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Mehrsprachigkeit im Film. Der Migrant im italienischen Film des 21. Jahrhunderts

Titel: Mehrsprachigkeit im Film. Der Migrant im italienischen Film des 21. Jahrhunderts

Masterarbeit , 2018 , 73 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Italien, das einst typische Emigrationsland, wurde in den letzen Jahren zur Anlaufstelle vieler Immigranten, die nach Europa auswandern, in der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen. Dieses Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und ihrer Sprachen findet in den heutigen Kinoproduktionen immer häufiger Eingang. Dabei ist interessant zu beobachten, dass diese Filme sich dadurch auszeichnen, dass die von Immigranten mitgebrachten Muttersprachen die Filme durch Mehrsprachigkeit auszeichnen und bereichern. In dieser Arbeit wurde dabei untersucht, inwiefern Mehrsprachigkeit einen Beitrag zur sprachlichen Integration der Migranten leistet und wie diese in der filmischen Darstellung der Immigrantenfiguren im italienischen Film des 21. Jahrhundert inszeniert wird. Bei der Untersuchung der gewählten Filme Il vento fa il suo giro (2005), Là-bas - Educazione criminale (2011) sowie Fuocoammare (2016), zeigte sich unter Verwendung sprachwissenschaftlicher Analysefragen zur Mehrsprachigkeit, dass soziale und sprachliche Isolation bzw. die Integration von Migranten in die jeweilige Empfängergesellschaft fest mit Sprachkompetenzen verbunden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hintergrund und Vorgehen

1.2 Zum bisherigen Forschungsstand

TEIL I – THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2. Italien vom Emigrationsland zum Immigrationsland

2.1. Immigrationspolitik

2.1.1 Sprachliche Integration

2.2 Immigranten in den italienischen Medien und im öffentlichen Diskurs

3. Definition der Begrifflichkeiten

3.1 Mehrsprachigkeit – Eine Definition

3.1.1 Mehrsprachigkeit durch Migration

3.2 Sprache, Mehrsprachigkeit und soziale Identität

3.3 Sprachkontakt

3.3.1 Transkodische Markierung

3.3.2 Code- Switching

3.3.3 Transferenz

3.3.4 Code – Mixing

4. Das Medium Film

4.1 Der polyglotte Film

4.1.1 Die Untertitelung

4.2 Der italienische Einwanderungsfilm

4.2.1 Versuche der Kategorisierung des „migration cinema“

4.2.2 Das italienische Immigrantenkino

TEIL II – ANALYTISCHER TEIL

5. Zur Filmauswahl und Vorgehensweise

5.1 Vorstellung der Fragestellung, Methodik und Zielsetzung

5.2 Film: Il vento fa il suo giro

5.2.1 Inhalt

5.2.2 Sprachen im Film

5.2.3 Betrachtung der Filmsequenzen

5.2.4 Zusammenfassung

5.3 Film: Là-bas - Educazione criminale

5.3.1 Inhalt

5.3.2 Sprachen im Film

5.3.3 Betrachtung der Filmsequenzen

5.3.4 Zusammenfassung

5.4 Film: Fuocoammare

5.4.1 Inhalt

5.4.2 Sprachen im Film

5.4.3 Beobachtungen aus den Filmsequenzen

5.4.4 Zusammenfassung

6. Schlussbetrachtungen

6.1 Auswertung und Diskussion der Erkenntnisse

6.2 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Mehrsprachigkeit für die sprachliche Integration von Migranten im italienischen Film des 21. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, wie Sprachkontaktphänomene und die filmische Darstellung von Immigrantenfiguren dazu beitragen, soziale und sprachliche Isolation oder Integration in der Empfängergesellschaft abzubilden.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Migration, Mehrsprachigkeit und Identitätskonstruktion.
  • Untersuchung von Sprachkontaktphänomenen wie Code-Switching und Transkodischer Markierung in Filmsequenzen.
  • Evaluation der Rolle des italienischen Immigrantenkinos als Gegengewicht zu negativen medialen Stereotypen.
  • Empirische Untersuchung anhand der Filme Il vento fa il suo giro, Là-bas - Educazione criminale und Fuocoammare.
  • Kritische Reflexion der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Migration in Italien.

