Auswirkungen von Einsamkeit auf das menschliche Individuum


Magisterarbeit, 2018
120 Seiten, Note: 1

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Zweck der Arbeit
1.3 Hypothese
1.4 Aufbau der Arbeit

2 DEFINITIONEN
2.1 erfordern / Erfordernis
2.2 beugen / Beugung / vorbeugen
2.3 Inhalt / halten
2.4 anhalten / Andauern / regelmäßig
2.5 fühlen / Gefühl
2.6 einsam / Einsamkeit
2.7 auseinandersetzen / Auseinandersetzung
2.8 achten / Achtsamkeit / Achtung
2.9 depressiv / niedergedrückt / Depression

3 DEPRESSION EINE ERSCHEINUNG UNSERER GESELLSCHAFT – ENTWICKLUNG DER LETZTEN 15 JAHRE
3.1 Aktuelle Daten und Fakten
3.2 Auslöser
3.3 Behandlung
3.4 Erkennen
3.5 Volkswirtschaftliche Auswirkungen von Depressionen

4 FORMEN DER DEPRESSIONEN
4.1 Leichte depressive Episode
4.2 Mittelgradige depressive Episode
4.3 Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
4.4 Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
4.5 Bipolare Störung

5 INDIKATOREN DES GEFÜHLS EINSAMKEIT
5.1 Die Entstehung des Gefühls Einsamkeit
5.2 Einsamkeit und Alleinsein
5.3 Phasen der Einsamkeit
6 AUSWIRKUNGEN DER EINSAMKEIT AUF DAS INDIVIDUUM
6.1 Gesundheitsschädliches Verhalten
6.2 Stressoren und entscheidende Erlebnisse
6.3 Stresswahrnehmung und Bewältigungsstrategien
6.4 Physiologische Stressreaktion
6.5 Zu wenig Ruhe und Erholung

7 INHALTE DES THERAPEUTISCHEN ANSATZES ACHTSAMKEIT
7.1 Voraussetzungen
7.2 Achtsamkeit
7.2.1 Atemübungen
7.2.2 Reise durch den Körper
7.2.3 Mindfulness-based Stress Reduction (MBSR)
7.2.4 Mindfulness-based Cognitive Therapy (MBCT)
7.3 Wirksamkeitsbereich des therapeutischen Ansatzes Achtsamkeit
7.4 Die Veränderung einer Gewohnheit

8 MAßNAHMEN ZUR PRÄVENTION VON EINSAMKEIT
8.1. Selbstbild und soziale Erwartungen
8.2. Der Akt des Gebens und Helfens
8.3. Die Gemeinschaftskultur

9 BEITRAG FÜR DIE GESELLSCHAFT

10 EMPIRIE
10.1 Festlegung der Forschungsmethode
10.2 Erläuterung der Fragestellungen
10.3 Zielgruppe und Response
10.4 Auswertung
10.4.1 Auswertung der soziodemographischen Werte
10.4.2 Auswertung der Erhebungsfragen
10.4.3 Auswertung der Kreuztabellen

11 SCHLUSSFOLGERUNGEN

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

LITERATURVERZEICHNIS

INTERNETQUELLEN / E-BOOKS

ANHANG

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 EINLEITUNG

2018 erhielt Großbritannien seine erste Ministerin für Einsamkeit. Staatssekretärin Tracey Crouch wird dieses Amt in Zukunft innehaben und für mehr als 9 Millionen Briten und Britinnen zuständig sein. Denn diese fühlen sich nach eigenen Angaben einsam und leiden unter den Folgen der Einsamkeit.1 „Eine [..] eingerichtete Kommission hatte 2017 einen Untersuchungsbericht zum Thema Einsamkeit veröffentlicht. Demnach ist Einsamkeit genauso gesundheitsschädigend wie das Rauchen von täglich 15 Zigaretten.“ 2

Das Gefühl der Einsamkeit hat nicht nur Einfluss auf das Verhalten von Betroffenen sondern auch auf ihre Messwerte von Stresshormonen, der Immunabwehr und des Herz-Kreislauf-Systems. Solche körperlichen Veränderungen, ausgelöst durch das Gefühl der Einsamkeit, lassen „[...] womöglich Millionen von Menschen früher sterben.“ 3 Studien an US-Amerikanischen Universitäten haben Einsamkeit als eine Ursache für viele Krankheiten erkannt und nachgewiesen. So können sich Einsamkeitsgefühle laut Robert Wilson (Rush Universität in Chicago) auf jene Gehirnregionen auswirken, die für Gedächtnisleistung und Wahrnehmung verantwortlich sind.4 Weitere physische und psychische Symptome können sein: Stress, Schlafstörungen, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Angstzustände, Panikattacken, Verspannungszustände und auch Selbstzweifel an der eigenen Leistung, bis hin zur Depression.5

Die Depression, als eine mögliche Folge des anhaltenden Gefühls der Einsamkeit, wird der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zu Folge bis spätestens 2030 an die 1. Stelle der weltweit größten Gesundheitsprobleme rücken.6

Das Gefühl der Einsamkeit und seine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind somit bereits wissenschaftlich erforscht. Die seit 35 Jahren in eigener Praxis tätige Psychotherapeutin Doris Wolf schreibt, dass „Einsamkeitsgefühle entstehen, wenn wir denken, dass wir hilflos, ausgeschlossen, ungeliebt, unfähig, minderwertig, etc. sind. Einsamkeitsgefühle sind die Folge unserer Einstellungen, die wir zu uns selbst, zu unserer Lebenssituation und der Zukunft haben. Sie entstehen, wenn wir glauben, die Liebe und Anerkennung anderer unbedingt zu brauchen […] wenn wir auf die Initiative anderer warten, uns mit Komplimenten, Lob und Zuspruch entgegenzukommen, und uns selbst zurückhalten, weil wir das Risiko fürchten […], wenn wir es nicht wagen zu lieben, aus Furcht vor Verletzung und Kränkung oder weil wir bereits gekränkt wurden.“ 7 Zusätzlich ergänzen weitere Studien diese Auslöser durch das Erforschen einer genetischen Voraussetzung für Einsamkeit. Diese schafft jedoch nur eine Möglichkeit für das Entstehen des Gefühls von Einsamkeit, welches wiederum von äußeren Einflussfaktoren erst ausgelöst werden muss.8

Als eine mögliche Behandlungsmethode des Gefühls der Einsamkeit und um einer Depression entgegenzuwirken, werden häufig Methoden der Achtsamkeit, anstelle von einer medikamentösen Behandlung genannt. So schreiben auch Cacioppo und Patrick, dass Einsamkeit keine Pille benötigt. „Einzelne, die im Teufelskreis von Einsamkeit […] gefangen sind, mögen anfangs, wenn sie ihre soziale Wahrnehmung und ihr Verhalten zu verändern beginnen, von Medikamenten profitieren, um zunächst einmal ihre Depression […] in den Griff zu bekommen.“ 9 Die Behandlung von Einsamkeit bedeutet also den eigenen Schmerz und die Einsamkeit zu erkennen und Selbstwahrnehmung, Selbstwertgefühl und die Einstellung zum eigenen Leben zu bearbeiten.

1.1 Problemstellung

Unser gesellschaftliches Bild von Einsamkeit wird nach wie vor häufig belächelt. Zuzugeben, dass jemand einsam ist, hängt zusammen mit dem Gefühl, nicht gemocht zu werden, nicht liebenswert zu sein und keinen Wert zu haben. Daraus kann sich eine Spirale entwickeln, in welcher sich Betroffene immer weiter zurückziehen und dadurch noch einsamer werden. Dieser Prozess geschieht häufig versteckt, ohne dass Angehörige von Betroffenen etwas davon mitbekommen. Die Bearbeitung von Einsamkeit durch die Methoden der Achtsamkeit, um ihren Folgen wie zB Depressionen entgegen zu wirken, steht somit vor mehreren Herausforderungen und bedarf eines breiten Methodenwissens.

In wie weit die oben genannten Methoden der Achtsamkeit und ihre Umsetzung in der Arbeit mit Betroffenen erfolgreich oder überhaupt angewandt werden, ist noch nicht ausreichend bekannt. Da die Einsamkeitsforschung noch eine eher junge Disziplin darstellt, existiert zwar eine große Anzahl an Studien über den Zusammenhang von Achtsamkeit und Verhaltensänderungen, in Zusammenhang mit Einsamkeit findet sich eine sehr kleine Anzahl an Erhebungen.

