Stellenwert der öffentlichen Verkehrsmittel im Vergleich zwischen Deutschland und Österreich

Eine quantitative Forschung der empirischen Sozialforschung


Hausarbeit, 2019

50 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Vorwort
1.2. Problemstellung
1.3. Zielsetzung
1.4. Wissenschaftliche Methode
1.5. Aufbau der Arbeit

2. Konzeptioneller und Methodenteil
2.1. Konzeptioneller Teil
2.1.1. Beschreibung der Leitfragen
2.1.2. Beschreibung der Hypothesen
2.1.3. Hypothesentabelle
2.1.4. Konzepttabelle
2.2. Methodenteil
2.2.1. Operationalisierungstabelle
2.2.2. Pretest und Überarbeitung des Fragebogens
2.2.3. Vorgehensweise bei der Erhebung
2.2.4. Vorgehensweise bei der Auswertung

3. Darstellung der Ergebnisse
3.1. Deskription
3.1.1. Demografische Merkmale
3.1.2. zentrale Variablen
3.2. Leitfragen und Hypothesen
3.2.1. Beantwortung der Leitfragen
3.2.2. Überprüfung der Hypothesen
3.2.3. Ergebnisstabelle

Literaturverzeichnis

4. Anhang
4.1. Fragebogen
4.2. zusätzliche Teststatistiken
4.3. Demografische Merkmale
4.4. Teststatistiken zu den Leitfragen
4.4.1. Teststatistiken zu Leitfrage 1
4.4.2. Teststatistiken zu Leitfrage 2
4.4.3. Teststatistiken zu Leitfrage 3
4.4.4. Teststatistiken zu Leitfrage 4

5. Diskussion
5.1. Einstieg
5.2. Hypothesen
5.3. Schwachpunkte der Untersuchung
5.4. Neue Fragestellungen
5.5. Bedeutung der Ergebnisse für den Auftraggeber der Studie
5.6. Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Haushaltsgröße nach Land

Abbildung 2: Befragte nach Alter und Land

Abbildung 3: Bevölkerung nach Alter und Geschlecht Deutschland

Abbildung 4: Durchschnittliche Haushaltsgröße Österreich

Abbildung 5: Durchschnittliche Haushaltsgröße Deutschland

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Hypothesentabelle

Tabelle 2: Konzepttabelle

Tabelle 3: Operationalisierungstabelle

Tabelle 4: Geschlechterverteilung nach Land

Tabelle 5: Einwohnerzahl nach Land

Tabelle 6: Höchster Bildungsabschluss nach Land

Tabelle 7: Erwerbstätigkeit nach Land

Tabelle 8: Eigener PKW nach Land

Tabelle 9: Entfernung zur ÖVM-Anbindung nach Land

Tabelle 10: Erträglichkeit der Verkehrssituation nach Land

Tabelle 11: Korrelationsanalyse zwischen Entfernung und Einstellung nach Land

Tabelle 12: Korrelation Haushaltsgröße - Nutzung Privat

Tabelle 13 Ergebnisse der Hypothesen

Tabelle 14: Haushaltsgröße nach Personen und Land

Tabelle 15: Mittelwerte des Alters für Österreich (links) und Deutschland (rechts)

Tabelle 16: Median der Entfernungen nach Land

Tabelle 17: Erträglichkeit der Verkehrssituation nach Land

Tabelle 18: Bevölkerung nach Alter und Geschlecht Österreich

Tabelle 19: Auswertungen zu Leitfrage 1

Tabelle 20: Auswertungen zu Leitfrage 2

Tabelle 21: Auswertungen zu Leitfrage 3

Tabelle 22: Auswertungen zu Leitfrage 4

Tabelle 23: Häufigkeitsverteilung zu Leitfrage 4

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1. Vorwort

Diese Seminararbeit wird im Rahmen des Bachelorstudienganges Wirtschaft und Management am Management Center Innsbruck (MCI) verfasst und dient zur Erbringung der Prüfungsleistung. Sämtliche geschlechtliche Rollenbezeichnungen gelten grundsätzlich im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter. Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird jedoch auf eine geschlechtsneutrale Differenzierung, z.B. „Bürger/innen“, verzichtet.

