Diese Arbeit stellt ein fiktives Stressmangementprogramm vor, das bei Polizisten in der Ausbildung angewendet werden kann. Zudem beinhaltet das Buch eine aufwendige statistische Analyse.
Das Ziel des Stressmanagementprogramms ist die Steigerung der Resilienz der Auszubildenden. Die Wirksamkeit wird mittels eines Resilienzfragebogens überprüft. Das Programm nennt sich „Entspannt ernannt“ und soll 8 Einheiten umfassen.
Inhaltsverzeichnis
1 SPEZIFISCHE PROBLEMSTELLUNG
1.1 Ziele
1.2 Zielgruppe
1.3 Einsatzbereiche
2 DAS PROGRAMM “ENTSPANNT ERNANNT“
2.1 Methodisch didaktischer Aufbau
3 BAUSTEIN
4 ERGEBNISFORMULIERUNG UND INTERPRETATION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit konzipiert ein multimodales Stressmanagementprogramm mit dem Ziel, die Resilienz von Auszubildenden bei der Bundespolizei durch ein achtwöchiges Training zu steigern und somit ihre Belastbarkeit während der Ausbildung zu fördern.
- Analyse der spezifischen Belastungssituation der „Generation Z“ bei der Bundespolizei
- Konzeption eines achtwöchigen Trainingsprogramms „Entspannt ernannt“
- Vermittlung von instrumentellem, kognitivem und palliativ-regenerativem Stressmanagement
- Einsatz von Progressiver Muskelrelaxation (PMR) als praktisches Entspannungsverfahren
- Wissenschaftliche Überprüfung der Wirksamkeit mittels Resilienzfragebogen (RS-13)
Auszug aus dem Buch
1 Spezifische Problemstellung
Die Bundespolizei der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt momentan ca. 35.000 Polizeivollzugsbeamte. Viele Polizeivollzugsbeamte gehören der „Generation Babyboomer“ an und werden in naher Zukunft in Pension gehen. Durch den demographischen Wandel ergibt sich auch bei der Bundespolizei ein Nachwuchsproblem und damit ein Fachkräftemangel. Da die im Jahr 2015 begonnene Flüchtlingskrise in ganz Europa und damit auch in Deutschland spuren hinterlassen, beschloss die Bundesregierung im September 2016 die Bundespolizei um 7.000 Stellen aufzustocken.
Da es in Deutschland mittlerweile einen „war for talents“ gibt, musste sich auch die Bundespolizei Maßnahmen einfallen lassen, um die geplanten Beschäftigungszahlen zu erreichen. Eine Maßnahme war, die Eintrittshürden für Auszubildende zu verringern. So mussten die Bewerber beim Einstellungsverfahren qualitativ deutlich weniger sportliche Leistungen vollbringen. Somit schafften es Bewerber als Auszubildende bei der Bundespolizei angenommen zu werden, die es das geänderte Aufnahmeverfahren definitiv nicht geschafft hätten.
Dennoch steht die Bundespolizei in der Pflicht verantwortungsbewusste und nach geltendem Recht handelnde Polizeivollzugsbeamte auszubilden, die im Dienst ihre Rechten und Pflichten erfüllen. Demnach blieben die Inhalte der 2,5 Jahre andauernden Ausbildung in Theorie und Praxis gleich und wurden im Gegenzug zum Einstellungsverfahren nicht geändert.
