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Schwierigkeiten im DaZ-Erwerb bei Lernenden mit Persisch als L1

Eine qualitative empirische Studie

Titel: Schwierigkeiten im DaZ-Erwerb bei Lernenden mit Persisch als L1

Bachelorarbeit , 2017 , 73 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Klara Ventz (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgeteilt ist die Arbeit in einen theoretischen und einen empirischen Teil. Zunächst werden die Historie des Persischen und die geographische Verteilung der Sprecher und Varietäten vorgestellt. Danach werden spezifische Unterschiede zwischen dem Persischen und dem Deutschen innerhalb des Alphabets, der Morphologie und der Syntax aufgezeigt. Die morphologischen und syntaktischen Phänomene werden in drei Kategorien eingeteilt.

In der ersten Kategorie werden Phänomene untersucht, in denen der Lernende auf eine Leerstelle in seiner persischen Ausgangssprache trifft. Die zweite Kategorie umfasst Phänomene, bei denen der Lernende im Deutschen auf wesentlich komplexere Strukturen als im Persischen trifft, die Funktion des Phänomens jedoch bereits aus dem Persischen kennt. Die dritte Kategorie umfasst persische Phänomene, bei denen Lernende im Deut- schen auf eine Leerstelle treffen. Anschließend werden zu erwartenden Fehler für DaZ- Lernende erläutert und mit den Ergebnissen des Sprachvergleichs begründet. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die eigens erstellten Testverfahren und die Probanden vorgestellt.

In der Reflexion der Empirie werden die aufgestellten Fehlerhypothesen mit der empirischen Ergebnisauswertung überprüft. Im Schlussteil wird nach der Zusammenfassung der vorliegenden Arbeit auf die Problematik bei der Ergebnisauswertung gesondert eingegangen. Das Fazit dient der Einord- nung der Ergebnisse in den pädagogischen Kontext. Hier soll beleuchtet werden, inwieweit die vorliegenden Ergebnisse über die Schwierigkeiten beim DaZ-Erwerb für Lernende mit Persisch als L1 im Unterricht genutzt werden können. Im abschließenden Ausblick wird aufgezeigt, welche Bereiche, die in der Problematik bereits erläutert wurden, als Grundlage weiterer Arbeiten dienen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Motivation

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau

2 GRUNDLAGEN DES PERSISCHEN

2.1 Überblick

2.1.1 Historisch

2.1.2 Geographisch

2.3 Sprachliche Strukturen des Persischen

2.3.1 Alphabet und Schrift

2.3.2 Morphologie

2.3.3 Syntax

3 EMPIRISCHE BEFUNDE

3.1 Testaufbau

3.2 Ergebnisse und Auswertung

3.2.1 Morphologie

3.2.2 Syntax

3.3 Reflexion

4 SCHLUSS

4.1 Zusammenfassung

4.2 Problematik

4.3 Fazit

4.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen Schwierigkeiten beim schriftsprachlichen Deutscherwerb von Lernenden mit Persisch als Erstsprache (L1). Ziel ist es, durch einen morphosyntaktischen Vergleich der beiden Sprachen zu identifizieren, bei welchen Phänomenen Transferphänomene oder aufgrund von "Leerstellen" im Persischen besondere Hürden beim Lernen von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) auftreten.

  • Strukturvergleich zwischen Persisch und Deutsch
  • Analyse von Transferphänomenen im Bereich Morphologie und Syntax
  • Untersuchung von Fehlerquellen bei Artikeln, Kasus und Pluralbildung
  • Empirische Überprüfung mittels eigens erstellter Testverfahren
  • Pädagogische Empfehlungen für den DaZ-Unterricht