1.2. Problemstellung

Die Bedürfnisse der Menschen verändern sich gegenwärtig mit der Entwicklung der Gesellschaft. Veränderungen am Arbeitsmarkt, Migration, technischer Fortschritt oder sozioökonomische Spaltungen bedingen einen Wandel in der Mobilität. Auch durch die Urbanisierung und die knappen räumlichen Ressourcen ist eine effizientere Nutzung notwendig. Öffentliche Verkehrsmittel (ÖVM) sind nicht nur energieeffizienter, sondern benötigen auch weniger Platz als der reguläre Kraftfahrzeug-Verkehr.

Gleichzeitig sind die öffentlichen Verkehrsmittel umweltfreundliche Mobilitätsangebote, um etwa die Ziele von Klimaschutz und Energiepolitik zu erreichen. Der Verkehr ist das größte Klimaschutzproblem der heutigen Gesellschaft. Seit dem Jahre 1990 sind die schädlichen Emissionen des Verkehrs um rund 60 Prozent gestiegen, so stark wie in keinem anderen Sektor. Bis zum Jahr 2050 müssen diese Werte um 60 Prozent unter denen des Jahres 1990 liegen (Gansterer, 2015, S.10–11).

Um die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln voranzutreiben, ist es von essentieller Bedeutung, die aktuellen Defizite im Wissen, der Einstellung und der Zufriedenheit der Bevölkerung zu erheben und dadurch Verbesserungspotentiale in diesem Sektor zu erarbeiten, welche mögliche Umgestaltungsmaßnahmen aufzeigen, die zur Attraktivierung der öffentlichen Verkehrsmittel in ihrer bisherigen Gestalt beitragen. Diese Verbesserungspotentiale sollen die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel stärken und in weiterer Folge die Umweltbelastung durch PKW’s mindern. Durch Verlagerung des Personenverkehrs von privaten auf öffentliche Mobilitätsangebote wird der ökologische Fußabdruck verbessert, der CO2-Austoss verringert und den Vorgaben des Pariser Klimaabkommens näher gerückt. Die Lebensqualität der Bevölkerung im urbanen Raum wird dadurch erhöht, da öffentliche Verkehrsmittel verstärkt auf lärm- und emissionsarme Antriebe setzen.

Auch der Effizienzgrad der öffentlichen Verkehrsmittel unterscheidet sich grundlegend von dem des privaten PKW-Verkehrs. So befördert eine S-Bahn im Stadtverkehr mit Doppeltraktion so viele Personen wie 436 PKW mit Durchschnittsbesetzung im Frühverkehr (Eder, 2017, S.20). Dies deutet darauf hin, dass bei entsprechender öffentlicher Infrastruktur auf eine Vielzahl privater PKWs verzichtet werden könne, was wiederum zur Erreichung diverser Klimaziele und zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt.

1.3. Zielsetzung

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Erhebung und Analyse von Nutzung, Wissen, Einstellung und Zufriedenheit der Bürger zu bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Ergebnisse ermöglichen es, Rückschlüsse auf diverse Einflussfaktoren zu ziehen, die sich positiv oder negativ auf die Akzeptanz und das Verwenden der Bürger zu bzw. von öffentlichen Verkehrsmitteln auswirken. Untersucht werden in der vorliegenden Arbeit sowohl die private, als auch die berufsbedingte und schulische Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln von deutschen und österreichischen Bürgern.

1.4. Wissenschaftliche Methode

Die vorliegende Arbeit basiert auf einer Befragung der Testpersonen mittels Fragebogen als quantitative Methode der empirischen Sozialforschung. Kennzeichnend für die quantitative Methodentradition ist die Forderung nach einer theoriegeleiteten, objektiven und präzisen Messung sozialer und psychologischer Merkmale.

1.5. Aufbau der Arbeit

Das erste Kapitel dient zur Einleitung in die vorliegende Arbeit. In diesem sind die Unterpunkte Vorwort, Problemstellung, Zielsetzung, Wissenschaftliche Methode und Aufbau der Arbeit enthalten und aufgeführt, welche die Einführung in die Thematik als Ziel haben und Aufschluss über die Vorgehensweise der Forschung liefern.

