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Der Attische Seebund als Herrschaftsmittel für die Hegemonie

Der antike Seebund aus geschichtlicher Perspektive

Titel: Der Attische Seebund als Herrschaftsmittel für die Hegemonie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht den Attischen Seebund. Bündnisse waren schon in der Antike ein wichtiges Mittel, um die Herrschaft zu sichern, diese auszubauen oder sich gegen Feinde zu verteidigen. Im Jahre 478/477 vor Christus wurde der erste Delisch-Attische Seebund gegründet und Athen war ein Teil dieses Bündnisses. Doch die ursprüngliche Idee eines gleichberechtigten Bündnisses veränderte sich stark im Laufe der Jahre. In dieser Hausarbeit möchte ich darum klären, ob der Delisch-Attische Seebund als reines Abwehrbündnis gegen die drohende Gefahr aus Persien diente oder ob der Delisch-Attische Seebund ein Herrschaftsmittel der Athener über seine Bundesgenossen war.

Der erste Teil meiner Hausarbeit wird sich dabei erst einmal mit der zeitlichen Einordnung und der Entstehung des Seebundes beschäftigen und wer alles an diesem Bündnis beteiligt war. Danach zeige ich auf, welches Interesse die Athener und auch welches Interesse die Bündnispartner an der Aufrechterhaltung des Seebundes hatten. Der sich anschließende Teil der Hausarbeit befasst sich mit der Stellung Athens innerhalb des Bündnisses und geht auf die Beantwortung der oben erwähnten Fragestellung ein. Abschließend wird dem Hauptteil meiner Arbeit mein Fazit folgen, in welchem ich versuchen werde, die wichtigsten Punkte dieser Arbeit noch einmal herauszustellen. Der Schwerpunkt liegt auf der Beantwortung der anfänglichen Fragestellung.

Bei der Betrachtung der Quellen von Herodot und Thukydides ist anzumerken, dass beide in Athen ansässig waren und ihre Sichtweise auf das Geschehene wahrscheinlich nicht unvoreingenommen ist. Auch sind keine Quellen von abtrünnigen Bündnispartnern überliefert, welche eine weitere Sichtweise auf die anderen Quellen ermöglichen würden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis der Publikation

1. Einleitung

2. Entstehung des Attischen Seebundes von 478 v. Chr.

3. Die Rolle der Athener im Attischen Seebund

4. Unterschiedliche Interessen am Attischen Seebund

4.1 Die Interessen der Athener

4.2 Die Interessen der Bündnispartner

5. Der Seebund als Herrschaftsmittel für die Hegemonie

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die historische Transformation des Delisch-Attischen Seebundes, ausgehend von der Fragestellung, ob es sich ursprünglich um ein gleichberechtigtes Abwehrbündnis gegen Persien handelte oder von Beginn an als Instrument athenischer Hegemonie konzipiert war.

  • Die Genese des Delisch-Attischen Seebundes im Kontext der antiken Machtpolitik.
  • Die Analyse der divergierenden Interessen zwischen Athen und seinen Bündnispartnern.
  • Die methodische Auswertung zeitgenössischer Quellen wie Herodot und Thukydides.
  • Die Untersuchung der strukturellen Entwicklung von einem Verteidigungsbündnis zum Herrschaftsinstrument.
  • Die Rolle wirtschaftlicher Faktoren und militärischer Notwendigkeiten für die athenische Expansion.

Auszug aus dem Buch

3. Die Rolle der Athener im Attischen Seebund

Athen sah sich von Anfang an in einer Führungsrolle innerhalb des Bundes, was alleine schon daraus ersichtlich wird, dass die Athener den Seebund „Die Athener und ihre Bundesgenossen“ oder „Städte, über die die Athener Gewalt haben“ nannten. Allerdings ist die Quellenlage zur Gründung des Attischen Seebundes nicht sehr gut, da es keine schriftlich festgehaltenden Verträge gab. Aristoteles zufolge gab es aber Treueeide, die durch das versenken von Metallklumpen im Meer besiegelt wurden und so lange Gültigkeit haben sollten, bis diese Metallklumpen an der Meeresoberfläche schwimmen.

