Der römische Kaiser Konstantin und seine Bekehrung zum Christentum

Eine kirchengeschichtliche Untersuchung


Seminararbeit, 2018
22 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

INHALTVERZEICHNIS

EINFÜHRUNG

1. ERZIEHUNG UND BILDUNG KONSTANTINS

2. EINE OFFENBARUNG GOTTES

3. RELIGIONSPOLITIK DES KAISERS
3.1 Die divinae institutiones als Programmschrift für die Religionspolitik?
3.2 Anordnung der Vernichtung eines heidnischen Tempels
3.3 Der dies solis

4. TAUFE UND TOD DES KAISERS

AUSWERTUNG DER UNTERSUCHUNG

LITERATURVERZEICHNIS

Quellen:

Sekundärliteratur:

EINFÜHRUNG

Konstantin der Große1 ist einer der wissenschaftlich intensiv erforschten römischen Kaiser. Über ihn wird viel diskutiert und es herrscht bis heute kein eindeutiges Urteil über seine Rolle für das Christentum.2 Dennoch lässt sich nicht bestreiten, dass der Kaiser die Christen unterstützt und gefördert hat.3 Doch was hat Konstantin zur Begünstigung des Christentums veranlasst? Eine besondere Erfahrung, durch die Konstantin sich zum christlichen Gott bekehrte? Oder ein Bekehrungsprozess über das ganze Leben hindurch? Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, in welchem Verhältnis Konstantin zu den Christen gestanden hat und ob es einen Bekehrungsprozess des Kaisers Konstantins gegeben hat. Das erste Kapitel widmet sich der Erziehung und Bildung Konstantins. Dabei wird analysiert, ob Konstantin schon in seiner Kindheit und Jugend mit dem Christentum in Berührung gekommen ist und ob dies später eine wichtige Rolle für eine Bekehrung gespielt haben könnte. Das zweite Kapitel beschreibt zuerst kurz zwei unterschiedliche Darstellungen über religiöse Erfahrungen des Kaisers. Zunächst die Darstellung eines früheren religiösen Erfolgs des Kaisers, danach die Darstellungen seiner Vision vor der Schlacht an der Milvischen Brücke, erstens bei Laktanz, zweitens bei Eusebius. Daraufhin wird eine Darstellung des Eusebius von Caesarea untersucht, die über eine Offenbarung Gottes vor der Schlacht an der Milvischen Brücke berichtet. In der Untersuchung wird diese Darstellung im Einzelnen erläutert, um eine Auseinandersetzung mit dem möglichen Einfluss auf die Hinwendung Konstantins zum Christentum zu ermöglichen. Das dritte Kapitel setzt sich mit der Religionspolitik des Kaisers auseinander. Im Fokus stehen die divinae institutiones des Laktanz. Der Grund dafür ist eine These, die besagt, dass diese Schriften als Programmschrift für die Religionspolitik genommen worden sein könnten. Im nächsten Schritt beschäftige ich mich mit der Anordnung der Vernichtung eines heidnischen Tempels sowie dem dies solis, um Parallelen zu diesen Schriften zu finden. In der Auswertung werden die Parallelen dargestellt, um zu veranschaulichen, ob eine Studie für eine Bestätigung dieser These sinnvoll wäre sowie in welchen Büchern der divinae institutiones man Parallelen zu bestimmten Gesetzen Konstantins suchen könnte. Außerdem wird auch nach der Erklärung gesucht, was Konstantin mit seinen religionspolitischen Maßnahmen bezwecken wollte. Im vierten Kapitel wird der Frage nachgegangen, warum Konstantin sich erst am Ende des Lebens hat taufen lassen. Mit einer Auswertung wird diese Untersuchung abgeschlossen und die Frage, ob ein Bekehrungsprozess im Leben Konstantins erkennbar ist, beantwortet.