Das zweite Kapitel gliedert sich zum einen in den konzeptionellen Teil, in welchem die Leitfragen, die diese Arbeit untersucht, angeführt sind. Die Hypothesenbeschreibung und die Konzepttabelle sind weitere Punkte dieses Kapitels, welche zum Verständnis dieser Forschung beitragen. Zum anderen befindet sich im zweiten Kapitel der Methodenteil. In diesem werden die Operationalisierungstabelle, die Vorgehensweise beim Pretest und die Überarbeitung des Fragebogens sowie die Vorgehensweise bei der Erhebung und Auswertung dargestellt und erläutert.

Kapitel drei beschäftigt sich mit der Darstellung der Ergebnisse, die aus der Befragung der Testpersonen hervorgehen. In der Deskription werden die demografischen Merkmale der Testpersonen und die zentralen Variablen der Forschung angeführt. In einem weiteren Punkt werden die Leitfragen beantwortet und die Hypothesen überprüft.

Das vierte Kapitel dieser Arbeit bildet sich aus dem Fragebogen, der für diese Forschung verwendet wird, und zusätzlichen Teststatistiken der Auswertung des Fragebogens. Diese Auswertungen können neue Fragestellungen aufwerfen und als Grundstein für nachfolgende Studien dienen.

Im fünften Teil werden die Ergebnisse diskutiert. Dieser Teil der Arbeit wird von jedem Mitglied der Forschungsgruppe individuell verfasst. Neben dem Einstieg und den Hypothesen, werden die Schwachpunkte der Untersuchung dargestellt und mögliche neue Forschungsfelder, die sich aus dieser Studie ergeben genannt. Auch die Bedeutung der Ergebnisse für den Auftraggeber dieser Studie, ist Teil dieses Kapitels. Den Abschluss dieses Kapitels bildet das persönliche Fazit des jeweiligen Mitglieds der Forschungsgruppe.

2. Konzeptioneller und Methodenteil

2.1. Konzeptioneller Teil

2.1.1. Beschreibung der Leitfragen

Für die Erhebung dieser Untersuchung werden Fragestellungen aufgeworfen, die im dritten Kapitel, nach Auswertung der Befragung, beantwortet werden. Die zu untersuchenden Leitfragen werden nachstehend angeführt und beschrieben:

In welchem Ausmaß, d.h. Detaillierungsgrad, kennen die Bürger aus Deutschland und Österreich das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel?

Hierbei wird durch Auswertung der vorangegangenen Befragung dargestellt, wie gut die Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln über einzelne Aspekte, wie den Fahrplan, das Liniennetz und die verschiedenen Tarife, Bescheid wissen. Die Ergebnisse werden zwischen den Ländern verglichen.

Welche Einstellung haben die Bürger aus Deutschland und Österreich grundsätzlich zu öffentlichen Verkehrsmitteln?

Bei der Untersuchung der Einstellung werden konstante Bewertungen, Gefühle oder Neigungen, die ein Nutzer gegenüber den öffentlichen Verkehrsmitteln hat, ermittelt, um Rückschlüsse darauf zu ziehen, ob die Bevölkerung von Deutschland und Österreich die öffentlichen Verkehrsmittel gut oder schlecht findet und welche Unterschiede sich ergeben (Kotler, Armstrong, Harris & Piercy, 2016, S.283).

Wie und zu welchem Zweck nutzen die Bürger aus Deutschland und Österreich die öffentlichen Verkehrsmittel?

In dieser Leitfrage geht es darum herauszufinden, wie oft die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden. Abgesehen von der privaten Nutzung wird auch die Nutzung zu beruflichen Zwecken sowie die Nutzung für Schule und Studium separat ergründet und zwischen den Ländern verglichen.

Wie zufrieden sind die Nutzer aus Deutschland und Österreich mit den Tarifen, dem Liniennetz und der Qualität der Leistungen?

Hierbei soll die Zufriedenheit der befragten Nutzer mit den Tarifen, dem Liniennetz und der Qualität der Leistungen getestet werden. Der Aspekt Qualität der Leistungen wird aus den Unterpunkten Fahrplan, Pünktlichkeit und Service der Mitarbeiter gebildet.

