Die Arbeit stellt die Frage, ob es für die Prävention von Einsamkeit notwendig ist, sich auch mit dem therapeutischen Ansatz der Achtsamkeit auseinanderzusetzen. Mögliche Folge der Einsamkeit kann unter anderem eine Depression sein.
Im Theorieteil der Arbeit wird aufgezeigt, welche Formen der Depression existieren, welche Auswirkungen sie haben kann, sowie in welchem Zusammenhang diese mit dem anhaltenden Gefühl der Einsamkeit steht. Anschließend werden die Inhalte des therapeutischen Ansatzes der Achtsamkeit genauer erläutert. Hierfür werden einige Beispiele genannt.
Im empirischen Teil der Arbeit wird mit Hilfe eines Fragebogens erhoben, in wie weit Experten und Expertinnen (Psychologen und Psychologinnen, Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen, sowie Psychiater und Psychiaterinnen) Depressionen als eine mögliche Folge des anhaltenden Gefühls der Einsamkeit identifizieren, wie diese die Verbreitung eines Bewusstseins für das Gefühl unter Betroffenen einschätzen, sowie welche weiteren Folgen es mit sich tragen kann. Des Weiteren werden ihre Erfahrungen und Einschätzungen bezüglich der Inhalte des therapeutischen Ansatzes der Achtsamkeit zur Depressionsprävention erfragt.
Die Erhebung zeigt, dass das anhaltende Gefühl der Einsamkeit in der Praxis von Betroffenen durchaus erkannt und kommuniziert wird, dass Depressionen eine von mehreren möglichen Folgen darstellt, sowie, dass die Inhalte des therapeutischen Ansatzes der Achtsamkeit vielmehr als unterstützendes Werkzeug zur eigentlichen Therapie von den Experten und Expertinnen eingesetzt wird.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Zweck der Arbeit
1.3 Hypothese
1.4 Aufbau der Arbeit
2 DEFINITIONEN
2.1 erfordern / Erfordernis
2.2 beugen / Beugung / vorbeugen
2.3 Inhalt / halten
2.4 anhalten / Andauern / regelmäßig
2.5 fühlen / Gefühl
2.6 einsam / Einsamkeit
2.7 auseinandersetzen / Auseinandersetzung
2.8 achten / Achtsamkeit / Achtung
2.9 depressiv / niedergedrückt / Depression
3 DEPRESSION EINE ERSCHEINUNG UNSERER GESELLSCHAFT – ENTWICKLUNG DER LETZTEN 15 JAHRE
3.1 Aktuelle Daten und Fakten
3.2 Auslöser
3.2.1 organische Ursprünge
3.2.2 nicht-organische Ursprünge
3.3 Behandlung
3.4 Erkennen
3.5 Volkswirtschaftliche Auswirkungen von Depressionen
4 FORMEN DER DEPRESSIONEN
4.1 Leichte depressive Episode
4.2 Mittelgradige depressive Episode
4.3 Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
4.4 Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
4.5 Bipolare Störung
5 INDIKATOREN DES GEFÜHLS EINSAMKEIT
5.1 Die Entstehung des Gefühls Einsamkeit
5.2 Einsamkeit und Alleinsein
5.3 Phasen der Einsamkeit
6 AUSWIRKUNGEN DER EINSAMKEIT AUF DAS INDIVIDUUM
6.1 Gesundheitsschädliches Verhalten
6.2 Stressoren und entscheidende Erlebnisse
6.3 Stresswahrnehmung und Bewältigungsstrategien
6.4 Physiologische Stressreaktion
6.5 Zu wenig Ruhe und Erholung
7 INHALTE DES THERAPEUTISCHEN ANSATZES ACHTSAMKEIT
7.1 Voraussetzungen
7.2 Achtsamkeit
7.2.1 Atemübungen
7.2.2 Reise durch den Körper
7.2.3 Mindfulness-based Stress Reduction (MBSR)
7.2.4 Mindfulness-based Cognitive Therapy (MBCT)
7.3 Wirksamkeitsbereich des therapeutischen Ansatzes Achtsamkeit
7.4 Die Veränderung einer Gewohnheit
8 MAßNAHMEN ZUR PRÄVENTION VON EINSAMKEIT
8.1. Selbstbild und soziale Erwartungen
8.2. Der Akt des Gebens und Helfens
8.3. Die Gemeinschaftskultur