1. ERZIEHUNG UND BILDUNG KONSTANTINS

Über die Kindheit des Kaisers sind nur wenige zuverlässige Quellen vorhanden.4 Es lässt sich jedoch sagen, dass Konstantin wahrscheinlich an einem 27. Februar5 zwischen 270 und 288 in Naisus, im heutigen Serbien, geboren wurde.6 Laut Eusebius7, genoss er eine hohe Bildung und hielt sich während seiner Kindheit und Jugend bei den Mitregenten seines Vaters auf.8 Eusebius selbst lernte Konstantin nach eigenen Angaben im Jahre 296 kennen, als er mit Diocletian auf dem Weg nach Ägypten war, um einen Aufstand niederzuschlagen.9 Einige Historiker meinen, dass Konstantin über keine guten Griechischkenntnisse verfügte, weil er sich während seiner Reisen im Osten des Reiches einiger Dolmetscher bediente. Andere deuten diese Tatsache jedoch nicht als eindeutiges Indiz dafür, dass Konstantin kein oder kaum Griechisch sprach. Dies bleibt daher unklar.10 Ähnlich uneindeutig lässt sich die Frage nach der ihm zugekommenen philosophischen Bildung beantworten. Einerseits wird dagegen argumentiert, weil er theologischen Fragen mit hoher philosophischer Relevanz kein angemessenes Verständnis entgegenbrachte.11 Diese These könnte durch eine Aussage des Julian Apostata12 in der artemii passio13 untermauert werden, in der Julian den Kaiser Konstantin als ungebildet14 bezeichnet.15 Andererseits weisen spätantike römische Geschichtsschreiber16 darauf hin, dass er sich in besonderer Weise für die Künste, Wissenschaften und Rhetorik interessierte.17 Unbestreitbar ist jedoch, dass Konstantin eine militärische Ausbildung erhielt. Laktanz18 berichtet in seiner Schrift de mortibus persecutorum19, dass Konstantin in der Reiterei des Galerius diente.20 Außerdem wird belegt, dass der zukünftige Kaiser einige Jahre21 während seiner Militärausbildung unter der Obhut Diocletians verbrachte.22 Nach dem Abtreten Diocletians23 kehrte Konstantin zu seinem Vater nach Britannien zurück, wo sie zusammen einen gemeinsamen Feldzug unternahmen.24 Ob der Kaiser in seiner Kindheit mit der Kirche in Berührung kam, ist disputabel. Laut Eusebius soll der Vater Konstantins sich in der Christenverfolgung zurückgehalten haben25, indem er nur Versammlungsräume und Kirchen zerstören, aber niemanden der Christen umbringen ließ.26 Durch seine Mutter konnte Konstantin das Christentum nicht kennenlernen, da sie erst später von ihm selbst bekehrt wurde.27 Es könnte aber angenommen werden, dass Konstantin während seines Aufenthalts am Hof Diocletians Laktanz kennengelernt hat, da er um 290 vom Kaiser Diocletian als Lehrer der lateinischen Rhetorik in seine Residenz in Nikomedia berufen wurde.28 Hinzu kommt, dass sich Konstantin in seiner Ausbildung weiter entwickelte und für Rhetorik interessierte. Da Laktanz Rhetoriklehrer war, könnte es sein, dass Konstantin ein Schüler des Laktanz war. Des Weiteren befand er sich so wie Laktanz unter der Obhut Diocletians, was zeigt, dass sie sich eventuell vom Sehen und vielleicht später persönlich kannten. Daraus ergibt sich, dass Konstantin vermutlich mit Laktanz kommunizierte und dadurch die erste Einsicht über das Christentum erhielt.29 Doch es gibt keine Indizien dafür, dass sie, wenn überhaupt, über den Glauben gesprochen haben.