2.1.2. Beschreibung der Hypothesen

Hypothese 1:

Hypothese 1 untersucht, je weiter die Entfernung zur nächstgelegenen Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist, desto schlechter ist die Einstellung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Es wird davon ausgegangen, dass ohnehin ein anderes Fahrzeug benutzt werden müsste, um zum Bahnhof, Bushaltestellte, etc. zu kommen und sich dieser Umstand negativ auf die Gesamteinstellung zu öffentlichen Verkehrsmitteln auswirkt. Die Ergebnisse werden zwischen den Ländern verglichen.

Hypothese 2:

In der zweiten Hypothese wird angenommen, je wohler man sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln fühlt, desto eher zieht man diese dem eigenen PKW vor.

Es wird angenommen, dass die Bürger die öffentlichen Verkehrsmittel bevorzugt dann verwenden, wenn sie sich darin wohlfühlen. Steigt das Wohlbefinden, würde somit auch die Gesamtnutzung steigen. Die Ergebnisse sollten zwischen den Ländern ähnlich sein und werden einander gegenübergestellt.

2.1.3. Hypothesentabelle

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Hypothesentabelle(Quelle: Eigene Darstellung)

2.1.4. Konzepttabelle

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Konzepttabelle(Quelle: eigene Darstellung)

2.2. Methodenteil

2.2.1. Operationalisierungstabelle

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Operationalisierungstabelle(Quelle: eigene Darstellung)

2.2.2. Pretest und Überarbeitung des Fragebogens

Vor Veröffentlichung des Fragebogens wird ein Pretest durchgeführt. Dieser stellt sicher, dass der Fragebogen nicht nur sauber konstruiert, sondern auch von jedem Umfrageteilnehmer korrekt verstanden wird und somit valide Daten generiert werden.

Um den Pretest durchzuführen, füllen drei Personen, deren Wissen über den Fragebogen zum Zeitpunkt des Ausfüllens noch gering ist, den Fragebogen unter Aufsicht aus. Während die Probanden den Fragebogen ausfüllen, notiert der Interviewer alle Details, die den Personen während des Ausfüllens auffallen, insbesondere, wenn Fragen unklar oder mehrdeutig sind. Diese Form des Pretests wird alsMethode des lauten Denkensbezeichnet, da die Probanden ihre Gedanken laut aussprechen sollen und vom Interviewer auch aktiv darum gebeten werden.

Nach Abschluss des Pretests werden die gesammelten Informationen gegenübergestellt und darüber beraten, ob und welche Kritikpunkte im Fragebogen geändert werden sollen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn mehrere Probanden dieselben Anmerkungen zum Fragebogen abgeben. Im Anschluss daran wird der Fragebogen überarbeitet und die Anmerkungen aus den Pretests berücksichtigt.

Ist diese Phase abgeschlossen, wird eine weitere Pretest-Runde durchgeführt, um zu verhindern, dass sich durch die Änderungen aus dem ersten Pretest andere Probleme im Fragebogen ergeben. Der zweite Pretest erfolgt in selber Art und Weise wie der Pretest in der ersten Runde, lediglich die Probanden sind beim zweiten Pretest andere.

Auffallend bei der Auswertung der Pretests ist, dass einige Probanden wahrgenommen haben, dass der Teil „Fragen zur Person“ in Relation zum gesamten Fragebogen viel Platz einnimmt.

Zusätzlich zum Pretest wird ein technischer Funktionstest des Fragebogens durchgeführt, welcher zum Ziel hat, die optimale Funktionalität des Fragebogens zu gewährleisten. Dieser Test überprüft, ob alle relevanten Fragen im Fragebogen enthalten sind, ob der Fragebogen richtig dargestellt wird, ob alle Angaben der Teilnehmer korrekt gespeichert werden und ob der Import der Daten für die Auswertung funktioniert.

Um diese Kriterien zu kontrollieren, wird der Fragebogen mehrmals auf verschiedenen Geräten sowie Browsern mit verschiedenen Antworten ausgefüllt. Die Antworten werden jeweils notiert. Die gesammelten Daten werden im Anschluss als .sav-Datei in das Programm SPSS importiert. In diesem Programm werden die eingegebenen Werte per Sichtung kontrolliert, den notierten Antworten gegenübergestellt und die Kodierung der Antwortmöglichkeiten überprüft. Nach erfolgreichem Abschluss des Pretest sowie des technischen Funktionstests wird der Fragebogen veröffentlicht.

