In dieser Unterrichtsstunde soll die Kompetenz Schreiben gefördert werden. Diese Kompetenz wird im Kerncurriculum in verschiedene Teilkompetenzen aufgeteilt. Speziell für diese Unterrichtsstunde ist zunächst die Teilkompetenz "Texte planen und entwerfen" von Bedeutung. Die SuS "untersuchen Schreibaufträge hinsichtlich der Zielsetzung und aktivieren ihr thematisches und schreibformbezogenes Vorwissen". Eine weitere wichtige Teilkompetenz lautet "Texte schreiben - zentrale Schreibformen sachgerecht nutzen: Kreatives Schreiben". Hierbei „schreiben und gestalten“ die SuS "in Auseinandersetzung mit literarischen Vorlagen eigene Texte". Darüber hinaus ergibt sich aus dem Aufbau der Unterrichtsstunde eine weitere Kompetenz, die zusätzlich gefördert wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Stundenbezogene Kompetenzbereiche und Kompetenzen
2. Hauptintention der Stunde
3. Positionierung der Stunde innerhalb der Unterrichtseinheit
4. Lernvoraussetzungen
5. Sachanalyse
6. Didaktische Begründungen
7. Methodische Begründungen
8. Unterrichtsverlaufsplan
9. Literaturangaben
Anhang
I. „Luise“ von Christine Lambrecht
II. Bild von Luise und den afrikanischen Frauen
III. Lückentext für die Differenzierung
IV. Erwartungshorizont Mind-Map
V. Erwartungshorizont Brief
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es, dass die Schülerinnen und Schüler den Inhalt der Kurzgeschichte „Luise“ von Christine Lambrecht durch den kreativen Prozess des Briefeschreibens aus der Perspektive einer beteiligten Figur tiefgreifend erschließen und reflektieren.
- Förderung der Schreibkompetenz durch kreatives Schreiben.
- Erschließung literarischer Texte durch produktionsorientierte Verfahren.
- Auseinandersetzung mit Vorurteilen und zwischenmenschlicher Kommunikation.
- Identifikation mit literarischen Figuren zur Übertragung auf eigene Lebenswelten.
- Methodische Differenzierung zur Unterstützung heterogener Lerngruppen.
Auszug aus dem Buch
5. Sachanalyse
Die Kurzgeschichte ist eine kurze Prosaform, die in Deutschland besonders seit 1945 an großer literaturwissenschaftlicher Bedeutung gewonnen hat. Es gibt viele verschiedene theoretische Ansätze, die unterschiedliche Definitionsannäherungen beinhalten. Alle Ansätze aufzuführen und miteinander zu vergleichen würde den Rahmen dieser Unterrichtsvorbereitung grundsätzlich überschreiten. Jedoch lässt sich im Allgemeinen festhalten, dass sich eine Kurzgeschichte durch ihren besonders geringen Umfang auszeichnet. Außerdem wird in einer Kurzgeschichte ein aussagekräftiger Abschnitt aus dem Leben bzw. dem Alltag einer Figur erzählt.
Des Weiteren sollen in der Regel die handelnden Figuren Alltagsmenschen darstellen. Besonders kennzeichnend, aber auch wichtig für die Kurzgeschichte ist ein „abrupter Anfang“. Das bedeutet, dass die Geschichte mitten ins Geschehen hinein springt, ohne dass vorher andere Aspekte aufgegriffen werden. Weiterhin enthält die Handlung - ganz im Gegensatz zur Novelle, in der es mehrere Wendepunkte geben kann - einen Wendepunkt, der häufig überraschend erfolgt. Ebenso offen wie der Anfang ist auch der Schluss einer Kurzgeschichte: es gilt „die Unabgeschlossenheit als gattungsspezifisches Strukturmerkmal“. So können dann die Rezipienten selbst über ein Ende oder eine geeignete Lösung für die Problematik nachdenken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Stundenbezogene Kompetenzbereiche und Kompetenzen: Erläutert die im Kerncurriculum verankerten Kompetenzen Schreiben und Lesen, die in dieser Stunde gezielt gefördert werden sollen.