1.2 Ziel und Zweck der Arbeit

In der Arbeit soll zunächst dargestellt werden, welche Auswirkungen das anhaltende Gefühl der Einsamkeit auf Betroffene haben kann, vor allem wenn dieses unentdeckt bzw. unbehandelt bleibt. Des Weiteren wird aufgezeigt wie dieses entsteht, sich zeigt und wahrgenommen wird. Der Prozess selbst und auch die Möglichkeiten ihm entgegen zu wirken, in welchem aus Einsamkeit eine Depression entsteht, wird ebenso erklärt. Die Depression, als mögliche Konsequenz des Gefühls Einsamkeit wird erläutert um der Leserin / dem Leser ein genaues Bild über ihre Entstehung, ihre Auslöser und Behandlungsmöglichkeiten zu geben.

Ziel der Arbeit ist es zu erheben, in wie weit Professionisten und Professionistinnen in der Arbeit mit von dem anhaltenden Gefühl der Einsamkeit betroffenen Personen, die Methoden der Achtsamkeit zur Depressionsprävention einsetzen und auf ihre Wirksamkeit einschätzen.

1.3 Hypothese

Um den zuvor definierten Erhebungsgegenstand zu bearbeiten wurde die folgende Hypothese verfasst:

Das anhaltende Gefühl der Einsamkeit erfordert die Auseinandersetzung mit den Inhalten der Achtsamkeit um Depressionen vorzubeugen.

Es wird deswegen von einem anhaltenden Gefühl der Einsamkeit ausgegangen, da dieses über einen längeren Zeitraum vorherrscht, nur sehr selten einmalig und kurzfristig, oder immer wieder schubartig auftritt. Außerdem kann es kaum zeitlich begrenzt werden.

Die Achtsamkeit und ihre Inhalte meinen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und dadurch den eigenen Weg in die Einsamkeit zu erkennen. Dies bedeutet sich mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen zu befassen und so die Auslöser zu erkennen.

Die Hypothese wurde auf den Bereich der Depression begrenzt, da diese, wie zuvor bereits erwähnt und später in der Arbeit noch genauer behandelt wird, der WHO (Welt-Gesundheitsorganisation) zufolge, bis 2030 auf Platz 1 der weltweit größten Gesundheitsprobleme vorrücken wird.10 Eine hohe gesellschaftliche Relevanz, sich mit der Prävention von Depression auseinanderzusetzen, scheint daher gegeben. Außerdem kann durch Prävention den ansonsten später anfallenden hohen Kosten für Behandlungen und Genesung, entgegengewirkt werden.

1.4 Aufbau der Arbeit

Der Aufbau der Arbeit teilt sich wie folgt: In Kapitel 2 des Theorieteils werden für die Hypothese notwendige Begrifflichkeiten definiert. In Kapitel 3 erfolgt eine genaue Erläuterung der Krankheit Depression. Diese beinhaltet aktuelle Daten und Fakten, die Darstellung der Auslöser, ihre Erkennungsmerkmale, sowie Behandlungsmöglichkeiten. Abschließend werden die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Krankheit aufgezeigt. Darauf aufbauend, werden in Kapitel 4 bekannte Formen der Depression genauer beschrieben.

Die Indikatoren des anhaltenden Gefühls der Einsamkeit, wie es entsteht, sowie in welchen Phasen es verlaufen kann, werden im darauffolgenden Kapitel 5 beschrieben. Kapitel 6 befasst sich mit den physischen und psychischen Auswirkungen des anhaltenden Gefühls der Einsamkeit auf das Individuum.

In Kapitel 7 werden die Inhalte des therapeutischen Ansatzes Achtsamkeit erläutert. Hierfür wird zunächst der Achtsamkeitsbegriff aufgegriffen, welche Methoden er umfasst, sowie welchen Wirkungsbereich diese besitzen.

Kapitel 8 zeigt Maßnahmen zur Prävention von Einsamkeit auf und abschließend wird im letzten Teil der Theorie der Beitrag für die Gesellschaft, welcher durch die Prävention und Behandlung von Depressionen sowie Einsamkeit entstehen kann, festgehalten.

Im empirischen Teil der Arbeit wird zunächst die Forschungsmethode genauer dargestellt. Dies beinhaltet die Erläuterung der Fragestellung, sowie die Beschreibung der Zielgruppe sowie des Responses. Darauf folgen die Auswertung der Erhebung, sowie die Darstellung der Ergebnisse. Abschließend werden in Kapitel 11 und 12 die Schlussfolgerung und eine persönliche Stellungnahme der Autorin festgehalten.

2 DEFINITIONEN

Im folgenden Kapitel werden die für die Beantwortung der Hypothese notwendigen Begriffe genauer definiert.

2.1 erfordern / Erfordernis

Das deutsche Rechtschreibwörterbuch Duden beschreibt Erfordernis als „eine erforderliche Bedingung, Voraussetzung“ 11 und definiert die Wörter „Anforderung, Bedingung, Gebot, Notwendigkeit, Pflicht, Voraussetzung, Zwang; (veraltet) Exigenz“ 12 als Synonyme für den Erfordernis-Begriff. Als „das, was erforderlich ist, Notwendigkeit“ 13 beschreibt das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, kurz DWDS, ein Erfordernis. Beide Definitionen verstehen Erfordernis als eine notwendige Voraussetzung oder Bedingung.

Erfordern versteht der Duden „ [..] als Voraussetzung zur Verwirklichung einer Sache unbedingt notwendig machen“ 14 und das DWDS als „[…] etw. fordert, verlangt unbedingt etw. […] etw. erfordert jmdn. […]“ 15. Sowohl die Definition nach Duden, als auch jene nach dem DWDS, erklären das Wort erfordern als zu erfüllende Voraussetzung oder Gegebenheit, zur Erreichung eines Zieles.

In der Arbeit wird unter erfordern und Erfordernis eine Voraussetzung bzw. eine Bedingung verstanden, die notwendig ist, um eine gewisse Sache oder ein gewisses Ziel zu erreichen.

2.2 beugen / Beugung / vorbeugen

Der Duden sieht für das Verb beugen folgende Erklärungen vor: „1. a. [nach unten] biegen, krümmen; b. sich [über etwas hinweg] nach vorne, unten neigen 2. a. zwingen nachzugeben, sich zu fügen b. sich unterwerfen, sich fügen […] 5. (Physik Lichtstrahlen o.Ä. ablenken“ 16. Das Wissensportal fremdwort.de findet für beugen mehrere Bedeutungsmöglichkeiten. I. [mit Akk.] 1. etwas beugen a. biegen, krümmen; […] b. beugen nach unten neigen; […] c. vom geradlinigen Verlauf ablenken; Lichtstrahlen beugen […] 2. jmdn. beugen jmds. Widerstand brechen, jmdn. unterwerfen II. [refl.] sich beugen 1. sich neigen, sich bücken; […]; sich über etwas oder jmdn. beugen 2. sich unterwerfen, nachgeben; […] jmds. Willen gezwungenermaßen anerkennen“ 17 . Sowohl die Definition nach Duden, als auch jene nach ReeseOnline e.K. geben mehrere Bedeutungsmöglichkeiten für beugen an. Erstens kann darunter ein körperliches Biegen gemeint sein, wie jenes eines Armes/Beines oder die Beugung eines Verlaufes oder des Lichtes. Zweitens ist eine Bedeutung jene der Willens- oder Widerstandsbeugung und des (gezwungenen) Anpassens.

Eine Beugung wird im Duden als „ [..] das Gebeugtwerden; das Beugen […] Rechtsbeugung […] Ablenkung von der geraden Richtung“ 18 definiert. Das DWDS hält unter Beugung „[..] das Beugen […] willkürliche Verdrehung […] Ablenkung […] Abwandlung“ 19 fest. Die Beugung kann der beiden Definitionen zufolge als eine physische Beugung oder Veränderung verstanden werden, wie das Beugen eines Körperteiles. Des Weiteren kann die auch die Abwandlung vom Gewohnten, oder etwas zuvor Festgelegtem meinen.