2.2.3. Vorgehensweise bei der Erhebung

Die vorliegende Arbeit verwendet die Befragung als Mittel zur Datenerhebung, um Aussagen hinsichtlich Nutzung, Wissen, Einstellung und Zufriedenheit von bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu treffen. Alternativ zur Befragung stellt die Beobachtung ein gängiges Mittel zur Erhebung von Gegebenheiten und Verhaltensweisen dar (Kuß, Wildner & Kreis, 2018, S.138–139).

Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und einer zu großen Grundgesamtheit (N) sowie dem Zeitfaktor wird die Befragung als Teilerhebung durchgeführt, um die Ergebnisse einer Stichprobe (n) auf die Grundgesamtheit zu übertragen. Die Grundgesamtheit definiert sich aus allen Personen, welche die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Damit die höchste Aussagekraft der Stichprobe erzielt wird und eine Repräsentativität sowie Objektivität gegeben ist, erfolgt die Stichprobenauswahl zufällig und ohne Unterteilung der Grundgesamtheit.

Der Fragebogen wird vom 19.10.2018 bis 03.11.2018 unter dem URLhttps://www.soscisurvey.de/BefragungOEVM/den Umfrageteilnehmern zugänglich gemacht, um die Daten zu erheben. Zur zusätzlichen Erhebung von Testdaten außerhalb des näheren Umfeldes der Mitglieder der Forschungsgruppe, wird der Fragbogen in den diversen Social Media Netzwerken platziert und auf der Plattform SurveyCircle1registriert. Innerhalb der ersten zwölf Stunden können somit bereits über 70 abgeschlossene Fragebögen verzeichnet werden.

Der Fortschritt wird laufend überwacht, um eine, bei zu geringer Rücklaufquote eventuell erforderliche Eingriffsnotwendigkeit, zu erkennen. Die erhobenen Daten werden in regelmäßigen Abständen gespeichert, um im Falle eines Systemausfalls gesichert zu sein.Die Stichprobengröße der vorliegenden Arbeit beträgt nach Ablauf des Befragungszeitraumes n=237.

2.2.4. Vorgehensweise bei der Auswertung

Nach Beendigung der Befragung am 03.11.2018 werden die erhobenen Daten aus dem Umfragen-Portal gespeichert und in das Statistik-Programm SPSS geladen. Hier erfolgt die Auswertung der Daten, welche die Hypothesen hinsichtlich ihrer Richtigkeit testen.

Bevor die erhobenen Daten verwendet werden können, sind eine Vielzahl von Korrekturen sowie Umkodierungsmaßnahmen nötig, um letztendlich zu validen Daten zu gelangen. Da der Fragebogen online erstellt und die Befragung online durchgeführt wird, ist die Kodierung der Daten bereits bei der Fragebogenentwicklung durchgeführt worden.

Um Fehler in der Darstellung der Ergebnisse zu minimieren, werden alle Datensätze zuerst auf fehlende Werte überprüft. Dies erfolgt einerseits durch eine visuelle Kontrolle der Datensätze und andererseits mit einer Auswertung der Funktion „Analyse fehlender Werte“. Datensätze, welche in der Auswertung eine Fehlquote von mehr als 30% aufweisen, werden in dieser Phase eliminiert, da sie für eine aussagekräftige Auswertung der Daten zu wenig Informationen liefern. Nach Ausschluss der Datensätze mit zu hoher Fehlquote weist die Stichprobe eine Anzahl von n=189 Datensätzen auf.

Antworten, deren Wert -1, für keine Angabe, aufweisen, werden in der Variablenansicht der SPSS-Datendatei als fehlende Werte spezifiziert. Nicht-Ausschließen von fehlenden Werten hätte zur Folge, dass die Ergebnisse der Auswertung dadurch verfälscht und die Mittelwerte durch die fehlenden Werte verzerrt würden.