9 BEITRAG FÜR DIE GESELLSCHAFT
10 EMPIRIE
10.1 Festlegung der Forschungsmethode
10.2 Erläuterung der Fragestellungen
10.3 Zielgruppe und Response
10.4 Auswertung
10.4.1 Auswertung der soziodemographischen Werte
10.4.2 Auswertung der Erhebungsfragen
10.4.3 Auswertung der Kreuztabellen
11 SCHLUSSFOLGERUNGEN
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Magisterarbeit untersucht die Auswirkungen anhaltender Einsamkeit auf das Individuum und analysiert, inwieweit Methoden der Achtsamkeit von Fachleuten zur Prävention von Depressionen eingesetzt und bewertet werden. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, ob die Auseinandersetzung mit Achtsamkeitsinhalten ein notwendiger Schritt ist, um aus dem Prozess der Einsamkeit resultierende Depressionen zu verhindern.
- Zusammenhang zwischen Einsamkeit und der Entstehung von Depressionen.
- Physische und psychische Auswirkungen von Einsamkeit auf den menschlichen Organismus.
- Die Rolle von Achtsamkeit als therapeutischer Ansatz in der Depressionsprävention.
- Empirische Untersuchung zur Anwendung von Achtsamkeitsmethoden durch Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater.
- Volkswirtschaftliche Aspekte und gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Depressionsbehandlung.
Auszug aus dem Buch
3. DEPRESSION EINE ERSCHEINUNG UNSERER GESELLSCHAFT – ENTWICKLUNG DER LETZTEN 15 JAHRE
Im folgenden Kapitel werden aktuelle Daten und Fakten zur Depression genauer erläutert. Es folgt die Auflistung und Beschreibung ihrer möglichen Auslöser. Dies beinhaltet auch die Thematik der Einsamkeit als möglichen Einflussfaktor auf die Entstehung einer Depression. Des Weiteren wird auf Behandlungsmethoden, Möglichkeiten der Erkennung und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen von Depressionen näher eingegangen.
3.1 Aktuelle Daten und Fakten
Laut einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, leiden weltweit mehr als 350 Millionen Menschen an einer Depression.61 Für die europäische Statistik hält die WHO fest, dass jede/jeder Siebte während ihrer/seiner Lebenszeit an schweren Stimmungsstörungen leidet. Dies bedeutet, dass, wenn neben schweren Depressionen auch Angstzustände und leichtere Depressionsformen hinzugezählt werden, jedes Jahr in Europa etwa 25 Prozent der Bevölkerung betroffen sind.62
Die Zahlen für Österreich ergeben, dass zwischen 10 und 25 Prozent aller Österreicher und Österreicherinnen im Laufe ihres Lebens unter einer Depression erkranken.63 Aktuell gibt es etwa 400.000 behandlungsbedürftige Personen in Österreich und die Entwicklung zeigt, dass diese Zahl weiterhin ansteigt. Eine Prognose der WHO für das Jahr 2030 sieht voraus, dass sich die Depression dann auf Platz zwei die weltweit größten Gesundheitsprobleme befinden wird.64
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Einsamkeit, die Relevanz für das Individuum und die gesellschaftliche Bedeutung sowie die Formulierung der zentralen Hypothese.
2 DEFINITIONEN: Definition der für die Arbeit relevanten Grundbegriffe, um ein einheitliches Verständnis für die wissenschaftliche Auseinandersetzung zu schaffen.
3 DEPRESSION EINE ERSCHEINUNG UNSERER GESELLSCHAFT – ENTWICKLUNG DER LETZTEN 15 JAHRE: Analyse der aktuellen Daten, Fakten sowie der verschiedenen organischen und nicht-organischen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Depressionen.
