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Die Debatte um den Flächentarifvertrag - Anlass, Inhalt, mögliche Ergebnisse

Title: Die Debatte um den Flächentarifvertrag - Anlass, Inhalt, mögliche Ergebnisse

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Toni Trogrlic (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die vorliegende Arbeit soll dem Leser einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten und Probleme des
Flächentarifvertrags aufzeigen. In Kapitel 2 werden zuerst die wesentlichen Bedeutungen des Flächentarifvertrags herausgearbeitet.
Der Flächentarifvertrag lässt sich ohne Zweifel, seit Mitte der 90er Jahre, als das tarifliche Debattenthema bestimmen. In Kapitel 3 versuche ich diese Debatte zu verdeutlichen. Hierzu werden die Probleme der Globalisierung und der Internationalisierung genauer betrachtet. Des weiteren gehe ich einer Gegenüberstellung der Arbeitgeberverbände und der Gewerkschaften nach.
Das deutsche Tarifvertragssystem ist seit dem Zusammenbruch des sozialistischen Machtblocks vor fast zehn Jahren und mit dem darauffolgendem verschärften Globalisierungsprozess zusehends in die Kritik geraten. Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden ob die Institution „Flächentarifvertrag“ im deutschen Wirtschaftssystem noch eine Zukunft hat.
Da der Flächentarifvertrag den wirtschaftlichen Belangen vieler Betriebe nicht gerecht werden kann, wird vielfach gefordert, den Spielraum für ergänzende Betriebsvereinbarungen durch Tariföffnungen und einiger Differenzierungen zu erhöhen. Die Notwendigkeit dieser Öffnungsklauseln und der Differenzierungen habe ich in Kapitel 4 dargestellt.
In dem nachfolgendem Kapitel widme ich meine Aufmerksamkeit, den möglichen Ansätzen zur Erneuerung des Flächentarifvertrags. Hierbei möchte ich hervorheben, dass eine Erneuerung nur Erfolg haben kann, wenn die Bedürfnisse der Arbeitgeber berücksichtigt werden.
Der letzte Teil dieser Arbeit enthält eine zusammenfassende Schlussbetrachtung mit einem recht spekulativen Versuch eines Ausblicks.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff und Bedeutung des Flächentarifvertrags

2.1. Rechtlicher Rahmen

2.2. Das Günstigkeitsprinzip

3. Anlass und Inhalt der Debatte um den Flächentarifvertrag

3.1. Globalisierung und Internationalisierung

3.2. Gewerkschaften versus Arbeitgeberverbände

4. Die Notwendigkeiten von Öffnungsklauseln und Differenzierungen

5. Ansätze zur Erneuerung des Flächentarifvertrags

6. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Relevanz und Zukunftsfähigkeit des Flächentarifvertrags im deutschen Wirtschaftssystem unter dem Einfluss von Globalisierung und strukturellen Veränderungen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob die Institution in ihrer bisherigen Form noch tragfähig ist oder ob Reformen durch Öffnungsklauseln und Differenzierungen zwingend erforderlich sind.

  • Stellenwert und rechtliche Grundlagen des Flächentarifvertrags
  • Herausforderungen durch Globalisierung und Internationalisierung
  • Spannungsfeld zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden
  • Bedeutung von Öffnungsklauseln und Differenzierungsstrategien
  • Perspektiven für eine notwendige Erneuerung der Tarifstrukturen

Auszug aus dem Buch

3. Anlass und Inhalt der Debatte um den Flächentarifvertrag

Das deutsche Modell des Flächentarifvertrags prägt seit über 45 Jahren das Gesicht unseres Sozialstaates und unserer Wirtschaftsordnung. Dieser Eckpfeiler des deutschen Tarifvertragswesens ist zusehends ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Trotz der recht moderaten Abschlüsse der vergangenen Jahre ist das (so meinen Kritiker) kein Argument für den Flächentarifvertrag (Tyll Necker: „Der Tiger wird durch Streicheln nicht zur Hauskatze.“). Zuvor jedoch möchte ich darauf hinweisen, dass der Flächentarifvertrag durchaus Vorteile hat, die in den folgenden Punkten deutlich gemacht werden:

Der Flächentarifvertrag erzwingt eine stärkere Berücksichtigung der ökonomischen Rahmendaten als bei betrieblichen Verhandlungen. Im Verbund mit anderen können überzogene Forderungen besser abgewehrt werden.

Der Flächentarifvertrag sichert den Arbeitsfrieden für eine ganze Branche und vermeidet ständig wechselnde Häuserstreiks mit negativen Folgen für alle, d.h. Lieferbeziehungen mit verflochtenen Unternehmen werden durch ständige Arbeitskämpfe nicht gestört. Arbeitskampfbedingte Ausfalltage gibt es in Deutschland kaum.

