Unterichtseinheit: Wortbaustein Vor-/vor-; Ver-/ver- (3. Klasse)


Unterrichtsentwurf, 2004

14 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Lernvoraussetzungen der Klasse

2. Bezug zum Bildungsplan

3. Sachanalyse

4. Didaktische Analyse

5. Unterrichtsziel
- Gesamtziel
- Teilziele

6. Begründung des methodischen Vorgehens und der Medienwahl

7. Literaturverzeichnis

8. Anlagen
- Darstellung des Unterrichtsverlaufs

1. Lernvoraussetzungen der Klasse

1.1 Schule

Die Promenadeschule in Weingarten, an der ich mein erstes allgemeines Tagespraktikum absolviert habe ist eine drei zügige Grundschule, d.h. die Klassen von 1-4 sind jeweils dreifach vertreten. Die Schule beschäftigt 20 Lehrkräfte, 19 Lehrerinnen und einen Lehrer. Im Moment besuchen 280 Kinder die Promenadeschule, welche in der Stadtmitte liegt. Jeweils 20-28 Kinder befinden sich in einer Klasse, wobei jeweils 15-18% der Klassen zweisprachige Kinder sind.

Die ersten beiden Grundschulklassen sind in der Promenadeschule sogenannte Modellklassen, d.h. dass die Kinder der ersten beiden Schuljahre jahrgangsgemischt sind und meist frei arbeiten.

Aufgrund von vielen beidseitig arbeitenden Elternteilen wird in der Promenadeschule eine tägliche Betreuung von 7.30 Uhr – 13.00 Uhr und ebenso ein Kinderhort bis 16.45 Uhr angeboten.

Zur Zeit meines Tagespraktikums praktizierten insgesamt 48 Studenten/innen an der Promenadeschule, welche in sechs Praktikumsgruppen aufgeteilt wurden und so zum ersten Mal die Möglichkeit bekamen ihre Berufswahl zu überprüfen.

1.2 Sozialstruktur in der Klasse

Die Klasse 3b der Promenadeschule in Weingarten, die ich zur Zeit im Rahmen mei­nes ersten allgemeinen Tagespraktikums einmal in der Woche besuche, besteht aus 25 Schülern, 12 Mädchen und 13 Jungen.

Etwa ein viertel der Kinder haben mindestens einen ausländischen Elternteil, dennoch können fast alle Kinder sprachlich dem Unterricht gut folgen und bringen auch gerne ihre Meinung in den Unterricht mitein.

Im Bereich der Rechschreibung und der sprachlichen Kompetenz bestehen bei man­chen Schülern große Defizite.

Die Leistungen und das Arbeitstempo der einzelnen Schüler sind über ein sehr weites Spektrum verteilt und müssen bei den verschiedenen Sozialformen (Gruppenarbeit etc.) berücksichtigt werden.

Klassenstars sowie extreme Außenseiter sind in dieser Klasse nicht vorhanden, da auf­grund der monatlich wechselnden Sitzordnung, sowie verschiedenen Gruppeneintei­lungen diesem Problem entgegen gewirkt wird.

1.3 Bemerkungen zu den einzelnen Schülern

Im Rahmen meines Tagespraktikums ist es mir natürlich nur in einem gewissen Maße möglich Aussagen über das Verhalten der einzelnen SchülerInnen zu treffen, da die Zeit einfach viel zu kurz ist und die SchülerInnen möglicherweise im Dasein der Stu­denten ein anderes Verhalten an den Tag legen als gewöhnlich. Dennoch treten ein­zelne SchülerInnen eindeutig aus der Masse hervor, auf diese ich jetzt näher eingehen werde.

Die Leistungsspitze der Klasse bilden eindeutig M. und F. Sie verblüffen beide durch ihre schnelle Lernfähigkeit, was sie bei selbständigen Arbeiten immer wieder unter Beweis stellen. Beide besitzen ein äußerst breitgefächertes und umfang­reiches Wissen und einen sehr guten Sprachschatz.

Im guten Mittelfeld würde ich R. und J. anführen. Beide fallen mit erstaunli­chen Meldungen und konstanter Beteiligung am Unterricht auf. Während R. eher bei den „pflegeleichteren“ Schülern einzuordnen ist, so kommt es dagegen bei J. eher auf die Tagesform an. Allerdings sind sie beide wie oben erwähnt dem Lei­stungsniveau für ihr Alter vollkommen angepasst und deshalb gab es keinerlei Schwierigkeiten mit ihnen zu arbeiten.

