Das Ziel dieser Arbeit ist es ein grundlegendes Verständnis für den Marktwert der Spieler zu vermitteln und genauer zu klären, ob der Marktwert der Stürmer eine Auswirkung auf die Torausbeute dieser hat. Da Stürmer im Normalfall die meisten Tore schießen, bezieht sich diese Arbeit auf die Stürmerposition und untersucht nicht die Auswirkungen auf die Torquote von Mittelfeldspielern, Abwehrspielern und Torhütern. Die zugrundeliegende Forschungsfrage dieser Arbeit lautet: Schießt ein Stürmer mit einem hohen Marktwert mehr Tore als ein Stürmer mit geringem Marktwert?
Weiterhin soll geklärt werden, ob es bei dieser Auswirkung Unterschiede zwischen den Ligen gibt. Dazu werden die Daten der ersten Liga in Deutschland und England miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau und Methodik
2. Grundlagen
2.1. Definition Marktwert
2.2. Definition Marktwertberechnung auf Transfermarkt.de
2.3. Definition Korrelationsanalyse
2.4. Definition Regressionsanalyse
3. Analyse der Auswirkungen des Spieler-Marktwerts auf die Anzahl der geschossenen Tore bei Stürmern
3.1. Datengrundlage
3.2. Analyse der Auswirkungen des Spieler-Marktwerts auf die Anzahl der geschossenen Tore in der Bundesliga
3.3. Analyse der Auswirkungen des Spieler-Marktwerts auf die Anzahl der geschossenen Tore in der Premier League
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Marktwert von Fußballstürmern und deren tatsächlicher Torausbeute in der deutschen Bundesliga sowie der englischen Premier League, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob ein höherer Marktwert tatsächlich zu mehr erzielten Toren führt.
- Analyse des Einflusses von Marktwerten auf die sportliche Leistung von Stürmern.
- Vergleichende Untersuchung der Bundesliga und der Premier League für die Saison 2017/2018.
- Einsatz statistischer Methoden wie Korrelations- und Regressionsanalyse mittels R.
- Bewertung der Effizienz von Spielern durch Einbeziehung der Torquote pro 90 Minuten.
- Validierung der These, ob finanzielle Investitionen in Spieler sich direkt in Toren widerspiegeln.
Auszug aus dem Buch
1.1. Problemstellung
„Geld schießt keine Tore“ ist ein viel zitierter Satz von Otto Rehhagel, welcher immer wieder Verwendung findet, wenn eine dem Anschein nach kleinere Mannschaft gegen eine vermeintlich stärkere Mannschaft gewinnt. Allerdings war dieser Satz anders gemeint. Otto Rehhagel wollte damit ausdrücken, dass das Geld auf der Bank keine Tore schießt und es lieber in Spieler investiert werden solle bzw. die besten Spieler nicht verkauft werden sollen. Seit der Saison 2005/2006 ist ein starker Anstieg der Transferausgaben der Bundesligaklubs zu erkennen. So sind die Ausgaben für Spieler von ca. 108 Millionen Euro in der Saison 2005/2006 auf ca. 716 Millionen Euro in der Saison 2017/2018 gestiegen. Auch ein ähnlich starker Anstieg der Marktwerte der aktuellen Bundesligaklubs in der ersten Liga ist seit der Saison 2010 zu erkennen. Der Marktwert der Spielerkader aller Mannschaften betrug insgesamt 1,55 Milliarden Euro im November 2010 und ist aktuell auf einen Wert von 4,06 Milliarden Euro angestiegen. Dies verdeutlicht, dass die Vereine immer höhere Transferausgaben für neue Spieler mit höherem Marktwert tätigen, um erfolgreich in der obersten Liga in Deutschland mitspielen zu können. Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Marktwert der Stürmer und soll klären, ob die höheren Marktwerte für Stürmer Auswirkungen auf deren Torausbeute haben und somit gerechtfertigt sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im Kontext steigender Transferausgaben und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Basisbegriffe wie Marktwert, dessen Berechnung auf Transfermarkt.de sowie die statistischen Verfahren Korrelations- und Regressionsanalyse definiert.
3. Analyse der Auswirkungen des Spieler-Marktwerts auf die Anzahl der geschossenen Tore bei Stürmern: Dieser Teil beschreibt die Datengrundlage und führt die eigentliche statistische Untersuchung für die Bundesliga und die Premier League durch, inklusive der Modellierung der Ergebnisse.
4. Fazit: Das Fazit fasst die statistischen Ergebnisse zusammen, bestätigt die Hypothese eines Zusammenhangs zwischen Marktwert und Torausbeute und gibt Ausblicke auf weitere Forschungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Business Intelligence, Marktwert, Transfermarkt.de, Bundesliga, Premier League, Stürmer, Korrelationsanalyse, Regressionsanalyse, Torausbeute, Statistik, RStudio, Fußballökonomie, Transferausgaben, Sportmanagement, Leistungsbewertung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob es eine statistisch messbare Korrelation zwischen dem finanziellen Marktwert eines Fußballstürmers und seiner tatsächlichen Torausbeute in einer Saison gibt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die sportökonomische Bewertung von Spielern, die Methodik der Marktwertbestimmung durch Online-Plattformen sowie die Anwendung statistischer Regressionsmodelle auf sportliche Leistungsdaten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob Stürmer mit einem hohen Marktwert tatsächlich mehr Tore erzielen als solche mit einem geringeren Marktwert.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Autorin nutzt zur Auswertung der Leistungsdaten aus der Saison 2017/2018 die Korrelations- und Regressionsanalyse mit der Statistik-Software R.
Welche Schwerpunkte liegen im Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufbereitung der Datengrundlage sowie die separate und vergleichende Analyse der 1. Bundesliga und der englischen Premier League unter Berücksichtigung von Toranzahl und Effizienz.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Marktwert, Regressionsanalyse, Stürmerleistung, Transfermarkt und Fußballökonomie.
Wie unterscheidet sich die Analyse in der Premier League von der Bundesliga?
Die Arbeit stellt fest, dass in der Premier League das allgemeine Marktwertniveau der Stürmer höher liegt, die Korrelation zur Torausbeute jedoch in beiden Ligen ähnlich schwach-positiv ausgeprägt ist.
Warum ist die „Torquote pro 90 Minuten“ ein wichtiger Faktor in der Analyse?
Dieser Wert bereinigt die Daten um Verzerrungen durch Verletzungspausen oder unterschiedlich lange Einsatzzeiten, was eine genauere Aussage über die individuelle Effizienz eines Stürmers ermöglicht.
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- Anonym (Autor:in), 2019, Schießt Geld Tore? Eine Analyse der Auswirkungen des Spieler-Marktwerts auf die Anzahl der geschossenen Tore, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457569