2. EINE OFFENBARUNG GOTTES

Im Jahr 306 unternahm der Vater Konstantins mit seinem Sohn den letzten Feldzug in Britannien und starb am 25. Juli 306. Nach seinem Tod wurde Konstantin von den römischen Truppen im britannischen York zum Augustus ausgerufen. Dennoch erhielt Konstantin aufgrund politischer Ereignisse diesen Titel offiziell erst ein Jahr später.30 Ende 311 oder Anfang 312 wurde Konstantin des Mordes an Maximian beschuldigt, was zu einer Kriegserklärung führte. Im Jahr 312 marschierte Konstantin in Italien ein und rückte bis nach Rom vor, wo am 28. Oktober 312 eine der entscheidenden Schlachten im Leben Konstantins stattfand.31 Seit dieser Schlacht bekehrte sich Konstantin zum Christentum, ließ das Christogramm (P)32 auf die Schilde der Soldaten anbringen33 und setzte sich für die Anerkennung des christlichen Glaubens ein.34 In den folgenden Jahren ließ er Kirchen35 errichten und befreite Kleriker von der Steuer.36 Dies stellte eine radikale Veränderung seines Lebens dar, da Konstantin sich früher nie offiziell zum Christengott bekannt hatte. An dieser Stelle wird die Frage aufgeworfen: Warum hat Konstantin sich so essenziell verändert? Setzt man sich mit den Darstellungen der göttlichen Erscheinungen im Leben Konstantins vor der Schlacht an der Milvischen Brücke auseinander, lässt sich feststellen, dass die meisten Autoren auf drei Überlieferungen zurückgreifen: einen panegyricus37, eine Darstellung des Laktanz sowie eine Darstellung des Eusebius von Caesarea.