Ein Mädchen das mir im Laufe meines Tagespraktikums eher selten auffiel war M.

Sie ist ein sehr schüchternes, zurückhaltendes Mädchen, italienischer Abstammung. Im extremen Gegensatz dazu lässt sich dabei der türkische Junge F. erwähnen.

F. zählt durchaus nicht zu den schlechten Schülern. Er wirkte bisher immer aktiv am Unterrichtsgeschehen mit, allerdings musste er hin und wieder in seinem Tempe­rament gebremst werden. Er verliert rasch die Grenzen aus den Augen und musst des­halb immer besonders beachtet werden.

Der ebenfalls türkisch abstammende M. würde ich in die Kategorie des „Klassen­clowns“ stecken. Durch Späße versuchte er es immer wieder die Aufmerksamkeit so­wohl seiner Mitschüler, als auch die des Lehrers auf sich zu ziehen. Dies hat sich al­lerdings seit der neuen Sitzordnung extrem verbessert, sodass M. nun weniger stö­rend im Unterricht mitwirkt.

Als ein sehr aktives und lebensfrohes Kind würde ich P. bezeichnen. Dem Unter­richt folgt er eigentlich recht gut, bei Gruppenarbeiten o.ä. kommt seine hyperakrive Art allerdings vollstens zur Geltung. Der Titel „Zappelphilipp“ scheint ihm wie auf den Leib geschneidert.

Letztlich bleibt noch V. zu erwähnen, der sich in letzter Zeit leider häufig durch Störung der anderen Kinder bemerkbar macht. Er ist so gut wie nie richtig kon­zentriert und muss bei verschiedensten Aufgaben mehrmals um Bearbeitung aufgefor­dert werden. Dadurch würde ich ihn auch als eines der leistungsschwächsten Kinder der Klasse einschätzen

SchülerInnen die mir während meiner Zeit an der Promenadeschule durch andauerndes Desinteresse aufgefallen wären, gab es allerdings in der Klasse nicht. Alle Kinder wa­ren durchaus motiviert und freuten sich sichtlich auf die zweiwöchentlichen Studen­tenstunden.

1.4 Lernvoraussetzungen und Arbeitsverhalten der Klasse:

Das Arbeits- und Lernverhalten der Klasse ist im Durchschnitt recht gut. Sie sind mit den verschiedensten Sozialformen, wie beispielsweise der Gruppenarbeit gut vertraut und arbeiten auch gerne in jener Konstellation. Ebenso stellt das partnerschaftliche als auch das individuelle Arbeiten der SchülerInnen keinerlei nennenswerte Probleme

dar. Auch der Sitzkreis ist von der Klasse gut eingespielt und wird bei Aufforderung mühelos in die Tat umgesetzt.

Die teilweise angewandte Frei- oder Projektarbeit, indem die Kinder ihr persönliches Lerntempo selbst bestimmen, ist für die SchülerInnen sehr vorteilhaft.

Ein festgelegter „Klassenplan“ mit verschiedenen Aufgaben wie z.B. das Austeilen von Arbeitsblättern oder das Wischen der Tafel wurde von der Klassenlehrerin einge­führt, was das Unterrichten in der Klasse erheblich erleichtert. Darüberhinaus gibt es weitere Regeln und Rituale, die von den Kindern befolgt und angenommen werden. Als Beispiel hierfür wäre die langsame Fortbewegung im Klassenzimmer zu nennen.

Die Kinder selbst sind sehr motiviert und interessiert, was mir persönlich an der Klasse sehr gut gefällt. So mancher Einstieg in die Unterrichtsstunde wurde dadurch angenehmer gestaltet und man selbst verlor die trotz gründlicher Vorbereitung mit­schwingende Nervosität.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Unterichtseinheit: Wortbaustein Vor-/vor-; Ver-/ver- (3. Klasse)
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Tagespraktikum
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V45761
ISBN (eBook)
9783638431095
Dateigröße
518 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Vielfältige Beobachtung, Sehr umfassend erarbeiteter Unterrichtsentwurf!
Schlagworte
Unterichtseinheit, Wortbaustein, Vor-/vor-, Ver-/ver-, Klasse), Tagespraktikum
Arbeit zitieren
Julia Störzer (Autor), 2004, Unterichtseinheit: Wortbaustein Vor-/vor-; Ver-/ver- (3. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45761

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