Für vorbeugen hält der Duden zwei Bedeutungsmöglichkeiten fest: „1. (einen Körperteil, sich) nach vorn beugen 2. etwas durch bestimmtes Verhalten oder bestimmte Maßnahmen zu verhindern suchen“ 20 . Die Definitionen nach ReeseOnline e.K. für vorbeugen lauten wie folgt: „ einer Sache vorbeugen etwas tun, damit eine Sache nicht eintritt; einer Krankheit vorbeugen; einer Entwicklung vorbeugen; vorbeugende Maßnahmen und [Anm. d. V.] etwas oder sich vorbeugen nach vorn beugen“ 21. Beide Definitionen sehen für vorbeugen zwei Bedeutungsmöglichkeiten vor. Einerseits die Bedeutung des körperlichen Vorbeugens, andererseits ein Verhalten oder eine Aktion um einen nicht erwünschten Zustand vor dem Eintreten abzuwenden.

Die Arbeit versteht vorbeugen als eine (gezielte) Handlung um einen nicht gewollten Zustand oder ein ungewolltes Geschehnis zu verhindern.

2.3 Inhalt / halten

Das Wort halten weist eine große Anzahl an Bedeutungsmöglichkeiten auf und wird im Duden unter anderem wie folgt definiert, „[..] ergriffen, gefasst haben und nicht loslassen; festhalten [..] bewirken, dass etwas in seiner Lage […] bleibt, […] an eine bestimmte Stelle bewegen und dort in einer bestimmten Lage, Haltung, Stellung lassen […] zum Bleiben bewegen; zurückhalten, […] bei sich, in sich behalten […], nicht aufgeben, nicht weggeben müssen; […] erfolgreich verteidigen, […] in gleicher Weise weiterführen, beibehalten […] “ 22 . Im DWDS wird halten erklärt als „[..] etw., jmdn (mit den Händen) gefasst haben und nicht loslassen […] die Gewalt über seinen Körper nicht verlieren […] jmdn. zurückhalten, festhalten […] zum Stillstand kommen, anhalten, stehenbleiben […] eine Verpflichtung einhalten […] etw. ausführen, etw. abhalten […] in seinem Zustand bestehen bleiben […] jmdn., etw. für etw. ansehen, über jmdn., etw. eine bestimmte Meinung haben […] auf etw. achten, um etw. bemüht sein […] “ 23 . Beide Quellen bieten eine Vielzahl an Bedeutungsmöglichkeiten für das Wort halten an. So kann einerseits von einem physischen halten gesprochen werden, wie etwa einen Gegenstand halten, jemanden/etwas festzuhalten oder eine Versammlung abhalten, als auch von einem innerlichen halten, wie z.B. die Meinung zu einer gewissen Sache oder das aushalten einer Situation.

Unter Inhalt versteht der Duden „[..] das in einem Gefäß, Behältnis o.Ä. Enthaltenene […] Größe eines zwei. Oder dreidimensionalen geometrischen Gebildes [..] etwas, was in etwas ausgedrückt, dargestellt wird [..] etwas, was etwas geistig ausfüllt; Sinn gebender geistiger Gehalt“ 24 . Das DWDS beschreibt Inhalt als „das von einer Form Umschlossene, das in einer Form Enthaltene […] übertragen das Dargestellte [..] der Inhalt eines Buches, Briefes […] ein interessanter, fesselnder, langweiliger Inhalt […]“ 25. Nach Brockhaus ist Inhalt die „[…] Größe einer Fläche in Flächeneinheiten eines Körpers in Raumeinheiten [..] Gehalt (eines Buches u.ä.).“ 26

Alle drei Definitionen, sowohl jene nach Duden, Brockhaus und DWDS beschreiben Inhalt entweder als enthaltene mengenmäßige Einheit in einem Gefäß oder eines geometrischen Gebildes, oder als Sinn gebender, geistiger Inhalt wie z.B. eines Buches, eines Vortrages oder eines Themas.

2.4 anhalten / Andauern / regelmäßig

Zur Definition von anhalten schreibt der Duden „[..] zum Halten, zu Stillstand bringen, […] zu etwas anleiten, [..] andauern, fortdauern […] an jemanden, etwas halten, anlegen [..] sich [an etwas] festhalten, sich stützen“ 27. Das DWDS erklärt anhalten mit „[..] etw. jmdn. auf seinem Weg aufhalten, zum Stillstand bringen […] sich an etw., jmdn. festhalten […] jmdn, zu etw. ermahnen, veranlassen […] andauern […]“ 28. Beider Definitionen zufolge kann anhalten somit bedeuten, dass etwas zum Stillstand gebracht werden kann, etwas fortläuft und weiterhin andauert, das Erziehen oder das Festhalten an etwas oder jemanden. Die Hypothese der Arbeit versteht anhalten als fortlaufend oder andauern.

Duden erklärt andauern als „nicht aufhören, weiter bestehen, anhalten; Dauer haben, von Dauer sein“ 29 und das DWDS als „fortdauern, noch nicht zu Ende sein […]“ 30 . Das Wissensportal im deutschsprachigen Raum fremdwort.de schreibt zu andauern „lange dauern, nicht aufhören, anhalten; […] sich weiter fortführen; zeitlich weitergehen“ 31. Die drei Definitionen verstehen andauern als, anhaltend und weiterführend, etwas, das noch nicht zu Ende ist.

Zu der Definition von regelmäßig schreib das DWDS „[..] durch bestimmte Regeln geordnet, der Regel, Norm entsprechend […] zu bestimmten Zeiten, in bestimmter Weise immer wiederkehrend […]“ 32 . Im Duden wird regelmäßig als „[..] bestimmten Gesetzen der Harmonie in der Form, Gestaltung entsprechend; ebenmäßig [..] einer bestimmten festen Ordnung, Regelung (die besonders durch zeitlich stets gleiche Wiederkehr, gleichmäßige Aufeinanderfolge gekennzeichnet ist) entsprechend, ihr folgend“ 33 . Regelmäßig ist also laut der beiden Definitionen erklärbar als entweder einer gewissen Norm, Abfolge oder Vorgabe entsprechend oder als eine gleichmäßige Wiederkehr und Aufeinanderfolge von etwas (meist Zeit).

2.5 fühlen / Gefühl

Das Verb fühlen kann nach Duden folgendermaßen beschrieben werden. Einerseits „[..] mit dem Tastsinn, den Nerven wahrnehmen; körperlich spüren [..] tastend prüfen, feststellen [..] seelisch empfinden [..] tastend nach etwas suchen [..] von seinem körperlichen oder seelischen Zustand, von seiner Lage, Situation o. Ä. eine bestimmte Empfindung haben [..] sich in seinem Gefühl für etwas halten [..] (umgangssprachlich) auf etwas stolz und davon ganz durchdringen sein“ 34. Das DWDS schreibt zu fühlen „[..] etw. körperlich (durch den Tastsinn) wahrnehmen […] etw. körperlich und seelisch wahrnehmen […] etw. durch Tasten prüfen […] etw., besonders einen seelischen Vorgang, innerlich wahrnehmen […] sich in einem bestimmten seelischen Zustand befinden, sich für etw. halten“ 35 .

Fühlen wird durch die beiden Definitionen einerseits als Wahrnehmen durch den Tastsinn und andererseits als seelisches, körperliches Empfinden oder eine bestimmte Selbstwahrnehmung beschrieben.

Zu Gefühl schreibt Brockhaus „[..] seel. Erlebnisse oder Erlebnisqualitäten teils ungerichteter, teils gerichteter Art (Liebe, Haß [sic!] ), teils Gesamtzustände, die als Stimmung den tragenden Grund für Erleben und Verhalten bilden.“ 36 Im Duden wird das Gefühl als „[..] das Fühlen; (durch Nerven vermittelte) Empfinden [..] psychische Regung, Empfindung des Menschen, die seine Einstellung und sein Verhältnis zur Umwelt bestimmt [..] gefühlsmäßiger, nicht näher zu erklärender Eindruck; Ahnung [..] Fähigkeit, etwas gefühlmäßig zu erfassen; Gespür“ 37 definiert. „[..] Wahrnehmung durch Sinnesorgane […] psychische Regung, Empfindung [...]“ 38 schreibt das DWDS zu Gefühl.