Die Berechnung von neuen Variablen aus bereits vorhandenen Variablen ist insofern notwendig, da Konstrukte nur aus Indikatoren abgeleitet werden können. Da Indikatoren messbar sind, werden sie zur Berechnung von latenten Merkmalen herangezogen. Neue Variablen werden in SPSS im Register „Transformieren“ unter „Variable berechnen“ erstellt und üblicherweise als Mittelwert von mehreren vorhandenen Variablen angegeben. Indikatoren, aus denen neue Variablen berechnet werden, müssen gleichartige Skalen aufweisen. Ein Mischen von metrischen, ordinalen, und nominalen Skalen ist nicht möglich. Eine Aggregation der Werte darf ausschließlich bei metrischen Skalen durchgeführt werden. Fehlende Werte können das Ergebnis verzerren, wenn z.B. Summen gebildet werden oder nicht von SPSS vorgegebene Formeln verwendet werden. Die Polarität der einzelnen Indikatoren muss überprüft werden, d.h. dass die Zahlenwerte, welche hinter den Antwortmöglichkeiten liegen, in dieselbe Richtung zu- bzw. abnehmen.

Im weiteren Schritt folgt die Datenanalyse. Diese besteht aus der Beschreibung der Stichprobenmerkmale und der zentralen Variablen. Anschließend werden die Leitfragen unter Zuhilfenahme der SPSS-Outputs beantwortet. Durch Auswahl von geeigneten statistischen Methoden werden die Hypothesen überprüft, die Ergebnisse dargestellt und die Frage der Generalisierbarkeit geklärt.

3. Darstellung der Ergebnisse

3.1. Deskription

3.1.1. Demografische Merkmale

Die generierte Datei aus der Onlinebefragung zählt n=189 gültige Datensätze, welche dieser Auswertung als Basis dienen. Bei den befragten Personen handelt es sich um beliebige Teilnehmer aus allen Alters- und Sozialschichten aus Deutschland und Österreich. Anhand dieser Details aus der Stichprobe werden Annahmen auf die Grundgesamtheit geschlossen und zwischen den Ländern verglichen.

Tabelle vier zeigt die Geschlechterverteilung der Befragten aus Deutschland und Österreich. Von den 189 gültigen Fällen stammen 36.0 Prozent aus Österreich und 64.0 Prozent aus Deutschland. Die 68 Befragten Personen aus Österreich gliedern sich in einen männlichen Anteil von 33.8 Prozent und weibliche Teilnehmer mit einer relativen Häufigkeit von 66.2 Prozent. Die 121 Befragten aus Deutschland verzeichnen 52.9 Prozent männliche und 47.1 Prozent weibliche Teilnehmer.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Geschlechterverteilung nach Land (Quelle: eigene Darstellung)

Abbildung eins stellt die Verteilung der Haushaltsgrößen nach Ländern grafisch dar. In Österreich verteilt sich die Stichprobe auf 22.1 Prozent Single-Haushalte, 30.9 Prozent Zwei-Personen-Haushalte, 26.5 Prozent Drei-Personen-Haushalte, 16.2 Prozent Vier-Personen-Haushalte, 2.9 Prozent Fünf-Personen-Haushalte und 1.5 Prozent leben in Haushalten mit sechs oder mehr Personen. In Deutschland weisen Single-Haushalte eine relative Anzahl von 12.4 Prozent auf, 27.3 Prozent entfallen auf Zwei-Personen-Haushalte, 29.8 Prozent wohnen in einem 3-Personen Haushalt, auf Vier-Personen-Haushalte entfallen 19.8 Prozent, 7.4 Prozent auf Fünf-Personen-Haushalte und 3.3 Prozent auf Haushalte mit sechs oder mehr Bewohnern (vgl. Tabelle 14).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Haushaltsgröße nach Land (Quelle: eigene Darstellung)

Die Abbildung zwei stellt die Altersverteilung der befragten Personen nach Ländern grafisch dar. Die befragten Personen aus Österreich weisen ein durchschnittliches Alter von 26.27 Jahren auf, wohingegen die Probanden aus Deutschland ein durchschnittliches Alter von 26.44 Jahren verzeichnen (vgl. Tabelle 15).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Befragte nach Alter und Land (Quelle: eigene Darstellung)