Da der Altersdurchschnitt der im September 2017 eingestellten Auszubildenden im Aus und Fortbildungszentrum Bamberg bei 21,7 Jahren lag, gehören diese Auszubildenden vorwiegend der „Generation Z“ an. Die Generation Z (Jahrgänge ab 1995) startet in diesen Jahren ins Berufsleben und versucht sich von den Vorgängergenerationen abzugrenzen. Die Trennung zwischen Arbeit und Privatleben ist dieser Generation genauso wichtig wie mehr Strukturen und feste Abgrenzungen. Sie wollen sich keine Arbeit mit nach Hause nehmen und fokussieren sich auf das Privatleben, in dem sie Sinn und Selbstverwirklichung durch soziale Kontakte suchen. Als erste Generation, die komplett im digitalen Zeitalter aufgewachsen ist, sind die Abgrenzungen zwischen virtueller und realer Welt immer kleiner geworden. Für diese Generation ist ein sicherer Arbeitsplatz und Spaß an ihrem Beruf wichtiger als Erfolg im Beruf.
Zusammenfassung der Kapitel
1 SPEZIFISCHE PROBLEMSTELLUNG: Analyse der demographischen Herausforderungen und spezifischen Stressfaktoren, mit denen sich die „Generation Z“ während der Ausbildung bei der Bundespolizei konfrontiert sieht.
2 DAS PROGRAMM “ENTSPANNT ERNANNT“: Detaillierte Darstellung des achtwöchigen Trainingsplans, der sowohl theoretische Wissensvermittlung als auch praktische Übungen zur Progressiven Muskelrelaxation umfasst.
3 BAUSTEIN: Darlegung der methodischen Vorgehensweise zur Evaluation der Resilienzsteigerung mittels des Resilienzfragebogens RS-13 sowie Durchführung einer statistischen Erfolgsprüfung.
4 ERGEBNISFORMULIERUNG UND INTERPRETATION: Zusammenfassung der Studienergebnisse, kritische Reflexion des kleinen Stichprobenumfangs und Empfehlungen für weiterführende Maßnahmen im Stressmanagement.
Schlüsselwörter
Stressmanagement, Bundespolizei, Generation Z, Resilienz, Progressive Muskelrelaxation, PMR, Ausbildung, Stressoren, Gesundheitsmanagement, Prüfungsangst, Leistungsdruck, Interventionsprogramm, Evaluation, Psychische Gesundheit, Selbstwirksamkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Evaluation eines Stressmanagementprogramms für Auszubildende bei der Bundespolizei, um diese angesichts gestiegener Anforderungen bei der Ausbildung zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind das Stressverständnis nach Kaluza, die spezifischen Bedürfnisse der „Generation Z“, sowie die Anwendung von Entspannungsverfahren zur Steigerung der individuellen Belastbarkeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Steigerung der Resilienz der Auszubildenden. Die Forschungsfrage lautet: Kann mit einem multimodalen Stressmanagementprogramm die Resilienz bei Auszubildenden der Bundespolizei gestärkt werden?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es kommt ein multimodales Stressmanagementprogramm zur Anwendung. Die Wirksamkeit wird durch eine empirische Untersuchung mit dem Resilienzfragebogen RS-13 (Pre/Post-Design) mittels T-Test bei abhängigen Stichproben geprüft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Problembeschreibung, die detaillierte Darstellung der Kursinhalte (acht Einheiten inklusive PMR) sowie die statistische Auswertung und Interpretation der erhobenen Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stressmanagement, Resilienz, Generation Z, Progressive Muskelrelaxation und Ausbildung bei der Bundespolizei charakterisiert.
Warum wurde explizit das Thema Prüfungsangst in das Programm integriert?
Das Thema wurde in die sechste Einheit aufgenommen, da kurz darauf die für den weiteren Ausbildungsverlauf entscheidenden Zwischenprüfungen anstehen, was für die Zielgruppe einen hohen Stressor darstellt.
Welche Rolle spielt die „Generation Z“ bei der Programmgestaltung?
Die Charakteristika dieser Generation – wie der Wunsch nach klarer Trennung von Arbeit und Privatleben sowie die Suche nach Sinnstiftung – beeinflussen die didaktische Ausrichtung und die Vermittlung der Inhalte.
- Quote paper
- Toni Kreyßig (Author), 2018, Konzeption eines Stressmanagementprogramms, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458174