Alle Definitionen beschreiben das Gefühl als Wahrnehmung und ihr Ergebnis von etwas Erlebten und ein Empfinden, einerseits physisch, andererseits psychisch (seelisch), welches wiederum Einfluss auf die Reaktion bzw. das eigene Verhalten gegenüber der Umwelt nimmt. Die Arbeit versteht das Gefühl als eine Reaktion auf etwas Erlebtes oder Wahrgenommenes. Diese kann sich sowohl psychisch als auch physisch zeigen und wiederum das Verhalten einer Person beeinflussen.

2.6 einsam / Einsamkeit

Zur Definition von einsam erklärt der Duden wie folgt: „[..] für sich allein, verlassen […] als [mehr oder weniger] einziges seiner Art [vorhanden, zu sehen] [..] abgelegen, abgeschieden [..] menschenleer, unbewohnt“ 39. Das Wissensportal im deutschsprachigen Raum fremdwort.de definiert einsam als „allein, ohne Beziehung zu anderen Menschen; […] als einziges Lebewesen, Exemplar, als Einziger vorhanden, anwesend […] menschenleer […] ohne Gesellschaft […] weit entfernt von der Zivilisation“ 40 . Beide Definitionen beschreiben einsam einerseits als einen menschlichen Zustand des Alleine- (vorhanden) oder Verlassenseins, andererseits als eine Menschenleere, also das Nichtvorhandensein anderer Lebewesen, oder einer Gesellschaft.

Als „[..] das Einsamsein […] die Einsamkeit eines Menschen, einer Gegend […]“ 41 erklärt das DWDS den Einsamkeitsbegriff. Duden ergänzt dies noch durch das „Alleinsein, Einsamkeitsgefühl, [..] Kontaktarmut […] Zurückgezogenheit […]“ 42. Werner Stangl beschreibt Einsamkeit im Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik als „[…] negative Empfindung, von anderen Menschen getrennt zu sein, wobei dieses subjektive Gefühl nicht zwangsläufig mit physischem Alleinsein und tatsächlicher sozialer Isolation zusammenhängen muss.“ 43

Einsamkeit lässt sich anhand dieser drei Quellen folgendermaßen definieren. Zunächst Einsamkeit als Zustand einer Gegend oder des menschlichen Daseins, daran anschließend als die Zurückgezogenheit und das Fehlen von sozialen Kontakten eines Menschen und schlussendlich, das (negative) Gefühl der Einsamkeit, welches dem/der Betroffenen vermittelt, getrennt von anderen Menschen zu sein, was nicht zwingend auch der Realität entsprechen muss.

Die Psychotherapeutin Doris Wolf definiert Einsamkeit folgendermaßen: „[…] wenn wir das Alleinsein oder Zusammensein mit anderen als Ausgeschlossensein und Verlassensein erleben. Einsam sein bedeutet, sich seelisch von sich und anderen getrennt zu fühlen.“ 44 Sie unterstreicht mit ihrer Definition jenen Teil der Vorausgegangenen, welcher Einsamkeit als einen menschlichen Zustand, welcher nicht zwangsläufig eine Folge des Alleinseins bedeuten muss, sondern ist definiert durch das Gefühl zwischenmenschlich keinen Anschluss, bzw. kein Verständnis für das eigene Sein, die eigene Person, zu finden.

Im weiteren Verlauf wird Einsamkeit, zusätzlich zu diesen Definitionen, noch als ein schmerzhaftes Gefühl der Leere betrachtet.

Neben dieser Definition von Einsamkeit wird in Kapitel 5 und 6 wird noch weiter auf Indikatoren und Auswirkungen von Einsamkeit auf das menschliche Individuum eingegangen.

2.7 auseinandersetzen / Auseinandersetzung

Als auseinandersetzen beschreibt das DWDS „[..] jmdm. etw. darlegen, erklären [..] jmdm. seine Gründe, Pläne, den Tatbestand, Sonn und Zweck einer Anordnung auseinandersetzen […] sich mit etw. gründlich befassen […] sich über die Aufteilung von gemeinsamen Besitz einigen […]“ 45 . Für den Duden bedeutet auseinandersetzen das „[..] Bemühen, sich verständlich zu machen, eingehend erläutern, darlegen [..] sich eingehend mit etwas beschäftigen, etwas kritisch durchdenken [..] mit jemandem strittige Fragen, unterschiedliche Standpunkte im Gespräch klären [..] (Rechtswissenschaft) auf dem Rechtswege gemeinschaftlichen Besitz aufteilen […] voneinander wegsetzen“ 46. Der Duden ergänzt die Definition von auseinandersetzen des DWDS somit durch die Bedeutung einer physischen Trennung.

Die Auseinandersetzung definiert der Duden als „[..] eingehende Beschäftigung mit etwas [..] Diskussion, Debatte, [Streit]gespräch […] auf dem Rechtsweg vorgenommene Aufteilung von gemeinschaftlichem Besitz“ 47 . Im DWDS ist Auseinandersetzung als die „[..] Darlegung, Erklärung von etwas […] Aussprache [..] Meinungsaustausch […] ernste Meinungsverschiedenheit, Streit […] Aufteilung gemeinsamen Besitzes […]“ 48 definiert.

Es wird unter Auseinandersetzung die Behandlung/Beschäftigung einer Situation/Thematik o.ä. verstanden

2.8 achten / Achtsamkeit / Achtung

Das Wissensportal im deutschsprachigen Raum fremdwort.de definiert achten als „[…] aufrechterhalten; überwachen […] beobachten; Ausschau halten nach etwas […] auf jemanden aufpassen; aufpassen, dass jemandem nichts passiert […] beachten, etwas oder jmdn. achten um den Wert von etwas oder jmdm. wissen, seinen Wert anerkennen; jmds. Gefühle achten, respektieren; zu schätzen wissen; anerkennen“ 49. Der Duden beschreibt achten als „[..] jemandem Achtung entgegenbringen; jemanden respektieren [..] jemandem, einer Sache Beachtung, Aufmerksamkeit schenken; jemanden eine Sache beachten [..] aufpassen, achtgeben […] etwas halten, erachten“ 50. Beide Quellen halten für die Definition von achten fest, dass es sich einerseits um das Acht geben bzw. das Aufpassen auf etwas oder jemanden, ebenso um das Anerkennen von etwas oder jemanden und zuletzt um Beobachten handeln kann.

Zu Achtsamkeit schreibt der Duden „das Achtsamsein; achtsames Wesen, Verhalten […] Aufmerksamkeit, Augenmerk, Genauigkeit, Gründlichkeit, […] Sorgfalt, [..] Vorsicht, Wachsamkeit“ 51. ReeseOnline e.K. definiert Achtsamkeit wie folgt. „Achtsamkeit [..] kann als Form der Aufmerksamkeit verstanden werden, als Persönlichkeitseigenschaft, sowie als Methode zur Verminderung von Leiden (im weitesten Sinne). innere Einstellung und Bereitschaft, das wahrzunehmen, was einem begegnet“ 52. Beide Definitionen verstehen Achtsamkeit als eine Form des bewussten Aufmerksam seins, welche Teil der Persönlichkeit oder des Wesens von jemanden oder etwas sein kann, unter anderem, wie von ReeseOnline angeführt, zur Verminderung von Leiden. Diese Definition entspricht jener, auf welche sich die Arbeit bei der Bedeutung von Achtsamkeit bezieht.

Achtung wird vom DWDS als „[..] Vorsicht! […] aufgepasst! […] achtgeben […] auf etw. aufpassen, achten […] Respekt, Wertschätzung […]“ 53 definiert. Duden versteht unter Achtung die „[..] Hoch-, Wertschätzung, Respekt [..] als Ruf oder Aufschrift, um zur Vorsicht oder Aufmerksamkeit zu mahnen [..] als militärisches Ankündigungskommando“ 54.

Achtung kann als das Kommando zum Achtgeben oder zur Vorsicht verstanden werden, ebenso als Respekt und Wertschätzung von etwas oder jemanden.