Die Tabelle fünf stellt die Einwohnerzahlen der Dörfer oder Städte, aus denen die befragten Personen stammen, dar. In Österreich wohnen 4.4 Prozent der befragten Personen in Gegenden mit weniger als 2.000 Einwohnern. 10.3 Prozent wohnen in Dörfern mit 2.000 bis 4.000 Einwohnern, 19.1 Prozent in Städten mit 5.000 bis 19.999 Einwohnern und 63.2 Prozent leben in Großstädten mit 20.000 oder mehr Einwohnern. Die Verteilung für Deutschland weist einen Anteil von 9.9 Prozent für unter 2.000 Einwohner, 35.5 Prozent für 2.000 bis 4.999 Einwohner, 24.8 Prozent für 5.000 bis 19.999 Einwohner und 27.3 Prozent für 20.000 oder mehr Einwohner auf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 5: Einwohnerzahl nach Land (Quelle: eigene Darstellung)

Die Untersuchung des höchsten Bildungsabschlusses der befragten Personen, in Tabelle sechs, ergibt, dass in Österreich .0 Prozent der Probanden einen Pflichtschulabschluss, als höchsten Abschluss, aufweisen. Eine Anzahl von 2 Personen und somit 2.9 Prozent der Befragten verzeichnen einen Berufs-, Fach- oder Handelsschulabschluss bzw. eine abgeschlossene Lehre. Mit 35.3 Prozent stellen die Maturanten, Abiturienten und Hochschulreife-Besitzer das zweitgrößte Feld der Befragten aus Österreich dar. 2.9 Prozent weisen einen Abschluss einer hochschulverwandten Ausbildung, wie Akademie oder College, auf und 58.8 Prozent sind in Besitz eines Fachhochschul-, Universitäts- bzw. Hochschulabschlusses. Die Verteilung der formalen Bildungsabschlüsse in Deutschland zeigt, dass 9.1 Prozent lediglich einen Pflichtschulabschluss besitzen. 32.2 Prozent verzeichnen einen Berufs-, Fach- oder Handelsschulabschluss bzw. eine abgeschlossene Lehre, 36.4 Prozent besitzen Matura, Abitur oder Hochschulreife, 2.5 Prozent erlangen einen Abschluss einer hochschulverwandten Ausbildung und 19.0 Prozent sind in Besitz eines Fachhochschul-, Universitäts- oder Hochschulabschlusses.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 6: Höchster Bildungsabschluss nach Land (Quelle: eigene Darstellung)

Tabelle sieben stellt die Erwerbtätigkeit der befragten Personen aus den jeweiligen Ländern dar. In Österreich sind 26.5 Prozent der befragten Personen Vollzeit erwerbstätig, 11.8 Prozent teilzeitbeschäftigt, 1.5 Prozent Schüler, 58.8 Prozent Studenten und 1.5 Prozent gehen einer anderweitigen Tätigkeit nach. In Deutschland erreichen die Vollzeit beschäftigten Probanden eine relative Häufigkeit von 52.1, Teilzeit Beschäftigte einen Wert von 12.4 Prozent, Schüler geben 6.6 Prozent an und Studenten sind 18.2 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen beläuft sich auf 2.5 Prozent. .8 Prozent sind Pensionisten, 1.7 Prozent im Haushalt tätig und 4.1 Prozent geben eine andere Tätigkeit an.

[...]


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Ende der Leseprobe aus 50 Seiten

Details

Titel
Stellenwert der öffentlichen Verkehrsmittel im Vergleich zwischen Deutschland und Österreich
Untertitel
Eine quantitative Forschung der empirischen Sozialforschung
Hochschule
Management Center Innsbruck Internationale Fachhochschulgesellschaft mbH  (Wirtschaft und Management)
Note
1,0
Autoren
Jahr
2019
Seiten
50
Katalognummer
V457739
ISBN (eBook)
9783668890855
ISBN (Buch)
9783668890862
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stellenwert, verkehrsmittel, vergleich, deutschland, österreich, eine, forschung, sozialforschung, quantitativ
Arbeit zitieren
Johannes Wagner (Autor)Lukas Höck (Autor)Benjamin Scherer (Autor), 2019, Stellenwert der öffentlichen Verkehrsmittel im Vergleich zwischen Deutschland und Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457739

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