Auszug aus dem Buch

1.1 Motivation

Bereits 1803 veröffentlichte A. Seidel sein Werk Praktische Grammatik der Neupersischen Sprache für den Selbstunterricht; in dem er auf Deutsch das Persische untersuchte und erläuterte. Seidel war nicht der Einzige, der sich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts mit der persischen Sprache und ihren Dichtern befasste. Die Begeisterung für die persische Literatur und deren Schriftsteller wie Rudagi, Firdausi, Nisami, Rumi, Saadi, Hafis oder Hatifi gab es bereits vor der Erscheinung von Goethes West-östlicher Divan im Jahr 1819. Goethe ließ sich von Hafis‘ Werken inspirieren, wodurch sich persische Literatur in Europa zusätzlich verbreitete (vgl. SEIDEL 1803, 2). Es ist festzustellen, dass Untersuchungen wie die Seidels über die sprachlichen Strukturen des Persischen aus dem frühen 20. Jahrhundert in Deutschland nicht existieren. Ob dies aufgrund der politischen Spannungen zwischen Deutschland und dem Iran und Afghanistan passierte, ist unklar. Innerhalb der letzten Jahre ist anhand von neuen Persisch Lehrwerken und Studiengängen über das Persische ein größeres Interesse festzustellen. Das steigende Interesse an der persischen Sprache und Literatur in Deutschland ist auf die steigende Anzahl der Persisch Sprecher seit 2013 zurück zu führen. Die gesamte Anzahl der in Deutschland lebenden Ausländer aus Afghanistan und dem Iran im Jahr 2015 betrug 469.673 (STATISTISCHES BUNDESAMT 2016, 39-41).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Erläutert die Motivation für die Arbeit vor dem Hintergrund steigender Zahlen persischsprachiger Migranten und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Untersuchung.

2 GRUNDLAGEN DES PERSISCHEN: Bietet einen Überblick über die historische und geographische Verbreitung der Sprache sowie eine Analyse der sprachlichen Strukturen, insbesondere Alphabet, Morphologie und Syntax.

3 EMPIRISCHE BEFUNDE: Stellt das methodische Vorgehen bei den durchgeführten Tests vor, präsentiert die Ergebnisse und wertet diese anhand der zuvor definierten Kategorien aus.

4 SCHLUSS: Fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, diskutiert methodische Problematiken und gibt ein Fazit für die pädagogische Praxis sowie einen Ausblick für weitere Forschungen.

Schlüsselwörter

Persisch, Deutsch als Zweitsprache, DaZ-Erwerb, Transferphänomene, Morphologie, Syntax, Fehleranalyse, Kontrastive Linguistik, Kasus, Pluralbildung, Relativpronomen, Artikel, Erstsprache, Interferenztheorie, Spracherwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht, welche spezifischen Schwierigkeiten Lernende mit Persisch als Erstsprache beim Erwerb der deutschen Sprache haben, insbesondere in den Bereichen Morphologie und Syntax.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf grammatikalische Unterschiede zwischen dem Persischen und Deutschen, wie Artikelgebrauch, Pluralbildung, Kasussystem und Satzbau.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Lernende durch Transfer von persischen Strukturen auf das Deutsche häufiger Fehler machen und ob bestimmte grammatikalische "Leerstellen" im Persischen zu signifikanten Lernschwierigkeiten führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine kontrastive Analyse der beiden Sprachsysteme sowie eine empirische Untersuchung mit eigens erstellten Testverfahren bei 15 afghanischen Probanden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der persischen Sprache und eine empirische Analyse, bei der die Probanden morphologische und syntaktische Aufgaben bearbeiteten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Persisch, DaZ-Erwerb, Transferphänomene, Fehleranalyse, Morphologie und Syntax.

Welche Bedeutung spielt die Ezāfe-Verbindung in der Untersuchung?

Die Ezāfe-Verbindung wurde als ein spezifisches persisches Phänomen analysiert, das in der dritten Kategorie untersucht wurde, um zu prüfen, ob es das Deutsche beeinflusst.

Warum wurde die 50%-Grenze zur Auswertung der Testergebnisse gewählt?

Die 50%-Grenze dient als Bewertungskriterium, um zu bestimmen, ob ein Proband ein grammatikalisches Phänomen beherrscht oder ob die Aufgabe als nicht bestanden gilt.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schwierigkeiten im DaZ-Erwerb bei Lernenden mit Persisch als L1
Untertitel
Eine qualitative empirische Studie
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Germanistik)
Note
1,3
Autor
Klara Ventz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
73
Katalognummer
V458719
ISBN (eBook)
9783668893207
ISBN (Buch)
9783668893214
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DaZ Persisch DaF Sprachwissenschaft Vergleichende Sprachwissenschaft Morphologie Syntax Farsi Phonologie Dari Germanistik Deutsch als Zweitsprache Deutsch als Fremdsprache Schwierigkeiten beim DaZ-Erwerb Erstsprache L1 L2
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Klara Ventz (Autor:in), 2017, Schwierigkeiten im DaZ-Erwerb bei Lernenden mit Persisch als L1, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458719
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Leseprobe aus  73  Seiten
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