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Wahlkampf im Medienzeitalter

Title: Wahlkampf im Medienzeitalter

Seminar Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Susanne Schlink (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Bald wird sich Deutschland wieder in der heißen Phase des Wahlkampfes befinden. Die Funktion der politischen Willensbildung haben innerhalb der modernen Gesellschaft die Medien übernommen. Die Realitätsdarstellung der Massenmedien beeinflusst sowohl die kurzfristige Wahrnehmung als auch die dauerhaften Vorstellungen der
Bürger. Diese wirken sich - neben anderen Faktoren - auf die Wahlentscheidung des Einzelnen aus. Durch die Medien erfahren die meisten Wähler erst von Parteiprogrammen, in Fernsehsendungen oder Zeitungsartikeln werden Politiker vorgestellt. Medien bewerten die Regierungsarbeit. Bekanntheit von Politikern, ihr Status, das Bild ihres Charakters
und ihrer Sachkompetenz wird durch Medien geprägt, ja überhaupt erst hergestellt.

Politiker kommunizieren indirekt über die Massenmedien mit dem Volk. Es ist für die meisten Wähler gar nicht mehr möglich, Politik direkt zu erfahren. Deshalb ist für Politiker die Arbeit mit den Medien so wichtig. Wahlkampf, vor allem auf Bundesebene, findet heute fast ausschließlich über die Medien statt. Auf Grund dieser Überlegungen hat sich die Autorin gefragt, in wieweit der moderne Wahlkampf mediatisiert ist. Welche Strategien haben Parteien entwickelt, um in der heutigen Gesellschaft Wählerstimmen für sich zu gewinnen? Der Bundestagswahlkampf der SPD von 1998 stellt den Vorläufigen Höhepunkt des mediatisierten Wahlkampfs dar. Deshalb wird diese Wahlkampagne exemplarisch hinzugezogen, um zu zeigen, wie Politiker Medien zur Erzeugung von Aufmerksamkeit bei den Wählern nutzen. Auf moderne Strategien der Wahlkampfführung, wie Professionalisierung, Entertainisierung und Personalisierung soll im Folgenden näher eingegangen werden. Auch ein kurzer Abriss über symbolische Politik wird nicht fehlen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wahlkampf heute

2.1 Personalisierung

2.2 Entertainisierung

2.2.1 Wahlkampf im Fernsehen

2.3 Professionalisierung

2.3.1 Spin Doctors

2.3.2 SPD Wahlkampfzentrale „Kampa“

2.4 Symbolische Politik

2.4.1 Scheinlösungen

2.4.1 Mediatisierte Ereignisse

3 Schlusswort

4 Anhang

4.1 Literaturverzeichnis:

4.1.1 Internetquellen

4.1.2 Alternative Quellen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Grad der Mediatisierung im modernen Wahlkampf in Deutschland am Beispiel der SPD-Kampagne 1998, um zu analysieren, welche Strategien Parteien einsetzen, um in einer durch Medien geprägten Gesellschaft Wählerstimmen zu gewinnen.

  • Personalisierung und Medialisierung politischer Akteure
  • Die Entertainisierung politischer Kommunikation (Politainment)
  • Professionalisierung der Wahlkampfstrukturen (z.B. Kampa)
  • Symbolische Politik und medienwirksame Inszenierung

Auszug aus dem Buch

2.3.2 SPD Wahlkampfzentrale „Kampa“

In Deutschland wurde der Wahlkampf der SPD im Jahre 1998 als bedeutender Wechsel in der Wahlkampfführung bezeichnet (vergl. Hetterich, 2000; Strohmeier, 2002). Deshalb soll dieses Konzept hier als Beispiel für die neue Professionalisierung des Wahlkampfes dienen.

Zum ersten Mal arbeitete das Wahlkampfteam nicht im Parteihaus, sondern es wurde in einer modern ausgestatteten Wahlkampfzentrale, der Kampa, untergebracht, um die nötige Unabhängigkeit von der Partei zu erhalten. Sie war nach amerikanischem Vorbild gestaltet und gliederte sich in zehn Abteilungen auf.

Das Wahlkampfmanagement arbeitete mit insgesamt neun externen Agenturen zusammen (vergl. Hetterich, 2000 und Bergmann, 2002). Darunter eine Event-Agentur und ein Meinungsforschungsinstitut, was die Ausgangspunkte der Wahlkampfstrategie lieferte, indem die wichtigsten Kampagnen im Vorfeld getestet wurden. Unter der Führung von Franz Müntefering, Matthias Machnig und Bodo Hombach rekrutierten sich etwa 70 Mitarbeiter aus der Partei, sowie dem PR-, Werbe-, Mediaplanungs-, Veranstaltungs- und Marketingbereich. (Bergmann, 2002).

