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Lesestrategietraining. Ein Vergleich der Programme "Wir werden Textdetektive" und "Reciprocal Teaching Program"

Titel: Lesestrategietraining. Ein Vergleich der Programme "Wir werden Textdetektive" und "Reciprocal Teaching Program"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Clara Bracht (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Vermittlung von Lesestrategien, eingebettet in Lesestrategietrainings, ist ein wichtiger Ansatzpunkt für die Steigerung des Leseverstehens und damit auch der Lesekompetenz. Lesestrategien sollten, nachdem sie im Idealfall durch die Lehrperson modelliert wurden, eigenständig und regelmäßig umgesetzt werden, bestenfalls in Kleingruppen. Wiederholungs- und Aufbauprogramme scheinen die Effektivität ebenfalls zu steigern. Bereits ausgearbeitete Lesestrategieprogramme können den Unterricht bereichern und die Lehrkraft unterstützen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fachwissenschaftliche Grundlagen

2.1. Definition des Begriffs „Lesestrategie“

2.2. Lesetrainings zur Förderung der Lesekompetenz

2.3. Kriterien für ein sinnvolles Lesestrategietraining

2.4. Zusammenfassende Darstellung als Kriterienraster

3. Das Lesestrategietraining „Wir werden Textdetektive“

3.1. Charakterisierung des Programms „Wir werden Textdetektive“

3.2. Analyse des Programms mit Hilfe des Kriterienrasters

3.3. Darstellung wissenschaftlicher Untersuchungen zur Wirksamkeit

4. Das Lesestrategietraining „Reciprocal Teaching Program”

4.1. Charakterisierung des Programms „Reciprocal Teaching Program“

4.2. Analyse des Programms mit Hilfe des Kriterienrasters

4.3. Darstellung wissenschaftlicher Untersuchungen zur Wirksamkeit

5. Schlussfolgerungen: Vergleichende Diskussion der Lesestrategietrainings

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Wirksamkeit und Eignung der Lesestrategietrainings „Wir werden Textdetektive“ und „Reciprocal Teaching Program“ für den Einsatz im Schulunterricht. Basierend auf einem entwickelten Kriterienraster wird analysiert, inwieweit diese Programme Schüler bei der Entwicklung ihrer Lesekompetenz unterstützen und welche Anforderungen an ein sinnvolles Training gestellt werden müssen.

  • Grundlagen der Lesestrategien und Lesekompetenz
  • Entwicklung eines Kriterienrasters zur Programmbewertung
  • Detaillierte Analyse des Programms „Wir werden Textdetektive“
  • Detaillierte Analyse des „Reciprocal Teaching Program“
  • Vergleichende Diskussion und Einsatzmöglichkeiten in der Grundschule

Auszug aus dem Buch

2.1. Definition des Begriffs „Lesestrategie“

Für das Verständnis der Arbeit ist es erforderlich, den Begriff der Lesestrategie zu definieren. Philipp (2015: 42) betont, dass Lesestrategien eine „domänenspezifische Variante der Lernstrategien“ sind, genauer gesagt stellen sie einen „bereichsspezifischen Ausschnitt“ davon dar. Als Lernstrategien definiert Philipp (2015: 42) „Verhaltensweisen und Gedanken (…), die eine (…) Person während des Lernens aktiviert und nutzt, um ihr Lernen zu beeinflussen.“

Für den Begriff der Lesestrategie gibt es verschiedene Definitionen. Nach Philipp (2015: 42) sind Lesestrategien „absichtsvolle Handlungen, die (…) dazu dienen, das Leseverhalten zu ermöglichen und aktiv zu unterstützen“. Bei dieser Definition werden Lesestrategien als Prozesse verstanden, die bewusst aktiviert werden. Es gibt demgegenüber aber auch Definitionen, die davon ausgehen, dass Lesestrategien auch unbewusst und automatisch ablaufen können (vgl. Munser-Kiefer 2014: 34). Es herrscht jedoch Einigkeit darüber, dass der Gebrauch von Lesestrategien zwingend notwendig ist, um kompetent und erfolgreich zu lesen (vgl. Philipp 2015: 42).

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Fülle an Lesestrategien zu klassifizieren, wobei ich mich in dieser Arbeit auf die Klassifikation, die den Bezugspunkt der Aktivität als Klassifikationsmerkmal wählt, beziehe. Bei dieser Systematisierung werden kognitive und metakognitive Strategien und sogenannte Stützstrategien unterschieden, wobei diese Unterscheidung nicht immer trennscharf ist und die Strategien, in verschiedenen Kontexten genutzt, unterschiedlichen Klassifikationen zugeordnet werden können (vgl. Philipp 2015: 43,47).