4 FORMEN DER DEPRESSIONEN: Detaillierte Darstellung verschiedener Ausprägungen und Schweregrade depressiver Episoden nach ICD-10.
5 INDIKATOREN DES GEFÜHLS EINSAMKEIT: Untersuchung der Entstehung, der Phasen und der psychologischen Hintergründe des Einsamkeitsgefühls.
6 AUSWIRKUNGEN DER EINSAMKEIT AUF DAS INDIVIDUUM: Betrachtung der physischen und psychischen Folgen, inklusive Stressreaktionen und gesundheitsschädlichem Verhalten.
7 INHALTE DES THERAPEUTISCHEN ANSATZES ACHTSAMKEIT: Vorstellung des Achtsamkeitsbegriffs, der Methoden sowie deren Wirksamkeitsbereiche und Anwendungsmöglichkeiten zur Veränderung von Gewohnheiten.
8 MAßNAHMEN ZUR PRÄVENTION VON EINSAMKEIT: Erläuterung von Präventionsstrategien durch das Stärken von Selbstbildern, Gemeinschaftskultur und soziale Unterstützung.
9 BEITRAG FÜR DIE GESELLSCHAFT: Aufzeigen der positiven wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von Prävention und Behandlung depressiver Erkrankungen.
10 EMPIRIE: Detaillierte Darstellung der Forschungsmethodik, der Zielgruppe sowie die Auswertung der erhobenen Daten aus der Expertenbefragung.
11 SCHLUSSFOLGERUNGEN: Zusammenfassende Interpretation der empirischen Ergebnisse in Verbindung mit der Theorie und Verifizierung der Hypothese.
Schlüsselwörter
Einsamkeit, Depression, Achtsamkeit, psychische Gesundheit, Prävention, Stressreaktion, soziales Verhalten, Psychotherapie, psychische Erkrankungen, empirische Forschung, Selbstbild, Gesundheitspsychologie, Arbeitsleistung, Stressbewältigung, Gemeinschaftskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Einsamkeit auf das menschliche Individuum und beleuchtet deren engen Zusammenhang mit der Entstehung von Depressionen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zu den Kernpunkten zählen die Definition von Einsamkeit, die verschiedenen Formen der Depression, die physiologischen und psychischen Folgen von sozialer Isolation sowie der therapeutische Ansatz der Achtsamkeit.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Hauptziel besteht darin zu erheben, inwieweit Fachleute wie Psychologen und Therapeuten Achtsamkeitsmethoden in der Praxis anwenden, um Depressionen vorzubeugen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erhebung verwendet?
Die Autorin nutzt ein quantitatives Forschungsdesign in Form einer strukturierten Online-Befragung von Experten aus dem psychosozialen Berufsfeld.
Welche Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der theoretischen Herleitung von Einsamkeit und Depression, den klinischen Ausprägungen von Depressionen sowie der praktischen Anwendung von Achtsamkeitsübungen wie MBSR oder MBCT.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Einsamkeitsprävention, achtsamkeitsbasierte Therapie, psychische Gesundheit, Stresshormone und soziale Integration charakterisieren.
Inwiefern beeinflusst Einsamkeit die körperliche Gesundheit?
Die Studie belegt, dass Einsamkeit als chronischer Stressor fungiert, was unter anderem zu Bluthochdruck, geschwächten Immunsystemen und beschleunigten Alterungsprozessen auf Zellebene führen kann.
Was ist das zentrale Ergebnis hinsichtlich der Achtsamkeit?
Die Auswertung zeigt, dass ein Großteil der befragten Experten den Einsatz von Achtsamkeit als unterstützende Methode zur Depressionsprävention für sinnvoll und wirksam hält, wobei besonders der Fokus auf das "Hier und Jetzt" hervorgehoben wird.
- Arbeit zitieren
- Majda Moser, Mag. (Autor:in), 2018, Auswirkungen von Einsamkeit auf das menschliche Individuum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457946