Die Kampa erarbeitete Strategien und es gelang ihr, die Parteimitglieder zu disziplinieren und eine geschlossene Linie zu fahren (Strohmeier, 2002). Ein wichtiger Ausgangspunkt hierzu war sicherlich auch die professionelle interne Kommunikation via Intranet, regelmäßigen Audiokonferenzen, einer „Kampa-Hotline“ für SPD-Mitglieder und umfassenden Infomaterial (Bergmann, 2002).

Des Weiteren schufen Fachleute der SPD ein eigenes Corporate Design. Die professionelle Imagekampagne zur Wahlwerbung ließ unverkennbar Einschläge der Produkt- und Markenwerbung erkennen. (Dörner 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die dominierende Rolle der Medien bei der politischen Willensbildung und führt in die Fragestellung zur Mediatisierung des modernen Wahlkampfs ein.

2 Wahlkampf heute: Dieses Kapitel erläutert die veränderte Wahlkampfführung durch gesellschaftliche Modernisierungsprozesse und den Anstieg wechselwilliger Wähler.

2.1 Personalisierung: Hier wird analysiert, wie Politiker sich durch Visualisierung und Inszenierung in den Massenmedien als Akteure in Szene setzen.

2.2 Entertainisierung: Das Kapitel beschreibt den Wandel zur Unterhaltungskomponente im Wahlkampf sowie die Nutzung von Angriffswahlkampf und Popkultur.

2.2.1 Wahlkampf im Fernsehen: Es wird die zentrale Rolle des Fernsehens als Bühne für die Selbstinszenierung von Politikern untersucht.

2.3 Professionalisierung: Hier wird der Einsatz von PR-Experten und modernen Kampagnenstrukturen in Parteien behandelt.

2.3.1 Spin Doctors: Dieses Kapitel definiert die Rolle politischer Berater, die als Spin Doctors die Medienberichterstattung strategisch steuern.

2.3.2 SPD Wahlkampfzentrale „Kampa“: Das Kapitel analysiert die Kampa als wegweisendes Beispiel für eine unabhängige, professionelle Wahlkampforganisation.

2.4 Symbolische Politik: Hier wird erläutert, wie durch symbolträchtige Bilder und Ereignisse Macht demonstriert wird.

2.4.1 Scheinlösungen: Es wird dargelegt, wie Politiker durch symbolische Handlungen versuchen, die Öffentlichkeit bei Problemen zu beruhigen.

2.4.1 Mediatisierte Ereignisse: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Ereignisarten und deren Nutzung zur Generierung von Aufmerksamkeit.

3 Schlusswort: Das Fazit stellt fest, dass die Modernisierung 1998 vor allem durch die effiziente Kombination bereits bekannter Strategien gelang.

Schlüsselwörter

Wahlkampf, Mediatisierung, Personalisierung, Entertainisierung, Professionalisierung, Spin Doctors, Politainment, Kampa, SPD, Bundestagswahl, Symbolische Politik, Massenmedien, Imagekampagne, Öffentlichkeitsarbeit, Wahlkampfführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Entwicklung und den modernen Strategien des Wahlkampfs in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des Medieneinflusses.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Personalisierung, Entertainisierung, Professionalisierung sowie der Einsatz von symbolischer Politik in Wahlkampagnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie stark der moderne Wahlkampf mediatisiert ist und welche Methoden Parteien nutzen, um Wählerstimmen durch Medienpräsenz zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei die SPD-Wahlkampagne von 1998 als exemplarisches Fallbeispiel herangezogen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kommunikationsstrategien wie Politainment, die Rolle der Kampa als professionelle Wahlkampfzentrale und die Bedeutung der mediatisierten Inszenierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wahlkampf, Mediatisierung, Spin Doctors, Personalisierung und Entertainisierung.

Inwiefern hat die SPD-Kampagne 1998 den Wahlkampf verändert?

Die Kampagne gilt als Höhepunkt des mediatisierten Wahlkampfs, da sie neue Organisationsformen wie die Kampa und eine professionelle Zusammenführung verschiedener Marketingstrategien etablierte.

Was genau versteht man unter dem Begriff „Spin Doctors“ im Kontext der Arbeit?

Spin Doctors sind politische Berater, die als Vermittler zwischen Politik und Medien agieren, um die Berichterstattung zugunsten ihres Kandidaten strategisch zu beeinflussen.

Was besagt die Theorie der „Entertainisierung“ im Wahlkampf?

Diese Theorie beschreibt, wie Politik durch Unterhaltungselemente, wie Auftritte in Shows oder den Einsatz von Popkultur-Referenzen, für ein breiteres und insbesondere jüngeres Publikum attraktiver gestaltet wird.

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Details

Title
Wahlkampf im Medienzeitalter
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaften und Medienforschung)
Course
Kommunikationspraxis
Grade
1,0
Author
Susanne Schlink (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V45764
ISBN (eBook)
9783638431125
ISBN (Book)
9783638782234
Language
German
Tags
Wahlkampf Medienzeitalter Kommunikationspraxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Schlink (Author), 2005, Wahlkampf im Medienzeitalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45764
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