In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie Werbungen Kinder manipulieren.
Die Aufgabe einer guten Werbung besteht darin, den Verbraucher an ein bestimmtes Thema, sei es eine Dienstleistung oder Produkt, heranzuführen. Damit dies gelingt, haben Marketing- und Werbespezialisten über Jahre hinweg bestimmte Strategien und Tricks entwickelt, um Menschen davon zu überzeugen, das beworbene Produkt zu kaufen.
Für Werbemacher ist es einfach, an ihr Ziel zu kommen. Auch wenn die wenigsten der Erwachsenen behaupten würden, dass sie sich durch Werbeanzeigen manipulieren ließen, zeigen die Fakten jedoch ein ganz anderes Bild. Dass es funktioniert, merkt man nicht zuletzt daran, dass Unternehmen Jahr für Jahr wieder Milliardenbeträge in die Werbeproduktion pumpen. Anhand dieser Erkenntnis ist es also kein Wunder, dass die Tricks der Werbespezialisten auch bei Kindern angewandt werden und funktionieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Was ist Werbung?
2. Kinder als Zielgruppe der Werbung
2.1 Kinder als Ideale Konsumenten
2.2 Wahrnehmung der Werbung von Kindern
2.3 Einflussgröße von Werbung auf Kinder
3. Manipulative Methoden der Kinderwerbung
4. Werbevorschriften für Kinderwerbung in Deutschland
5. Notwendigkeit der Werbung
6. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen und Auswirkungen der gezielten Werbung auf Kinder als Konsumentengruppe. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Kinder Werbung wahrnehmen, welche manipulativen Strategien dabei zum Einsatz kommen und inwiefern ein Schutz der Kinder vor dieser Einflussnahme durch regulatorische Rahmenbedingungen in Deutschland möglich ist.
- Psychologische Grundlagen der Werbewirkung auf Heranwachsende
- Die Rolle des Kindes als idealer Konsument und Beeinflusser des elterlichen Kaufverhaltens
- Analyse spezifischer, manipulativer Werbetechniken
- Diskussion rechtlicher Rahmenbedingungen und Werbevorschriften
- Die pädagogische Bedeutung der Auseinandersetzung mit Werbung für die kindliche Entwicklung
Auszug aus dem Buch
3. Manipulative Methoden der Kinderwerbung
Da nicht mal Erwachsene vollkommen mitbekommen, wie diese oftmals durch Werbung manipuliert werden, steht es wohl außer Frage, dass dies in anderer Form bei Kindern auch funktioniert. Da Kinder nicht direkt zum Kauf der Ware aufgefordert werden dürfen, arbeiten die Werbestrategen mit andern Mitteln. Reklamen für Heranwachsende sind meist bunt, schnell und voller blinkender Lichter. Dies beeindruckt Kinder und zieht sie in ihren Bann. Natürlich dürfen aber auch Lieblingshelden aus z.B. TV-Serien und Vorbilder, wie Fußballstars nicht fehlen, die zur Erreichung des Verkaufsziels eingesetzt werden. Denn wenn ein Vorbild das geworbene Produkt kauft, kann es nur gut sein. Ein weiterer Trick ist das heile Welt Versprechen. Dem Kind wird dargestellt, dass wenn es dieses Produkt hat, alles in Ordnung sein wird und es praktisch alle Probleme löst. Dies sind nur wenige von vielen Strategien, die bei Heranwachsenden Wirkung finden. Da Kinder viel leichter beeinflussbar sind und die geworbenen Botschaften nicht hinterfragen, ist es ein leichtes Spiel für die Werbeindustrie, die Heranwachsenden für ihre Produkte zu begeistern. (vgl. Vaterfreuden 2018)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Was ist Werbung?: Definition von Werbung als geplanter Kommunikationsprozess und Darstellung ihrer Allgegenwärtigkeit sowie wirtschaftlichen Bedeutung.
2. Kinder als Zielgruppe der Werbung: Untersuchung der Intensität des Werbekontakts von Kindern und der besonderen psychologischen Anfälligkeit dieser Altersgruppe.
2.1 Kinder als Ideale Konsumenten: Analyse, warum Kinder aufgrund ihrer Markenbindung und ihres Einflusses auf elterliche Kaufentscheidungen als ideale Zielgruppe gelten.
2.2 Wahrnehmung der Werbung von Kindern: Erörterung der altersspezifischen Werbekompetenz und der unterschiedlichen Interpretation von Werbeinhalten durch Kinder.
2.3 Einflussgröße von Werbung auf Kinder: Einordnung der wissenschaftlichen Debatte über die Komplexität und die umstrittenen Wirkungen von Werbung auf die Entwicklung von Kindern.
3. Manipulative Methoden der Kinderwerbung: Aufzählung psychologischer Strategien wie dem Einsatz von Vorbildern und dem Versprechen einer „heilen Welt“ zur Gewinnung kindlicher Aufmerksamkeit.
4. Werbevorschriften für Kinderwerbung in Deutschland: Überblick über bestehende Gesetze und Verhaltensregeln, die den Schutz von Kindern vor direkter Kaufmanipulation sicherstellen sollen.
5. Notwendigkeit der Werbung: Reflexion über die Bedeutung von Werbung für die Wirtschaft und die pädagogische Relevanz der Medienerziehung im Umgang mit kommerziellen Botschaften.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass eine kritische Medienkompetenz bei Kindern durch elterliche Begleitung essenziell ist, um in einer konsumorientierten Gesellschaft bestehen zu können.
Schlüsselwörter
Kinderwerbung, Konsumentenverhalten, Werbekompetenz, Manipulation, Zielgruppenmarketing, Medienpädagogik, Werbewirtschaft, Werbevorschriften, Markenbewusstsein, Medieneinfluss, Konsumgesellschaft, Kaufentscheidungen, Kindesentwicklung, Werbestrategien, Werbeträger
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Einflüsse von Werbung auf Kinder und untersucht, mit welchen Methoden die Werbeindustrie Heranwachsende anspricht und beeinflusst.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Fachreferat ab?
Die Schwerpunkte liegen auf der Werbewirkung bei Kindern, den speziellen psychologischen Strategien in der Kinderwerbung sowie den gesetzlichen Regulierungen in Deutschland.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Interessen der Werbeindustrie und dem notwendigen Schutz sowie der Erziehung von Kindern zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die aktuelle Studien und Fachliteratur aus den Bereichen Medienpädagogik und Wirtschaftswissenschaften zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Wahrnehmung von Werbung durch Kinder, dem Kind als idealem Konsumenten, spezifischen Manipulationsmethoden sowie den rechtlichen Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind insbesondere Kinderwerbung, Werbekompetenz, manipulative Methoden und Medienpädagogik.
Warum werden Kinder von der Werbeindustrie als „ideale Konsumenten“ bezeichnet?
Kinder gelten als ideal, da sie Marken gegenüber aufgeschlossen, leicht begeisterbar und zudem maßgeblich an den Kaufentscheidungen ihrer Eltern beteiligt sind.
Gibt es in Deutschland gesetzliche Beschränkungen für Kinderwerbung?
Ja, es gibt Vorschriften, die beispielsweise untersagen, Kindersendungen durch Werbespots zu unterbrechen oder Kinder direkt zum Kauf aufzufordern.
- Arbeit zitieren
- Alex Schuch (Autor:in), 2018, Wie werden Kinder durch Werbungen manipuliert? Eine Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457582