Der panegyricus berichtet im Unterschied zu den christlichen Überlieferungen, dass dem Kaiser Apollo mit Victoria38 in einem Tempel erschienen ist. In dieser Erscheinung erkennt sich Konstantin in der Gestalt Apollos wieder39 und versteht, dass er 30 Jahren herrschen werde.40 Mit diesem Text ist vorsichtig umzugehen, weil die Verherrlichung der Kaiser in der Kaiserzeit ein obligatorisches Thema geworden ist.41 Die Darstellung des Laktanz ist im Vergleich zu der des Eusebius kürzer: Laktanz überliefert in de mortibus persecutorum42, dass Konstantin im Schlaf (vor der Schlacht an der Milvischen Brücke) befohlen worden ist, das himmlische Zeichen auf die Schilde seiner Soldaten anbringen zu lassen und mit diesem Zeichen in die Schlacht zu ziehen. Auffällig ist, dass Laktanz zwar ein „himmlisches Zeichen“ erwähnt, das Konstantin womöglich vor dem Schlaf gesehen hat, dennoch lässt sich keine Beschreibung dieses möglichen Ereignisses am Himmel vor der Schlacht mit Maxentius finden.43 Diese Tatsache verdeutlicht, dass die Darstellung des Laktanz historisch nicht vollständig ist. Die Darstellung des Eusebius von Caesarea ist am umfangreichsten. Er schreibt in der vita Constantini 44 folgendes: Der Kaiser suchte vor der bevorstehenden Schlacht an der Milvischen Brücke nach einem Schutzgott. Demzufolge rief Konstantin den von seinem Vater angebeteten Sonnengott an und bat ihn darum, ihm zur Seite zu stehen. Später erschien ihm unvorhergesehen ein göttliches Zeichen am Himmel (das Siegeszeichen des Kreuzes), das mit einer Schrift verknüpft war: „ Durch dieses siege “.45 Konstantin suchte nach einer nachvollziehbaren Erklärung dieses Ereignisses, aber er konnte dies nicht begreifen. So fiel Konstantin in einen Schlaf, in dem er zurechtgewiesen wurde.46 In diesem Zusammenhang überliefert Eusebius ähnlich wie Laktanz47, dass Konstantin eine Ermahnung erhielt48, nach welcher er das himmlische Zeichen auf die Schilde der Soldaten anbringen und mit diesem Symbol in die Schlacht ziehen sollte. Nach dieser Anweisung ließ Konstantin das Zeichen Christi an die Schilde anbringen, zog in den Kampf49 und besiegte seinen Gegner Maxentius. Als Konstantin nach Trier zurückkehrte50, fragt er, laut Eusebius, wer dieser Gott sei, der sich als neuer Schutzgott offenbart hat.51 Hier sei erwähnt, dass die Autorität der vita Constantini trotz der historischen Fakten in Frage gestellt wird. Der Grund dafür liegt darin, dass die vita Constantini einem Enkomion52 vergleichbar ist, weil Eusebius sich eines rhetorischen Stils bedient und auf eine neue Weise das christliche Herrscherlob beginnt. Solche Art entspricht der Preisung eines Gottesmenschen.53 Daraus lässt sich folgende Schlussfolgerung ziehen: die Offenbarung Gottes bzw. die religiöse Erfahrung vor der Schlacht an der Milvischen Brücke darf aus wissenschaftlicher Sicht nicht als eine „Bekehrung“ bezeichnet werden.54 Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Quellen von Eusebius sowie Laktanz als Faktenberichte anzusehen sind. Die Problematik dieser Quellen besteht darin, dass sie eine historische Apologie des Christentums schaffen wollen und damit auch mit einer tendenziösen Darstellung zu rechnen ist. Auch in anderen Darstellungen der Geschichte des Römischen Reichs sind derartige stilistische Mittel zu finden, wie Visionen in Biografien der anderen für die Geschichte wichtigen Personen55, die mit ihren Siegen zusammengebracht werden. Solche „Visionen“ hatten strategische Gründe: 1) Rechtfertigung für den Anfang eines Kampfes oder Krieges und Verheißung des Sieges; 2) Ermutigung für die Kaiser oder Feldherren, die solche „Visionen“ hatten, sowie für ihre Soldaten vor einem künftigen Kampf; 3) Anerkennung des Siegers von der Bevölkerung als eines ausgezeichneten Herrschers oder Feldherrn, der von einem Gott „unterstützt“ wurde. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Träume und Visionen der anderen Personen, die in einem Kampf eine bittere Niederlage erleiden mussten, aus verschiedenen Gründen keinen Eingang in die Geschichte fanden.56 Hieraus ergibt sich, dass alle drei Darstellungen nicht nur Tatsachen, sondern auch beschönigende Erzählungen enthalten. Dies macht die historische Zuverlässigkeit aller drei Werke fraglich. Dennoch lässt sich vermuten, dass Konstantin vor der Schlacht an der Milvischen Brücke ein paganes Leben führte. Nach der Kriegserklärung könnte er verstanden haben, dass er sich nicht nur auf Waffen verlassen konnte, sondern auch eine „göttliche Unterstützung“ brauchte. Während er überlegte und nach einem Schutzgott suchte, könnte er zu der Erkenntnis kommen, dass die paganen Götter doch nicht mächtig sind. So musste sich der Kaiser mit dem Gedanken beschäftigen, warum seine Gebete vor dem Kampf nicht erhört wurden. Dies kann ihn zum Misstrauen gegenüber paganen Götter geführt haben. Die unerwartete Offenbarung des Christengottes kann die Lebensweise maßgeblich verändert haben. Die positive Erfahrung in der Schlacht veranschaulicht, dass der Christengott dem Kaiser den Sieg geschenkt hat, und gibt den endgültigen Grund, diesem Gott vertrauen zu dürfen. Die Frage Konstantins danach, wer dieser Gott sei, macht deutlich, dass er zu dieser Zeit kaum etwas über den Christengott wusste. Nach der Darstellung des Eusebius ist anzunehmen, dass die religiöse Erfahrung vor der Schlacht an der Milvischen Brücke als erste Stufe der Bekehrung Konstantins gelten kann.

Im Raum steht jetzt die nächste Frage: woran lässt sich wahrnehmen, dass Konstantin sich auf dem Weg der Bekehrung befand?

3. RELIGIONSPOLITIK DES KAISERS

Konstantin erließ verschiedene Gesetze, kraft deren die Ehe- sowie Kinderlosen von Hindernissen im Erbrecht befreit worden sind.57 Er stellte die Ehe unter gesetzlichen Schutz und erklärte das Konkubinat58 für unzulässig. Der Kaiser verbot zudem die Brandmarkung im Gesicht und proklamierte im Jahr 321 den Sonntag als Tag der Ruhe.59 Doch an welchen politischen Maßnahmen Konstantins ist zu erkennen, dass er nach der Offenbarung des Christengottes seine Bekehrung fortsetzte und somit seinen Glauben an den Christengott vertieft hat?