2.9 depressiv / niedergedrückt / Depression

Unter depressiv versteht der Duden „[…] die Depression betreffend; an einer Despression leidend [..] (umgangssprachlich) traurig, niedergeschlagen [..] (Wirtschaft) durch einen Konjunkturrückgang bestimmt“ 55 . Das DWDS definiert depressiv als „niedergeschlagen, gedrückt, verstimmt […]“ 56 . Depressiv meint einerseits den Zustand einer Depression, bzw. in Zusammenhang mit einer Depression stehend und andererseits umgangssprachlich den niedergeschlagenen gedrückten Zustand einer Person.

Niedergedrückt bedeutet laut DWDS „ deprimiert, niedergeschlagen [..] (jemandem ist) schwer ums Herz, bedrückt, bekümmert, betrübt […]“ 57 . Der Duden beschreibt niedergedrückt als „deprimiert, niedergeschlagen […] betrübt, [..] depressiv, gedrückt, geknickt, hoffnungslos, lebensverneinend […]“ 58 .

Die Depression wird nach Duden unter anderem wie folgt definiert: „[..] (Medizin, Psychologie) sich in tiefer Niedergeschlagenheit u.a. ausdrückenden seelische Erkrankung […] (umgangssprachlich) Traurigkeit [..] (Wirtschaft) Phase des Niederganges im Konjunkturverlauf [..] (Meteorologie) Tief[druckgebiet] [..] (Medizin) Einsenkung, Einstülpung, Vertiefung, z. B. im Knochen [..] (Geografie) Festlandgebiet, dessen Oberfläche unter dem Meeresspiegel liegt; Landsenke […]“ 59 . Das DWDS definiert die Depression als „[..] psychische Erkrankung, die sich vor allem in Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, mangelnder Konzentrationsfähigkeit, sowie einer starken, lang anhaltenden Verminderung von Lebensfreude äußert […] Phase einer stark abgeschwächten (volks-, welt-)wirtschaftlichen Konjunktur […] Gebiet auf dem Festland, das unterhalb des Meeresspiegels liegt […]“ 60 .

Neben der medizinischen Bedeutung von Depression existieren weitere Bedeutungsmöglichkeiten in Wirtschaft, Geographie und Meteorologie. Es ist die medizinische Definition von Depression relevant. Diese beschreibt Depression (anhand der beiden vorhergehenden Definitionen) als eine psychische Erkrankung, welche vor allem durch Niedergeschlagenheit, Motivationslosigkeit, Traurigkeit und eine verminderte Lebensfreude äußert. Auf die Thematik der Depression, ihre Geschichte, ihre Auswirkungen und ihre Formen wird im Folgekapitel genauer eingegangen, da dies für die Beantwortung der Forschungsfrage essentiell ist.

3 DEPRESSION EINE ERSCHEINUNG UNSERER GESELLSCHAFT – ENTWICKLUNG DER LETZTEN 15 JAHRE

Im folgenden Kapitel werden aktuelle Daten und Fakten zur Depression genauer erläutert. Es folgt die Auflistung und Beschreibung ihrer möglichen Auslöser. Dies beinhaltet auch die Thematik der Einsamkeit als möglichen Einflussfaktor auf die Entstehung einer Depression. Des Weiteren wird auf Behandlungsmethoden, Möglichkeiten der Erkennung und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen von Depressionen näher eingegangen.

3.1 Aktuelle Daten und Fakten

Laut einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, leiden weltweit mehr als 350 Millionen Menschen an einer Depression.61 Für die europäische Statistik hält die WHO fest, dass jede/jeder Siebte während ihrer/seiner Lebenszeit an schweren Stimmungsstörungen leidet. Dies bedeutet, dass, wenn neben schweren Depressionen auch Angstzustände und leichtere Depressionsformen hinzugezählt werden, jedes Jahr in Europa etwa 25 Prozent der Bevölkerung betroffen sind.62

Die Zahlen für Österreich ergeben, dass zwischen 10 und 25 Prozent aller Österreicher und Österreicherinnen im Laufe ihres Lebens unter einer Depression erkranken.63 Aktuell gibt es etwa 400.000 behandlungsbedürftige Personen in Österreich und die Entwicklung zeigt, dass diese Zahl weiterhin ansteigt. Eine Prognose der WHO für das Jahr 2030 sieht voraus, dass sich die Depression dann auf Platz zwei die weltweit größten Gesundheitsprobleme befinden wird.64

Besonders anfällig für Depressionen scheinen Frauen, denn diese erkranken zweimal häufiger als Männer. Aber auch junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 34 Jahren sind zunehmend von psychischen Gesundheitsproblemen wie Depressionen betroffen. In dieser Altersspanne zählt Suizid, vollzogen aufgrund von einer Depression, zur zweithäufigsten Todesursache, denn während einer depressiven Phase steigt das Risiko für selbstverletzendes Verhalten und / oder Suizidversuche.65

Suizidneigungen aufgrund von Depressionen stellen eine große Herausforderung für Betroffene, Angehörige und die Behandlung dieser dar und resultieren vor allem aus einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Obwohl die Zahl seit Mitte der Achtziger einen Rücklauf ausweist, verlieren durch Suizid nach wie vor doppelt so viele Leute ihr Leben wie durch Verkehrsunfälle. 2015 waren es rund 1249 Menschen in Österreich die den Suizid verübt haben, die Zahl der Suizidversuche schwankt um das 10 bis 30fache der Suizide.66

3.2 Auslöser

Genetische Faktoren, psychische Belastungen wie Trennungen oder andere (plötzliche) Verluste eines Menschen, können Risikofaktoren dafür darstellen, an einer Depression zu erkranken. Und obwohl in den letzten Jahren intensiv an der Entstehung von Depressionen geforscht wurde, konnten all ihre Ursachen bisher noch nicht erhoben werden.67

So ging die Forschung am Anfang des 20. Jahrhunderts davon aus, dass die Depression mit dem menschlichen Körperbau in Verbindung steht. Dem deutschen Psychiater Ernst Kretschmer zufolge, war die Depression ein angeborener Faktor und zählte zum Temperament einer Person. Hierfür wurde in der Vergangenheit häufig der Begriff der „Melancholie“ für den Zustand der Depression verwendet. Diese Feststellung spiegelt sich in der heutigen Annahme wieder, dass eine Depression vor allem einen genetischen Ursprung haben kann. Der Schweizer Psychiater Adolf Meyer wiederum war besonders an den psychosozialen Entstehungsmöglichkeiten des Krankheitsbildes interessiert. Er war zusätzlich ein Verfechter des Begriffes der „Depression“, da dieser, seines Erachtens nach, im Vergleich mit dem zu der damaligen Zeit häufig verwendeten Begriff der Melancholie, neutraler im Zusammenhang mit den Ursachen der Erkrankung sei.68

Für unser heutiges Verständnis des Krankheitsbildes der Depression und ihren Ursachen, waren jedoch die Erkenntnisse des deutschen Psychiaters Emil Kraepelin ausschlaggebend. Emil Kraepelin erkannte bereits Ende des 19. Jahrhunderts, dass eine Depression sowohl einen organischen, als auch einen nicht-organischen Ursprung haben kann.69

3.2.1 organische Ursprünge

„Organisch manifestiert sich eine Depression als Stoffwechselstörung im Gehirn. Ausgelöst wird diese Stoffwechselstörung meist durch mehrere Faktoren.“ 70 Eine seit vielen Jahren weit verbreitete Hypothese, ist jene, dass depressive Erkrankungen mit der Verminderung der Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin in Zusammenhang steht. Dabei wird davon ausgegangen, dass diese Störung des Verhältnisses der Botenstoffe innerhalb der Nervenzellen dazu führt, dass es auch zu einer Störung bei der Informationsverarbeitung kommt und daher depressive Wahrnehmung ausgelöst werden. Denn „Gefühle und Stimmungen werden im Gehirn in Form von elektrischen Impulsen und sogenannten Botenstoffen verarbeitet.“ 71 Dies bedeutet allerdings nicht, dass eine Stoffwechselstörung im Gehirn, im strengen wissenschaftlichen Sinne, auch der Auslöser einer Depression sein muss. Es zeigte sich jedoch im Zuge von Forschungsarbeiten diesbezüglich, dass während der meisten Depressionen ein Ungleichgewicht dieser Botenstoffe vorherrscht.72