Ziel der Verwendung von kognitiven Strategien ist es, beim Lesen einen Fortschritt zu erzielen. Kognitive Lesestrategien setzen auf der unmittelbaren Ebene des Lesens an und dienen dazu, sich vor, während oder nach dem Lesen intensiv mit dem Text zu beschäftigen und ihn dadurch zu erschließen (vgl. Rosebrock / Nix 2008: 60). Ein Beispiel für kognitive Strategien ist das Unterstreichen wichtiger Begriffe (vgl. Munser-Kiefer 2014: 35). Mit Hilfe von kognitiven Strategien sollen Informationen eines Textes organisiert oder Vorwissen mit neuem Wissen verknüpft werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Lesekompetenz ein und stellt das Ziel vor, Lesestrategietrainings anhand eines Kriterienrasters auf ihre Wirksamkeit zu analysieren.

2. Fachwissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lesestrategie, erläutert die Förderung der Lesekompetenz und leitet Kriterien für ein sinnvolles Training ab.

3. Das Lesestrategietraining „Wir werden Textdetektive“: Das Kapitel charakterisiert das Training, analysiert es anhand des Kriterienrasters und stellt wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit vor.

4. Das Lesestrategietraining „Reciprocal Teaching Program“: Dieses Kapitel beschreibt das Programm, prüft es gegen das Kriterienraster und beleuchtet die empirische Befundlage.

5. Schlussfolgerungen: Vergleichende Diskussion der Lesestrategietrainings: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Übertragbarkeit der Programme auf den Grundschulunterricht kritisch diskutiert.

6. Literaturverzeichnis: Dies ist das vollständige Verzeichnis der verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Lesestrategien, Lesestrategietraining, Wir werden Textdetektive, Reciprocal Teaching Program, Kriterienraster, Textverständnis, Grundschule, Lesemotivation, kognitive Strategien, metakognitive Strategien, Leseförderung, Leseverstehen, Unterrichtsmethoden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht zwei spezifische Programme zur Förderung der Lesekompetenz, um deren theoretische Fundierung und praktische Wirksamkeit zu bewerten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Definition von Lesestrategien, die Kriterien für effektive Lesetrainings sowie die Implementierung dieser Programme in den Unterrichtsalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, mittels eines Fachliteratur-basierten Kriterienrasters zu prüfen, inwieweit die Programme „Wir werden Textdetektive“ und „Reciprocal Teaching Program“ geeignet sind, die Lesekompetenz von Schülern nachhaltig zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse und Evaluation, bei der die Programme systematisch anhand eines entwickelten Kriterienrasters untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung, die Analyse der zwei genannten Programme hinsichtlich ihrer Strategievermittlung und Wirksamkeitsnachweise sowie eine abschließende Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lesekompetenz, Lesestrategietraining, Textverständnis, kognitive/metakognitive Strategien sowie die spezifischen Programmnamen.

Welche Rolle spielt die Lesemotivation bei den Textdetektiven?

Die Lesemotivation ist ein wesentlicher Bestandteil; das Programm enthält spezifische Maßnahmen und Bausteine, um diese zu fördern und die Schüler zur aktiven Mitarbeit zu bewegen.

Warum ist das Reciprocal Teaching Program besonders für Kleingruppen geeignet?

Das Programm basiert auf wechselseitigem Austausch und kooperativem Lernen, was durch die Kleingruppenarbeit und das Übernehmen der Lehrkraftrolle durch die Schüler besonders gefördert wird.

Können diese Programme uneingeschränkt in der Grundschule eingesetzt werden?

Die Autorin weist darauf hin, dass eine direkte Übertragung schwierig sein kann, da die Programme für die Sekundarstufe konzipiert wurden und die Schüler überfordern könnten; eine Anpassung ist daher notwendig.

Was ist mit der Gefahr der „Inhaltslosigkeit“ gemeint?

Die Autorin warnt davor, dass die intensive Konzentration auf die Vermittlung von Strategien dazu führen kann, dass der eigentliche Textgegenstand vernachlässigt wird und das Lesen seinen inhaltlichen Zweck verliert.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lesestrategietraining. Ein Vergleich der Programme "Wir werden Textdetektive" und "Reciprocal Teaching Program"
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,0
Autor
Clara Bracht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V458119
ISBN (eBook)
9783668892910
ISBN (Buch)
9783668892927
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lesestrategietraining Lesekompetenz Grundschule "Wir werden Textdetektive" "Reciprocal Teaching Program" Lesestrategieprogramme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clara Bracht (Autor:in), 2019, Lesestrategietraining. Ein Vergleich der Programme "Wir werden Textdetektive" und "Reciprocal Teaching Program", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458119
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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