„... im dritten Jahr nach der Seeschlacht bei Salamis, unter dem Archontant des Timosthenes, und dem Ioniern schwor, dieselben Feinde und Freunde zu haben. Dazu versenkten sie auch Metallklumpen im Meer.“

Da Metallklumpen ja bekanntlich nicht schwimmen, ist dies ein Zeichen dafür, dass dieses Bündnis ein Bündnis für die Ewigkeit sein sollte. Bei diesen Eiden handelte es sich um Eide mit den einzelnen Städten, es gab keinen gemeinsamen Eid für alle Bündnispartner. Athen war nicht nur mit der Führung dieses Bundes betraut, sie kümmerten sich auch um innen- und außenpolitische Angelegenheiten. Auch war ihnen die Heeresführung vorbehalten und sie kümmerten sich darum das die zu leistenden Tribute geleistet wurden. Im Gegenzug dafür sicherten sie den Ägeisraum vor Piraten und kamen den Städten bei ihrem Krieg gegen das Persische Reich zur Hilfe. Trotz der einnehmenden Rolle, die Athen im Attischen Seebund hatte, gab es einen Bundesrat, der auf der Insel Delos abgehalten wurde. Diese Insel bot sich an für die Treffen bei denen alle Bündnispartner vertreten waren, da sie sehr Zentral im Ägeisraum lag und somit für alle Bündnispartner gut zu erreichen war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsziel, die Entwicklung des Bündnisses kritisch zu hinterfragen, und stellt die methodische Vorgehensweise sowie die genutzte Literatur vor.

2. Entstehung des Attischen Seebundes von 478 v. Chr.: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Umstände nach dem Sieg bei Mykale und den Übergang der Führung vom Hellenenbund an Athen.

3. Die Rolle der Athener im Attischen Seebund: Hier wird die hegemoniale Stellung Athens innerhalb des Bündnisses und die symbolische Bedeutung der Treueeide untersucht.

4. Unterschiedliche Interessen am Attischen Seebund: Der Abschnitt analysiert die verschiedenen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Motive sowohl der Athener als auch der Bündnispartner.

5. Der Seebund als Herrschaftsmittel für die Hegemonie: Dieses Kapitel erörtert, wie sich der Bund über die Zeit durch Tributzahlungen und militärische Überlegenheit zu einem effektiven Herrschaftsinstrument entwickelte.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass sich der Seebund von einem Verteidigungsbündnis zu einer Machtbasis entwickelte, welche die athenische Vorherrschaft sicherte.

Schlüsselwörter

Athen, Attischer Seebund, Hegemonie, Antike, Persien, Bündnispartner, Tribut, Seemacht, Ägäis, Politik, Geschichte, Militär, Machtanspruch, Handelsrouten, Poleis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung des Delisch-Attischen Seebundes von seiner Gründung bis zur Etablierung als Herrschaftsmittel Athens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Entstehung des Bündnisses, die Machtstrukturen zwischen den Partnern sowie die wirtschaftlichen und strategischen Motive der Beteiligten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob der Seebund ein reines Abwehrbündnis gegen Persien war oder ein gezieltes Instrument der athenischen Hegemonie.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literatur- und quellenbasierte Analyse, wobei sie auf bekannte Werke von Herodot und Thukydides sowie moderne Fachliteratur zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Interessen von Athen und den Bündnispartnern sowie die Analyse des Wandels hin zur athenischen Vorherrschaft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hegemonie, Delisch-Attischer Seebund, athenische Machtpolitik, Tributzahlungen und Verteidigungsbündnis.

Warum war die Insel Delos für den Bundesrat von Bedeutung?

Delos war aufgrund ihrer zentralen Lage im Ägäisraum für alle Bündnispartner geografisch gut zu erreichen, was sie zu einem idealen Treffpunkt machte.

Wie sicherte Athen die Loyalität der Bündnispartner trotz zunehmender Dominanz?

Athen nutzte neben militärischem Druck auch soziale Strategien, indem es Bündnispartner zu Tochterstädten erklärte und ihnen Schutz vor Persien sowie sichere Handelswege bot.

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Details

Titel
Der Attische Seebund als Herrschaftsmittel für die Hegemonie
Untertitel
Der antike Seebund aus geschichtlicher Perspektive
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Geschichtswissenschaft)
Veranstaltung
Athen - Kultur und Gesellschaft in klassischer Zeit
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
13
Katalognummer
V458838
ISBN (eBook)
9783668900301
ISBN (Buch)
9783668900318
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Athen Attischer Seebund Attisch Seebund Antike Entstehung Interessen Bündnispartner
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2013, Der Attische Seebund als Herrschaftsmittel für die Hegemonie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458838
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Leseprobe aus  13  Seiten
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