Weitere Untersuchungen ergaben, dass im Zuge einer Depression das stressregulierende System betroffener Personen Veränderungen aufweisen kann. Da das limbische System ebenso die Verantwortung für die Verarbeitung von Gefühlen mitträgt, kann dadurch die erhöhte Empfindsamkeit und Vulnerabilität von Personen erläutert werden, die unter einer Depression leiden.73

Die Grundlage einer Depression wird heutzutage „[…] meist aus genetischer Veranlagung und bestimmter Persönlichkeitsfaktoren gebildet. Betroffene haben gegenüber körperlichen und seelischen Belastungen eine geringere Toleranz als gesunde Personen. Bei dem Ausbruch und der Aufrechterhaltung spielt dies eine große Rolle. Da der Auslöser meist bei persönlich belastenden Ereignissen oder Überforderungen zu suchen ist. Bei diesen Anforderungen reagieren die Betroffenen daher sensibler als andere.“ 74

Eine erbliche Vorbelastung kann die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken um 15 Prozent erhöhen, wenn in der Verwandtschaft ersten Grades ein Familienmitglied ebenfalls unter einer Depression leidet. Bei eineiigen Zwillingen liegt diese Wahrscheinlichkeit sogar bei 50 Prozent. Hinzu kommt, dass genetische Faktoren einen erhöhten Einfluss auf die Empfindsamkeit für psychosoziale Belastungen haben können.75

Neben genetischen Faktoren kann eine Depression weitere körperliche Ursachen haben. So wurde wissenschaftlich belegt, dass die Einnahme von Cortison unter Umständen die Anfälligkeit an einer Depression zu erkranken, erhöhen kann. Dies steht in Zusammenhang mit der gesteigerten Cortisol-Produktion, welche beispielsweise ebenso bei Stress oder Infektionskrankheiten entsteht. Zusätzlich wurde beobachtet, dass die Einnahme der Anti-Babypille bei Frauen depressive Verstimmungen hervorrufen oder sich der Zustand von bereits betroffenen Frauen verschlimmern kann.76

3.2.2 nicht-organische Ursprünge

Jeder Mensch erfährt im Zuge seines Lebens kritische Ereignisse, dennoch folgt nicht jedem Ereignis gleich eine Depression. Denn es hängt vielmehr davon ab, wie Betroffene diesen Vorfall bewerten. So kann eine Trennung einerseits als tragisches Erlebnis, andererseits als möglicher Neuanfang gedeutet werden. Zu kritischen Lebensereignissen zählen unter anderem der Tod einer nahestehenden Person, das Ende einer Beziehung, der Verlust des Arbeitsplatzes (auch die Pensionierung), Krankheit oder ein Wohnortwechsel in eine andere Stadt / ein anderes Land.77 Der durch solche Ereignisse ausgelöste Stress im Leben der betroffenen Personen, führt, wie zuvor bereits erläutert, zu einer erhöhten Ausschüttung des Stresshormones Cortisol, welches wiederum die Anfälligkeit für Depressionen steigern kann.78

Neben den erläuterten Ursprüngen, können folgende weitere Faktoren die Entstehung einer Depression begünstigen: Bewohner / Bewohnerinnen von Großstädten, eingeschränkte soziale Kontakte, ein geringer Bildungsgrad, das Single-Dasein sowie Cannabis oder Alkoholmissbrauch.79

Eine Depression lässt sich jedoch nie nur auf einen einzigen Auslöser zurückführen, meist sind es mehrere Faktoren, die zu der Entstehung einer Depression beitragen können.80

Einsamkeit als ein Auslöser für Depression wurde beispielsweise 1982 durch die Faktorenanalyse nach Rubenstein und Shaver erforscht. Ihnen zufolge beinhaltet Depressivität „[…] Gefühle, welche als demotivierende emotionale Reaktionsformen auf Einsamkeit eingestuft werden können, wobei ein längeres Andauern derartiger Gefühle, angesichts des Gerichtetseins dieser Empfindungen auf die eigene Person, zu chronischer Einsamkeit und Depressivität führen dürfte.“ 81 Wie Rubenstein und Shaver konnten auch Horowitz und Mitarbeiter (1982) einen Zusammenhang zwischen Einsamkeit und Depression darstellen. Aus ihrer Studie ging hervor, dass „[…] depressiv eingeschätzte Personen auch mit dem Etikett „einsam“ versehen werden.“ 82 Dies ist umgekehrt allerdings nicht der Fall. Auch der Tiroler Psychologe am Tirol Kliniken am Haller Krankenhaus hat Einsamkeit als einen möglichen Auslöser an einer Depression zu erkranken identifiziert.83

3.3 Behandlung

Obwohl die Depression unter den psychischen Störungen weltweit auf Platz 1 der Erkrankungen steht, werden nach wie vor nicht alle Depressionen erkannt oder behandelt.84 So nehmen von 100 Erkrankten in der Regel nur 35 Prozent professionelle Hilfe in Anspruch. Und das obwohl mittlerweile etwa 80 Prozent der depressiven Störungen erfolgreich behandelt werden können. Die Scheu davor, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen liegt nach wie vor an hartnäckigen Vorurteilen gegenüber psychischen Erkrankungen, der Angst davor einen Arzt/Psychologen/Psychiater aufzusuchen und die Sorge um soziale Ausgrenzung.85

Für mehr als 2 Drittel der Betroffenen ist jedoch nicht die Depression selbst, sondern ihre Begleiterscheinungen ausschlaggebender Grund dafür doch einen Arzt aufzusuchen, vor allem aufgrund langfristiger Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen oder anderen psychosomatischen Beschwerden. Psychosomatische Beschwerden werden als organische Veränderungen verstanden, welche ihren Auslöser durch psychische Konflikte erhalten.86 „Die Psychosomatik ist die Lehre von der Beziehung zwischen Körper und Seele, die bei fast allen Krankheiten in irgendeiner Form eine Rolle spielt (im Originaltext kursiv).“ 87

Für die Behandlung von Depressionen ist die Verabreichung von Antidepressiva weit verbreitet. In Europa nehmen in etwa 10 Prozent der gesamten Erwachsenenbevölkerung im Laufe eines Jahres Antidepressiva ein. Als ebenso wirksam für die Behandlung, hat sich die Psychotherapie erwiesen, im speziellen die kognitive Verhaltenstherapie. Außerdem existiert ein breites Angebot zur Selbsthilfe im Internet und ebenso bieten psychosoziale Dienste (auch in Österreich) ihre Unterstützung an. Diese stehen allerdings vor der Herausforderung, „[…] durch einen kompetenten Mitarbeiterstab wirksame Interventionen weithin verfügbar zu machen. Die Menschen benötigen ein Gefühl der Sicherheit, wenn sie psychosoziale Einrichtungen aufsuchen, und sie müssen darauf vertrauen können, dass sie dort mit Respekt behandelt und wirksam therapiert werden.“ 88

3.4 Erkennen

ICD-10 stellt eine einheitliche und amtliche Diagnoseklassifikation der WHO für Krankheiten und verwandte Gesundheitsprobleme dar. Sie eröffnet die Möglichkeit Depressionen und depressive Zustände anhand von festgelegten Kriterien und diagnostischen Leitlinien zu kategorisieren und voneinander zu unterscheiden. Dies betrifft allerdings die zu beobachtenden Symptome und nicht ausschlaggebende Faktoren für die Depression. Sie zählt die Depressionen zu der Gruppe der affektiven Störungen.89 Diese sind wie folgt beschrieben:

„Diese Gruppe enthält Störungen deren Hauptsymptome in einer Veränderung der Stimmung oder der Affektivität entweder zur Depression - mit oder ohne begleitende(r) Angst - oder zur gehobenen Stimmung bestehen. Dieser Stimmungswechsel wird meist von einer Veränderung des allgemeinen Aktivitätsniveaus begleitet. Die meisten anderen Symptome beruhen hierauf oder sind im Zusammenhang mit dem Stimmungs- und Aktivitätswechsel leicht zu verstehen. Die meisten dieser Störungen neigen zu Rückfällen. Der Beginn der einzelnen Episoden ist oft mit belastenden Ereignissen oder Situationen in Zusammenhang zu bringen.“ 90

Sowohl bei leichten, mittelgradigen als auch schweren Depressionen (oder depressiven Episoden), leiden Betroffene typischerweise unter nieder gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit und ihr Drang nach Aktivitäten wird weniger. (Lebens-)freude, Interesse und Konzentrationsfähigkeit sinken und jede noch so kleine Anstrengung erzeugt eine ausgeprägte Müdigkeit. Sehr häufig zählen auch Schlafstörungen und Appetitlosigkeit zu den auftretenden Symptomen einer Depression.91 „Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von so genannten "somatischen" Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust.“ 92

[...]