Auszug aus dem Buch

5.2.3 Betrachtung der Filmsequenzen

In der ersten Filmsequenz wird eine Prolepsis auf das Ende des Films gezeigt. Es handelt sich um eine Fahrt durch einen Tunnel, die eine Zeitreise in die Vergangeheit andeutet. Es wird über einen alten Brauch der Vergangenheit gesprochen (il rueido). Am Steuer sitzt der Bürgermeister des Dorfes, daneben der älteste Bürger. Sie sprechen über einen Radiobeitrag, der über das Dorf gestaltet werden soll. Die Sequenz findet in Okzitanisch statt mit italienischen Untertiteln, da beide Darsteller den gleichen ‚Code‘ sprechen und verstehen. Dies soll auch die Verbundenheit einer gemeinsamen Identität verdeutlichen. Daraufhin wird der Text: 9 Monate vorher eingeblendet.

In der nächsten Szene sieht man, wie der Protagonist Philippe in das Dorf kommt und sich für eine Immobilie interessiert. In der Dorfkneipe fragt er sich durch, wird jedoch von den Einheimischen eher abweisend behandelt. Die Szene spielt bis auf französische Grußformeln seitens Philippe auf Italienisch. Hier liegt also eine transkodische Markierung vor, die auf die französische Identität Philippes zurückzuführen ist. Auf der inhaltlichen Ebene wird deutlich, dass wenig Leben im Dorf herrscht. Die Atmosphäre ist geschlossen, misstrauisch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Migration und Mehrsprachigkeit, Erläuterung des methodischen Vorgehens und des Forschungsstandes.

2. Italien vom Emigrationsland zum Immigrationsland: Darstellung der historischen Entwicklung Italiens und der aktuellen Migrationspolitik sowie der medialen Repräsentation von Migranten.

3. Definition der Begrifflichkeiten: Theoretische Grundlegung der Konzepte Mehrsprachigkeit, soziale Identität und Sprachkontakt sowie deren spezifische Phänomene.

4. Das Medium Film: Theoretische Einordnung des polyglotten Films und des italienischen Einwanderungsfilms als Medium der gesellschaftlichen Auseinandersetzung.

5. Zur Filmauswahl und Vorgehensweise: Vorstellung der methodischen Ansätze zur Analyse der drei ausgewählten Spielfilme inklusive der spezifischen Filmsequenzen.

6. Schlussbetrachtungen: Synthese der Ergebnisse aus den Filmanalysen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich Migration und Film in Italien.

Schlüsselwörter

Migration, Mehrsprachigkeit, Italien, Immigrantenkino, Sprachkontakt, Identität, Integration, Code-Switching, Transkodische Markierung, Filmsequenz, Soziolinguistik, Polyglot Cinema, Italienisch, Sprachbarriere, Identitätskonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Mehrsprachigkeit und die damit verbundene Integration von Migranten im italienischen Film des 21. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Migrationspolitik in Italien, der Zusammenhang von Sprache und sozialer Identität sowie die Rolle des Mediums Film bei der Verarbeitung gesellschaftlicher Herausforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll untersucht werden, inwiefern Mehrsprachigkeit einen Beitrag zur sprachlichen Integration von Migranten leistet und wie dieser Prozess filmisch inszeniert wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt einen hybriden methodischen Ansatz, der Evaluative Assertion Analysis und Ansätze der Gesprächsanalyse zur Untersuchung von Filmsequenzen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sprachkontakt und Filmgenre sowie eine detaillierte Analyse der Filme Il vento fa il suo giro, Là-bas - Educazione criminale und Fuocoammare.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Migration, Mehrsprachigkeit, Identität, Code-Switching und Immigrantenkino geprägt.

Warum spielt der neapolitanische Dialekt in Là-bas - Educazione criminale eine solche Rolle?

Der Dialekt fungiert als Instrument der Abgrenzung oder Integration; wer ihn beherrscht, wird in kriminellen oder sozialen Netzwerken eher als zugehörig betrachtet.

Welche Rolle spielt die Sprache im Film Il vento fa il suo giro laut der Autorin?

Die Sprache wird hier teilweise gezielt als Machtinstrument eingesetzt, um die neu zugezogene Familie durch den Gebrauch von Okzitanisch auszugrenzen und die Integration zu verhindern.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mehrsprachigkeit im Film. Der Migrant im italienischen Film des 21. Jahrhunderts
Veranstaltung
Fremdsprachenlinguistik
Note
1,8
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
73
Katalognummer
V458070
ISBN (eBook)
9783668901995
ISBN (Buch)
9783668902008
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mehsprachigkeit Migration Sprachkontakt transkodische Markierung code switching code mixing transferenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Mehrsprachigkeit im Film. Der Migrant im italienischen Film des 21. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458070
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Leseprobe aus  73  Seiten
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