und flexiblen Wechselkurssystems werden das für später benötigte Verständnis liefern. Im dritten Kapitel werden die theoretischen Modelle aufgezeigt und kritisch hinterfragt. Es existieren drei „Generationsmodelle“ die sich jeweils nach Eintreffen einer Finanzkrise herauskristallisiert haben. Weshalb sich diese Modelle nach einer Finanzkrise entwickelt haben, und welche Ursachen sie für eine Finanzkrise aufzeigen, wird primäres Ziel dieses Kapitels sein. Dabei sei an dieser Stelle erwähnt, dass bereits Modelle der vierten Generation entwickelt wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definition und Abgrenzung des Terminus Finanzkrise

1.1. Definition des Terminus Verschuldungskrise

1.2. Definition des Terminus Bankkrise

1.3. Definition des Terminus Währungskrise

2. Wechselkurssysteme

2.1. Der nominale und reale Wechselkurs

2.2. Vollständig flexible Wechselkurse

2.3. Vollständig feste Wechselkurse

3. Theoretische Ursachenerklärung von Währungskrisen

3.1 Modelle der ersten Generation

3.2. Modelle der zweiten Generation

3.3. Modelle der dritten Generation

4. Empirische Ursachenerklärung von Währungskrisen

4.1. Zusammenhang zwischen Währungs- und Bankenkrisen

4.1.1. Twin-Crises

4.1.2. Kostenspezifische Auswirkungen der Twin-Crises

4.2. Das GKR-Modell

4.2.1. Methodologische Vorgehensweise

4.2.2. Relevante Indikatoren des GKR-Modells

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen und empirischen Erklärungsmodelle für Finanzkrisen, insbesondere Währungs- und Bankenkrisen, systematisch darzustellen und kritisch zu hinterfragen, um deren Anwendbarkeit und Prognosekraft im akademischen Diskurs zu beleuchten.

  • Terminologische Differenzierung von Finanz-, Währungs-, Banken- und Verschuldungskrisen.
  • Analyse der drei Generationen von Währungskrisenmodellen (Krugman, Obstfeld, dritte Generation).
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Währungs- und Bankenkrisen (Twin-Crises).
  • Evaluierung empirischer Frühwarnsysteme, insbesondere des GKR-Modells.
  • Kritische Reflexion der Prognosefähigkeit wissenschaftlicher Krisenmodelle.

Auszug aus dem Buch

1. Definition und Abgrenzung des Terminus Finanzkrise

Unter einer Finanzkrise versteht Aschinger (2001) einen abrupten, erheblichen Verfall finanzieller Indikatoren oder Preise, der gesamtwirtschaftliche Auswirkungen zur Folge hat. Auch Kindleberger (1992) definiert eine Finanzkrise: „ [...] as a sharp, brief, ultra-cyclical deterioration of all or most of a group of financial indicators [...]“

Finanzielle Indikatoren oder Preise, die mit einem erheblichen Verfall während einer Finanzkrise eingehen können, sind nach dem IWF (1998) und Kindleberger (1992) z.B.: Ein Anstieg von unhaltbaren ökonomischen Ungleichgewichten, Ausrichtungsfehler der Preise für Vermögenswerte (asset prices) oder der Wechselkurse (exchange rates), meist im Kontext von Verzerrungen im Finanzsektor (z.B. Spekulative Blasen) und struktureller Starrheiten, Plötzlicher Vertrauensverlust in das Banken- oder Währungssystem, angespornt z.B. durch eine plötzliche Korrektur der Preise für Vermögenswerte, Störungen der fremdfinanzierten Geldströme, die grundlegende ökonomische und finanzielle Schwächen aufdecken, Ein starker Einbruch von Aktienkursen und Immobilienpreisen, Konkurse von Unternehmen und Finanzinstitute, etc.

Mishkin (1996) definiert dagegen eine Finanzkrise – der das Problem asymmetrischer Informationsverteilung als ein Hauptgrund für Krisen ansieht - als: „[...] a nonlinear disruption to financial markets in which adverse selection and moral hazard problems become much worse, so that financial markets are unable to efficiently channel funds to those who have the most productive investment opportunities [...]“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition und Abgrenzung des Terminus Finanzkrise: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung von Finanzkrisen und unterscheidet zwischen Währungs-, Banken- und Verschuldungskrisen.

2. Wechselkurssysteme: Es werden die Grundlagen von nominalen und realen Wechselkursen sowie die Mechanismen von vollständig flexiblen und festen Wechselkurssystemen erläutert.

3. Theoretische Ursachenerklärung von Währungskrisen: Das Kapitel stellt die drei Generationen von theoretischen Modellen vor, die den Ursprung von Währungskrisen wissenschaftlich zu erklären versuchen.

4. Empirische Ursachenerklärung von Währungskrisen: Hier liegt der Fokus auf der empirischen Analyse, insbesondere auf dem Zusammenhang von Währungs- und Bankenkrisen (Twin-Crises) und der Funktionsweise des GKR-Modells als Frühwarnsystem.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die begrenzte Prognosekraft theoretischer und empirischer Krisenmodelle.

Schlüsselwörter

Finanzkrise, Währungskrise, Bankenkrise, Verschuldungskrise, Wechselkurssysteme, Frühwarnsysteme, Twin-Crises, GKR-Modell, Moral Hazard, Spekulative Attacke, makroökonomische Fundamentaldaten, Volatilität, Krisenprävention, Signalansatz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Erklärungsmodelle und empirischen Ansätze zur Identifizierung von Arten und Ursachen globaler Finanzmarktkrisen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Systematisierung von Finanzkrisen, die Entwicklung von Wechselkursmodellen sowie der Vergleich verschiedener Generationen von Krisenmodellen und deren empirische Anwendung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Modelle aus dem akademischen Diskurs zusammenzuführen, ihre Logik zu verstehen und ihre Grenzen bei der Vorhersage zukünftiger Krisen kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte, theoretische Analyse sowie die Auswertung empirischer Frühwarnindikatoren (insbesondere des GKR-Modells).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst Definitionen, die Differenzierung von Wechselkurssystemen sowie die detaillierte Darstellung von drei Modellgenerationen und die empirische Messung von Krisenpotenzialen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben Finanzmarktkrisen vor allem die Konzepte von Twin-Crises, dem Noise-to-signal Quotient und dem Moral-Hazard-Problem.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen den Modellgenerationen?

Die Arbeit differenziert anhand der historischen Entstehung nach großen Finanzkrisen: Modelle der ersten Generation fokussieren auf Fundamentaldaten, die zweite auf Erwartungsänderungen/Selbststeuerung und die dritte auf Strukturprobleme im Bankensektor.

Warum wird das GKR-Modell besonders hervorgehoben?

Das GKR-Modell wird analysiert, da es eine Weiterentwicklung darstellt, die sowohl Währungs- als auch Bankenkrisen berücksichtigt und monatliche Daten für eine präzisere empirische Frühwarnung nutzt.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse der theoretischen und empirischen Modellerklärungen über die Arten und Ursachen von Finanzmarktkrisen
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Finanzmarktkrisen
Note
1.3
Autoren
Evaristo Lopez Perez (Autor:in), Gonca Parlak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
54
Katalognummer
V45741
ISBN (eBook)
9783638430937
ISBN (Buch)
9783638843461
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse Modellerklärungen Arten Ursachen Finanzmarktkrisen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Evaristo Lopez Perez (Autor:in), Gonca Parlak (Autor:in), 2005, Analyse der theoretischen und empirischen Modellerklärungen über die Arten und Ursachen von Finanzmarktkrisen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45741
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Leseprobe aus  54  Seiten
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