3.1 Die divinae institutiones als Programmschrift für die Religionspolitik?

Konstantin hielt sich die ersten zehn Jahre seiner Herrschaft überwiegend im Westen des Römischen Reichs, nämlich in Trier, auf. Ab 310 fungierte Laktanz in Trier als Lehrer, was dafür spricht, dass Konstantins und Laktanz´ Wege sich in Trier vermutlich gekreuzt haben.60

[...]


1 Der volle Name des Kaisers ist Flavius Valerius Constantinus (vgl. Ernst, Sabine: Die großen Personen der Geschichte: 500 Kurzporträts von A - Z, München 2007, 147). Praxagoras von Athen [heidnischer spätantiker Historiker des frühen IV. Jhds.] schrieb ihm in einer Biographie (über den Kaiser) den Namen „der Große“ zu (vgl. Zimmermann, Martin: Geschichtsschreibung und politischer Wandel im 3. Jh. n. Chr., Stuttgart 1999, 211). Historiker verweisen auch darauf, dass die Bischöfe der katholischen Kirche im IV. und V. Jhd. den Kaiser als „der Große“ bezeichneten, weil er „...groß und unter den Heiligen“ war (Rosen, Klaus: Konstantin der Große: Kaiser zwischen Machtpolitik und Rel[i]gion, Stuttgart 2013, 393).

2 Vgl. Schlange-Schöningen, Heinrich: Konstantin und das Christentum, Darmstadt 2007, 245.

3 Vgl. Ehling, Kay: Konstantin der Große: zwischen Sol und Christus, Darmstadt 2011, 134.

4 Vgl. Piepenbrink, Karen: Konstantin der Große und seine Zeit, Darmstadt 2002, 28.

5 Vgl. Victor, Sextus Aurelius: Die römischen Kaiser. Liber de Caesaribus. Übersetzung und Erläuterung, hg. v. Groß-Albenhausen, Kirsten, Düsseldorf3 2011, 271.

6 Vgl. Piepenbrink, Konstantin der Große (2002), 28.

7 Eusebius von Caesarea (260-339) war ein christlicher Bischof, Theologe und Geschichtsschreiber. Er hat eine prominente Rolle in den kirchenpolitischen Auseinandersetzungen seiner Zeit gespielt und verfasste das aus vier Büchern bestehende Werk: „Leben des Kaisers Konstantin“ (vgl. Barnes, Timothy D.: Art. Eusebius von Caesarea, in: LThK3 3 (1995), 1007-1008).

8 Vgl. vita Constantini I, 19.

9 Vgl. Clauss, Manfred: Konstantin der Große und seine Zeit, München4 2009, 20. Vgl. vita Constantini I, 19.

10 Vgl. Piepenbrink, Konstantin der Große (2002), 29.

11 Vgl. ebd.

12 Der volle Name des Kaisers ist Flavius Claudius Iulianus. Er lebte von 331 bis 363.

13 Dieses Werk wurde behandelt die Geschichte eines arianischen Christen, der unter Constantius II. gedient hat. Die artemii passio wird meist in das 8./9. Jh. datiert. Daher ist mit diesem Werk sehr vorsichtig umzugehen.

14 In den damaligen Schriften war es durchaus üblich, mit Polemik nicht zu sparen. Daher kann eine derartige Aussage nicht als Beweis angesehen werden, dass er wirklich philosophisch ungebildet war.

15 Vgl. Schlange-Schöningen, Heinrich: Kaisertum und Bildungswesen im spätantiken Konstantinopel. Historia / Einzelschriften. H. 94, Stuttgart 1995, 21.