1 Vgl. Zeit online: Großbritannien bekommt Ministerin für Einsamkeit, in Zeit Online 17.01.2018; http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-01/tracey-crouch-grossbritannien-ministerin-einsamkeit (20.02.2018, 14:29)

2 Zeit online: Großbritannien bekommt Ministerin für Einsamkeit., in Zeit Online 17.01.2018; http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-01/tracey-crouch-grossbritannien-ministerin-einsamkeit (20.02.2018, 14:29)

3 Cacioppo, John T./Patrick, William: Einsamkeit. Woher sie kommt, was sie bewirkt, wie man ihr entrinnt; Heidelberg: 2011, S. 6

4 Vgl. ORF: Einsamkeit verdoppelt Risiko von Alzheimer; http://sciencev1.orf.at/news/147138.html (20.02.2018, 14:30)

5 Vgl. Rhein Jura Klinik: Wege aus der Einsamkeit – so können Sie das Alleinsein genießen; http://www.rhein-jura-klinik.de/blog/therapie/wege-aus-der-einsamkeit /#more-1237 (20.02.2018, 14:32)

6 Vgl. Novak, Sabine: Die zehn häufigsten psychischen Erkrankungen in Österreich, in OÖNachrichten Online 06.03.2013; http://www.nachrichten.at/nachrichten/gesundheit/Die-zehn-haeufigsten-psychischen-Erkrankungen-in-OEsterreich;art114,1074372 (20.02.2018, 14:35)

7 Wolf, Doris: Einsamkeit überwinden. Sich geborgen, geliebt und verbunden fühlen, 16. Auflage; Mannheim: 2016, S. 21

8 Vgl. Cacioppo, John T./Patrick, William: Einsamkeit. Woher sie kommt, was sie bewirkt, wie man ihr entrinnt; Heidelberg: 2011, S. 28

9 Cacioppo, John T./Patrick, William: Einsamkeit. Woher sie kommt, was sie bewirkt, wie man ihr entrinnt; Heidelberg: 2011, S. 290

10 Vgl. Novak, Sabine: Die zehn häufigsten psychischen Erkrankungen in Österreich, in OÖNachrichten Online 06.03.2013; http://www. nachrichten.at/nachrichten/gesundheit/Die-zehn-haeufigsten-psychischen-Erkrankungen-in-OEsterreich;art114,1074372 (20.02.2018, 14:35)

11 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Erfordernis; https://www.duden.de/rechtschreibung/Erfordernis (20.02.2018, 14:37)

12 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Erfordernis; https://www.duden.de/rechtschreibung/Erfordernis (20.02.2018, 14:37)

13 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: Erfordernis; https://www.dwds.de/wb/Erfordernis (20.02.2018, 14:38)

14 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: erfordern; https://www.duden.de/suchen/dudenonline/erfordern (20.02.2018, 14:38)

15 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprach in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: erfordern; https://www.dwds.de/wb/erfordern (20.02.2018, 14:40)

16 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: beugen; https://www.duden.de/rechtschreibung/beugen-Bedeutung5 (20.02.2018, 15:37)

17 ReeseOnline e.K.: fremdwort.de das Wissensportal im deutschsprachigen Raum. Stichwort: beugen; https://www.fremdwort.de/suchen/bedeutung/beugen# (20.02.2018, 15:38)

18 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Beugung; https://www.duden.de/rechtschreibung/Beugung (20.02.2018, 16:09)

19 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: Beugung; https://www.dwds.de/wb/Beugung (20.02.2018, 16:14)

20 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: vorbeugen; https://www.duden.de/rechtschreibung/vorbeugen#Bedeutung1 (20.02.2018, 16:18)

21 ReeseOnline e.K.: fremdwort.de das Wissensportal im deutschsprachigen Raum. Stichwort: vorbeugen; https://www.fremdwort.de/suchen/bedeutung/vorbeugen (20.02.2018, 16:22)

22 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: halten; https://www.duden.de/rechtschreibung/halten#Bedeutung2a (20.02.2018, 16:27)

23 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: halten; https://www.dwds.de/wb/halten (20.02.2018, 16:30)

24 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Inhalt; https://www.duden.de/rechtschreibung/Inhalt (20.02.2018, 16:39)

25 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: Inhalt; https://www.dwds.de/wb/Inhalt (20.02.2018, 16:41)

26 F.A. Brockhaus: Der Brockhaus in einem Band, 4., aktualisierte Auflage; Mannheim: 1992, S. 387

27 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: anhalten; https://www.duden.de/rechtschreibung/anhalten (20.02.2018, 16:42)

28 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: anhalten; https://www.dwds.de/wb/anhalten (20.02.2018, 16:44)

29 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: andauern; https://www.duden.de/rechtschreibung/andauern (20.02.2018, 16:46)

30 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: andauern; https://www.dwds.de/wb/andauern (20.02.2018, 16:48)

31 ReeseOnline e.K.: fremdwort.de das Wissensportal im deutschsprachigen Raum. Stichwort: andauern; https://www.fremdwort.de/suchen/bedeutung/andauern (20.02.2018, 16:49)

32 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: regelmäßig; https://www.dwds.de/wb/regelmäßig (20.02.2018, 16:52)

33 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: regelmäßig; https://www.duden.de/rechtschreibung/regelmaeszig (20.02.2018, 16:53)

34 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: fühlen; https://www.duden.de/rechtschreibung/fuehlen (20.02.2018, 16:54)

35 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: fühlen; https://www.dwds.de/wb/fühlen (20.02.2018, 16:56)

36 F.A. Brockhaus: Der Brockhaus in einem Band, 4., aktualisierte Auflage; Mannheim: 1992, S. 301

37 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Gefühl; https://www.duden.de/rechtschreibung/Gefuehl (20.02.2018, 17:00)

38 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: Gefühl; https://www.dwds.de/wb/Gefühl (20.02.2018, 17:06)

39 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: einsam; https://www.duden.de/rechtschreibung/einsam (20.02.2018, 17:03)

40 ReeseOnline e.K.: fremdwort.de das Wissensportal im deutschsprachigen Raum. Stichwort: einsam; https://www.fremdwort.de/suchen/bedeutung/einsam (20.02.2018, 17:07)

41 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: Einsamkeit; https://www.dwds.de/wb/Einsamkeit (20.02.2018, 17:09)

42 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Einsamkeit; https://www.duden.de/rechtschreibung/Einsamkeit (20.02.2018, 17:10)

43 Stangl, Werner: Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. Stichwort: Einsamkeit; http://lexikon.stangl.eu/17319/einsamkeit/ (20.02.2018, 17:14)

44 Wolf, Doris: Einsamkeit überwinden. Sich geborgen, geliebt und verbunden fühlen, 16. Auflage; Mannheim: 2016, S. 17

45 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: auseinandersetzen; https://www.dwds.de/wb/auseinandersetzen (20.02.2018, 17:17)

46 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: auseinandersetzen; https://www.duden.de/rechtschreibung/auseinandersetzen (20.02.2018, 17:22)

47 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Auseinandersetzung; https://www.duden.de/rechtschreibung/Auseinandersetzung (20.02.2018, 17:19)

48 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: Auseinandersetzung; https://www.dwds.de/wb/Auseinandersetzung (20.02.2018, 17:25)

49 ReeseOnline e.K.: fremdwort.de das Wissensportal im deutschsprachigen Raum. Stichwort: achten; https://www.fremdwort.de/suchen/bedeutung/achten (20.02.2018, 17:26)

50 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: achten; https://www.duden.de/rechtschreibung/achten (20.02.2018, 17:27)

51 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Achtsamkeit; https://www.duden.de/rechtschreibung/Achtsamkeit (21.02.2018, 12:58)