2. Hauptintention der Stunde: Definiert das zentrale Ziel, den Inhalt der Kurzgeschichte „Luise“ durch das Verfassen eines fiktiven Briefes aus Sicht einer Figur zu erschließen.
3. Positionierung der Stunde innerhalb der Unterrichtseinheit: Ordnet die Stunde in eine achtstündige Unterrichtsreihe ein und beschreibt den chronologischen Aufbau der Kurzgeschichten-Einheit.
4. Lernvoraussetzungen: Analysiert die heterogene Zusammensetzung der Klasse 7KB, unter Berücksichtigung von Sprachniveaus, Motivation und sozialer Dynamik.
5. Sachanalyse: Bietet eine literaturwissenschaftliche Definition der Kurzgeschichte als Gattung und analysiert die spezifische Handlung der Kurzgeschichte „Luise“.
6. Didaktische Begründungen: Begründet die Wahl der Textsorte Brief und der Kurzgeschichte im Kontext der Kompetenzentwicklung und der sozialen Förderung im Klassenverband.
7. Methodische Begründungen: Erläutert den methodischen Aufbau der Stunde, einschließlich des Einstiegs mit Bildern und der Binnendifferenzierung mittels Lückentext.
8. Unterrichtsverlaufsplan: Detailliertes tabellarisches Protokoll der zeitlichen Phasen und der methodischen Entscheidungen der Unterrichtsstunde.
9. Literaturangaben: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und unterrichtspraktischen Quellen.
Schlüsselwörter
Kurzgeschichte, Unterrichtsvorbereitung, Schreibkompetenz, Deutschunterricht, Luise, Christine Lambrecht, Binnendifferenzierung, kreatives Schreiben, Briefeschreiben, Medienkompetenz, Literaturdidaktik, Schulentwicklung, soziale Kompetenz, Vorurteile, Prosa
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen fiktiven Langentwurf für eine Unterrichtsstunde im Fach Deutsch in einer siebten Klasse dar, in der Kurzgeschichten behandelt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtsstunde?
Die Themenfelder umfassen die Gattungsmerkmale von Kurzgeschichten, die kreative Auseinandersetzung mit Literatur durch Briefeschreiben sowie die Reflexion über soziales Verhalten und Vorurteile.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist die Erschließung der Kurzgeschichte „Luise“ von Christine Lambrecht durch produktionsorientiertes Schreiben (einen Brief aus der Sicht einer Figur), um so sowohl inhaltliches Verständnis als auch Schreibkompetenz zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Unterrichtsvorbereitung verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf didaktische und methodische Konzepte zur Unterrichtsplanung, wie sie in den Vorgaben des niedersächsischen Kerncurriculums für das Fach Deutsch vorgesehen sind.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Lerngruppenanalyse, die Sachanalyse des literarischen Gegenstands sowie die didaktische und methodische Begründung für den Unterrichtsverlauf detailliert dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Kurzgeschichte, Schreibkompetenz, Binnendifferenzierung und produktionsorientierter Unterricht beschreiben.
Wie wird in dieser Stunde auf die Heterogenität der Klasse 7KB eingegangen?
Es erfolgt eine innere Differenzierung durch einen Lückentext, der leistungsstärkeren Schülern als Orientierung und leistungsschwächeren Schülern als konkrete Hilfestellung dient.
Warum wurde die Kurzgeschichte „Luise“ für diese Lerngruppe ausgewählt?
Die Geschichte ist kompakt, enthält keine komplizierten Fachbegriffe und greift das Thema Vorurteile auf, was für die soziale Dynamik und die kulturelle Vielfalt der Klasse 7KB hochrelevant ist.
Welche Rolle spielt das „Kämmchen“ in der Geschichte und im Unterricht?
Das Kämmchen dient als zentrales Motiv der Geschichte, das für die Hilfsbereitschaft und die Überwindung von Vorurteilen steht; im Unterricht dient die Auseinandersetzung damit als Grundlage für die Brief-Perspektive der Schüler.
- Arbeit zitieren
- Mahmud Tunc (Autor:in), 2019, Erschließung des Inhalts der Kurzgeschichte "Luise" von Christine Lambrecht durch das Verfassen eines Briefes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458823