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Wie hängen morphologische Bewusstheit und schriftsprachliche Kompetenzen im Erwachsenenalter zusammen?

Eine empirische Studie

Titel: Wie hängen morphologische Bewusstheit und schriftsprachliche Kompetenzen im Erwachsenenalter zusammen?

Praktikumsbericht / -arbeit , 2016 , 11 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Praktikumsbericht beleuchtet den Zusammenhang der morphologischen Bewusstheit und den schriftsprachlichen Kompetenzen im Erwachsenenalter. Dazu wurde eine Studie mit insgesamt 73 Teilnehmern durchgeführt. Davon waren 59 Frauen und elf Männer.

Es galt herauszufinden, ob eine bessere Erfassung der morphematischen Bewusstheit auch gleichzeitig bessere Ergebnisse im Schriftspracherwerb nach sich zieht. In Anwendung auf die Testung sollte so gezeigt werden, dass die Leistung im Lese- und Rechtschreibtest sich verbessert, je mehr Ableitungen aus derselben Wortfamilie gebildet werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methode

3. Ergebnisse

4. Diskussion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen der morphematischen Bewusstheit und schriftsprachlichen Kompetenzen, wie sie bei Kindern bereits vielfach belegt wurden, auch bei einer Stichprobe von Erwachsenen nachgewiesen werden kann.

  • Analyse der morphematischen Bewusstheit bei Erwachsenen mittels des Tests zur "Morphematischen Flüssigkeit" (MF).
  • Überprüfung der schriftsprachlichen Leistungen durch den Lese- und Rechtschreibtest (SLRT-II) und den Rechtschreibtest (RST-ARR).
  • Methodische Neuausrichtung durch die Übertragung schriftlicher Testaufgaben in ein mündliches Setting zur Trennung von Lese- und Rechtschreibfähigkeiten.
  • Evaluation der Daten mittels Regressionsanalysen zur Untersuchung des statistischen Zusammenhangs zwischen der Wortbildungsfähigkeit und der Schriftsprachkompetenz.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die Thematik der morphologischen Bewusstheit ist fortwährend in unzähligen Publikationen sehr beliebt, da es sich hierbei neben der phonologischen Bewusstheit unwiderruflich um eine grundlegende Kompetenz im Schriftspracherwerb handelt (Fink et al., 2012). Unter der morphematischen Bewusstheit im Allgemeinen versteht man "die Fähigkeit, Morpheme zu erkennen und mit diesen zu operieren" (Fink et al., 2012, S. 423). Morpheme lassen auf den ersten Blick wichtige Aspekte der Bedeutung und Grammatik eines Wortes erkennen und sind somit unerlässlich für das Lesesinnverständnis und den Leseerwerb (Dr. E. Fleischhauer, 2015). Man differenziert in diesem Zusammenhang zwischen Hauptmorphemen und funktionalen Morphemen. Hauptmorpheme bestimmen die primäre Bedeutung eines Wortes, wohingegen dem funktionalen Morphem eine wortartbildende oder auch grammatische Funktion zugrunde liegt (Dr. E. Fleischhauer, 2015).

Um diese morphologische Struktur von Wörtern frühzeitig erkennen und verarbeiten zu können, ist anzuraten, bereits in der Primarstufe Übungen zur Förderung durchzuführen. Diverse experimentelle Studien im englisch- oder auch französischsprachigen Raum haben auf die Tatsache hingewiesen, dass bereits Drittklässler imstande sind, morphologische Strukturen von Wörtern zu verarbeiten (Casalis et al., 2009). Darüber hinaus beweisen Längsschnittstudien im englischen Sprachraum, dass ein Training der morphologischen Verarbeitung die Lesekompetenz von Schülern nachhaltig verbessert (Carlisle et al., 2010). Dass ein offenbar enger Zusammenhang zwischen Leseverständnis und morphologischer Bewusstheit vorliegt, bestätigt u. a. ein Projekt im Rahmen einer Interventionsstudie für die Wortbildungsmechanismen der Deutschen Sprache von Bangel & Müller (2014).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Konstrukt der morphologischen Bewusstheit ein, erläutert deren Bedeutung für den Schriftspracherwerb und leitet die Forschungsfrage bezüglich der Übertragbarkeit auf Erwachsene ab.

2. Methode: Hier werden das Studiendesign, die Stichprobe von 70 Studenten sowie die verwendeten Testinstrumente (u.a. TMB, SLRT-II, RST-ARR) und das Versuchssetting im Ebbinghaus-Labor detailliert beschrieben.

3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten, einschließlich deskriptiver Statistiken und der durchgeführten Regressionsanalysen, die zu keinem signifikanten Ergebnis führten.

4. Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, mögliche Ursachen für die fehlende Signifikanz – wie etwa Ermüdungseffekte oder Testdesign – analysiert und ein Ausblick für zukünftige Forschungen gegeben.

Schlüsselwörter

Morphologische Bewusstheit, Morphematische Flüssigkeit, Schriftspracherwerb, Leseverständnis, Rechtschreibfähigkeit, SLRT-II, RST-ARR, Wortbildung, Regressionsanalyse, Erwachsenenalter, Wortfamilien, Morpheme, Testbatterie, Stichprobe, Sprachkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Fähigkeit, Morpheme zu erkennen und anzuwenden, sowie den allgemeinen schriftsprachlichen Kompetenzen bei Erwachsenen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die morphologische Bewusstheit, die psychologische Testung von Lese- und Rechtschreibleistungen sowie die Analyse von Wortbildungsprozessen bei Erwachsenen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Prüfung der Hypothese, ob eine höhere "morphematische Flüssigkeit" (die Fähigkeit, Ableitungen innerhalb einer Wortfamilie zu bilden) mit besseren Leistungen im Lese- und Rechtschreibtest korreliert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative empirische Studie mit 70 Probanden durchgeführt, bei der mündliche Tests zur morphematischen Flüssigkeit und standardisierte Lese-Rechtschreibtests (SLRT-II/RST-ARR) mittels Regressionsanalysen ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der Durchführung, die Darstellung der deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnisse und die kritische Diskussion der Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Morphologische Bewusstheit, Morphematische Flüssigkeit, Schriftspracherwerb, Leseverständnis und Regressionsanalyse.

Warum konnte die Hypothese in dieser Studie nicht bestätigt werden?

Die Autorin vermutet, dass eine zu umfangreiche Testbatterie zu Ermüdungseffekten führte und dass die Stichprobe oder das Design nicht ausreichten, um den Zusammenhang statistisch signifikant abzubilden.

Welche Rolle spielten die "Ausreißer" bei der Datenauswertung?

Die Ausreißer, die sich im Bereich des oberen Whisker befanden, haben laut der Diskussion dazu beigetragen, dass die Regressionsanalyse zu keinem signifikanten Ergebnis kam.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie hängen morphologische Bewusstheit und schriftsprachliche Kompetenzen im Erwachsenenalter zusammen?
Untertitel
Eine empirische Studie
Hochschule
Universität Erfurt
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
11
Katalognummer
V458191
ISBN (eBook)
9783668904613
ISBN (Buch)
9783668904620
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bewusstheit kompetenzen erwachsenenalter eine studie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Wie hängen morphologische Bewusstheit und schriftsprachliche Kompetenzen im Erwachsenenalter zusammen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458191
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Leseprobe aus  11  Seiten
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