52 ReeseOnline e.K.: fremdwort.de das Wissensportal im deutschsprachigen Raum. Stichwort: Achtsamkeit; https://www.fremdwort.de/suchen/bedeutung/Achtsamkeit (21.02.2018, 13:03)

53 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: Achtung; https://www.dwds.de/wb/Achtung (21.02.2018, 13:07)

54 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Achtung; https://www.duden.de/rechtschreibung/Achtung (21.02.2018, 13:11)

55 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: depressiv; https://www.duden.de/rechtschreibung/depressiv (21.02.2018, 13:15)

56 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: depressiv; https://www.dwds.de/wb/depressiv (21.02.2018, 13:19)

57 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: niedergedrückt; https://www.dwds.de/wb/niedergedrückt (21.02.2018, 13:22)

58 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: niedergedrückt; https://www.duden.de/rechtschreibung/niedergedrueckt (21.02.2018, 13:25)

59 Bibliographisches Institut GmbH: Duden Online. Stichwort: Depression; https://www.duden.de/rechtschreibung/Depression (21.02.2018, 13:28)

60 Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Stichwort: Depression; https://www.dwds.de/wb/Depression (21.02.2018, 13:32)

61 Vgl. Lundbeck Austria GmbH: Wissenswertes zur Depression; http://www.depression.at/ueber-depression/depression-was-ist-das/ (21.02.2018, 13:37)

62 Vgl. WHO Regionalbüro für Europa: Depressionen in Europa; http://www.euro.who.int/de/health-topics/noncommunicable-diseases/mental-health/news/news/2012/10/depression-in-europe (21.02.2018, 13:45)

63 Vgl. Lundbeck Austria GmbH: Wissenswertes zur Depression; http://www.depression.at/ueber-depression/depression-was-ist-das/ (21.02.2018, 13:37)

64 Vgl. Lundbeck Austria GmbH: Es kann jeden treffen; http://www.depression.at/ueber-depression/depression-was-ist-das/es-kann-jeden-treffen/ (21.02.2018, 13:39)

65 Vgl. Freunde fürs Leben e.V.: Depression – Zahlen und Fakten; https://www.frnd.de/zahlen-fakten/ (21.02.2018, 13:52)

66 Vgl. Bundesministerium für Gesundheit und Frauen: Suizid und Suizidprävention in Österreich, Bericht 2016; Wien: 2017, S. 5; http://www.kriseninterventionszentrum.at/dokumente/suizidbericht_2016.pdf (06.03.2018, 15:01)

67 Vgl. Freunde fürs Leben e.V.: Depression – Zahlen und Fakten; https://www.frnd.de/zahlen-fakten/ (21.02.2018, 13:52)

68 Vgl. DieDepression: Geschichte der Depression; http://www.die-depression.de /geschichte/ (21.02.2018, 13:59)

69 Vgl. DieDepression: Geschichte der Depression; http://www.die-depression.de /geschichte/ (21.02.2018, 13:59)

70 Gerhardt, Günter/Niescken, Svenja: Depressionen: mehr als nur ein Stimmungstief. Ursachen, Behandlung und Selbsthilfe: So überwinden Sie die seelische Krise; Stuttgart: 2003, S. 31

71 Schaub, Annette/Roth, Elisabeth/Goldmann, Ulrich: Kognitiv-psychoedukative Therapie zur Bewältigung von Depressionen. Ein Therapiemanual, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage; Göttingen: Bern: Wien et al.: 2013, S. 137

72 Vgl. Schaub, Annette/Roth, Elisabeth/Goldmann, Ulrich: Kognitiv-psychoedukative Therapie zur Bewältigung von Depressionen. Ein Therapiemanual, 2., aktualisierte und erweiterte Auflage; Göttingen: Bern: Wien et al.: 2013, S. 137

73 Vgl. DieDepression: Ursachen von Depression; http://www.die-depression.de/ ursachen/ (21.02.2018, 14:06)

74 DieDepression: Ursachen von Depression; http://www.die-depression.de/ursachen/ (21.02.2018, 14:06)

75 Vgl. Die Depression: Ursachen von Depression; http://www.die-depression.de/ursachen/ (21.02.2018, 14:06)

76 Vgl. Gerhardt, Günter/Niescken, Svenja: Depressionen: mehr als nur ein Stimmungstief. Ursachen, Behandlung und Selbsthilfe: So überwinden Sie die seelische Krise; Stuttgart: 2003, S. 36 f.

77 Vgl. Gerhardt, Günter/Niescken, Svenja: Depressionen: mehr als nur ein Stimmungstief. Ursachen, Behandlung und Selbsthilfe: So überwinden Sie die seelische Krise; Stuttgart: 2003, S. 33

78 Vgl. DieDepression: Ursachen von Depression; http://www.die-depression.de/ ursachen/ (21.02.2018, 14:06)

79 Vgl. DieDepression: Ursachen von Depression; http://www.die-depression.de/ ursachen/ (21.02.2018, 14:06)

80 Vgl. Lundbeck Austria GmbH: Was ist die Ursache einer Depression?; http://www.depression.at/ueber-depression/depression-was-ist-das/was-ist-die-ursache-einer-depression/ (21.02.2018, 14:14)

81 Elbing, Eberhard: Einsamkeit. Psychologische Konzepte, Forschungsbefunde und Treatmentansätze; Göttingen: 1991, S. 153

82 Elbing, Eberhard: Einsamkeit. Psychologische Konzepte, Forschungsbefunde und Treatmentansätze; Göttingen: 1991, S. 194

83 Vgl. Stark, Evelin: Einsamkeit ist überall Thema, in Tiroler Tageszeitung Online 01.02.2018; http://www.tt.com/lebensart/gesundheit/13957041-91/einsamkeit -ist-überall-thema.csp (21.02.2018, 14:19)

84 Vgl. Gerhardt, Günter/Niescken, Svenja: Depressionen: mehr als nur ein Stimmungstief. Ursachen, Behandlung und Selbsthilfe: So überwinden Sie die seelische Krise; Stuttgart: 2003, S. 13

85 Vgl. Gerhardt, Günter/Niescken, Svenja: Depressionen: mehr als nur ein Stimmungstief. Ursachen, Behandlung und Selbsthilfe: So überwinden Sie die seelische Krise; Stuttgart: 2003, S. 13 ff.

86 Vgl. Gerhardt, Günter/Niescken, Svenja: Depressionen: mehr als nur ein Stimmungstief. Ursachen, Behandlung und Selbsthilfe: So überwinden Sie die seelische Krise; Stuttgart: 2003, S. 15

87 Gerhardt, Günter/Niescken, Svenja: Depressionen: mehr als nur ein Stimmungstief. Ursachen, Behandlung und Selbsthilfe: So überwinden Sie die seelische Krise; Stuttgart: 2003, S. 15

88 WHO Regionalbüro für Europa: Depression in Europa; http://www.euro.who.int/de/health-topics/noncommunicable-diseases/mental-health/news/news/2012/10/depression-in-europe (21.02.2018, 13:45)

89 Vgl. Gorohovskij, Julian: Einteilung einer Depression nach dem ICD-10; http://www.depressiv-leben.de/depression-icd10-depressive-stoerung/ (21.02.2018, 14:28)

90 TA Developer Pty Ltd: F30-F39 Affektive Störungen; http://www.icd-code.de/icd/code/F30-F39.html (21.02.2018, 14:34)

91 TA Developer Pty Ltd: F32.- Depressive Episode; http://www.icd-code.de/icd/code/F32.-.html (21.02.2018, 14:34)

92 TA Developer Pty Ltd: F32.- Depressive Episode; http://www.icd-code.de/icd/code/F32.-.html (21.02.2018, 14:34)

Ende der Leseprobe aus 120 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen von Einsamkeit auf das menschliche Individuum
Hochschule
Universidad Católica San Antonio Murcia  (emca-campus Leobersdorf)
Note
1
Autor
Jahr
2018
Seiten
120
Katalognummer
V457946
ISBN (eBook)
9783668881969
ISBN (Buch)
9783668881976
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einsamkeit, Achtsamkeit, Depression, Prävention
Arbeit zitieren
Majda Moser, Mag. (Autor), 2018, Auswirkungen von Einsamkeit auf das menschliche Individuum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457946

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