16 Aurelius Victor (320-390), Eutropius (unbekannt-390), Johannes Lydos (490-560) sowie Eusebius.

17 Vgl. Schlange-Schöningen, Kaisertum und Bildungswesen (1995), 12-14.

18 Sein voller Name ist Lucius Caecilius Firmianus. Er war lateinischer Rhetoriklehrer und konvertierte nach dem Beginn der Christenverfolgung im Jahr 303 zum Christentum (vgl. Heck, Eberhard: Art. Lactantius. I. Leben, in: LThK3 6 (2009), 583). Seine Lebensjahre werden auf die Jahre 250-325 datiert. Laktanz war Schüler des nordafrikanischen Rhetoriklehrers Arnobius. Dieser Rhetoriklehrer konvertierte zwischen dem Ende des III. und Anfang des IV. Jahrhunderts. Es bleibt unbekannt, ob Laktanz zur Zeit seiner Berufung nach Nikomedia schon getauft war. Dagegen spricht vor allem die Tatsache, dass Laktanz mit dem Beginn der Christenverfolgung sein öffentliches Lehramt aufgegeben und sich endgültig zum Christentum hingewendet hat. Dennoch ist davon auszugehen, dass Laktanz schon vor seiner Berufung mit christlicher Literatur in Nordafrika vertraut war (vgl. Fiedrowicz, Michael: Konstantin der Große: der Kaiser und die Christen - die Christen und der Kaiser, Trier 2006, 13-14).

19 In diesem Werk werden die Todesarten der Kaiser, die Christen verfolgt haben, sowie die Zeit Konstantins beschrieben. In demselben Werk schreibt Laktanz, dass Konstantin zum Tribunen des ersten Rangs ernannt wurde. Es lässt sich nicht genau interpretieren, was damit gemeint ist. Dieser Titel kann aber „...einen ranghohen Stabsoffizier bezeichnen'‘ (Städele, Alfons, in: Laktanz: Die Todesarten der Verfolger. De mortibus persecutorum. Übersetzung und Einleitung v. Städele, Alfons. Bd. 43, Turnhout 2003, 139).

20 Vgl. de mortibus persecutorum 18, 10.

21 Anhand geschichtlicher Bücher lässt sich keine feste Zahl beweisen. Die Jahre variieren von ein paar bis sogar mindestens Zehn.

22 Vgl. Horst, Eberhard: Konstantin der Große. Eine Biographie, Düsseldorf2 1985, 61-62.

23 Im Jahr 305.

24 Vgl. Piepenbrink, Konstantin (2002), 29.

25 Vgl. ebd.

26 Vgl. Herrmann-Otto, Elisabeth: Konstantin der Große, Darmstadt 2009, 71.

27 Vgl. vita Constantini III, 47.

28 Vgl. Fiedrowicz, Konstantin der Große (2006), 13.

29 Vgl. Fiedrowicz, Konstantin der Große (2006), 14.

30 Der ranghöchste Augustus erkannte Konstantin nach dem Ausruf der britischen Truppen nur als Caesar an. Ein Jahr später wurde Konstantin durch Maximian zum Augustus erhoben.

31 Vgl. Demandt, Alexander: Konstantin der Große: Imperator Caesar Flavius Constantinus, Darmstadt 2007, 74­76.

32 Vgl. Vogt, Joseph: Art. Constantinus der Große, in: Reallexikon für Antike und Christentum. Bd. 3, Stuttgart 1957, 321-322.

33 Vgl. Zwahr, Annette: Art. Konstantin I., in: Brockhaus-Enzyklopädie in 30 Bänden. Bd. 15, Leipzig21 2006, 464.

34 Dam, Harmjan: Kirchengeschichte im Religionsunterricht - Schullizenz: Basiswissen und Bausteine für die Klassen 5-10, Göttingen 2013, 17-18.

35 Die Lateranbasilika in Rom, die den Titel Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises trägt; die Grabeskirche in Jerusalem; die Basilika der Heiligen Petrus und Marcellinus in Rom sowie die Geburtskirche in Bethlehem.

36 Vgl. Steiner, Franz: Südfranzösische Lokalheilige zwischen Kirche, Dynastie und Stadt vom 5. bis zum 16. Jahrhundert, Stuttgart 2002, 29. Vgl. Zwahr, Annette: Art. Konstantinische Wende, in: Brockhaus-Enzyklopädie in 30 Bänden. Bd. 15, Leipzig21 2006, 465.