Der Flächentarifvertrag entlastet die Personalpolitik der Unternehmen. Die Alternative ohne Flächentarifvertrag wäre, dass jedes Unternehmen selbst das ganze Bündel notwendiger Regelungen für die Arbeitsverhältnisse erarbeiten und dann vereinbaren müsste.

Der Flächentarifvertrag sichert den innerbetrieblichen Frieden, weil streitige Themen von Dritten entschieden werden. Es werden keine ressourcenbindenden, zeitraubenden Tarifverhandlungen auf betrieblicher Ebene geführt, d.h. Entlastung des Betriebsklimas vom Streit ums Geld. Auch wenn man sein Gehalt bescheiden findet, weiß man wenigstens, dass die Kollegen auf derselben Stufe genauso bezahlt werden, und zwar nicht nur die am nächsten Schreibtisch, sondern auch im gesamten Land. Was im außerbetrieblichen Bereich passiert ist ein gut gehütetes Geheimnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Flächentarifvertrags ein und definiert das Ziel der Arbeit, dessen Zukunftsaussichten zu bewerten.

2. Begriff und Bedeutung des Flächentarifvertrags: Dieses Kapitel erläutert den rechtlichen Rahmen, das Günstigkeitsprinzip sowie den Stellenwert der Tarifverträge in Deutschland.

3. Anlass und Inhalt der Debatte um den Flächentarifvertrag: Hier werden die Vor- und Nachteile der aktuellen Debatte sowie der Einfluss von Globalisierung und das Verhältnis zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern beleuchtet.

4. Die Notwendigkeiten von Öffnungsklauseln und Differenzierungen: Dieses Kapitel beschreibt fünf verschiedene Strategien der Flexibilisierung, um den betrieblichen Erfordernissen gerecht zu werden.

5. Ansätze zur Erneuerung des Flächentarifvertrags: Der Autor diskutiert hier die Notwendigkeit einer Reform, die nur im Konsens mit den Arbeitgebern erfolgreich sein kann.

6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Abschließend wird resümiert, dass eine Reform unumgänglich ist, das Instrument Flächentarifvertrag aber als Institution weiterhin bestehen bleiben könnte.

Schlüsselwörter

Flächentarifvertrag, Tarifvertragssystem, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Globalisierung, Flexibilisierung, Öffnungsklauseln, Differenzierung, Arbeitsfrieden, Tarifpolitik, Arbeitsmarkt, Individualisierung, Tarifdumping, Betriebsvereinbarung, Sozialstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Debatte um den deutschen Flächentarifvertrag, seine Bedeutung, die Kritikpunkte daran und die notwendigen Reformansätze in einem sich wandelnden globalen Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen, den Einfluss der Globalisierung, die Interessenkonflikte zwischen Tarifparteien sowie Mechanismen wie Öffnungsklauseln.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob der Flächentarifvertrag unter den heutigen wirtschaftlichen Anforderungen im deutschen System noch eine Zukunft hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, Wirtschaftsdaten und aktuellen tarifpolitischen Diskussionen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen und rechtlichen Grundlagen, die Kritik durch Globalisierung und Wettbewerbsdruck sowie spezifische Instrumente wie Differenzierungsklauseln detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Flächentarifvertrag, Flexibilisierung, Öffnungsklauseln, Globalisierung und Tarifpolitik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Flächentarifvertrag vom Firmentarifvertrag?

Der Flächentarifvertrag wird durch Verbände für eine ganze Branche vereinbart, während der Firmentarifvertrag direkt zwischen einer Gewerkschaft und einem einzelnen, nicht verbandsgebundenen Unternehmen geschlossen wird.

Warum wird das Günstigkeitsprinzip als Flexibilisierungsinstrument genannt?

Es erlaubt abweichende, individuellere Regelungen, sofern diese für den Arbeitnehmer günstiger sind als die im Flächentarifvertrag festgelegten Mindestbedingungen.

Welchen Einfluss haben Öffnungsklauseln?

Sie ermöglichen es Betrieben, unter bestimmten Umständen (etwa bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten) vom Tarifvertrag abzuweichen, ohne die formale Bindung an den Flächentarifvertrag zu verlieren.

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Details

Title
Die Debatte um den Flächentarifvertrag - Anlass, Inhalt, mögliche Ergebnisse
College
Hamburg University of Ecomomy and Policy
Grade
1,5
Author
Toni Trogrlic (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V45836
ISBN (eBook)
9783638431705
Language
German
Tags
Debatte Flächentarifvertrag Anlass Inhalt Ergebnisse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Toni Trogrlic (Author), 2003, Die Debatte um den Flächentarifvertrag - Anlass, Inhalt, mögliche Ergebnisse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45836
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