37 Der panegyricus ist ein Visionsbericht, der anonym in Trier im Jahre 310 verfasst wurde (vgl. Weber, Gregor: Kaiser, Träume und Visionen in Prinzipat und Spätantike. Historia / Einzelschriften. H. 143, Stuttgart 2000, 218). Ein panegyricus ist ein ruhmrediges Werk einer Dichtkunst, in der wichtige Personen oder auch bestimmte staatliche sowie gesellschaftliche Einrichtungen verherrlicht werden. Seit der Kaiserzeit ist der panegyricus zu der außerordentlichen Form der poetischen Lobpreisung der Herrscher geworden (vgl. Zwahr, Annette: Art. Panegyrikus, in: Brockhaus-Enzyklopädie in 30 Bänden. Bd. 20, Leipzig21 2006, 166).

38 An dieser Stelle ist bemerkenswert, dass Konstantin der einzige Kaiser in der Römischen Geschichte ist, dem sich eine Göttin offenbart hat (vgl. Weber, Kaiser, Träume und Visionen, H. 143, (2000), 308).

39 Vgl. Girardet, Klaus M.: Der Kaiser und sein Gott: Das Christentum im Denken und in der Religionspolitik Konstantins des Großen. Millennium-Studien / Millennium Studies. Bd. 21, Berlin2 2010, 32.

40 Vgl. Piepenbrink, Konstantin (2002), 32.

41 Vgl. Payr, Theresia: Art. Enkomion, in: Reallexikon für Antike und Christentum. Bd. 5, Stuttgart, 1962, 332-333.

42 Vgl. de mortibus persecutorum 44, 5-6.

43 Vgl. ebd. 42-44.

44 Vgl. vita Constantini I, 27-32.

45 Ebd., I, 28(2).

46 Vgl. ebd., I, 29.

47 Vgl. ebd., I, 28-29.

48 Während Eusebius deutlich in der vita Constantini erwähnte (vgl. ebd., I, 29), dass Christus dem Kaiser im Schlaf erschien, lässt sich in de mortibus persecutorum nichts davon erfahren.

49 Vgl. ebd. I, 30.

50 Vgl. Girardet, Der Kaiser, Bd. 27, (2010), 34.

51 Vgl. vita Constantini I, 32.

52 Eine Bezeichnung für den Lobpreis in der Antike.

53 Vgl. Payr, Theresia: Art. Enkomion, in: Reallexikon für Antike und Christentum. Bd. 5, Stuttgart, 1962, 337-338.

54 Vgl. Hall, Stuart George: Art. Konstantin I., der Große. I. Leben, in: TRE 19 (1990), 490.

55 Beispielsweise der Feldherr im Zweiten Punischen Krieg und Politiker der Römischen Republik Scipio (236 v. Chr-183 v. Chr.) sowie der Kaiser Aurelian (214-275).

56 Vgl. Weber, Kaiser, Träume und Visionen, H. 143, (2000), 308-311.

57 Der römische Kaiser Augustus (63 v. Chr. - 14 n. Chr.) erließ Ehegesetze, durch die Bürger des Römischen Reichs und vor allem Senatoren eine Ehe einzugehen hatten. Die, die diese Gesetze nicht erfüllten, mussten enorme Belastungen wie zum Beispiel Beschränkungen im Erbrecht hinnehmen (vgl. Piepenbrink, Konstantin (2002), 105).

58 Konkubinat war im römischen Reich eine von allen akzeptierte Weise des Zusammenlebens von Mann und Frau.

59 Vgl. Jochen, Martin: Art. Konstantin. I. Der Große, in: LThK3 6 (2009), 297.

60 Vgl. Fiedrowicz, Konstantin der Große (2006), 22.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Der römische Kaiser Konstantin und seine Bekehrung zum Christentum
Untertitel
Eine kirchengeschichtliche Untersuchung
Hochschule
Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main  (Lehrstuhl für Patristik und Antikes Christentum)
Veranstaltung
Conversio ad Deum – Bekehrungen in 2000 Jahren Kirchengeschichte
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V458148
ISBN (eBook)
9783668898639
ISBN (Buch)
9783668898646
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theologie, Kirchengeschichte, der dies solis, die divinae institutiones, Religionspolitik des Kaisers Konstantin, Bekehrung des Kaisers Kontantin
Arbeit zitieren
Hennadii Dmytriiev (Autor), 2018, Der römische Kaiser Konstantin und seine Bekehrung zum Christentum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458148

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